Warum fotografier man nicht immer mit der kleinstem Blende? Hat doch nur Vorteile?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

  • Erstens geht das gar nicht, weil man ja auch durch die Blende die Lichtmenge steuert, die auf den Sensor trifft, würde man generell immer einfach nur mit der Offenen Blende Fotografieren hätte man auch viele überbelichtete Bilder

  • Zweitens kann man durch die Blende die Schärfentiefe steuern, wenn man z.B. ein 85mm 1.8 hat und damit mit offener Blende fotografiert, dann hat man bei einer Person im Halbprofil das eine Auge scharf, die Nase bereits unscharf und das zweite Auge ist dann richtig unscharf. Wenn man alles scharf haben will muss man abblenden. Wenn man Zwei Personen leicht versetzt hat und beide scharf haben will muss man noch mehr abblenden...

  • Drittens sind Objektive in der Regel etwa 1 bis 2 Blenden bageblendet gegenpber der Offenblende erst die Volle Schärfe zu der sie fähig sind.

Es ist also eher ganz genau das Gegenteil dessen der Fall, was du da behauptest, man hätte einige Nachteile, wenn man generell immer nur mit offener Blende fotografieren würde, kaum Vorteile.

Zum einen benötigt man die Blende um den Lichteinfall in die Kamera zu steuern, bei einem festen Wert wäre das nicht möglich, zum anderen hat die Blende deutliche Auswirkungen auf die Abbildung. Bei Offenblende ist der Schärfentiefebereich klein, das kann man nutzen um Objekte freizustellen, Das gewünschte Objekt ist scharf während die Umgebung in Unschärfe versinkt. Bei geschlossener Blende wird der Tiefenschärfebereich sehr groß, fast alles wird scharf Abgebildet, etwa wenn man eine Blume vor einem Bergpanorama fotografieren möchte und sowohl Blume als auch Berge sollen scharf sein.

Ich geh mal davon aus das du mit kleinster Blende die Offenblende meinst? Weil, zum Beispiel f 1.4 ist ja eigentlich f 1:1.4 , was ja größer ist als f 8 also f 1:8 . Objektive erreichen in der Regel bei Offenblende nicht die beste Abbildungsleistung. Das heißt man muss ruhig ein bisschen runter gehen um wirklich ein knackig scharfes Bild zu erhalten. Umgekehrt ist es aber auch mit der einer ganz geschlossenen Blende. Bei beispielsweise f 22 sind die Ergebnisse in der Regel auch nicht mehr sooo Klasse. Außerdem fotografiert man ja nicht immer mit der selben Blendenöffnung. Das wäre 1. langweilig und 2. auch nicht immer den Lichtverhältnissen angepasst. Außerdem ist es ja ein gestalterisches Mittel, man lenkt den Blick des Betrachters. Man muss die Blende also immer so anpassen, wie man es für die Gestaltung des Bildes haben möchte. Würde man das nicht tun, würden alle immer mit denselben Einstellungen fotografieren ( gehen wir mal davon aus das die Lichtbedingungen mitspielen) wäre es doch langweilig. Liebe Grüße :-)

Meinst du mit "kleinster Blende" kleinste Blendenzahl = Blende möglichst offen? Schlicht weil eben die Schärfentiefe ein gestalterisches Element in der Photographie ist. In manchen Situationen ist bei Offenblende eben nicht alles scharf, was man scharf haben will.

Vorab mal folgendes:

Kleinste Blende = Größte f-Nummer = max. Abgeblendet

  • hierbei hätte man theoretisch eine sehr hohe Schärfentiefe, praktisch ist es auf Grund der Beugungsunschärfe nirgendwo wirklich scharf... Durch Abblenden gewinnt man Schärfe und ab einem gewissen Punkt setzt die Beugung ein und man verliert dann wieder Schärfe
  • Man hat mehr scharf auf dem Bild als man benötigt. Schärfe zieht Aufmerksamkeit auf sich und ist gut geeignet um wichtige Wildteile hervorzuheben. Unwichtiges sollte man dann möglichst in der Unschärfe verschwinden lassen.
  • Ja nach Lichtverhältnissen würden die Belichtungszeiten extrem lang werden

Größte Blende = Kleinste f-Nummer = max. Offenblende

  • Hierbei hat man eventuell eine zu kleine Schärfenebene und kann nicht alles scharf darstellen was bildwichtig wäre.
  • Bei max. Offenblende ist kein Objektiv wirklich optimal in der Abbildungsleistung. Normalerweise erreichen Objektive in der Regel um 2 Blendenstufen abgeblendet ihre bestmögliche Abbildungsleistung
  • Bei max. Offenblende sind je nach Objektiv CA, Vignetierung, diverse andere Abbildungsfehler am ausgeprägtesten.

Fazit:

Die Blende ist ein gestalterisches Mittel um Dinge in einem Bild zu betonen oder aber eine bestimmte Stimmung oder einen bestimmten Effekt zu erreichen. Genau diese Gestaltungsmöglichkeiten sind die Gründe sich für eine SLR zu entscheiden.

Hat doch nur Vorteile?

Nö, definitiv nicht:

  • Die meisten Objektive bieten die beste Abbildungsleistung ("Bildqualität") nicht bei Offenblende, sondern ca. 2-3 Blendenstufen abgeblendet.

  • Bei Offenblende (also größter Blendenöffnung) ist der Bereich, welcher scharf abgebildet wird (abhängig von Brennweite und Entfernung) oft eher gering, bei vielen Aufnahmen möchte man aber einen eher größeren Schärfebereich haben.

Hi, die kleinste Blende ist die mit dem größten Wert, also ist f/2,8 eine größere Blende als f/22 :)

Bei Offenblende

  • fällt mehr Licht auf den Sensor > benutzt man bei wenig Licht
  • ist die Tiefenschärfe - also der Schärfebereich - kleiner > Objekte lassen sich besser freistellen
  • Als Folge auf den kleineren Schärfebereich braucht man einen präziseren Autofokus > Objektive mit schlechtem AF machen bei Offenblende öfters unscharfe Bilder
  • Viele Objektive sind bei Offenblende anfälliger für Bildfehler wie chromatische Abberationen

Bei geschlossener Blende

  • fällt weniger Licht auf den Sensor > benutzt man meist bei viel Licht
  • ist die Tiefenschärfe größer - man stellt also kein Objekt mehr stark hervor sondern lässt es mit der Umgebung harmonieren
  • treffen auch die meisten schlechten AFs
  • treten oft weniger Bildfehler auf

Grüße Mo

Nun wenn man die Blende zuzieht, dann muss man ja die Verschlusszeit verlängern und eine lange Verschlusszeit steigert die Gefahr der Verwacklung.

Ich rede grade von einer offenen blende

0
@froggi5557

Dann hättest du von größter Blende oder kleinster Blendenzahl reden müssen. ;)

2

Gegenfrage: was sind denn die Vorteile?

Na, ist doch klar:

  • Vignettierung

  • Unschärfen (zumindest am Bildrand), selbst bei relativ guten Objektiven

  • je nach Lichtstärke: Im Nahbereich fast unbrauchbar geringe Schärfentiefe

;))

0

Weil nicht immer genug Licht da ist. Weil man mit der Schärfentiefe verschiedene Bildstimmungen erzeugen kann. ...

(Und das ist - man höre und staune - auch bei analogen Spiegelreflexkameras so.)

Was möchtest Du wissen?