Warum galt Heinrich der Löwe als negative Figur in der Geschichte?

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5 Antworten

Nach steiler Karriere im Reich zeichnete sich bereits 1166 der Sturz des Löwen ab. Heinrich stand immer mehr in Opposition zum Reich und
Kaiser, dabei verfolgte er vornehmlich eigene Interessen.
1176 verweigerte Heinrich der Löwe seinem Vetter Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Gefolgschaft nach Italien, was 1179 zum Prozess und zum endgültigen Bruch zwischen Staufern und Welfen führte. Auf dem Reichstag von Würzburg 1180 wurden Heinrich dem Löwen die Lehen Sachsen und Bayern aberkannt. Er übersiedelte mit der gesamten Familie zum Schwie-
gervater nach England ins Exil. Obwohl Heinrich der Löwe alle Lehen entzogen bekam, tasteten die Reichsfürsten den großen Allodialbesitz der Welfen in Norddeutschland nicht an. Heinrich der Löwe verstarb 1195 entmachtet in Braunschweig

aus: http://www.welfen.de/heinrichloewe.htm

Noch besser und sehr gut aufgeteilt eine 16-seitige Hausarbeit:
Der Konflikt Heinrichs des Löwen mit Kaiser und Reich -

Wie gezeigt wurde, resultierte der große Konflikt Heinrichs des Löwen mit Kaiserund Reich 1180 vor allem aus dessen zum Teil brutaler Herrschaftspraxis in Sachsenund seiner übergroßen Macht innerhalb des Reiches.
aus: https://www.audimax.de/fileadmin/hausarbeiten/geschichte/Hausarbeiten-Geschichte-Heinrich-der-Loewe.pdf

Und, kannst du mit den Hinweisen und Informationen etwas anfangen?

Gruß seniorix

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Den Sachsenherzog Heinrich den Löwen per se als "negative Figur" zu bezeichen, ist grober Unfug. Als mächtiger Herrscher sorgte er maßgeblich dafür, daß Barbarossa überhaupt erst König wurde. Daß er sich mit seiner Machtfülle auch jede Menge Feinde - insbesondere unter den sächsischen Fürsten - machte, was schließlich zu seinem Sturz führte, ist wenig erstaunlich. Heinrich wurde in der Vergangenheit je nach Standpunkt und Intention sehr unterschiedlich beurteilt.

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Kommentar von laurendie08
28.11.2016, 21:12

Hm in der Pfalz bei uns stellt man ihn als einen Tyrannen dar.

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Zu dieser Zeit waren alle Herrscher (Papst mit eingeschlossen) nach heutigem Recht schlicht und einfach Verbrecher - der eine mehr, der andere weniger.

Heinrich der Löwe war halt der Verlierer, Friedrich I der gewinner. Gangster waren alle beide.

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Galt und gilt sie das?

Frag mal die Niedersachsen. Vielleicht sogar die Münchner.

Pardon, aber die Fragestellung finde ich völlig daneben.

Gruß, earnest


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Kommentar von earnest
29.11.2016, 07:38

Ach so - die Nazis hättest du auch fragen können. Sie haben Heinrich propagandistisch missbraucht.

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