Warum gab es in Deutschland so viele Juden?

5 Antworten

Juden gibt es seit der Zeit des römischen Reichens in dem Gebiet, das heute Deutschland ist. Dabei gab es aber auch immer wieder Vertreibungen und Verfolgungen.

Bis ins Mittelalter gab es blühende jüdische Gemeinden in Mainz, Speyer, Worms (damals waren Stàdte klein, also hatte eine jüdische Gemeinde maximal um die 1000 Mitglieder).

zur Zeit der Kreuzzüge wurden Juden in Deutschland verfolgt. Ab dann begann eine starke Auswanderung nach Polen, das damals die Juden mit offenen Armen aufnahm, weil das Land eine Mittelschicht brauchte. Deshalb sprachen die Juden in Osteuropa meist Yiddish, d.h. Deutsch...

Im 18. und 19. Jahrhundert wurden die Juden in Osteuropa verfolgt und diskriminiert. In Deutschland hatten die Juden seit 1867 gleiche Rechte, in Oesterreich auch, und so flohen Juden vor der Verfolgung in Polen, Russland, etc.

In Deutschland machten Juden immer weniger als 1% der Bevölkerung aus. Um 1933 gab es in Deutschland ca. 0,5 Millionen Juden, das entsprach 0,75% der Bevölkerung.

Die Deutschen haben nicht nur die Juden in Deutschland diskriminiert, ausgeraubt, verfolgt und ermordet, die Deutschen haben 1938-1944/45 ja auch fast ganz Europa erobert (Oesterreich, Polen, Tschechoslovakei, Belgien, Frankreich,  westliche Sovietrepubliken, teile von Russland, etc.), und in allen eroberten Gebieten haben sie Juden verfolgt und ermordet. So kam die Zahl von 6 Millionen ermordeten Juden zustande.

Bei der Reichsgründung 1871 gab es gleichzeitig ein neues Gesetz, wonach alle Juden mit den Deutschen  gleichgestellt waren. Das war nicht in allen Ländern Europas so. Vorher hatten sie z.B. kein Wahlrecht und andere Nachteile. Das mag viele dazu veranlasst haben nach Deutschland zu ziehen, vor allem aus Ländern wo es diese Gesetze damals noch nicht gab..

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