Warum friert kochendes Wasser schneller zu Eis als kaltes?

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8 Antworten

Ich weiss es nicht genau, könnte mir aber vorstellen, dass es mit der Veränderung des Volumens zusammen hängt. Kochendes Wasser geht vom flüssigen in den gasförmigen Zustand (Verdunstung/Dampf) über und ändert dadurch auch sein Volumen. EIN Liter Wasser = 1.700 Liter Wasserdampf! Durch diese Tatsache kann das Wasser schneller gefrieren als kaltes Wasser im komplett flüssigen Zustand. Mag sein, dass ich mit dieser Erklärung daneben liege, aber für mich wäre es eine logische Erklärung.

Ich glaub es nicht! Hast Du das tatsächlich ausprobiert und diese Feststellung gemacht? Hattest Du zwei identische Gefäße mit gleich viel Wasser im selben Gefrierfach?

Spontan hätte ich erstmal gesagt, dass das höchstens an unterschiedlichen Randbedingungen liegen kann wie z.B. verschiedene Einstellungen am Gefrierschrank, verschiedene Gefäße (mit unterschiedlich großer Oberfläche oder anderem Material)

Hast Du das Wasser - noch sprudelnd vom Kochen - in den Eisschrank gestellt???? Nach sehr kurzer Zeit kocht es ja gar nicht mehr! Und irgendwann müsste es das kalte Wasser im Vorgang des kälter werdens überholen! D.h. zu einem bestimmten Zeitpunkt haben beide die gleiche Temperatur! (Wenn man mal Temeraturschichtungen vernachlässigt.)

Hattest Du Salz im kalten Wasser? Welche Wassermenge hast Du jeweils verwendet?

Gruß wiele

Wofür ging denn nun der Daumen runter? Weil ich gewagt habe kritisch nachzufragen?

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Der Link von xKnut ist klasse (Danke xKnut - wieder was gelernt). Dort werden meine kritischen Anfragen bestätigt:

Es sind besondere Randbedingungen nötig:

  1. möglichst große Wasseroberfläche

  2. ganz wichtig: keine geschlossenen Gefäße!!! Also eine sich ändernde Wassermenge!

Zitat aus xKnuts Link: "Der Erfolg des Experiments hängt nicht nur von der Wassertemperatur, sondern auch von der Form und dem Material der Gefäße ab: Es muß sichergestellt sein, daß wirklich der größte Teil der Kühlung über die Verdunstung erfolgt. Also sollten die Wände des Behälters gut isolieren (Holz oder Kunststoff, kein Metall), und die Wasseroberfläche muß möglichst groß sein."

Also: Stelle ich geschlossene Gefäße in den Gefrierschrank, haut's schon nicht mehr hin.

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Klingt tatsächlich etwas Zu unlogisch, Matthias. Möglicherweise ist es so gemeint, dass 'vorher einmal zum Kochen gebrachtes' Wasser dann schneller einfriert (aber erst wenn es auf die Temperatur des Vergleichswassers abgekühlt ist > und dann stellt man beide bei gleicher Temperatur ins Gefrierfach.)

heißes wasser hat weniger sauerstoff

also habe mir den link angeschaut von xKnut. So ist es auch.´Dieses Experiement haben wir in der Schule in der Ausbildung gemacht. KOnnte wir alle erstmal nicht glauben, aber wenn man das hört, warum. dann denkt manuihhh ist das logisch

Hier steht alles ziemlich genau erklärt...

http://www.zeit.de/archiv/1997/27/stimmt27.txt.19970627.xml

Moleküle in Bewegung geben schneller Energie ab.

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Weißt Du wo das verdunstete Wasser bleibt? Es verdickt die Eisschicht am Verdampfer und schwächt die Kühlwirkung des Gefrierschranks. Also bitte nur mit kleinen Mengen nachmachen.

Kann das nicht wer KONKRET AUSPROBIEREN, bitte? Ich selbst habe zur Zeit keinen Gefrierschrank am laufen. Aber ich fände es hochinteressant, wenn dieses an sich simple Experiment schnell wer versucht >> und dann hier postet.

Danke!

Keiner Lust das mal auszuprobieren?

Naja, sind alle beim Eisessen :->

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