Warum feiern Atheisten überhaupt Weihnachten?

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10 Antworten

Hey!

Ich bin katholisch, glaube jedoch seit der zweiten Klasse nicht mehr an Gott und bin seit der siebten Klasse in Ethik. Dennoch "feiere" ich Weihnachten.

Ich backe Plätzchen mit meine Mutter, kaufe einen Adventskranz mit meiner Mutter, schmücke den Baum mit meiner Mutter, dekoriere das Haus mit meiner Mutter. Du merkst schon, dass meine Mutter dabei eine große Rolle spielt. Es ist mir wichtig, das Jahr für Jahr zu machen - ich brauche Traditionen und Gewohnheiten, die mir zeigen, dass wenigstens etwas gleich bliebt, auch wenn sich alles andere verändert. Natürlich gehe ich nicht in die Kirche (außer, wenn ich mit dem Schulchor dort singe) und bete auch nicht, aber Weihnachten muss sein. Es ist das Fest der Liebe, die Zeit im Jahr, die mir zeigt, dass da noch Menschheit ist, da viele über ihr Leben nachdenken und auch über das anderer. Weihnachten ist für mich Frieden, Liebe, als ob die Zeit für einen kurzen Moment stehen bleiben würde, damit wir alle inne halten könnten, um mal in uns zu gehen. 
Auch wenn ich ungläubig bin, brauche ich Weihnachten einfach. Es ist für mich eben nicht die Geburt Christi, sondern die Zeit, die mir zeigt, dass es durchaus noch etwas Schönes im Leben gibt und sich alles lohnt :)

Außerdem feiert hier in Deutschland so ziemlich jeder Weihnachten. Zum einen kann man dem kaum entkommen, zum anderen will ich dem auch nicht entkommen.

LG :)

Es gibt inzwischen auch schon Leute, die gar nicht mehr wissen, was denn der Grund für Weihnachten ist. Und als Familienfest im Sinne eines gemeinsamen Miteinanders kann man das auch begehen, wenn man keinerlei, oder zumindest keine christlichen religiösen Überzeugungen hat.

Weihnachten gibt es zwei arbeitsfreie Tage und warum sollten Atheisten sich diese Tage nicht auch schön gestalten und sich innerhalb der Familie beschenken? Und seien wir doch mal ehrlich, die meisten Christen kümmern sich auch kaum um den eigentlichen Grund aus dem Weihnachten gefeiert wird, selbst wenn sie am Heilig Abend zur Kirche gehen dient das mehr der Folklore.

Vielen geht es nur um Geschenke, das ist leider so. Wer verzichtet freiwillig auf etwas, was er umsonst haben kann? Ich hatte es in der Familie, es ging zwar nicht um Weihnachten, aber um die Jugendweihe (wo es ja auch viele Geschenke gibt). Meine beiden Cousins hatten keine Lust auf die "formelle" Zeremonie mit Rede, Gesang und Co., auf die Geschenke wollten sie allerdings nicht verzichten. Also haben sie sich einfach einen schönen Tag ausgesucht, wo sie feiern wollen, alle Verwandten eingeladen und "einfach so" gefeiert - Hauptsache, es gab Geschenke. 

Bin ich echt die einzige, die dieses Herumgeschenke nur nervt? Das ist der einzige Teil an Weihnachten, den ich nicht ausstehen kann. Weder mag ich es, etwas zu verschenken, noch erhalte ich gerne Geschenke. Ich denke mal, dass ich damit alleine dastehe. 

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@SaraWarHier

Bei uns gibt es kein "Herumgeschenke". Die Kinder sind alle erwachsen und haben selbst Familie. Meine bessere Hälfte und ich zünden die Kerzen am Weihnachtsbaum an und legen ein paar besinnliche Minuten ein, in denen wir auch unserer Verstorbenen gedenken und uns Anekdoten aus unserem Leben erzählen. Dann setzen wir uns gemütlich zusammen, essen ein paar Sandwiches und ein paar Kekse, und trinken ein Gläschen Wein dazu. Ein wenig sollte sich der Heilige Abend doch vom Alltag abheben, auch wenn es keine Sensationen gibt.

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@SaraWarHier

Prinzipiell schenke ich gern, ich mag es, Leute zu überraschen. Was ich aber nicht mag, ist der Wettbewerb, der unter vielen herrscht ala "Wer hat das teuerste Geschenk", "Wer hat mehr Geschenke" usw. Deshalb schenke ich, wann es mir passt, unabhängig von Weihnachten. 

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Die Frage scheint momentan sehr beliebt zu sein, darum mal wieder die gleiche Antwort von mir.

Wer feiert denn heutzutage noch Weihnachten im christlichen Sinn. Das Fest wurde doch nur auf den 24.12. gelegt um die Heidnische Wintersonnenwende in den Schatten zu stellen. Das Datum ist reine Bösartigkeit der Christen.
Ich feiere kein Weihnachten, ich finde das Wort bescheuert und ich finde den Grund bescheuert. Trotzdem verschenke ich gerne Dinge am Ende des Jahres an geliebte Menschen und/oder verbringe Zeit mit ihnen. Aber nicht um Jesus willen, sondern vielmehr um ein weiteres vergangenes Jahr im Gregorianischen Kalender zu feiern. Wie gesagt halte ich "Weihnachten" für Unfug, Ich nenne es lieber Jahresabschlussbeschenkung oder kurz JAB. Keinen religiösen Hintergrund oder sonst irgendwelche niederen Beweggründe, wie die Geburt eines Kindes, dessen Mutter nicht zugeben wollte, dass sie ihren Mann betrogen hat, oder der schiere Hass auf Heiden. Einfach nur ein Fest an dem man seine Liebsten beschenkt und Zeit mit ihnen verbringt.

JAB ist an kein festes Datum gebunden. JAB wird an dem letzten Tag des Jahres gefeiert an dem man Zeit füreinander findet.


Des weiteren ist es in unserem Land schwer sich komplett den Feierlichkeiten zu entziehen. Nicht jeder hat die Lust oder die Kraft den Begriff "Weihnachten" durch etwas neues zu ersetzen, um sich vom Christentum zu distanzieren. Außerdem ist es schwer den Geschenken zu entgehen. Unternehmen feiern Weihnachtsfeiern zu denen alle Mitarbeiter eingeladen werden,... auch als Atheist, selbst wenn jeder das weiß. In der Verwandschaft/Bekanntschaft/Freundeskreis gibt es immer irgendwo Christen die das Fest feiern oder Leute die den Brauch ohne christlichen Hintergrund schätzen und einen darum beschenken, auch wenn man das gar nicht unbedingt will. Theoretisch könnte man die Geschenke ablehnen aber das wäre doch reichlich unhöflich. Immerhin wollen die Schenkenden einem ja was Gutes tun.

Der Begriff Weihnachten hält sich aus vielen Gründen:

1) Das Christentum wird den Begriff nicht fallen lassen, aber die Unternehmen wollen auch mit Ungläubigen Geld verdienen.

2) Somit gibt es keine Lobby, die gegen den Begriff wettert oder ihn "entchristlichen" will, weil das vermutlich zu Gewinneinbußen führen würde.

3) Weihnachten ist inzwischen eher ein gesellschaftlicher Brauch, der christliche Hintergrund ist vielen egal.

Mist falsch editiert. Das mit den Unternehmen hätte ans Ende des vorhergehenden Satzes gesollt.

...distanzieren. Unternehmen feiern Weihnachtsfeiern zu denen alle Mitarbeiter eingeladen werden, Kindergärten und Schulen veranstalten Weihnachtsmärkte, der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt und die dazugehörige Dekoration kann man nicht umgehen, außer man geht 2 Monate lang nicht einkaufen, in jedem Zweiten Geschäft stehen Engel mit Süßigkeiten und Flyern die sie einem in die Hand drücken, quasi jede Party und feier die Ende November bis Mitte Dezember stattfindet steht unter dem Weihnachtlichen Motto. Man kann einfach nicht aus dem Haus gehen oder den Fernseher/Computer anmachen, ohne mit Weihnachten konfrontiert zu werden, darum haben viele nicht den Willen sich da raus zu halten.

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Die Geburt Jesus ist auf Weihnachten verlegt worden weil seit jeher der 24e ein Feiertag war. Weihnachten ist zwar in unserer Kultur Christlich geprägt worden aber ein Feiertag war es schon lange bevor es Jesus gab. Deswegen würde ich Weihnachten nicht gleich als etwas Christliches abstempeln.

Weil man die anderen, gläubigen Familienmitglieder nicht vor den Kopf stoßen möchte. Es würde als Affront empfunden, wenn man sich verweigern würde.

nö , ich fände es ehrlicher, wenn unsere buddhistischen Bekannte keinen Weihnachtsbaum aufstellen würden und irgendetwas dort "feiern" würden

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In einer vor Lügen und Halbwahrheiten strotzenden Welt gehört das ja wohl eher zu den lässlichen Sünden.

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Weil es halt Tradition ist in unserem Land. Alle haben Zeit, keine Schule, die meisten haben Urlaub. Also eine gute Gelegenheit, mal zusammen zu feiern. Der Anlass ist nebensächlich.


und was hat der weihnachtsbaum mit dem christentum zu tun?

weihnachten ist vom brauchtum her auch ein heidnisches fest. manche feiern es mit krippe und kirchgang und andere, so wie ich, stellen sich nur einen weihnachtsbaum auf. was ist das problem?

Weil die Familie eines Atheisten nicht automatisch komplett voller Atheisten ist. Dort gibt es weiter gläubige Verwandte. Nur weil ich nicht an Gott glaube soll ich auf einmal Weihnachten nicht mehr mitfeiern ?

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