Warum gefällt es vielen nicht, dass Intelligenz vererbbar sein sollen?

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11 Antworten

Du solltest erstmal definieren, was Intelligenz eigentlich ist?

Meinst du potentielle Intelligenz? Die ist in der Tat vererbbar - sieht man schon daran, daß Schimpansen auch mit noch so viel Mühe niemals auch nur annähernd an menschliche Intelligenz herankommen.

Oder meinst du tatsächliche Intelligenz? Das ist eine Mischung aus potentieller Intelligenz und erlernten/erworbenen Fähigkeiten. Diese sind aber erlernbar/trainierbar und somit eben nicht vererblich.

Bei einem IQ-Test wird nur die tatsächliche Intelligenz getestet und auch nur ein kleiner Teil der intellektuellen Leistungen eines Menschen, die auch aus sozialer Interaktion resultieren. Und aus weiteren kognitiven Leistungen - ein Künstler ist nicht zwingend intelligent, kann aber auf seinem Gebiet alle anderen in den Schatten stellen.

Was die rechtlichen Implikationen betrifft, so steht nirgends, daß alle Menschen gleich sind. Im GG steht nur, daß alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, also gleiche Rechte haben. In der Politik wird das gewöhnlich nicht so präzisiert, weil das Wählerstimmen kosten könnte.

Schönen Gruß

weil so Klassenunterschiede ideologisch abgesegnet werden. Wer Oben angekommen ist, der rechtfertigt seine Sonderprivilegien damit, dass er eben eine gute Erbmasse habe. Die Zukurzgekommenen hingegen hätten angeblich weniger Hirnwindungen u.o. Synapsen, eine wahrhaft reaktionär-biologistische einstellung, die im Hitler-Faschismus fröhliche Urständ hielt.

Wer jedoch die Vererbung ganz ausklammert bzw. für bedeutungslos ansieht, ist gleichfalls auf dem flaschen Dampfer. Oftmals sind es Pädagogen und Teile der Psychologen, die so schwadronieren, nicht wahrhaben wollend, dass es nicht nur auf sie ankommt, wenn Mensch voran kommen will als auch soll.

Der "Hitler-Faschismus" hatte zu diesen Dingen eine etwas andere Grundhaltung:

Die Nationalsozialisten waren ja zum großen Teil selbst Aufsteiger aus den mittleren und unteren Schichten.

Viele sahen voller Neid auf die "jüdischen Intelligenzbestien" der akademisch gebildeten höheren Schichten und nicht umsonst sympathisierten sie, wenn überhaupt, eher mit einem "ganzheitlichen" Intelligenzbegriff. Begriffe wie Willenskraft, Tüchtigkeit, Mut und Ausdauer standen viel höher im Kurs als Klugheit oder Intelligenz.

Intelligenztests dienten im NS deshalb auch nicht zur Rechtfertigung
der sozialen Hierarchie (das hätte ja wohl zu einer Art "Judenherrschaft" führen müssen), sondern zur  Rechtfertigung der Tötung "minderwertigen" Lebens wegen "Schwachsinns".

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@Maxieu

Alles richtig, dennoch betrachteten sie jene Deutsche, die intelligent waren, als erblich bevorzugt an.

Intelligenz war übrigens nur z.T. verpönt, nicht hingegen eine technische Fähigkeit. Es war vielmehr der Intellektualismus, den die Hitler-Faschisten verabscheuten.

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"Vererbarkeit" von Intelligenz hat nur sehr wenig Bedeutung. Wirklich bedeutsam ist nur, für welche Zwecke Menschen ihre vorhandene (oder auch stark reduzierte) Intelligenz einsetzen.

Mir persönlich ist ein "nur durchschnittlich" intelligenter Arbeiter erheblich lieber als ein hochintelligenter Verbrecher, und ich vermute, daß die meisten Menschen ebenso denken.

Das beantwortet nicht meine Frage

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@giovanii

Es ist alleine deine Entscheidung, welche von vielen Vermutungen du als Beantwortung akzeptierst oder nicht.

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Warum gefällt es vielen nicht, dass Intelligenz vererbbar sein sollen?

Ist das so?
Sollen Intelligenz vererbbar sein?

Und ist man dadurch nun eigentlich ein Leben lang gleichermaßen benachteiligt, oder bessert sich das im Laufe der Zeit, der Erfahrungen und Begegnungen, der Wendepunkte im Leben?

Der Computer Golem in Stanislav Lems gleichnamigem Roman ist intelligenter als jeder Mensch. Deswegen ... beruft man ihn zum militärischen Chef im Pentagon. Wo er den versammelten Politikern, Bürokraten und Militärs bereits ihre erste strategische Sitzung mit ihm in eine Philosophievorlesung verkehrt, weil er - wie er sagt - kein Interesse an militärischen Überlegungen habe.
Dann erzählt er von dem unübertroffenen metabolischen System der Alge, die ihre Energie verlustarm direkt aus dem Licht des Sterns bezieht und ... verarbeitet. Er meint, ökonomischer und besser gehe es nicht. Das biologische Modell des Menschen mit all seinen umständlich zusammengesetzten Systemen von Pumpen und Röhren, Ladestationen und Kläranlagen sei diesem einfachen System in praktisch jeder Hinsicht unterlegen. Zwar sei die menschliche Grundannahme richtig, es gebe eine durchgängige Entwicklung von der Alge bis zu sich, aber was dabei übersehen werde, sei, dass diese ein negatives Vorzeichen habe.

Was meinst du, hätte Golem zur Intelligenz zu sagen?

... nicht "Alge - es ging um die Amöbe. :)

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@Sachsenbruch

"Golem"?

Verflixt und Zugenägt!

Meine Lem Sammlung scheint nicht vollständig zu sein.

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Es gibt keine belastbaren Belege dafür, daß hohe Intelligenz in irgendeinem Maße vom Erbgut abhängt.

Falls du doch welche kennen solltest, dann teile sie bitte mit uns.

Der Fragesteller hat die Zwillingsstudien erwähnt.

Klassisch: Eysenck.

Gute Zusammenfassung bei D. E. Zimmer:

Ist Intelligenz erblich?: Eine Klarstellung.

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@Maxieu

Werde ich auf jeden Fall bei nächster Gelegenheit einen Blick reinwerfen.

Vielen Dank.

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Weil sich daraus der Gedanke ableiten ließe, dass es Menschen gibt, die von Geburt an "besser" (oder schlechter) sein könnten als andere.

Dieser Gedanke zieht sich seit 5000 Jahren durch die Menschheitsgeschichte und wir alle sollten froh sein, diesen überwunden zu haben.

Aber nicht nur die Intelligenz bestimmt die Wertigkeit, sondern auch der Charakter, das Aussehen, die körperliche Fitness

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@giovanii

Sicher, aber Charakter, Aussehen und Fitness sind ja ( nicht immer im gewünschten Ausmaß) veränderbar, Intelligenz nicht.

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@giovanii

Welche Wertigkeit? Und wie wird diese durch so etwas sehr Subjektives wie die Bewertung der äußeren Erscheinung beeinflusst oder des Charakters, körperliche Fitness?

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Versuch mal, Intelligenz allgemeinverbindlich zu definieren. Oder zitiere meinetwegen eine allgemein anerkannte Definition von Intelligenz.

Du wirst schnell darauf stoßen, dass es die nicht gibt.

Und jetzt machen wir mal mit dir einen klitzekleinen Intelligenztest...

Wie kann etwas mit Sicherheit vererbt werden, von dem man noch nicht einmal allgemeinverbindlich sagen kann, was genau das eigentlich sein soll...

Was biologisch vererbt wird, sind biologische Grundlagen für kognitive Prozesse: Gehirn, ZNS, Sinne, Repzeptoren, Synapsen, Mag ja sein, dass es da Unterschiede gibt, die sich u.a. auch in Geschwindigkeiten von Verarbeitungsprozessen ausdrücken können. Es gibt ja durchaus dieses Phänomen der Hochbegabung...

Aber was stellst du mit all dem an, was man irgendwie in den Begriff Intelligenz zusammenfassen kann, an, wenn das nicht mit Bildungsprozessen zusammengebracht wird?

Es gibt die - auch empirisch validierte - These, dass ca. 10.000 vernünftig organisierte Übungs-/Trainingsstunden in jedem beliebigen Bereich ausreichen, um da zur erweiterten Weltspitze vorzustoßen.

Insofern ist letzt lich Fleiß maßgeblicher als Intelligenz.

Intelligenz: die Fähigkeit, insbesondere durch abstraktes logisches Denken Probleme zu lösen und zweckmäßig zu handeln

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@giovanii

Siehst du... das ist keine allgemeingültige Definition von Intelligenz, sondern beschreibt allenfalls jenes Minimum an kognitiven Kompetenzen, die auch schon Menschenaffen auszeichnen. :-)

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@atzef

Da es ja auch darum geht, welche Probleme zu  lösen sind,  ist der Verweis auf Menschenaffen und das von ihnen geteilte "Minimum an kognitiven Kompetenzen" fehl am Platze.

 

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@giovanii

Auch das ist relativ. Ein Messie löst seine Problem "ganz perfekt" dadurch, daß er jedenweden Müll hortet, und das hält er dann für eine intelligente Lösung.

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@Maxieu

Nein. Er versucht ja meiner Anforderung gerecht zu werden und begrifflich Intelligenz in einer Art und Weise zu definieren, die zum einen der menschlichen Spezifik gerecht wird und zum anderen intellektuelle Leistungsunterschiede unter Ausschluss von Bildungseffekten als rein genetisch veranlagungsbedingt erklären möchte.

Dafür liefert seine Definition überhaupt nichts. :-) Das wiederum liegt aber nicht daran, dass er (und auch du) unterdurchschnittlich intelligent ist, sondern das eine einheitliche und klar umrissene Definition nicht existiert. 

Folglich fangt ihr euch das Paradoxon ein, über ein Phänomen, von dem kein klarer und allgemeinverbindlicher Begriff existiert als etwas zu behandeln, dass angeblich ausschließlich vererbungsbedingt ist...

Nax hat das eigentliche Problem und die Reichweite einer "angeborenen Intelligenz" oben schon ganz gut mit dem Begriffspaar "potentielle und tatsächliche Intelligenz" umrissen.

Käme es tatsächlich nur auf angeborene Intelligenz an, was immer das auch sein soll, so müssten sozial schwächere Deutsche ja im internationalen Vergleich auch überdurchschnittlich dumm sein, weil von denen besonders wenige - im internationalen Vergleich - die Bildungserfolge ihrer Eltern überbieten...:-)

wie gesagt, inhaltlich erfasst die angebotene Definition auch die kognitiven Potentiale von Menschenaffen und vermutlich weiterer psychisch höher organisierter Tierarten. Andererseits lässt sie Aspekte wie soziale Intelligenz, z.B. die Empathiefähigkeit, völlig unter den Tisch fallen.

Schau dir einfach mal das wiki-Stichwort "Intelligenz" an. Und da insbesondere den 2. Satz. Bemühe dich einfach mal zu verstehen, was das konkret für die These von der Vererbarkeit von Intelligenz bedeutet. Oder dem methodischen Problem, etwas messen zu wollen, von dem man gar nicht genau sagen kann, was das ist...:-)

Oder wie man bei der Intelligenzmessung Bildungseffekte ausschließen möchte...:-)

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"Versuch mal, Intelligenz allgemeinverbindlich zu definieren. Oder
zitiere meinetwegen eine allgemein anerkannte Definition von
Intelligenz."

Ein Verbaltrick?

Definiere bitte selbst "allgemeinverbindlich".

Mir genügt - trotz der Selbstreferenz-Problematik - der Buchstabe g bzw. die Antwort: "das,  was in einem Intelligenztest gemessen wird".
Das hat immerhin hohe durchschnittliche Prognosekraft für schulischen und beruflichen Erfolg und damit auch für die im Durchschnitt erreichte soziale Position.

Noch ein Trick?

"Es gibt die - auch empirisch validierte - These, dass ca. 10.000 vernünftig organisierte Übungs-/Trainingsstunden in jedem beliebigen Bereich ausreichen, um da zur erweiterten Weltspitze vorzustoßen.

Insofern ist letzt lich Fleiß maßgeblicher als Intelligenz."

Die intellektuelle Ausgangsbasis soll da keine Rolle spielen?

Jemand soll ggf. Fleiß entwickeln in einem Bereich, zu dem ihm der

geistige Zugang fehlt?

Die von dir wiedergegebene "empirisch validierte" Behauptung trifft doch nur dann zu, wenn die Begabung für das jeweilige Gebiet schon überdurchschnittlich ist. Fleiß toppt wohl oftmals Veranlagung, aber die muss erst einmal hinreichend da sein.

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@Maxieu

Siehe oben. Ansonsten verblüfft mich deine Ungläubigkeit... Was bitte soll denn "geistiger Zugang" bedeuten? Wird der abschließend vererbt? 

Wozu geht man denn dann überhaupt noch in die Schule...? 

Willst du dich ernsthaft darauf versteifen, dass berufsqualifizierende "Talente" genetisch festgelegt sind? 

Nehmen wir mal "Englisch"... Gib mir einen miesen 5. oder 6. Klässler mit unterirdischen Leistungen ohne cerebrale Störungen und zumindest mit dem ehrlichen Vorsatz, sich verbessern zu wollen. Aus dem mache ich dir immer einen 1er oder zumindest 2er-Kandidaten in 4-6 Wochen. Um überdurchschnittlich gute Leistungen in Englisch zu produzieren, braucht man weder Talent, noch eine Hochbegabung oder überdurchschnittliche Intelligenz, noch nicht einmal besonderen Fleiß. Da reicht es vollkommen aus, gut organisiert zu sein...:-)

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@atzef

Mir gefällt, dass du keine Bescheidenheit heuchelst.

Die Lehrer und die Eltern von bislang leistungsschwachen Schülern
sind vermutlich durch die Bank inkompetent. Da ist es gut  zu wissen, dass helfende Köpfe wie deiner nicht fern sind.
Vielleicht hast du als Nachhilfe-Olympionike auch einen Tipp für einen - eher noch undramatischen - Fall wie diesen:

Eine Mitschülerin meines Neffen braucht für das Erlernen von 30 Vokabeln in Französisch nach eigener Aussage 8 (acht!) Stunden.
(Das Vergessen dauert nur unwesentlich länger...)
Sie steht in Frz. immerhin auf einer 3 (Jg. 11). Die Mutter meint, sie könne die Wörter schneller - und vor allem nachhaltiger - lernen, wenn sie die Vokabeln tanzte. Aber ihr fallen oft keine geeigneten Tanzfiguren pro Wort ein.

Was kann man ihr raten?
Wie sieht dein Methodenvorschlag aus? Oder soll sie aufs Pauken von Vokabeln verzichten und erst bei Bedarf einfach im Wörterbuch nachschlagen? Schließlich leiden die anderen Fächer und auch ihre Freizeitaktivitäten unter diesem Zeitbedarf.

Ein anderes Bsp.:

Eine Bekannte berichtet von ihrem Enkelkind (jetzt Anfang 3. Schuljahr/ Bremen):

Das Kind (aus einem "bildungsnahen" Haushalt) scheitert im Kopfrechnen an Aufgaben wie "17 minus 9" und benutzt zur Lösung
beim Rückwärtszählen die Finger.

M. a. W.: Ich glaube, du hast keine realitätsnahe Vorstellung, wie schwer sich manche Menschen mit dem Lernen tun, oder du unterstellst bei der Mehrheit deiner Mitbürger massive zerebrale Störungen und könntest ihnen mit dieser Begründung deine Nachhilfeexerzitien vorenthalten.

"Um überdurchschnittlich gute Leistungen in Englisch zu produzieren,
braucht man weder Talent, noch eine Hochbegabung oder
überdurchschnittliche Intelligenz..."

Stimmt. Im  Übrigen reicht es dafür, Engländer im Ausland zu sein.:-)

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@Maxieu

Fall 1. Wer in der 11. Klasse eine 3 in Französisch hat, hat ja nun nicht wirklich große Probleme. Wenn das Vokabel lernen derart schwer fällt, tippe ich aus der Ferne darauf, dass da einfach jedwede innere Motivation und Ambition fehlt. Oder wiederholt sich diese Gedächtnisleistung woanders auch? 

Ich würde einfach das Pensum auf 5 reduzieren, die aber täglich lernen und dann eben nicht nur durch auswendig lernen, sondern kontextbezogen, also durch die Bildung ganzer Sätze oder die Verarbeitung der Vokabeln in einer kleinen Alltagsgeschichte. Insofern käme man da womöglich sehr schnell mit anderen Organisationsformen und Lernmethoden ganz schnell zu Erfolgen...

Fall 2. Da liegt offenbar eine Lernbehinderung vor. Da würde ich sonderpädagogische Hilfe suchen...

In beiden Fällen reden wir aber von recht krassen Ausreißern nach unten. 

Den meisten, die ich mit schwachen Englischleistungen kenne, fehlt es tatsächlich an verständiger Unterstützung in der Familie und leidlich funktionierender Selbstorganisation. Die meisten kennen doch noch nicht einmal ihr Lehrbuch und arbeiten mit den Hilfen, die da in jedem angeboten werden, z.B. mit dem Grammatikanhang...

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Das Intelligenz vererbbar ist, steht außer Frage, allerdings ist das kein Garantieschein, dass das auch wirklich in jedem Fall passiert!

Also denkst du die Biologie macht Ausnahmen, wo sie einfach nichts vererbt oder wie willst du das erklären?

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@giovanii

Jeder Mensch hat die Gene seiner Vorfahren in sich. Welche Attribute man bekommt kann man nicht beeinflussen. Die Biologie sucht sich aus was vererbt wird und nicht die Eltern. Hat man allerdings eine sehr intelligente Linie ist die Chance sicher höher. Und wenn Du Dich mit Evolution beschäftigst weißt Du, dass die Natur auch Zufälle produziert.

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@giovanii

Natürlich macht die Biologie Ausnahmen und das ist auch gut so, ansonsten würde es ja in einer Katastrophe enden!

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Weil es kann aber nicht muss.

Sind Kinder hochbegabt können die Eltern trotzdem durchschnittlich oder unterdurchschnittlich intelligent sein. Genauso können intelligente Eltern unterdurchschnittlich intelligente Kinder hervor bringen. 

Das Milieu hat aber dennoch Einfluss darauf wie Intelligenz gefördert und genutzt wird. Darum wird es auch hier Unterschiede geben.

Am Ende muss dann doch wieder jeder Mensch beweisen ob er/sie intelligent ist. 

Weil sich der Mensch dann nicht ganz so rasch formen und umbilden lässt, wie sich das Sozialutopisten erträumen.

Die Realisierung des Ideals der gesellschaftlichen Gleichheit gerät in Verzug,
wenn die Natur (in diesem Fall ein Teil der menschlichen) sich gegenüber Eingriffen von Sozialingenieuren als widerspenstig erweist.

Manchen Eltern ist vielleicht die intellektuelle Ausstattung ihrer Kinder peinlich.
Sie suchen dann nach Ursachen, die nicht auf sie selbst zurückverweisen.

Natürlich kommen - nicht nur in solchen Fällen - außer der genetischen Grundausstattung noch weitere Ursachen, die aber auch im Elternhaus liegen können, in Frage. Niemand behauptet, Intelligenz sei zu 100% erblich.

Weil man daraus Ungleichwertigkeit von Menschen ableiten könnte.

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