Warum finden junge Leute es "cool" immer Sch.... zu sagen, wenn sie etwas nervt oder nicht gut finden?

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4 Antworten

Wenn man ständig von Schimpfwörtern umgeben ist, wie es heutzutage der Fall ist, übernimmt man das fast zwangsläufig auch in den eigenen Sprachgebrauch. Eigene Sprache ist häufig ein Ausdruck von Jugendkultur und Identität, die Grenzüberschreitung ist dabei gerade der Reiz. Wer kantig und selbstbewusst rebellisch auftreten möchte, nutzt eine solche Sprache, um Aufmerksamkeit zu erzielen. Viele Wörter verharmlosen sich (zumindest im Bewusstsein junger Menschen) mit der Zeit auch selbst, weil sie alltäglich gebraucht werden (Sche*ße, schwul etc). Kinder und Jugendliche übernehmen die Sprache der sie umgebenden Personen und Vorbilder ins eigene Vokabular, und das sind in der heutigen Zeit und in Zeiten des Internets eben häufig nicht die politisch und pädagogisch korrektesten Figuren. Erziehung läuft heutzutage anders als früher, da Jugendliche viel mehr Möglichkeiten haben, sich untereinander zu organisieren und miteinander zu kommunizieren, dadurch entzieht sich auch die Sprache der elterlichen Kontrolle.

Da bin ich aber schon seit -zig Jahren "junge Leute" (:o).

Das hat nicht zugenommen. In anderen Sprachen ist "swearing" sogar häufiger.




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