Warum fühle ich mich so dumm? Trotz guter Bildung

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17 Antworten

Hi B,

dumm kann man sein, aber nicht fühlen. Alleine, daß Du Dich so mit Dir selbst beschäftigst zeigt mir, daß Du nicht dumm bist. Obwohl nur Deine Aussage kennend, bin ich mir sehr sicher, daß Du ein psychologisches Problem hast. Wahrscheinlich fühlst Du Dich nicht nur unterfordert, sondern hast auch sehr wenig Sebstbewußtsein, aus welchen Gründen auch immer. Denn Dein Umfeld scheint Dich offenscihtlich als intelligent wahrzunehmen, Du willst es jedoch nicht wahr haben. Du solltest Dir psychologischen Rat suchen. Solltest Du inzwischen studieren, so gibt es an den Unis psychologische Beratungsstellen ganz speziell nur für Studenten. An diese wende Dich. Mir haben sie auch geholfen.

An Deinem Avatarnamen "Dummer Esel B" erkenne ich, daß Du mit Dir selbst haderst und Dich selbst schlecht machst. Das ist nicht notwendig und zeigt mir, daß Du selbst nicht sehr viel von Dir hälst. Aber was sollen Deine Mitmenschen von Dir halten, wenn Du selbst nicht an Dich glaubst?

Suche im Internet nach Selbsthilfegruppen, diese sind eine sehr gute Ergänzung für Dein persönliches Erkennen, vor allem wenn sie nach dem 12-Schritte Programm arbeiten. Als 18 jähriger bist Du absolut fit, selbiges im Internet zu finden, da muß ich Dir nicht helfen. Hier kannst Du ansetzen und für Dich weitermachen. Es wird sich lohnen.

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Kann es sein, dass Dir noch ein gewaltiges Stück Selbstvertrauen und Selbstliebe fehlt? Arbeite an Deinem "Urvertrauen", dass alles was Du in Angriff nimmst sich "richtig" für Dich anfühlt und Du aus Kleinigkeiten schon Erfüllung ziehen kannst.

Wenn Deine frühere Diagnose "Asperger" noch im Raum steht, dann such Dir einen klassischen Homöopathen, der eignet sich sehr für solche Probleme, übrigens auch sehr für Dein gefühl der "Dummheit". In der klassischen Homöopathie geht es um die Einheit von Körper, Seele und Geist. Es gibt keine Medikamente, sondern Mittel, ohne Nebenwirkungen. Eine Heilkrise ("Erstverschlimmerung"), wie in jeder Naturheilkunde, zeigt dem klassischen Homöopathen, dass Du auf dem besten Weg der Heilung bist und wird von ihm aufgefangen.

Es gibt auch Homöopathen, die von der Krankenkasse bezahlt werden. Viel Glück bei der Suche!

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Hi, ich habe gerade deine Frage gelesen. Mir ist aufgefallen das Du in Deiner Frage fragst, warum Du Dich dumm FÜHLST, und der Rest der Frage aber eigentlich nicht deine Gefühle mit einbezieht aber Deinen Intelectuel. Manchmal können wir viel erreichen aber haben doch nur leere in uns weil wir unseren wirklichen Gefühlen nicht zuhören.

Ich habe den überzeugten Glauben das Köper und Gefühle und Seele zusammen gehören. Wenn irgendetwas mit dem einen oder anderen nicht stimmt dann sagt dein Körper und dein Gefühl das etwas nicht stimmt. Wir können andere gut überzeugen das es uns gut geht aber uns selber können wir nur selten tauschen.

Ich hoffe ich mache einen Sinn. Ich kann mich im Moment schlecht ausdrücken, Sorry. Ich wurde übrigens meinen Nutzer- Namen ändern. Ich glaube nicht das dieser richtig für dich ist. Wenn Du dumm wärest hattest Du die Frage nicht gestellt. ;)

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Du sagst ja nicht, wie alt Du bist, aber vielleicht bist Du noch zu jung, vielleicht noch nicht mal 30 ?

Mir persönlich ist es so gegangen, dass ich erst mit über 40 annähernd verstanden habe, was wirklich los ist; bis knapp nach vierzig war ich naiv und dumm und glaubte irrtümlich, die Welt ganz gut zu verstehen. Heute weiss ich es besser und verstehe, dass ich viele der wichtigsten Fragen der Welt gar nicht beantworten kann.

Und zu Deiner fetten Frage: ja, aber das ist völlig normal. Je mehr Du richtig verstehst, desto schwieriger ist das Leben. Einfach und problemlos zu leben ist ein Zeichen von Dummheit. (jedenfalls wenn es "echt" ist und nicht eine bewusste Strategie zur Lebensbewältigung.)

PS: ich bring den Punkt mit dem Alter deswegen hier an, weil in userer Gesellschaft so eine generelle Anschauung herrscht, dass man nach Abschluss der Schulzeit schon fertig und "reif" sein sollte. Das ist völliger Unsinn - es dauert viele Jahrzehnte länger, eigentlich wird keiner jemals fertig und reif ...

PPS: im letzten "New Scientist" war ein interessanter Artikel dazu: um 1900 herum haben Erfinder und Nobelpreisträger im Durchschnitt mit 32 Jahren ihre Erfindung oder Entdeckung gemacht. Um 2000 herum war es mit 38 - man brauchte da also ca. 6 Jahre länger, um "auf die Schultern der Vorgänger zu klettern". Frage: Wann werden wir so weit sein, dass wir in Rente gehen bevor wir reif genug sind um produktiv zu werden ?

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vielleicht bist du gebildet, aber wendest dein Wissen nicht an? Man kann die besten Klausuren schreiben, aber dabei einfach nur auswendig gelerntes Wissen runterzubeten, ohne sich aktiv damit auseinanderzusetzen, es kritisch zu hinterfragen und es auf andere Anwendungsbereiche wie z.B. das alltägliche Leben zu übertragen. Vielleicht würdest du dir schlauer vorkommen, wenn du etwas mit deinem Wissen anstellst, z.B. komplexes WIssen vereinfacht darstellst und es weitergibst (ob Nachhilfe oder Vorträge auf einem Interessensgebiet von dir) oder wissenschaftliche Arbeiten schreibst und Vorträge hältst (dann vllt um eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. erstmal Hiwi an der Uni bewerben) oder indem du auch einfach mal mit Freunden philosophsiche Diskussionen führst und dabei Themen der Zeit auseinandernimmst und aus allen möglichen Blickwinkeln betrachtest, anstatt eine klare Meinung zu beziehen und dann dabei zu bleiben... ich weiß nicht, ob dir das dabei helfen könnte, dich besser zu fühlen, aber einen Versuch wär's wert.

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Ich glaube das ist für einen wissbegierigen jungen Menschen ein ziemlich normaler Zustand.

Unser Gehirn ist schon ziemlich beschränkt und es gibt so unglaublich viel Wissen auf der Welt!

Wenn Du das Gefühl nicht andauernd hast und nicht dauernd unglücklich bist, würde ich es noch nicht als psychisches Problem bezeichnen. Du bist sehr intelligent, aber Du merkst, dass Du trotzdem wenig weisst. das ist völlig normal.

Vermutlich ist Dein Selbstbewusstsein zur Zeit auch nicht das Beste, das kommt von der Pubertät und ist auch normal.

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Es gibt drei Sorten von Menschen, die allgemein als symphatisch empfunden werden:

  • solche die wissen, dass sie nicht wissen,
  • solche, die nicht wissen, dass sie wissen, und
  • solche, die wissen, dass sie wissen.

Du gehörst zweifellos zu einer dieser drei sympathischen Sorten. Deine Bescheidenheit ist eine Tugend. Du solltest glücklich darüber sein, dass Du nicht zu der nervigen Sorte gehörst, nämlich der vierten Sorte von Menschen. Das sind

  • solche, die nicht wissen, dass sie nicht wissen.
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Kommentar von dompfeifer
26.10.2012, 19:00

Deinen vermuteten Mangel darfst Du immerhin mit dem antiken weisen gelehrten Platon teilen, der (durchaus in meinem obigen mehrfachen Sinne) von sich sagte:

- Ich weiß, dass ich nichts weiß.

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Zarksez hat es auf den Punkt gebracht. Und Du spürst die Wahrheit. Was Du gelernt hast waren nur Äußerlichkeiten. Richtig gefordert wurdest Du noch nicht, weil das, was wirklich wichtig ist, noch nicht an Dich herangetreten ist: Das Leben.

Ein Gymniasallehrer bezeichnete hier die Schule einmal als "Denkgefängnis". Nein, Dein psychisches Problem ist, dass Du eben kein psychisches Problem hast, sondern beginnst zu erwachen. Willkommen im Leben.

Ich hatte eine solche Erfahrung mal in Glaubensdingen, als ich merkte irgend etwas stimmt nicht. Alles ist irgendwie Äußerlich. Aber ich konnte weder benennen was nicht stimmt, noch was ich damit meine. - Es war eine der wichtigsten Phasen meines Lebens.

Dafür gibt die Natur uns die Kraft der Jugend: Alles in Frage zu stellen, neue Wege zu versuchen und dabei auch einmal Fehler zu machen.

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glaub nich.. vlt musst du mal was neues kennenlernen und neue erfahrungen sammlen!

weise wird man eh erst am ende seines lebens, mach dir da mal keine sorgen, das wird man aber nich so schnell ;) Mh vlt mangelt es dir auch einfach an selbstwertgefühl?? Bei mir wars ähnlich als ich mich ne zeit lang ständig mit studenten verglich (war 11.klasse) :D

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Der einfach gestrickte Mensch sagt: ich weiß......der intelligentere Mensch sagt: ich weiß, dass ich nichts weiß. Du hast völlig Recht, anerlerntes Wissen hat nichts mit Intelligenz zu tun, aber sich darüber Gedanken zu machen dann doch schon eher.

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http://de.wikipedia.org/wiki/Ich_wei%C3%9F,_dass_ich_nichts_wei%C3%9F

Stelle Dir Dein Wissen als einen Kreis vor. Die Außenlinie berührt alles das, was Du nicht weißt. In dem Maße, in dem Dein Wissen wächst, wächst der Kreis und die Kreislinie berührt immer mehr Wissen, das Du nicht weißt.

Jetzt weißt Du, warum man sich umso dümmer fühlen kann, je mehr man weiß.

Du wirst Dich erst gescheiter fühlen, wenn Du nicht nur Wissen aufnimmst, sondern auch selber inhaltlich erarbeitest.

Also ändere Deinen Usernamen. Dass Du dieses Problem erkannt hast, zeigt, dass Du kein dummer Esel bist!!

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Kommentar von DummerEselB
25.10.2012, 23:54

In dem Maße, in dem Dein Wissen wächst, wächst der Kreis und die Kreislinie berührt immer mehr Wissen, das Du nicht weißt.

Das trifft den Nagel auf den Kopf! So fühlt es sich an.

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Haha, ich bin gebildet und lasse mich nicht von meiner Bildung blenden. Wenn ich eines auf meinem Schulweg gelernt habe, dann ist es, dass man dort keine anständige Bildung genießt. Denk mal nach, was lernt man da schon? Lesen, Schreiben, Rechnen, kleine Bruchteile in Sachen Geschichte und Biologie wie auch Chemie und das war es schon fast. Das meiste was du ihn Mathematik lernst, brauchst du später nicht mehr und bringt dich meist kaum intellektuell weiter. Ganz zu schweigen von den Stoff in Chemie und Biologie.

Du musst dich selber weiterbilden. Die Schule macht dich nicht zu einen intellektuellen Menschen, sie bereitet dich auf die Wirtschaft vor. Du lernst dort, was man von dir erwartet wenn du ins Berufsleben gehst und du lernst dort mindest Kompetenzen in Sachen Bürgertum. Die wahre Schule bildet dich dein ganzes Leben aus und du bist dein Lehrer oder jene die, dich belehren. So wie ich im Moment, ob dass was du von anderen Individuen lernst für dich interessant und nötig ist, ist reine Ansichtssache. Doch wenn du dir unser Bildungssystem ansiehst dann solltest du es eigentlich von allein merken. appropo:
watch?v=eIoOEbggrQE ein drei Teiler, dort geht es um unser Bildungssystem, wenn es dich interessiert, dann sehe es dir an. Ich wünsche dir noch viel Glück in deinem Leben und ein Reichtum an Wissen.

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Kommentar von DummerEselB
26.10.2012, 00:03

Darf ich aus reinem Interesse fragen was du studiert hast?

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Kommentar von Enki40
26.10.2012, 13:08

Mit Deiner Antwort hast Du es auf den Punkt gebracht. Dh

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Hallo "DummerEselB",

hm, es kann ja auch sein, dass Du das Gefühl was Du hier beschreibst nicht richtig wertest?

Du schreibst ja, dass Du Dich "dumm fühlst" -- das bist Du auf keinen Fall!

Auch gibst Du hier bei einigen Antworten an, dass Du in gewissen sozialen Kontakten Schwierigkeiten hast.

Ich denke, das ist die richtige Beschreibung, Du fühlst Dich in einigen Dingen ziemlich unwohl und gibst Dir selbst die Beschreibung in Deinem Gefühl "dumm zu sein".

Ich denke es ist eine falsche Wertung Deines Gefühls.

Sage zu Dir, dass Du einfach anders bist als viele.

Anders zu sein als die meisten Menschen hat nichts mit Dummheit zu tun, wirklich nicht.

Du bist Du, ein Individium, dass das Recht hat so zu sein wie es ist!

;-)

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das gleiche problem hatte ich auch kaum was gelernt und trotzdem die beste Klausur und man kommt sich trotzdem so hol im kopf vor.

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Du hast kein psychisches Problem, du hast eine Erkenntnis gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Diese Erkenntnis ist ein Ausweis von Intelligenz.

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nein. Das ist völlig in Ordnung so.

Das Ärgerlichste in dieser Welt ist, dass die Dummen todsicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind.

Bertrand Russel

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Kommentar von milchjunky91
25.10.2012, 23:53

schönes Zitat

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"Könnte es sein, dass ich einfach ein psychisches Problem habe?"

jsa

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