Warum findet man häufig Lieder erst so toll dass man nicht genug davon bekommen kann und irgendwann hat man gar keine Lust mehr darauf?

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7 Antworten

Vielleicht kann man das damit erklären, dass man ein Lied immer besser kennt, je öfter man es hört. Du kennst den Text, weißt wann welches musikalische Mittel kommt, welche Instrumente welche Melodie spielen und wo evtl. rhytmische Brüche sind.

Damit wird das Lied vorhersehbar, irgendwann kann man es praktisch auswendig. Damit geht aber eben auch der Reiz verloren, weil nichts Neues mehr kommt, keine Überraschungen mehr möglich sind. - Und damit geht auch irgendwann die Emotionalität verloren, die man vielleicht am Anfang noch beim Hören gespürt hat.

Ein anderes Lied, das man eben noch nicht so gut kennt, ist dann auf einmal deutlich interessanter.

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Weil Abwechslung für uns Menschen die Musik interessant macht. Wenn du irgendwann ein Lied auswendig kennst und im Kopf schon weißt welche Noten und Klänge als nächstes kommen, dann wird das Hören dieser Musik überflüssig und uninteressant.

Selbst bei extrem repetativer Musik wie zb Techno gleicht kein Part exakt dem anderen. Das würde uns sofort auffallen und langweilen. Auch bei Popmusik gleich zb kein Refrain dem nächsten, es kommt immer ein Instrument dazu oder es gibt eine Änderung in der Komposition, damit unser Gehirn auch beim wiederholten Hören noch ein wenig überrascht wird.

Das geht sogar soweit, dass bei rein elektronischer Musik selbst bei scheinbar nebensächlichen Spuren immer ein bischen Zufall/Abwechslung eingebaut wird, weil es sonst zu regelmäßig klingen und sofort negativ auffallen würde. (Zb wird eine scheinbar regelmäßig alle 8tel spielende Hihat per Zufall bei jedem Anschlag einige Millisekunden verschoben.) Das ist im Übrigen auch der wesentliche Faktor, warum live gespielte Musik uns interessanter erscheint: denn dort ist niemals etwas exakt gleich und bietet unserem Hirn damit immer genug neuen Anreiz.

Wenn du nun ein Lied so oft gehört hast, dass du dir bewusst oder unbewusst alle Details, alle Instrumente, jedes einzelne Solo bereits eingeprägt hast, empfindet man es sogar als störend, diese "redundante" Information wieder zu hören.

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Das ist vom prinzip her einfach erklärt:

die masse der menschen findet schnellen oder überhaupt nur zugang zu "eingängiger" musik.

Eine solche aber arbeitet überwiegend mit denkbar einfachen musikalischen mitteln die noch dazu nur in recht begrenztem umfang variiert werden.

Und eben darum stumpft sich solche, auf die masse ausgerichtete musik auch für gewöhnlich sehr schnell ab ...

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Kommentar von Beatinfected
21.07.2016, 10:03

Das mag zwar stimmen, aber das erklärt nicht, warum sich auch komplizierte Musik ebenfalls auf Dauer abnutzt, lediglich warum sich die meiste Musik so schnell abnutzt.

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Hallo!

So geht es mir auch immer. Ich denke, es liegt daran, dass man dieses Lied dann viel zu oft hört, so dass man es irgendwann langweilig findet und man es nicht mehr hören kann und will. Und wenn man es dann eine Weile lang nicht mehr gehört hat, dann mag man plötzlich wieder dieses Lied. 

Grüße, Dreams97

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Also bei mir ist es anders. Ich finde alles so la la beim ersten hören. Dann wird es besser.

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Passiert mir oft. Irgendwann finde ich die musik einfach langweilig, und dann hab ich doch wieder Lust darauf ...

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Das kenne ich nur zu gut. Es ist so wenn du ein Lied oft hörst irgend wann hast du dich von dem Lied "abgehört". Das kannst du dir so vorstellen wie wenn du etwas jeden Tag isst dann willst du es nicht mehr.

Wenn du ab und zu was anderes hörst dann sollte es normal nicht so sein. :)

Hoffe ich konnte bisschen helfen ;)

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