Warum funkeln Sterne? ;D

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6 Antworten

Durch die verschiedenen Schichten in der Atmosphäre. Würdest du den Sternenhimmel aus dem All sehen, würden sie nicht blinken und flackern. Planeten flackern und blinken dagegen nicht oder nur gering. Das liegt daran das die Sterne im Verhältnis zu den Planeten, viel weiter entfernt sind. Viele Lichtjahre entfernt. So erscheinen sie von der Erde sehr klein. Sie haben im Vergleich zu den Planeten oder dem Mond, nur ein sehr kleines Scheibchen. Nun kommt die Atmosphäre ins Spiel.

Das wenige Licht dieser kleinen Scheibchen muss durch die Atmosphäre bis es auf unsere Augen trifft. In der Atmosphäre gibt es viele verschiedene Luftschichten. Warme und kalte und feuchte und trockene Schichten. Und Staub und Feuchtigkeit und und und. Das wenige Licht der Sterne kann also die Luftschichten nicht geradlinig durchqueren und wird in den Schichten, immer wieder, abgelenkt. So entsteht das Flackern und blinken.

Die Planeten-Scheibchen oder der Mond, haben eine größere Oberfläche. Auch wenn ihr Licht genau so, durch die verschiedenen Luftschichten wandern muss, so ist das Scheibchen groß genug das auch ein Teil des Lichtes, geradlinig bis zu uns vordringen kann. So flackern sie nicht oder viel geringer im Vergleich zu den kleinen Sternen. Vergleich es am besten mit einer Taschenlampe. Lässt du sie strahlen, ist die Oberfläche groß. Nun nimm einen Karton und mach ein winziges Loch darein und stülpe es vor das Licht der Taschenlampe. Nun ist der Strahl klein. Die volle Lampe steht für den Mond als Beispiel und das kleine Loch für die Sterne. Mach den Gasherd an und stell die Lampe hinter das Feuer.

Über dem Feuer entstehen Luftwirbel. Ist der Karton nicht vor der Lampe, kannst du das Licht der Lampe gut erkennen ohne flackern(oder gering). Lässt du das Licht nun durch das kleine Loch, flackert es gewaltig durch die Luftwirbel über der Flamme. So ähnlich funkelt es auch in der Atmosphäre. Viel Licht wird weniger abgelenkt als wenig Licht was aus einer kleinen Quelle stammt.

crazyrat 24.03.2012, 13:55

Schön zusammengefasst, was alle anderen hier schon geschrieben haben ;-)

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Die Sterne an sich funkeln nicht. Die strahlen ein stabiles Licht aus.

Es gibt auch eine Ausnahme, aber das ist nebensächlich. Das ist eine entsprechende eigene Art von Sternen. Die schanken in der Helligkeit, aber nicht in der Stabilität des Aussendens des Lichtes.

Aber zurück zur Frage:

Die Sterne, die wir hier sehen, sehen wir desewegen funkeln, weil die Luft, die uns in der Athmosphäre vorhanden ist, entsprechend sich selbst bewegt. Das führt zu diesem Effelkt, auch wenn das Licht dennoch weiter geradeaus fliegen würde.

Die unterschiedlichen Luftschichten wirken wie ein Sprudelbad.

crazyrat 24.03.2012, 13:54

Wenn DU dich jetzt fragst, warum die Planeten dann weniger funkeln, liegt es an mehreren Gründen.

  1. Sie reflektieren sehr stark das Licht der Sonne auch in Richtung Erde.
  2. Sie sind astronomisch gesehen wie die Sonne direkt vor der Haustür.
  3. Durch die Nähe sind sie (auch wenn wir sie selbst als Punkt sehen), kein Punkt am Himmel.

Die Planeten sind "feste" Objekte, die am Himmel schon mit einem kleinen Fernglas als kleine Scheibe erkannt werden können. Dazu ein Beispiel:

Am Horizont 8bei starkem Wind und leichtem Dunst) siehst Du bei einen Scheinwerfer einer Hofbeleuchtung und den Wärter, der mit der Taschenlampe genau in deine Richtung leuchtet (er bewegt sich mal einfach nicht) und zuletzt ein kleines Kind mit einer Laterne.

Du wirst sehen, dass sich die kleine Laterne nur recht dürftig durch den Dunst deinem Auge zeigt, die Taschenlampe würde schon besser sein, und die Hof-Beleuchtung würde sich fast gar nicht bewegen.

Dabei wäre die Hofbeleuchtung ein Planet, die Taschenlampe ein heller Stern und die Laterne ein schwacher Stern am Himmel.

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Das kommt von der irdischen Atmosphäre, also der Luft, weil die sich bewegt. Vom Mond aus gesehen, funkeln sie nicht, obwohl man sie von dort aus kaum sehen kann, wegen der hellen Mondoberfläche. Vergleichbar mit der hell erleuchteten Großstadt, wo man die Sterne auch kaum sieht.

Szintilator 23.03.2012, 22:32

Das stimmt nur halb, die Astronauten auf dem Mond haben sehr wohl Sterne sehen können am schwarzen Himmel!

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crazyrat 24.03.2012, 13:37
@Szintilator

Das stimmt telweise schon, dass man Sterne auf dem Mond sehen kann. Man seht aber nicht vierle, da das Albedo des Mondes leider auch dort ein Überstrahlen des größten Teiles der Sterne bewirkt.

Als Mensch sieht man die schon, aber wenn DU z.B: die Fotos von den Apollo-und anderen Missionen siehtst, wirst Du keine Sterne am Himmel sehen. Da werden sie überstrahlt.

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Altair080 26.03.2012, 18:04
@crazyrat

Die Sterne werden auf dem Mond nicht "überstrahlt" ... woran sollte das von der Mondoberfläche reflektierte Licht denn gestreut werden?

Tatsächlich wäre es prinzipiell ohne weiteres möglich auch am Tage die Sterne auf dem Mond zu sehen, solange die Augen vor der direkten Sonneneinstrahlung sowie dem von der Mondoberfläche reflektierten Licht wirkungsvoll geschützt werden, beispielsweise durch Blenden.

Auf den Apollo-Bildern fehlen die Sterne, weil die Belichtungszeiten im Bereich weniger Sekundenbruchteile liegen und das maximale Kontrastverhältnis des Filmes es nicht ermöglicht die helle Mondoberfläche sowie die schwach leuchtenden Sterne gleichzeitig gut belichtet abzubilden.

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Die Sterne funkeln nicht. Das ist so:

Die Sterne sind ferne Sonnen die Licht ausstrahlen. Dieses Licht geht durchs Weltall zu uns. Im Weltall hat es auf der bahn der Erde etwa -125°C. Dann trifft das Licht auf die etwa 0°C warme Atmosphäre. Das musst du dir so vorstellen, wie bei einem Grill. Das "kalte" Licht von z.B. der Mauer kommt über den Grill, und dann fängt es durch den Wärmeunterschied an zu flackern. Bei der Sonne flackert das Licht nicht, da es eine größere Fläche am Himmel hat.

Also flackert es erst beim Eintritt in die Atmosphäre, nicht die Sterne an sich, und nicht wie ein Gerücht, weil das Auge bei so kleinen Punkten es nicht scharf kriegt.

crazyrat 23.03.2012, 21:11

Ist leider falsch. Nicht NUR beim Eintritt, sondern auf der gesamten Strecke durch die Atmosphäre trifft es immer wieder auf unterschiedliche dicke Luftschichten, die sich unterschiedlichst bewegen.

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Mimosa1 23.03.2012, 21:51
@crazyrat

Es kommt nicht auf die bewegung an, sondern auf den Temperaturunterschied, und auch nicht auf die Dicke. Die atmosphärenschichten haben zwar verschiedene Temperaturen, aber bei diesem Beispiel kann man die Atmosphäre als ganzes verwenden um es nicht unnötig zu verkomplizieren.

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Altair080 23.03.2012, 23:34
@Mimosa1

Temperatur- und Luftdruckunterschiede bewirken zum einen überhaupt erst die Bewegung von Luftschichten, zum anderen verändert sich dadurch der Brechungsindex der Luft. Insofern spielen die genannten Punkte sehr wohl eine Rolle, weil durch ihr Zusammenspiel atmosphärische Turbulenzen und somit auch das "Seeing" und Funkeln der Sterne entsteht.

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crazyrat 24.03.2012, 13:44
@Mimosa1

Das Seeing ist leider von der Bewegung abhängig. Und die Schichten, die sich unterschiedlich dicht entsprrechend bewegen, wirken dann erst wie Linsen. Das diese einen Temperaturunterschied besitzen ist dabei nur ein Nebeneffekt.

Lass Dir doch einfach mal von Leuten auch was sagen. Und das ist nicht ein verkomplizieren der Sachlage sondern die Sachlage selbst.

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Mimosa1 24.03.2012, 19:44
@crazyrat

Nicht nur ein Nebeneffekt, sondern der hauptgrund. Und da spielen natürlich sehr viele Faktoren eine Rolle, ich wollte es ja nicht verkomplizieren. Aber dass ist wie schon gesagt der Hauptgrund, und somit ist es genügend, als Wissen durchgehbar.

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Das hat was mit der Entfernung dieser Sonnen zu tun.

crazyrat 23.03.2012, 18:39

Leider nicht.

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PerryFairy 23.03.2012, 19:36
@crazyrat

Ja, leider nicht. crazyrat hat ja eine ausführliche und richtige Antwort hinterlassen...

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weaponseeker 23.03.2012, 20:13
@PerryFairy

Doch,es hat auch mit der Entfernung zu tun,aber dies ist sehr geringfügig...

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crazyrat 23.03.2012, 21:12
@weaponseeker

Absolut nicht. Die Entfernung spielt höchstens in der HElligkeit eine Rolle, aber nicht beim Flackern.

Und nach mehr als einem Vierteljahrhundert Hobby Astronomie weiss ich wohl, was ich sage. Ich betreibe das Hobby, länger, wie manche hier überhaupt leben.

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Altair080 23.03.2012, 23:27
@crazyrat

Die Entfernung spielt insofern indirekt eine Rolle, als dass der scheinbare Durchmesser sehr weit entfernter Objekte wie etwa der Sterne trotz ihrer gewaltigen Größe winzig klein ist im Vergleich zum scheinbaren Durchmesser der sehr viel kleineren, aber eben auch sehr viel näheren Planeten, wodurch die Sterne wesentlich empfindlicher auf atmosphärische Unruhe reagieren. Besser als die Entfernung sollte also lieber der scheinbare Durchmesser (sowie die scheinbare Helligkeit) herangezogen werden, um zu beurteilen wie sehr ein Objekt funkelt.

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crazyrat 24.03.2012, 13:39
@Altair080

Nein, die Entfernung spielt keine Rolle, da die Helligkeit des Sternes von ihm selbst ausgeht. Wenn sie eine Rolle spielen würde, wären die Sterne von Alpha Centauri auch die hellsten am gesamten Himmel. Und würden mit zunehmender Entfernung immer weiter abnehmen.

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Altair080 26.03.2012, 17:58
@crazyrat

Nein, die Entfernung spielt keine Rolle, da die Helligkeit des Sternes von ihm selbst ausgeht. Wenn sie eine Rolle spielen würde, wären die Sterne von Alpha Centauri auch die hellsten am gesamten Himmel.

Ich kann gerade nich ganz nachvollziehen, was du mir damit sagen möchtest, es ergibt als Kommentar zu meinem Kommentar absolut keinen Sinn.

Selbstverständlich spielt die scheinbare Helligkeit eine Rolle, eine höhere scheinbare Helligkeit resultiert in einem stärkeren Funkeln. Ebenso hat (unter anderem) die Entfernung einen Einfluss auf den scheinbaren Durchmesser, einem weiteren Faktor, der das Funkeln beeinflusst. Gibt es daran irgendetwas zu bezweifeln?

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Das ist wegen der Atmosphäre.

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