Warum finden wir spinneneier und solche dinge eklig?

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7 Antworten

Ekel wird einem zum Schutz beigebracht. Kleinkinder empfinden keinen Ekel. Erst durch die Kultut, Umwelt und Erziehung eignet man sich das an. Es gibt Kulturen die eklen sich vor andern Dingen und wir ekeln uns vor Spinneneier. kindern sagt man sie sollen die Kloschüssels nicht abschlecken weil das eklig ist. Würde man ihnen das nicht beibringen würden sie das ihr leben lang tutn (übertrieben gesagt) ohne einen hauch von Ekel zu empfinden... 

Also das ist ne sache der Erziehung und zum Schutz gedacht.

Vermutlich wird Ekel anerzogen.

Studien haben belegt, dass Menschen und Tiere z.B. gerne die Nahrung zu sich nehmen, die sie in vorgeburtlicher Zeit durch die Ernährung der Mutter bereits "geschmacklich" kennen gelernt haben.

Vor vielen oder fast allen anderen Speisen scheuen sie zunächst mal zurück, zum Teil mit deutlichen Anzeichen des Ekels.

Ob es sich mit ungewöhnlichen Gerüchen ebenso verhält, kann ich nur vermuten.

Der Ekel vor dem Geruch nach Aas oder nach eitrigen Verwesungsprozessen stammt sicherlich aus sehr, sehr alter Zeit und ist  erklärbar dadurch, dass der Mensch gelernt hat, dass solche Dinge (tödlich) giftig für uns Menschen sind.

Spinneneier finde ich persönlich überhaupt nicht eklig, ebenso wie ich auch Spinnen nicht als eklig betrachte - wenn ich auch nicht unbedingt erfreut wäre, wenn mir des Nachts mal eine übers Gesicht krabbeln würde. Das kommt daher, dass ich als Kind oft genug interessiert beobachtet habe, was Spinnen tun, um ihr Überleben zu sichern. Ich fand und finde es faszinierend, welch schöne, präzise Netze eine Spinne baut (sowas würde ich nicht häkeln oder klöppeln können, deshalb: Hut ab!).. Und auch, wie sie am Netzrand hockt und auf Bewegung durch ein gefangenes Beutetier warteet, um dann sofort hervorzuschießen und das Beutetier in einen Kokon einzuspinnen, der es haltbar konserviert, bis sie es frisst. Ich habe auch Spinnengelege beobachtet, bis die kleinen Spinnen schlüpften und ich fand es spannend und superschön, wie zahllose kleine Spinnchen unter den Blicken der Spinnenmama sich abseilten, um zum ersten Mal die Erde als Spiderbaby zu erobern.

Was ich nicht so toll finde, sind Nacktschnecken.... aber das mag daran liegen, dass ich mir nie die Zeit genommen habe, sie zu beobachten.

Mit anderen Worten: Die Dinge, die wir kennen, die wir uns vertraut machen, ekeln uns dann auch nicht mehr an.

Ekel ist also zum Teil etwas, das nur in unserer Vorstellungskraft exisitert und damit gekoppelt ist, dass wir etwas nicht wirklich kennen.

Andererseits - Maden unter der Kopfhaut oder Krätzemilben in der Haut der Hände.... kann man sselbst bei der gründlichsten Beobachtung nicht lernen, zu lieben oder auch nur zu tolerieren.

Das hat vielleicht einen gemeinsamen Ursprung mit dem Ekel vor Aas:

Letztlich geht es hierbei nämlich um die instinktive Abwehr von Dingen, die für uns schädlich oder tödlich seind. So wie Aas und eitrige Verwesungsprozesse für den Menschen tödliche Bakterien enthalten, so wie Blut, Rotz und Spucke unserer Mitmenschen  Bakterien und Viren enthalten können, die unserer Gesundheit abträglich sind, so sind MAden und Milben unter der Haut letztlich auch "nur" Eindringlinge, die gesundheitsgefährdend sind.

Und Milben sind letztlich ja auch "nur"  winzige spinnenähliche Kreaturen.

Deshalb ist Ekel, wenn man ihn nicht übertreibt, im Grunde nichts anderes, als eine instinktive (oder erlernte) Abwehr gegen alles, was uns krank machen könnte.

 

Naja...wieso finden wir Maden also Parasiten unter der Haut eklig?Weil es Parasisten sind.Weil sie sich von lebenden Wirten ernähren, sprich, sie fressen etwas Lebendes. Das ist Grund genug zum Ekeln weil es auch Angst macht.Normale Maden findet man eklig weil sie totes, verwesendes Fleisch fressen und mal ehrlich...das Bild eines Kadavers in dem sich unzählige, weiße Würmchen tummeln...wer das nicht wenigstens ansatzweise eklig findet ist entweder extrem abgestumpft oder arbeitet bei der Spurensicherung der Polizei :p

Das kommt alles von früher, als der Mensch in seiner Vorstufe noch ein Fluchttier war. Spinnen und Maden etc. waren meist giftig und bedrohlich. Das hat sich bis heute durchgezogen.

Allerdings ist das bei Frauen ausgeprägter als bei Männern, weil diese ja früher ihren Kinder schützen mussten.

Als Kinder finden wir so etwas garnicht ekelig sondern eigentlich interessant. Erst Eltern die überreagieren und sagen bah ekelig gefährlich, dadurch bekommen wir den Ekel

Weil ich keine Maden will, die sich in meiner Kopfhaut einnisten :D

Eine Katze dagegen, die ich streicheln kann, mag ich lieber.

weil sowas nicht süß is..

hunde, katzen und so sind süß  und deswegen ekeln wir uns vor denen nicht.

Brigitta270755 13.05.2011, 17:46

Da müsstest du aber mal türkische Kinder fragen! Unter denen gibt es zahllose, die zumindest Hunde als eklig, gefährlich und Grund zum  heftigst kreischenden Wegrennen betrachten.

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Missy255 16.05.2011, 07:55
@Brigitta270755

jaa das ist auch eine andere Kultur, klar.

aber hier in Deutschland finden die meisten Menschen Hunde nicht eklig und gefährlich :D

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