Warum feiern Anhänger Zeuge Jehovas keinen Geburtstag?

2 Antworten

Es ist ein wunderschöner Tag für jede Familie, wenn ein Kind geboren wird und man wird sich immer gern daran erinnern. Man wird sich an diesem Tag über die Freude unterhalten, die man als Eltern empfand und wird sich über die damit verbundenen Erlebnisse und Ereignisse austauschen – seien sie nun nachdenklich oder lustig. Das ist auch für Zeugen Jehovas Alltag und völlig unproblematisch. Keiner von uns tut so, als sei er nie geboren.

Nicht richtig verstanden wird häufig, weshalb ZJ kein Problem damit haben, über den Tag ihrer Geburt oder den ihrer Angehörigen zu sprechen, aber sich den damit verbundenen Artigkeiten verweigern – keine Partys, unter Kollegen nichts ausgeben und noch schlimmer – wenn sich andere über ihren Festtag freuen, kriegen ZJ nicht mal einen Glückwunsch über die Lippen. Hat denen keiner so was wie Manieren beigebracht?

Nobody hat hier bereits die wichtigsten Informationen zu des Rätsels Lösung geliefert: Über den Geburtstag sprechen ist kein Ding; den Schnitt setzten wir dort, wo die heidnischen Riten beginnen und Gottes Gesetze verletzt werden.

Hier muss einfach die Mehrheit der anderen Christen, die das mit den heidnischen Bezügen nicht so eng sehen, akzeptieren, dass andere Christen (in dem Fall die ZJ als absolute Minderheit) einem empfindlicheren Gewissen folgt – und das nicht nur bei den Geburtstagen.

Wenn Zeugen Jehovas Gottes Gesetzen einen derart übergeordneten Stellenwert beimessen, dass sie sogar den Wehrdienst verweigern und sich damit Nachteile, Ächtung bis hin zu Gefängnis und Hinrichtung einhandeln, ist der Verzicht auf Riten und Feiertage, die christlichen Normen zuwiderlaufen eine eher leichte Übung.

Wer sich einmal gegen alle Widerständen für den christlichen Weg und für das biblische Wertesystem entscheidet, das bei ZJ gefahren wird, gibt sich üblicherweise nicht mit einer christlichen Fassade und Kompromisslösungen zwischen Welt und Gott zufrieden.

Er wählt ja gerade diesen „steinigeren Weg“, weil er nicht nur zufällig in eine Richtung hineingeborener Christ sein mit dem ganzen aus dem Heidentum eingesickerten Brauchtums-Mix will, sondern, die größtmögliche Nähe zum urchristlichen Original sucht. Das funzt nicht mit dem üblichen Feiertags-Gehbe.

Die Historie mag das verstehen helfen. Die heutigen ZJ sind aus einer vor 150 Jahren in Diskussion getretenen, interkonfessionellen Gruppe sog. „Bible Students“ hervorgegangen, die wegen ihrer fundamentalen Reform-Bestrebungen zurück zu Ethik und Glaubenspraxis der Christen des 1. Jhd. aus ihren protestantischen Religionen (Adventisten, Baptisten, Kongregationalisten u.a.) hinauskomplimentiert wurden. Im Zuge dieser fortlaufenden Reformation wurde vor etwa 100 Jahren den am Ball gebliebenen „International Bible Students“ aufgrund der Analyse bis dahin nicht beachteter, historischer Quellen klar, dass man in Konsequenz des verfolgten Anspruchs auf die „Rolle rückwärts“ zu den Wurzeln des Urchristentums wohl oder übel auch so beliebte Feste, wie Weihnachten und Geburtstage wird aufgeben müssen. Das ist keinem leichtgefallen, man zwang sich aus Liebe zu Gott zu diesem Schnitt.

 Die Frage, ob das eine konsequente oder überzogene Entscheidung auf dem Weg der Wahrheitsfindung war, muss jeder für sich beantworten. Historisch gut belegt ist, dass vor 2.000 Jahren weder Juden noch Christen Geburtstage / Weihnachten feierten. Während Weihnachten erst im 4. Jhd durch Übernahme des römischen Sonnenwend- und Geburtstagsfestes für den heidnischen Sonnengott Sol Invictus an Bedeutung für Christen gewann, feierten die Römer und Griechen schon seit langem ihre Geburtstage. Die Christen lehnten das strikt ab – nicht zuletzt wegen des damit verbundenen heidnischen Brauchtums und der von Jesu Lehren entlehnten Überzeugung, dass ihr Gott das nicht toleriert. Deshalb wird auch Jesu Geburtsdatum nirgends in den Evangelien erwähnt, man kann es nur in etwa auf den Oktober schätzen. Erst paar Jahrhunderte später, als mehr und mehr Christen begannen das Brauchtum für ihre Geburtstage zu übernehmen, meinten sie auch den Geburtstag des Herrn nicht vergessen zu dürfen, fanden aber kein Datum dafür. Also musste man was erfinden und weil man zwischen Sonnengott und Jesus eine ähnliche Symbolik sah verlegte man Jesu Geburtstag willkürlich auf den 25.12. an dem die Römer ohnehin wegen des Ehrentages ihres Sonnengottes in Feierlaune waren. Kaiser Konstantin befeuerte die Entwicklung, wegen der gestrebten Einigung von Römern und Christen.

 Im Resultat ist es das Gleiche, wie bei der Entscheidung zur Verweigerung des Wehrdienstes. Nach Gegenüberstellung der christlichen Anforderungen mit der Historie war es für die damaligen Bibelforscher vor 100 Jahren genauso ein NO GO wie für mich heute. christliche Werte mit nichtchristlichen Ritualen zu vermischen. Das ist die Ursache die Distanz der ZJ zu den als Brauchtum gepflegten Nettigkeiten bei Geburtstags- und Weihnachtsfestlichkeiten, da selbst Glückwünsche und Geschenke an diesem Tag eine in die vorchristliche Ära zurückreichende beschwörende Bedeutung hatten, zu der ein ZJ keinen Bezug herstellen mag.

Seid aber versichert, dass wir unseren Mitmenschen immer – also jeden Tag alles erdenklich Gute und Gesundheit wünschen und das nicht nur an einem Tag runterplappern, an dem es nach altem Ritus erwartet wird. 

Ein empfindliches Gewissen? Selten solch ein Unsinn gelesen. Würde die Führung das Feiern von Geburtstagen nicht sanktionieren, der Großteil - wenn nicht alle Zeugen Jehovas würden Geburtstage feiern...

Das mit dem Gewissen solltest du nochmals überdenken

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@telemann2000

Vergiss es! Ist so wie ich schreibe - da gibt es nichts zu überdenken. Nur wer diese und andere von der Allgemeinheit als "weltfremd" verspottete Einstellungen mit seinem ganzen Sein mitträgt und , wird überhaupt bereit sein sich mit den Zeugen Jehovas zu identifizieren. Wer das nicht auf der Gewisssensebene mittragen kann, bleibt doch lieber zB Katholik, wo er sich weder in Bezug auf Feiertage noch in Bezug auf Marienverehrung, freier Liebe etc. zurückhalten muss.

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@steve2018

Das ist wieder so ein Unsinn. Zeugen Jehovas folgen exklusiv der Führung. Sie wissen nicht einmal, was Gewissen bedeutet, denn sie sind fremdgesteuert....

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@steve2018

Gerne möchte ich nochmal auf den Unsinn mit dem Gewissen biblisch eingehen:

Die besten Beispiele findet man nämlich bei den Vorbildern der Zeugen Jehovas - den Israeliten. Dort sieht man sehr schön das, was du als 'Gewissen' bezeichnest. Jedes Mal wenn die Führung damals entschied Gott zu dienen, taten es auch die Israeliten. Wenn ein König entschied, den Baalen zu dienen, hatten die Israeliten auf einmal überhaupt nichts dagegen, Götzen anzubeten. Eine Drehung um 180 Grad.

Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie Zeugen Jehovas ticken....

Also bitte missbrauchen in Zukunft nicht den Begriff des Gewissens. Denn es geht hier um Wirklichkeit um das blinde Folgen einer sündigen Führung....

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@telemann2000

In der Tat gibt es auch unter uns einige falsche Brüder ohne Gewissen, die ein Doppelleben führen oder Unruhe stiften. Das sind jene Sorte von ungläubig gewordenen Mitläufern, von denen schon Paulus die Versammlungen warnte: Wölfe in Schafspelz / verborgene Riffe. Das ist wie bei Judas. Da stand Apostel drauf, aber es war kein Apostel drin. Und so ist auch nicht überall ein ZJ drin, wo ZJ draufsteht. Zum Glück eine zu vernachlässigende Minderheit, die sich konsequenterweise irgendwann selbst verabschiedet oder bei reuelosem Fortsetzen ihres Tuns rausgekickt werden.

Wenn du ein klein wenig deine grauen Zellen bemühst, wird dir ein Lichtlein aufgehen, dass die Mehrheit der ZJ-Christen im Gegensatz zu vielen anderen Christen ihrem an Jesu Lehren geschulten Gewissen folgt, wenn es sein muss, bis in den Tod. Beredtes Beispiel sind hierfür Achtung der Heiligkeit des Blutes und Verweigerung des Wehrdienstes. In der Konsequenz des Todes hier bis zum Äußersten zu gehen, tut man nicht, weil man auf sündige Menschen hört, sondern nur, weil das eigene Gewissen einen daran erinnert, dass man nur dadurch Gottes Gesetze achtet.

Gerade erst sind deswegen für 22 Jahre inhaftierte Brüder in Eritrea wieder freigekommen. Gerade erst (am Holocaust Gedenktag 27. Januar) hat der Landtag von Baden-Württemberg erstmalig eine Gedenkstunde in Erinnerung an die bisher vergessenen Opfer des Nationalsozialismus abgehalten.  Hunderte Zeugen wurden in den KZ hingerichtet, Tausende sind dort gestorben – wegen Wehrdienstverweigerung, Verweigern von Hitlergruß und der Arbeit in Munitionsfabriken. Den Müttern wurden ihre Kinder weggenommen. Und das alles, während die Kirchen um den Sieg Hitlers beteten und ihre Feldgeistlichen christlichen Soldaten den Segen Gottes für den Kampf gegen ihre Glaubensbrüder anderer Nation versprachen. Hier der Link zum Video – mach dich mal schlau:

https://www.landtag-bw.de/home/mediathek/videos/2021/20210127gedenkstundeopferns1.html?t=0

Eigentlich müsstest du dann erkennen, wenn du auch selbst nicht über ein Gewissen verfügst, das dich ebenso handeln ließe, dass die Zeugen Jehovas hier genau aber das christliche Gewissen verfügen, das man im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess von den Mittätern und Mitläufern eingefordert hatte. Diese hatten Befehlen sündiger Menschen gehorcht und dadurch unendliche Gräueltaten verübt.

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@steve2018

Das was du da von dir gibst, entbehrt jeder Grundlage. Hier der Beweis:

In den 90er Jahren verweigerten Zeugen Jehovas in Deutschland den Zivildienst. Das taten sie aus 'Gewissensgründen'. Dann entschied auf einmal die FÜHRUNG - nicht das GEWISSEN, das man Zivildienst leisten durfte. Und dann auf einmal konnten die meisten jungen Männer bei den Zeugen Jehovas den Zivildienst auf einmal mit dem 'Gewissen' vereinbaren....

Woher auf einmal die wundersame Massenwandlung?

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@steve2018
In der Konsequenz des Todes hier bis zum Äußersten zu gehen, tut man nicht, weil man auf sündige Menschen hört, sondern nur, weil das eigene Gewissen einen daran erinnert, dass man nur dadurch Gottes Gesetze achtet.

Genau das ist anzuzweifeln. Im ersten Weltkrieg stellte die Führung den Militärdienst frei. Das Resultat: Eine ganze Reihe von deinen Brüdern ging an die Front.

Erzähl mir hier also bitte nichts von Gewissensentscheidung

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@telemann2000

Wie schräg ist das denn? Hatte ich dir den schiefen Zahn deiner Gewissens-Vorstellung nicht längst gezogen?

Will mich nicht unnötig wiederholen. Deshalb nur in knappen Worten:

Das Gewissen (wörtlich: Mit-Wissen) ist die Fähigkeit seine Handlungen im Licht einer anerzogenen oder geschulten Grundlage zu beurteilen. Diese von Gott gegebene Gabe enthält einen Basis-Ethos der weltweit unabhängig von den Kulturen ähnliche Grundbewertungen von Gut und Böse zur Folge hat.

Das Gewissen ist aber keinesfalls ein Garant für richtiges Handeln. Es lässt sich durch Bräuche und Werte-Vermittlung bei der Erziehung oder auch später positiv oder negativ beeinflussen. Die Eingeborenen auf Borneo waren eigentlich immer ganz nette Kerle, aber irgend jemand hat ihnen mal eingeredet, dass man nur dann ein richtiger Mann und heiratsfähig ist, wenn am Eingang seiner Hütte paar Schrumpfköppe von Jungs des m verfeindeten Nachbarstamm hängen hat. Ihr Gewissen wurde geschult und heute sind sie ganz normale Indonesier und eben diesen Tick netter wie früher, dass sie keine Köpfer mehr abnehmen.

Paulus hatte ein gutes Gewissen, empfand es als Gottes Auftrag, die Sekte der Nazaräer, der ersten Christen zu jagen und zu inhaftieren. Nachdem sein Gewissen geschult war, wurde er zum Vorkämpfer dieser Sekte. Von ihm missionierte Personen änderten sich und ihre innere Einstellung oft radikal. Damit folgten sie aber nicht Paulus, sondern Christus – Paulus war nur der Trainer ihres Gewissens. Denn er verwies nicht auf seine Autorität, sondern auf die des Herrn. Wann immer er einen Brief schrieb, kamen neue Trainingsinhalte dazu.

Das ist heute nicht anders. Wer sich mit Gottes Geboten befasst, schult sein Gewissen bzw. verfeinert es hin zu einem besseren Verständnis und Ausleben dessen, was man die Nachfolge Christi nennt. Das jemanden zum Vorwurf zu machen, ist schon ein starkes Stück …

Die Bibelforscher begannen mit ihrem Training vor etwa 150 Jahren und du wirst doch erlauben, dass sie Gelerntes dann in die Tat umsetzen, wenn sie es aus biblischer Sicht für richtig halten. Sorry, dass die Bibelforscher 107 Jahren noch nicht so weit waren, um zu erkennen, dass sie nicht nur in Einzelfällen sondern geschlossen den Kriegsdienst hätten verweigern sollen. Bis dahin war das falsch geprägte Gewissen mit dem Slogan „Für Gott und Vaterland“ noch nicht überschrieben. Als sie das aber gelernt hatten, taten sie es und jene, die damit nicht einverstanden waren, gingen weg. Jene aber, die der neuen Erkenntnis folgten, hörten nicht auf die Meinung der WTG, sondern diese fungierte wie Paulus nur als Trainer des Gewissens, weil sie Gelerntes unter Verweis auf die biblischen Quellen nur weitergab. Wenn sie die Richtigkeit der Quellen erkannten und von dem Lehrpunkt überzeugt sind, dass dies tatsächlich Gottes Willen spiegelt, dann übernahmen demütige Personen die neue Ethik in ihr Wesen und ihr Gewissen. Ein durchaus lobenswerter Zug.

So war das auch mit Geburtstagen, Weihnachten, der Verehrung des Kreuzes, Bräuche, deren Hintergründe vor 100 Jahren noch nicht richtig erkannt waren und einer Aufarbeitung harrten.

Anders ist das auch heute nicht. Zeugen Jehovas folgen ihrem permanent geschulten Gewissen und sie sind dankbar für jeden Trainer, der sie auf dem Weg über Jesus zum Vater auf bisher verdeckt gebliebene Punkte aufmerksam macht.

Du wirst doch damit kein Problem haben? Es zwingt dich keiner, Schritt zu halten. Du darfst gern auf deinen Stand verharren.  

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@steve2018

Es gibt kein geschultes Gewissen. Das Gewissen ist eine von Gott mitgegebene Fähigkeit um zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden....

Aber schön, dass du ständig ausweichst. Da helfen auch deine überlangen Texte nicht weiter - liest eh keiner.

Ich weiß nur eins. Zeugen Jehovas wissen nicht einmal, was ein Gewissen ist. Sie folgen blind der Führung, wo immer sie hin geht. In jedem Fall in die falsche Richtung

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@telemann2000

Den Text solltest du sehr wohl lesen, damit du zu deinem eingeschränkten Standard-Repertoire was Gscheit's dazu lernst. Dann musst du nicht diesen längst ausdiskutierten alten Kram wiederkäuen.

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@steve2018

Standard-Repertoire? Also sprichst du jetzt von Dir? Denn du sülzt die Leser hier mit deinem Geschwafel über ein 'geschultes Gewissen' voll.

Warum sollte ich mich von einem Sünder der nicht einmal die Bibel zu Wort kommen läßt, belehren lassen. Wenn ein Sünder mit der Bibel in der Hand argumentiert mag man noch geneigt sein die Dinge die er vorbringt zu akzeptieren, aber so....

Nein, tut mir leid für dich. Mach erst mal deine Hausaufgaben und komme mit aussagekräftigen Texten wieder. Dann könne wir reden

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@telemann2000

Sonderwünsche dauern etwas länger – da mit Zeitaufwand verbunden …

Aber egal .... du willst Texte – du kriegst Texte.

Fast jeder unserer Brüder pflegte mal einen Lebensstil – oft ohne sich ein Gewissen zu machen – auf den er nicht stolz ist. Egal ob es sich um ehemalige Bandmitglieder, Drogendealer, sittlich verkommene Subjekte oder gar Mörder handelt. Nach der Begegnung mit der Bibel ließen sie aber die Schulung ihres Gewissens zu – mit der Folge, dass jetzt das Gewissen bei Schritten und Denkweisen in die falsche Richtung anspricht. Sie stimmen nun mit den Worten des Paulus (überein:

Denn auf Folgendes sind wir stolz: Unser Gewissen bezeugt, dass wir uns in der Welt und besonders euch gegenüber mit Heiligkeit und mit einer Aufrichtigkeit verhalten haben, die von Gott kommt, und dass wir uns nicht auf menschliche Weisheit, sondern auf Gottes unverdiente Güte stützen. (2. Kor 11:12)

Bei Paulus war die Sachlage etwas anders. Er hatte immer ein gutes Gewissen, selbst als er die Christen jagte, denn er meinte Gott einen heiligen Dienst darzubringen.

  • Paulus sah den Sanhedrịn mit festem Blick an und sagte: „Männer, Brüder, ich habe bis zum heutigen Tag mit einem vollkommen reinen Gewissen vor Gott gelebt.“ (Apg 23:1)

Pauli Selbstverständnis war allerdings falsch, denn wenn er auch die Christen mit gutenm Gewissen verfolgte handelte er falsch. Er ließ sein Gewissen reinigen = um Gott wirklich dienen zu können. Gleiches empfahl er er jenen, an die sein Brief adressiert war, damit auch ihr teils noch falsch ausgerichtetes Gewissen gereinigt werde:

wie viel mehr wird dann das Blut des Christus der sich Gott durch Wirken des ewigen Geistes ohne Makel dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen damit wir für den lebendigen Gott heiligen Dienst verrichten können? (Heb 9:14)

Dabei wäre das Gewissen kein statischer Pol sondern je nach positiven oder negativen Inputs Veränderungen unterlegen. Man muss sich bemühen, um es auf einen für Gott annehmbaren Stand zu halten. Selbst Paulus musste sich bemühen und er forderte andere auf, es in einem guten Zustand zu bewahren.

  • Deswegen bemühe ich mich stets, vor Gott und den Menschen ein reines Gewissen zu haben (Apg 24:16)
  • Behaltet ein gutes Gewissen, damit die, die etwas gegen euch sagen, was immer es auch sei, wegen eures guten Verhaltens als Nachfolger Christi beschämt dastehen (1. Petr 3:16)

Warum wohl? Warum darum sogar einen inneren Kampf führen? Ja, weil selbst ein gutes Gewissen wieder den Bach runter gehen kann, wie bei zwei bösen Jungs in der Gemeinde, in der Timotheus als Hirte fungierte und später auftretenden Abschuss-Kandidaten:

  • Diesen Auftrag vertraue ich dir an, mein Kind Timotheus … damit du durch diese den guten Kampf fortsetzt und dabei den Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst. Dieses haben einige verdrängt und dadurch in ihrem Glauben Schiffbruch erlitten. Zu ihnen gehören Hymenạ̈us und Alexander. Ich habe sie Satan übergeben (1. Tim 1:18)
  • Die inspirierten Worte aber sagen ausdrücklich, dass in späteren Zeiten einige vom Glauben abfallen werden, weil sie auf irreführende inspirierte Aussagen und Lehren von Dämonen achten. Sie werden auf die Heuchelei von Menschen hören, die lügen und deren Gewissen wie mit einem Brandeisen versengt ist. Sie verbieten zu heiraten (1. Tim 4:1)

Darüber hinaus gibt es Personen mit einem zu engen / schwachen Gewissen. Aber diese stehen unter Gottes besonderen Schutz und man muss auf diese besonders Rücksicht nehmen, da deren vielleicht nötiger Verzicht eigentlich erlaubter Handlungen (Erwerb von Fleisch in der Metzgerei eines heidnischen Tempels) besser ist, wie ein gewissenloses Lotterleben:

  •  Wenn ihr auf diese Weise gegen eure Brüder sündigt und ihr schwaches Gewissen verletzt, dann sündigt ihr gegen Christus. Wenn also Essen meinen Bruder zum Stolpern bringt, werde ich nie wieder Fleisch essen, damit ich meinen Bruder nicht zum Stolpern bringe. (1. Kor 8:12)

Nach diesem kleinen Exkurs hoffe ich, hast du klar, dass ein Gewissen nicht von Grund auf richtig getaktet ist, ein Training benötigt (von Trainern wie Jesus, Paulus, Timotheus oder heutigen aufrichtigen Christen). Zudem sollte klar geworden sein, dass ein richtig getaktetes Gewissen wieder zerstört und dämonisch umgepolt werden kann.

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@steve2018
Männer, Brüder, ich habe bis zum heutigen Tag mit einem vollkommen reinen Gewissen vor Gott gelebt.“ (Apg 23:1)

Hier ist der Zusammenhang aufschlußreich. Denn dort geht es um die Zeit seines Christseins. Auf die Zeit davor geht er überhaupt nicht ein. Von daher ist die Annahme falsch, dass sein Gewissen ihm befahl, Christen zu töten...

Und ein anderer Gedanke sollte dir auch klar sein. Es gibt kein kollektives Gewissen. Wenn also eine Gemeinschaft unisono eine Entscheidung trifft, ist das definitiv keine Gewissensentscheidung. Denn solche Entscheidungen werden stets individuell getroffen. Es ist eher ein Produkt des Gruppenzwangs durch das Kollektiv. Genau dieser Zwang beeinflusst natürlich das Gewissen...

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@telemann2000

Vor einem guten Gewissen musst du dich zunächst mal in guten Manieren schulen lassen. Bei deinen vorausgehenden Falsch-Unterstellungen, solltest zuerst die Größe aufbringen und dich so ähnlich äußern, wie: „Entschuldige lieber Steve, dass so unüberlegt dahergeredet habe, ein Gewissen müssen man nicht schulen und du kannst überhaupt kein Gewissen haben etc. Danke für deine Mühe – die Texte haben mir geholfen, das zu überdenken, Nun weiß ich, was es mit dem Gewissen wirklich auf sich hat.“

Nun zu den neuen Argumenten:

Klar, dass du dich mit Händen und Füßen ruderst, wenn das dünne Eis wegschmilzt, dass deine „Wahrheiten“ trägt. Aber Apg 23:1 verstehe ich genau in dem Sinne, wie Paulus es zu Protokoll gibt: nämlich dass er bis zum heutigen Tag ein vollkommen reines Gewissen vor Gott gehabt hat. Schließlich beschränkt er die Aussage in Richtung Vergangenheit nicht auf einen Startpunkt „Pferdesturz“, sondern inkludiert sein ganzes Vorleben. Das belegen ja gerade seine Kontext-Aussagen zu seinem pharisäischen Vorleben. In Phil 3:6 beschreibt er, dass er das mit großem Eifer für Gott tat, also mit einem guten Gewissen, das Richtige zu tun;

  • Ich setzte mich mit großem Eifer für Gott ein und verfolgte deshalb sogar die christliche Gemeinde. Die Regeln des Gesetzes erfüllte ich bis in alle Einzelheiten, so dass niemand mir etwas vorwerfen konnte.

Auch in Gal 1:13 führt er aus, mit sich völlig im Reinen und stolz auf seine reine Glaubensausübung für Gott und das Judentum gewesen zu sein. Dabei hatte er ein absolut gutes Gewissen, sonst wäre er vor seiner Bekehrung nicht so stolz und überzeugt von seinem Tun gewesen.:

  •  Ihr wisst sicherlich, wie ich als strenggläubiger Jude gelebt habe: Ich verfolgte die Christen überall mit glühendem Hass und wollte so die Gemeinde Gottes zerstören. Ich hatte mich ganz dem jüdischen Glauben verschrieben und übertraf in meinem Eifer die meisten meiner Altersgenossen in unserem Volk. Mit aller Kraft trat ich dafür ein, dass die überlieferten Vorschriften unserer Vorfahren buchstabengetreu erfüllt würden.

Es gibt zwar kein kollektives Gewissen, aber doch einen kollektiven Glaubensweg, der als Trainer hin zu einem guten Gewissen dient. Natürlich gleicht dann immer noch kein Gewissen dem anderen, aber in heilsentscheidenden Grundsatzfragen, haben sie damit kollektiv gelernt ihre Entscheidung auf die Bibel abzustellen, Das ist immer der Knackpunkt – Gebote sind zu halten, wenn biblisch belegbar oder wenn sie anderenfalls gute Sitten oder die Gesundheit anderer verletzen. Jene Individuen, die nach Kenntnis der gleichen biblischen Quellen ihr Handeln neu ausrichten, werden in etwa kollektiv handeln. Der eine mit einem überdrehten Gewiesen, der andere mit einem schwachen Gewissen.

Das führt dann zB zu einem kollektiven Ablehnen des Militärdienstes. Genau das war bis Marc Aurel auch bei den ersten Christen der Fall, die hier kollektiv den gleichen Weg wählten. Wenn Jesus von einer Herde unter einem Hirte sprach, dann formt sich im Kopf das Bild einer sich kollektiv verhaltenden Herde.

In vielen Fällen wies Paulus darauf hin, dass jene, die nicht nach den Lehren leben, die Jesus gelehrt und die Apostel den Versammlungen überliefert haben, sind aus der Gemeinde zu entfernen. Wenn die Ältesten dies genauso umsetzten, folgten sie nicht dem Geiwssen der Apostel, sondern dem Gottes. Die Apostel waren nur Trainer und Erinnerer, es war nicht ihre Lehre, sie waren selber Sklaven Christi. Damit ergibt sich bei grundsätzlichen Fragen kschon eine kollektive Positionierung mit gewissen persönlichen Nuancen. Wer mit dem nicht einig geht, wird sich dem Kollektiv der Christen gar nicht erst anschließen.

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@steve2018
Ihr wisst sicherlich, wie ich als strenggläubiger Jude gelebt habe: Ich verfolgte die Christen überall mit glühendem Hass und wollte so die Gemeinde Gottes zerstören. Ich hatte mich ganz dem jüdischen Glauben verschrieben und übertraf in meinem Eifer die meisten meiner Altersgenossen in unserem Volk. Mit aller Kraft trat ich dafür ein, dass die überlieferten Vorschriften unserer Vorfahren buchstabengetreu erfüllt würden.

Wäre es so wie du behauptest, hätte er hier allen Grund gehabt, daß Gewissen zu erwähnen. Folglich ist deine Argumentation ohne Basis...

Es gibt zwar kein kollektives Gewissen, aber doch einen kollektiven Glaubensweg, der als Trainer hin zu einem guten Gewissen dient.

Nein, ebenfalls nicht haltbar. Die Juden richteten sich stets nach ihrer Führung aus. Da spielte das Gewissen bis auf ganz wenige Ausnahmen überhaupt keine Rolle.

Bei den Zeugen Jehovas ist das ähnlich. Bestes Beispiel ist der Zivildienst. Einem jungen Mann bei den Zeugen war es nicht erlaubt, Zivildienst zu leisten. Eigenartigerweise wurde dieses Verbot nach außen hin immer als persönliche Gewissensentscheidung deklariert. Schlau.... Schlau.

Wenn jemand es mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, Zivildienst zu leisten, wurde er sanktioniert.

Dann auf einmal die Änderung. Auf einmal von jetzt auf gleich war der Zivildienst erlaubt und für die meisten war der Zivildienst auf einmal für ihr Gewissen auf einmal erlaubt und das über Nacht.

Das ist doch absurd....

Individuen, die nach Kenntnis der gleichen biblischen Quellen ihr Handeln neu ausrichten, werden in etwa kollektiv handeln

Da würde ich gern mal verstehen wollen wie diese Aussage zu meinem Beispiel des Zivildienstes passt

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@telemann2000

Zum Thema Zivildienst hier ist mein Horizont begrenzt, da ich in DDR verweigert habe.

Es gibt dazu keine globale Reaktion der ZJ,, weil die rechtlichen Regelungen in jedem Land andere sind. Hier ist klar das Gewissen gefragt.

Da ich als Ossi nicht voll sprach fähig war, habe ich mich gestern mit Brüdern kurzgeschlossen, die in der BRD ihrem gewissen gemäß abweichende Entscheidungen getroffen haben. Habe gestern von ihnen zugesandte digitale Dokumente gesichtet Eigentlich zu faul dazu – aber deine Frage hat mir den Tritt gegeben, das Kapitel endlich mal aufzubereiten.

Ergebnis:

Zivildienst – klingt eigentlich gut. Warum wurde er von jungen ZJ in der BRD verweigert, bei Haftstrafen bis 16 Monate und hohen Geldstrafen, wo sie doch vom Dienst an der Waffe befreit wären?

Der Teufel liegt im juristischen Detail. Das Zivildienstgesetz (ZDG) enthielt Paragraphen, welche den Zivildienst neben dem militärischen Dienst als als zweite Säule der Gesamtverteidigung hervorhoben. Ein Zivildienstleistender war damit bereits in Friedenszeiten gewissen militärischen Zielstellungen unterworfen und hätte sich – bestätigt durch seine Unterschrift – im Konfliktfall durch das Schaffen von Voraussetzungen für militärische Aktionen aktiv an der zivilen Verteidigung beteiligen müssen.

Auszug aus dem NATO Long Term Defense Program vom 13.01.60 /Änderung 01.01.85 wowie wortgleiches Statement im Weißbuch 1979 zur Sicherheit der BRD und zur Entwicklung der Bundeswehr:

  • Die zivilen und die militärischen Verteidigungsanstrengungen der BRD sind die untrennbaren LTDP - Bestandteile der Gesamtverteidigung,
  • Die Maßnahmen – militärische und zivile Verteidigung – müssen aufeinander abgestimmt werden (Zusatz Weißbuch).

Als Aufgaben und Ziele der zivilen Verteidigung wird dort definiert:

  1. Die zivile Verteidigung, die alle nicht militärischen Maßnahmen zum Schutz der BRD und ihrer Bevölkerung umfasst, ist Bestandteil der Gesamtverteidigung. Ihr sind vier Hauptaufgaben zugeteilt:
  • Zivilschutz (… Schutz der Bevölkerung vor Kriegsauswirkungen)
  • Versorgung des zivilen wie militärischen Bereichs mit Gütern und Leistungen
  • Unterstützung der Streitkräfte zur Gewährleistung ihrer Operationsfreiheit und -fähigkeit
  • Aufrechterhaltung der Staatsgewalt als Voraussetzung für das Funktionieren aller anderen Maßnahmen der zivilen, aber auch der militärischen Beteiligung,

Deutscher Bundestag – V. Wahlperiode – Drucksache Nr. 3683

6) Der Unterstützung der Streitkräfte dienen – wenn auch vielfach nur mittelbar, nahezu alle Maßnahmen der zivilen Verteidigung. Selbst rein humanitäre Zivilschutzmaßnahmen, wie der Bau von Schutzräumen haben die Nebenwirkung, dass dadurch die Durchführung der militärischen Operationen erleichtert und die Moral der Truppe gestärkt wird. Von der zivilen Dienststellen werden aber auch Maßnahmen verlangt, die militärische und ausschließlich die Unterstützung der Streitkräfte zum Ziel haben. Die Versorgung mit Verkehrsleistungen, Nachrichtenverbindungen und Energie wie auch bestimmte vorbereitende Maßnahmen auf dem Verkehrs- und und dem Fernmeldesektor sind Beispiele hierfür. Auch diese rein militärisch bedingten Maßnahmen fallen unter den Begriff der Zivilen Verteidigung.

Verständlich, dass Zivildienst unter diesen Vorzeichen für die meisten Brüder nicht in Frage kam, zumal die historischen Vorbilder während des Hitler-Regimes hier Standards gesetzt hatten, die man hochachtete. Brüder ließen sich wegen Verweigerung sogar hinrichten, viele Schwestern in der Nazizeit die Arbeit in Rüstungsfabriken, oder in für den Militärapparat ausrüstenden Dienstleistungen verweigert. Daraufhin wurden Tausende inhaftiert in Lagern und KZ, man nahm Müttern die Kinder weg, die dann von Hitler-treuen Familien erzogen wurden. Viele von ihnen überlebten das KZ nicht.

Nach Niederwerfung des Faschismus ging man in der SBZ (später DDR) rigoros gegen zivile Mittäter vor. Nicht nur mein Opa wurde als Kriegsverbrecher wegen seiner aktiven Militärarbeit abgeführt, sondern auch Leute, die Ausrüstung geliefert hatten, darunter auch ein Handschuh-Produzent, der an das Heer liefern musste. Als Lehre aus dem Nürnberger Kriegsverbrecherprozess blieb das Postulat, dass man bei Kriegsverbrechen nicht hätte auf Befehle hören dürfen, sondern seinem Gewissen folgen müssen.

Klar, dass Zeugen Jehovas bereits in Friedenszeiten auf ihr geschultes Gewissen hörten, und jeder möglichen Verstrickung in militärische Operationen durch Verweigerung aus dem Weg gingen.

Mit dem zweiten Gesetz zur Änderung über den zivilen Ersatzdienst vom 14.08.1969 (BGBI,IS.1105)Ab 1969 gab es jedoch eine Änderung. Mit dem § 15a das „Lex Zeugen Jehovas“ geschaffen, bei dessen Beachtung von der Einberufung zum Zivildienst abgesehen wurde.

Zur Inhalt der Änderung und der Gewissensentscheidung von 3 Brüdern der Jahre 1985 bis 1990 im zwieten Teil, den ich aus Platzgründen in einen neuen Post packen muss.

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@steve2018
Da ich als Ossi nicht voll sprach fähig war, habe ich mich gestern mit Brüdern kurzgeschlossen, die in der BRD ihrem gewissen gemäß abweichende Entscheidungen getroffen haben. Habe gestern von ihnen zugesandte digitale Dokumente gesichtet Eigentlich zu faul dazu – aber deine Frage hat mir den Tritt gegeben, das Kapitel endlich mal aufzubereiten.

Positiv. Wie wurden diese Brüder innerhalb der Versammlung behandelt?

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@telemann2000

Teil 2 - Gewissensentscheidung Zivildienst

Mit dem zweiten Gesetz zur Änderung über den zivilen Ersatzdienst vom 14.08.1969 (BGBI,IS.1105)Ab 1969 gab es jedoch eine Änderung. Mit dem § 15a das „Lex Zeugen Jehovas“ geschaffen, bei dessen Beachtung von der Einberufung zum Zivildienst abgesehen wurde.

Freies Arbeitsverhältnis nach $15a Zivildienstgesetz

Wer aus Gewissensgründen gehindert ist, Zivildienst zu leisten, kann freiwillig in ein Arbeitsverhältnis mit üblicher Arbeitszeit - allerdings ohne den Schutz des Unterhaltssicherungs- oder Arbeitsplatzsicherungsgesetzes in einer Kranken- oder Heil- oder Pflegeanstalt eintreten. Ist er in einem solchen Arbeitsverhältnis mindestens 2 ½ Jahre lang tätig gewesen, so wird er nicht mehr zum Zivildienst einberufen (außer im Verteidigungsfall, vergl. § 79 Nr. 6 ZDG)). Es handelt sich bei den hier gemeinten Personenkreis in erster Linie um die Zeugen Jehovas, die einer Einberufung keine Folge leisten. Bevor diese Regelung im Jahre 1969 in das Gesetz eingefügt wurde, sind Zeugen Jehovas daher in vielen Fällen wegen Dienstflucht zu Gefängnisstrafen verurteilt worden.

Gestern hatte ich dazu zwei Brüder befragt. Einer begann gleich nach der Lehrausbildung einen Freiwilligendienst im Bethel in Selters. Er wandte sich 1985 von Selters aus an die Bundesstelle für Zivildienst mit der Bitte um Prüfung, ob der Freiwilligendienst im Sinne des § 15a ZDG anerkannt wird. Das wurde abgelehnt und er erhielt die schriftliche Mahnung, dass er die nur noch knappen Fristen beachten solle, da bis Vollendung des 23. Lebensjahres eine 30-monatige Tätigkeit in einer der vorgeschriebenen Sozialeinrichtungen nachzuweisen sei, anderenfalls werde er definitiv zum Zivildienst einberufen. Er bewarb sich daraufhin bei verschiedenen öffentlichen Krankenhäusern, bekam aber Absagen. Kurz darauf wurde seine Fau schwanger; daraufhin bekam er von der Behörde ein Schreiben, dass er nichts mehr unternehmen müssen, unter den gegebenen Umständen würde man in der bestehenden Friedenszeit auf die Erfüllung des §15a bzw. eine Einberufung verzichten. Fazit: Dieser Bruder hätte im Jahr 1985 sehr wohl den Zivildienst mit der Einschränkung des § 15a angetreten. Sein Gewissen hatte damit kein Problem.

Der andere Bruder hat den §15a abgelehnt und wurde 1990 deshalb zu 7 Monaten Haft auf Bewärhung und einer Geldstrafe verurteilt; er galt bis 1995 als vorbestraft. Ich habe ihn nach seinen Gründen gefragt und er meinte, dass sich sein Gewissen daran entzündet hat, dass die Behörde zu dem Zeitpunkt noch dem Verteidigungsressort. Später habe man die Behörde dem Familienressort unterstellt. Er wies daraufhin, dass die Verweigerer, zu denen er gehörte, 1990 die Minderheit stellte.

Ein dritter Bruder, den obiger erster Bruder kannte (aber ich nicht) hatte 1985 und 1986 um die 200 Bewerbungen bei Krankenhäusern und Pflegehinrichtungen abgegeben, um eine freiwillige Tätigkeit nach §15 a ZDG aufzunehmen. Er bekam keine Zusage und gab das weitere Bewerben auf. Er wurde vom Jugendgericht verurteilt, weil man ihm vorwarf, sich nicht ausreichend um eine Anstellung bemüht zu haben. Er hätte noch weitere Arbeitsämter einschalten und Annoncen schalten können, anstatt resigniert aufzugeben

Summa Summarium; ab 1969 hätte jeder ZJ die gesetzliche Möglichkeit gehabt anstatt dem mit der militärischen Verteidigung verbundenen Zivildienst, einen Zivildienst auf Basis eines freiwilligen Arrangements nach § 15a des ZDG zu leisten. Der größere Teil hat das Angebot dankend angenommen, andere haben auch das abgelehnt und die harten Konsequenzen getragen. Jeder urteilte nach seinem Gewissen.  

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@telemann2000

Nachher nicht anders wie vorher. Ist ja jeden sein Bier, solange keine Gebote verletzt werden...

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@telemann2000

Ja, so steht es auch im aktuellen Gesetzestext des ZDG, der Bruder wollte seine alten Kopien noch mal raussuchen.

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@telemann2000

Habe keine offizielle Freigabe gefunden, nur die Abhandlung im WT vom 01.05.96, wo das Thema allgemein und für die ganze Welt behandelt wird. Da in jedem Land andere gesetzliche Richtlinien gelten, kann das nicht global abgehandelt werden - deshalb auch in diesem WT immer wieder der Hinweis auf die Gewissensprüfung des Einzelnen.

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@steve2018
Nachher nicht anders wie vorher. Ist ja jeden sein Bier, solange keine Gebote verletzt werden...

Da schreibt der Wachtturm was anders:

*** w96 1. 5. S. 20 Abs. 21 Cäsars Dinge Cäsar zurückzahlen ***

Die ernannten Ältesten sollten, wie alle anderen auch, das Gewissen des Bruders voll und ganz respektieren und ihn weiterhin als Christen betrachten, der in gutem Ruf steht. Sollte ein Christ dagegen das Empfinden haben, diesen zivilen Dienst nicht leisten zu können, sollte auch seine Haltung respektiert werden. Dadurch ändert sich nichts an seinem guten Ruf, und er sollte liebevolle Unterstützung erhalten 

Offensichtlich war das nicht so, OBWOHL keine Gebote verletzt wurden. Ansonsten hätte der Wachtturm keinen Grund, darauf hinzuweisen

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@steve2018
Ja, so steht es auch im aktuellen Gesetzestext des ZDG

Offensichtlich lagen hier also Falschinformationen vor. Denn wenn der Zivildienst nie dem Verteidigungsressort unterstand, wäre das als Grundlage einer Entscheidung gegen den Zivildienst als obsolet anzusehen...

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@telemann2000

Da muss muss gar nicht theoretisiert oder Kaffeesatz gelesen werden. Du hast 3 Live-Erfahrungen präsentiert bekommen, zwei davon sind dem Angebot des §15 ZDG gefolgt. Alle drei - also auch der Totalverweigerer . haben sich vorher von einem von Selters empfohlenen Rechtsanwalt beraten lassen, der selber ZJ ist. Keiner ist wegen seiner Gewissensentscheidung kritisiert worden. Und das wohlgemerkt, im Fall der zwei §15a Zustimmer, ganze 11 Jahre vor dem WT.

Im übrigen gilt der WT nicht für exklusiv für den kleinen Fliegenschiss Deutschland, sondern für die ganze Welt. Die dort gegebenen allgemeinen Empfehlungen sind ein Rat für Brüder in allen Rechtssystemen, also auch für den Südsudan, Kongo, Sumatra oder wo immer richtige Konflikte am kochen waren. Unberechtigte Kritik, denen der Wind aus den Segeln zu nehmen war, kann es überall gegeben haben, natürlich auch in Deutschland - auch wenn das bei meinen Informanten nicht geschehen ist. Unter Menschen menschelt es halt manchmal - und da ist es gut, wenn Regulatoren da sind, um bei Tendenzen entweder eine Schippe nachzulegen oder Eiferer zurückzupfeifen.

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@steve2018
Und das wohlgemerkt, im Fall der zwei §15a Zustimmer, ganze 11 Jahre vor dem WT.

Darauf beziehe ich mich nicht. Im Wachtturm werden Brüder erwähnt, die den Zivildienst (nicht §15a)leisteten weil er biblisch vertretbar ist aber nicht von der WTG gern gesehen wurde...

da ist es gut, wenn Regulatoren da sind

Nein, das Gewissen reicht....

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@telemann2000

Blödsinn ... das ungeschulte Gewissen wird eben oft manipuliert. Jesus wirkte als Regulator und Trainer, wie später auch Paulus und die anderen Apostel. Paulus gab Temotheus Anweisung dazu und er setzte für jede Versammlung Älteste und Diakone ein, die als Regulatoren und Verantwortliche dafür Sorge tragen sollten, dass alles sauber bleibt. Die anderen sollten zum Schutz der Gemeinde raus geschmissen werden, weil sie sonst wie Sauerteig die ganze Masse durchsäuern. Wenn eines jeden Gewissens funktionierte im Automatik Modus, dann bräuchte es das gar nicht.

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@steve2018

Dennoch gab es von diesen Dingen nur sehr wenig. Gott merkte wohl, dass ein geschriebenes Gesetz doch nicht so gut funktionierte...

Apropos Zivildienst. Welchen Grund gab es eigentlich überhaupt, jemandes Gewissensentscheidung in Frage zu stellen?

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@telemann2000

Welchen Grund? Handeln gegen Gottes Gebote. Das ist so, seit Adam und Eva ihr Gewissen korrumpiert haben. Bei denen war es noch im vollen Glanz des göttlichen Prototyps ausgebildet. Kein menschliches Gewissen (außer das von Jesus) war je stärker und funktionsfähiger als jenes der ersten beiden Menschen. Das schlug auch an, denn Eva wies das Ansinnen, der Übertretung von Gottes Geboten zurück: Gott hat uns Weisung gegeben und gesagt … davon dürft ihr nicht essen. Begierden und falsche Überlegungen führten dann doch zur Sünde. Dabei ist es völlig nebensächlich, ob sie ihr Gewissen ausschalteten, vergewaltigten oder durch falsche Überlegungen in einen Modus schalten konnten, der ihnen ein gutes Gewissen suggerierte.

Ein gutes Gewissen kann falsch sein, Gottes Gesetze sind immer zum Wohl des Universums. Deshalb ist das Gewissen nie die oberste Instanz. Zuerst kommen die Gesetze Gottes; die stehen unverrückbar. Danach erst spielt das Gewissen eine Rolle, wenn es darum geht, wie man sein Leben innerhalb dieser Gesetze gestaltet. Ist die Gewissensentscheidung in Übereinstimmung mit den Gesetzen, ergibt sich eine riesige Vielfalt an Varianten zur Lebenssgestaltung, ohne die Anerkennung Gottes zu verlieren.

Gefährdet oder verletzt eine Gewissensentscheidung Gottes Gesetze und damit das universelle Gleichgewicht in irgendeiner Art, dann ist das für Gott nicht hinnehmbar und innerhalb der Christenversammlung inakzeptabel. Dabei ist es wie bei Adam und Eva völlig uninteressant, ob eine Sünde mit gutem Gewissen oder mit verdrängtem Gewissen vollbracht wird.

Adam und Eva flogen wegen ihrer falschen Gewissensentscheidung aus dem Paradies, sie wurden außerdem mit dem Fluch von Mühsal und Tod bestraft. Heute dürfen sich Sünder per guten Gewissens sich gern austoben, aber bitte außerhalb der Christenversammlung. Sie fliegen gemäß den Anweisungen von Paulus wie Adam und Eva aus dem Paradies – mit dem großen Vorteil: bei Reue und Umkehr gibt es jederzeit ein zurück. Anderenfalls bleibt ihnen die große weite Welt mit schier endlosen Freiheiten – allerdings mit dem Limit des Meidens der im Strafgesetzbuch fixierten Sünden. 

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@steve2018

Wenn das so ist, warum war das Ableisten des Zivildienstes vor 1995 ein Verstoß gegen Gottes Gebot und nach 1996 nicht mehr? Denn ich zitiere:

Die ernannten Ältesten sollten, wie alle anderen auch, das Gewissen des Bruders voll und ganz respektieren und ihn weiterhin als Christen betrachtender in gutem Ruf steht. Sollte ein Christ dagegen das Empfinden haben, diesen zivilen Dienst nicht leisten zu können, sollte auch seine Haltung respektiert werden. Dadurch ändert sich nichts an seinem guten Ruf, und er sollte liebevolle Unterstützung erhalten.

Wie kann jemand vor 1996 das Gesetz Gottes brechen wenn er sich für den Zivildienst entschied und nach 1996 'in einem guten Ruf stehen'?

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@telemann2000

Ja nerv halt! Ich hab's doch schon geschrieben und hab keinen Bock mich ständig zu wiederholen.

Nochmal zum mitdenken: Der WT 1996 wurde nicht für Deutschland geschrieben, sondern für die ganze Welt. Er erschien mit dem gleichen Inhalt in 125 Sprachen in einer Auflage von 19 Millionen Exemplaren. Die Aussage ist allgemeingültig für Staaten mit absolut voneinander abweichender Rechtsprechung und absolut nicht auf das winzige Deutschland mit seinen vergleichsweise wenigen ZJ gemünzt. . Der Inhalt passt genauso auf den Süd-Sudan, wie auf Venezuela, Kambodscha oder den Fidschi-Inseln. Deshalb ist das auch keine Generalabsolution für die Ableistung des Zivildienstes, weil die rechtlichen Voraussetzungen nicht überall passen.

Der Punkt Zivildienst wird deshalb abgehandelt unter der Prämisse der persönlichen Gewissensprüfung, ABER unter Beachtung der genannten Bibelverse, die u.a. betonen sollen, dass dabei vordergründig die politische Neutralität und der Nachdruck auf zivile Tätigkeit ohne direkten Bezug zu militärischer Beaufsichtigung oder zu militärischen Diensten beseht.

Du hast meinen laaaangen Schrieb vor wenigen tagen wohl doch nicht richtig gelesen, oder? Da habe ich dir in Auszügen amtliche Texte vorgelegt, in denen der enge Bezug der militärischen und zivilen Verteidigung ganz klar aufgezeigt wird incl. Schaffung der Infrastruktur hinter der Front für einen reibungslosen Einsatz der Truppe. Das war ein Ausschlusskriterium.

Der Staat ist mit Wirkung von 1969 den Brüdern weit entgegengekommen und hat den §15a in das ZDG eingefügt. Seitdem ist der Zivildienst – aber eben unter Maßgabe dieses Paragraphen – für einen Teil der Brüder kein Problem mehr.

Solange über das Kleingedruckte des zu unterzeichnenden Vertrags noch Weisungsbefugnisse erkennbar waren, die einen militärisch-administrativen Einfluss auf das ZDG incl. Des“!Lex Zeugen Jehovas“ Paragraphen erkennen ließen, haben das immer noch einige als Totalverweigerer abgelehnt.

Obgleich die Zuständigkeit des zuständigen Ministers Ende 1981 vom Ministerium für Arbeit auf das Ministerium Familie überging, hatte das Ministerium für Verteidigung noch länger die Hand drauf. Später wurde das rechtlich völlig neu geregelt. Da wir hier ab und an mal der Lüge bezichtigt werden, ein offizieller Auszug aus einer verlässlichen Quelle:

Auszug aus dem SOWIE-Arbeitspapier vom April 1991 (Kuhlmann/Ekkehard Lippert)

zum Thema; Kriegsdienstverweigerung und Zivildienst in der BRD:

Herausgeber : Sowi Sozialwissenschaftliches Institut der Bundeswehr

Seite 5

Die Zahl der Zivildienstplätze hat sich im Rahmen der Neuordnungen so erhöht, daß jeder Kriegsdienstverweigerer umgehend nach Anerkennung zu einem Ersatzdienst eingezogen wird. Auch wurde das gesamte Recht zur Kriegsdienstverweigerung aus seiner teilweise engen Verbindung zum Wehrrecht (Wehrpflichtgesetz) herausgelöst. Nicht mehr der Verteidigungsminister, sondern der Minister für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit hat dafür nun die administrative Federführung. So wird deutlich dokumentiert, daß die Institution der Kriegsdienstverweigerung nicht mehr von den häufig wechselnden sicherheitspolitischen bzw. militärstrategischen Szenarien abhängig sein soll.

Damit erst wurde der Zivildienst aus Sicht vieler Brüder erst wirklich so zivil, dass auch in der BRD mehr Brüder keine Probleme mehr damit hatten, diesen Dienst durchzuführen. Ab 2011 ist das mit Aufhebung der Wehrpflicht und der Zivildienstpflicht keine Thema mehr.  

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@steve2018

Dann wundere ich mich, daß Älteste den jungen Menschen so lange Steine in den Weg legten. Sie agieren anscheinend wie Funktionäre die nur auf Anweisungen warten statt sich selbst zu informieren.... Die ersten Christen verhielten sich anders

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@steve2018
Steve: "Der Staat ist mit Wirkung von 1969 den Brüdern weit entgegengekommen und hat den §15a in das ZDG eingefügt. Seitdem ist der Zivildienst – aber eben unter Maßgabe dieses Paragraphen – für einen Teil der Brüder kein Problem mehr."
Gesetz über den Zivildienst der Kriegsdienstverweigerer (Zivildienstgesetz - ZDG)
§ 15a Freies Arbeitsverhältnis
(1) Anerkannte Kriegsdienstverweigerer, die aus Gewissensgründen gehindert sind, Zivildienst zu leisten, werden zum Zivildienst vorläufig nicht herangezogen, wenn sie erklären, dass sie ein Arbeitsverhältnis mit üblicher Arbeitszeit in einem Krankenhaus oder einer anderen Einrichtung zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen begründen wollen, oder wenn sie in einem solchen Arbeitsverhältnis tätig sind. ...
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Aus der ZJ-Internetseite:

Warum feiern Jehovas Zeugen keinen Geburtstag?

Wir feiern keine Geburtstage, weil wir glauben, dass Gott solche Feiern überhaupt nicht gefallen. Die Bibel verbietet Geburtstagsfeiern zwar nicht ausdrücklich, aber sie hilft uns dabei, die Hintergründe von Geburtstagsfeiern einzuordnen und zu verstehen, wie Gott darüber denkt. Hier vier Punkte dazu und die entsprechenden Aussagen der Bibel:

Geburtstagsfeiern haben heidnische Ursprünge.

Gemäß Funk & Wagnalls Standard Dictionary of Folklore, Mythology and Legend gehen solche Feiern auf den Glauben zurück, dass „böse Geister und Mächte diejenigen, die Geburtstag haben, angreifen können“.

Weiter heißt es: „Die Gegenwart von Freunden und das Aussprechen guter Wünsche helfen dabei, den, der Geburtstag hat, vor den unbekannten, alles durchdringenden Gefahren zu schützen.“

In dem Buch The Lore of Birthdays [Das Volkswissen über Geburtstage] wird außerdem berichtet: „Die Aufzeichnungen über Geburtstage waren im Altertum wichtig, weil man das Geburtsdatum zum Stellen eines Horoskops brauchte“, was zur „mystischen Lehre der Astrologie“ gehörte.

„Geburtstagskerzen haben gemäß dem Volksglauben besondere magische Kräfte in Bezug auf die Erfüllung von Wünschen.“Allerdings werden Magie, Wahrsagerei, Spiritismus und dergleichen in der Bibel klar verurteilt (5. Mose 18:14; Galater 5:19-21).

Zum Beispiel verurteilte Gott die alte Stadt Babylon unter anderem deshalb, weil Astrologie, eine Form der Wahrsagerei, dort weit verbreitet war (Jesaja 47:11-15).

Für Jehovas Zeugen gibt es natürlich Wichtigeres, als die Ursprünge von jedem einzelnen Brauch zu erforschen, aber wenn die Bibel so klare Hinweise zu etwas gibt, ignorieren wir das nicht einfach.

Die ersten Christen feierten keine Geburtstage.

Im Wörterbuch der deutschen Volkskunde heißt es: „Im Frühchristentum wurde der G[eburtstag] für heidnische Sitte gehalten“. Die Bibel sagt ausdrücklich, dass alle Christen dem Vorbild der Apostel und Jünger Jesu aus dem ersten Jahrhundert folgen sollten (2. Thessalonicher 3:6).

Der einzige biblisch festgelegte Gedenktag für Christen ist kein Geburtstag, sondern ein Todestag – der von Jesus (Lukas 22:17-20).

Das ist eigentlich nicht überraschend, denn in der Bibel heißt es: „Der Tag des Todes [ist besser] als der Tag, an dem man geboren wird“ (Prediger 7:1). Jesus blieb Gott bis zum Tod treu und hat sich dadurch einen guten Namen bei ihm gemacht; damit war Jesu Todestag bedeutender als sein Geburtstag (Hebräer 1:4).

Nirgendwo in der Bibel steht, dass ein Diener Gottes einen Geburtstag gefeiert hätte.

Das wurde nicht einfach nur vergessen, denn an zwei Stellen berichtet die Bibel über Geburtstagsfeiern – von Personen, die nicht an Jehova glaubten. Und beide Feiern werden in einem negativen Licht dargestellt (1. Mose 40:20-22; Markus 6:21-29).

Das wurde nicht einfach nur vergessen, denn an zwei Stellen berichtet die Bibel über Geburtstagsfeiern – von Personen, die nicht an Jehova glaubten. Und beide Feiern werden in einem negativen Licht dargestellt (1. Mose 40:20-22; Markus 6:21-29).

Das entspricht nicht dem, was in der Bibel zu finden ist. Denn dort wird das Feiern von Geburtstagen nur nebenbei erwähnt...

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@telemann2000

Nebenbei und negativ. Flieht aus Babylon! Rührt nichts Unreines an. Heidnische Feste zu Ehren falscher Götter sind unrein.

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@telemann2000

Aber nicht zur Verehrung heidnischer Götter. Sie kommen nur von heidnischen Völkern. Das ist ein drastischer Unterschied.

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@SegenGottes

Informier dich mal über den Ehering und warum man sich bei den Heiden kahlschor. Und rate mal, warum das bei den Anbetern Jehovas nicht erlaubt war...

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@telemann2000

Warum hat sich Josef rasiert, als er zu Pharao gerufen wurde? Er kam direkt aus dem Gefängnis und sollte sofort zu ihm kommen.

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Nirgendwo in der Bibel steht, dass ein Diener Gottes keinen Geburtstag gefeiert hätte.

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@rudiralle

Nirgendwo in der Bibel steht, dass ein Diener Gottes Geburtstag gefeiert hätte.

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@OhNobody
Nirgendwo in der Bibel steht, dass ein Diener Gottes Geburtstag gefeiert hätte.

Das Gleiche gilt im Umkehrschluss.

Nirgendwo in der Bibel steht, dass ein Diener Gottes KEINEN Geburtstag gefeiert hätte.

Durch die Nichterwähnung lässt sich nicht negatives schliessen. Vermutlich waren Geburtstagsfeiern den Schreibern der Bibel zu unwichtig, zu banal, vielleicht wollten sie auch nicht selbstverständliche Banalitäten berichten.

Kannst du dir ein Bibelkapitel vorstellen:
"Jesus bei der Geburtstagsfeier seiner Mutter Maria"?
Ich nicht.

  1. zu unwichtig
  2. kein Bibelthema / Glaubensthema

Jedenfalls ist es so, dass zur Zeit Jesu eine Geburtstagsfeier selbstverständlich war, und noch heute selbstverständlich ist. Ich glaube nicht, dass Juden zur Zeit Jesu, und Juden noch heute Feiern mit "heidnischen Wurzeln" feiern.

Merke:
Wenn Heiden etwas richtiges tun wird es nicht falsch weil Heiden es tun.

Du glaubst doch (hoffentlich) nicht das die Erde eine Scheibe ist. Auch das ist eine heidnische Erkenntnis, wie vieles anderes auch. Ich gehe einmal davon aus, dass selb das Rad eine heidnische Erfindung ist. Trotzdem nutzt du es mehrfach täglich, oder verzichtest du im täglichen Leben auf jede Form von Rädern?

Auch der Ehering hätte dann heidnische Wurzeln, um nur ein Beispiel zu nennen.

Doch was soll es.

Du "diskutierst" ja nicht um andere, eventuell richtigere Sichtweisen kennen zu lernen. Dein Hauptanliegen ist ja, die Irrlehre der ZJ´s um jeden Preis zu legitimieren. Dabei ist es absolut gleichgültig welches Argument dein Gegenüber anbringt, du akzeptierst es sowieso nicht, egal wie hoch der Wahrheitsgehalt ist.

Kommt du nicht weiter mit deiner Argumentation "hüllst du dich in Schweigen", was vielleicht auch besser so ist. :-))

Kommst du wenigstens nicht in Versuchung nachzudenken und dich mit anderen Sichtweisen auseinander zu setzen. Ist auch bequemer so. :-))

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@OhNobody
Nirgendwo in der Bibel steht, dass ein Diener Gottes Geburtstag gefeiert hätte.

Könnte vielleicht daran liegen, dass der Geburtstag keine "Glaubensfrage" ist und in der BIbel nichts zu suchen hat.

Kann vielleicht daran liegen, dass die Geburtstagsfeier zu banal ist um in die Bibel aufgenommen zu werden.

Was glaubst zu was Diener Gottes alles gemacht haben ohne das es in der Bibel steht?

Ich mach es einmal ganz krass, ganz extrem.

Findest du an einer Stelle ein Wort darüber, dass ein Diener Gottes zur Toilette gegangen ist? Ich bin mir absolut sicher, dass auch Diener Gottes "die Angewohnheit" hatten. :-))

Entfern einmal aus deinem Leben all das, was nicht in derBibel erwähnt wird, es dürfte armselig sein.

Ich bin mir absolut sicher, dass sich mit etwas Phantasie auch aus der Bibel heraus lesen lässt, dass Autofahren verboten ist, wetten?

Doch die 8 alten Männer aus den USA fahren sicher zu gern mit ihrem Schlitten. :-)

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