Warum fangen Menschen an zu rauchen bzw. was ist die Ursache des Rauchens?

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13 Antworten

Nikotin ist ein frei zugänglicher und unzweifelhaft auf neuronaler Ebene wirkender Dämpfer. Das ist der Hauptvorteil – aber regelmäßig nicht der Zugang, der zum Rauchen führt.

Die Verlockung führt (häufig oder überwiegend) über Gruppenzusammenhang, Zugehörigkeit. Nur wenige finden den Zugang zum Rauchen in der Zurückgezogenheit, dem heimlichen „Allein-Rauchen“, dem bloßen Genuss.

Wenn die Gewöhnung an den Waldbrand also über die soziale Belohnung gelingt, so wird aber zugleich vom Gehirn auch die subtile Botschaft verstanden und die Ausweichhandlung erlernt, mit der sich über das Rauchen Stress beherrschen lässt: Es kommt ja nicht von Ungefähr, wenn jemand sagt „Jetzt BRAUCHE ich erst einmal eine Zigarette“.

Ich möchte nicht missverstanden werden: Ich EMPFEHLE hier niemandem, sich das Rauchen anzugewöhnen!!! Aber die Frage war, was der VORTEIL beim Rauchen ist: STRESSBEHERRSCHUNG. Nicht: Stressbewältigung!

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Kommentar von sophie1235
17.06.2016, 08:22

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die menschheit hat schon immer geraucht, seit urzeiten. als ritual, aus genuss. das hat bis heute seinen reiz nicht verloren. solche dinge lernt man in jungen jahren, wenn man daran ist, die welt für sich zu entdecken. und, die ersten zigaretten sind definitiv ritual und genuss. das ändert sich erst später.. das hat nichts mit selbstwertgefühl zu tun. eher mit neugierde auf das leben und was es darin so alles gibt. 

natürlich spielt das umfeld eine grosse rolle. in einem umfeld wo niemand raucht, lernt man andere dinge kennen als rauchen und versucht diese für sich aus. und klar hat man gehört, dass es schädlich ist. aber jugendliche wollen selber kennenlernen, nicht einfach das glauben, was ihnen erzählt wurde. 

das problem heute ist vielmehr die tabakindustrie. durch die vermarktung der zigaretten hat das rauchen eine andere form oder dimension angenommen. dem tabak werden hunderte von zusatzstoffen zugefügt, die sich stark auf das rauchverhalten auswirken. sie verstärken das verlangen, verändern die wirkungsweise und lassen die zigarette schneller verbrennen (gibt  mehr umsatz). es wird (oder wurde) massiv werbung gemacht für das rauchen, und zwar so, dass man denkt rauchen sei cool, dann gehöre ich dazu. 

in den letzten jahren wurden dann die anti-rauch-werbezüge gestartet, so dass das rauchen noch mehr popularität fand. einige haben zwar aufgehört, es gibt inzwischen überall rauchverbote. die nichtraucher sind drinnen, die raucher draussen. hier entstand eine ganz neue art von gruppenzwang. wer mag schon alleine im restaurant am tisch sitzen bleiben, während alle rausgehen und rauchen?

aus all diesen gründen denke ich rauchen heute so viele leute so viel und so lange, bis sie krank werden. aufhören zu rauchen und sich der sucht (und dem genuss) zu widersetzen ist eine riesenherausforderung, der nicht alle gewachsen sind.

die menschen rauchen einfach gerne. weils schon immer so war. ;-)

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Ich kann von meinem Freund sprechen.
Ich bin von Klein auf an Zigarettenrauch gewöhnt, da wir bei meinen Großeltern lebten. Meine Eltern fanden das schrecklich, da sie Nichtraucher sind und haben uns das immer gelehrt.
Ich habe probiert vor paar Jahren fand es aber schrecklich - Probieren sollte man es!
Mein Freund wuchs in einer Familie auf, wo es keinerlei Raucher gibt. Er wurde durch den "Gruppenzwang" zum Rauchen verleitet und ich habe mehrere Jahre gekämpft damit, dass er aufhört- nach über zwei Jahren endlich geschafft!

Ich denke, es kommt ein wenig auf das persönliche Umfeld an & auf das Selbstwertgefühl. Er ist halt ein schüchterner, lieber Kerl - und ich denke er wollte einfach "dazugehören".

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Naja, die meisten rauchen ihre erste Zigarette als Jugendliche/r und nicht erst im Erwachsenenalter.
Mit 13/14/15 ist man sich zwar bewusst dass rauchen nicht gesund ist, aber man denkt wahrscheinlich trotzdem nicht so viel darueber nach als wenn man älter ist.
Und hat man einmal die Entscheidung getroffen eine Kippe zu rauchen bleibt es meistens nicht bei dem einen Mal.
Rauchen macht die meisten nun mal abhängig, auch wenn man den Konsum noch unter Kontrolle hat.

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"Gruppenzwang" wie die meisten sagen, ist kein Grund mit dem Rauchen anzufangen. Man kann es selbst entscheiden und bestimmte "Gruppen" werden Einem mit Sicherheit nicht dazu zwingen. Es sei denn, es sind wirklich asoziale Menschen, die bei solch einer Sache gewalttätig werden. Ansonsten wird niemand gezwungen und somit ist Gruppenzwang eine einfache Ausrede. Entweder man will und wird anfangen oder hält sich davon ganz einfach fern. Mir wurde vieles angeboten, auch in Freundeskreisen (unter anderem nicht nur Zigaretten) und trotzdem habe ich abgelehnt, weil ich es eben NICHT wollte. Niemand zwingt einem eine zu Rauchen. Ein paar Ausnahmen könnte es geben, aber das trifft sicherlich auf keinen hier zu.

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Kommentar von sophie1235
17.06.2016, 08:23

Ich meine Gruppenzwang auch nicht unbedingt immer als direkten Zwang, sondern eher als das Verlangen nach Gruppenzugehörigkeit und Identifikation.

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Man findet es schick

man hat was in der Hand

es hilft, die eigene Verklemmtheit zu überspielen

man kommt sich erwachsen vor

man macht, weil die Erwachsenen es nicht wollen.

etc....

Ich habe eine Freundin, die bekennende Nichtraucherin war. Mit 36 begann sie sich langsam alt zu fühlen. Und fing das Rauchen an,weil es schick war. Sie fand sich dadurch jugendlicher. Sexier. Jetzt ist sie 50, raucht wie ein Schlot, ist völlig abhängig davon. Und ihrer Haut tut es auch nicht gut.

Bekloppt.

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Entweder man raucht für den Genuss oder wegen einer Abhängigkeit. Die, die aus einem solchen Gruppenzwang mit dem Rauchen anfangen, wollen einfach ihrem Umfeld entsprechen und das kann ich (als Nichtraucher) sogar vollkommen nachvollziehen. Einfach die Zigarette zu rauchen ist deutlich angenehmer, als mit dem nicht-Rauchen konfrontiert, ggf. sogar beleidigt, ausgeschlossen usw. zu werden, auch wenn es dann mit der Willensstärke wohl nicht so weit her ist. 

Die, die diese Gruppenzwang-Situation initiieren und das in ihr Umfeld tragen wollen wahrscheinlich cool sein und/oder sich erwachsen fühlen...die, die dann dabei bleiben und langfristig rauchen, machen es wie gesagt entweder für Genuss, weil sie daran Gefallen finden oder sind abhängig geworden.

Manche fangen das Rauchen aus aus ganz anderen, ggf. persönlichen, Gründen an, aber dieses "pubertäre" Rauchen, auf das du hier anspielst, ist in einem Großteil der Fälle aller Wahrscheinlichkeit nach aus den oben genannten Gründen.

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- zur beruhigung/stressabbau
- aus gruppenzwang
- aus langeweile
- um cool zu sein
- von den eltern abgeschaut

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Du solltest einen Fakt bedenken: Tabak ist immernoch ein Genussmittel, ähnlich wie Alkohol. Seit jeher wird Tabak zum einen wegen seiner entspannenden aber nicht berauschenden Wirkung sowie teils wegen seinem scharfen, würzigen Geschmack geschätzt. Ich rauche zwar selbst nicht, jedoch kann ich nachvollziehen warum viele Leute es genießen.

Natürlich ist Gruppenzwang oft auch ein Grund, und viele Raucher beginnen bereits in jungen Jahren mit dem Rauchen, das negiert aber bei weitem nicht die Frage; warum hat sich überhaupt ein Markt für Tabak entwickelt und warum hatt der Mensch angefangen Tabak zu konsumieren?" Der Grund ist einfach: Tabakprodukte sind eben Genußmittel auch wenn ihr Konsum konsequenzen hatt...


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Kommentar von Dahika
15.06.2016, 18:52

bei Pfeifen oder Zigarren kann ich das nachempfinden. Aber bei Zigaretten? Was haben die mit Genuss zu tun. Da kann man ja gleich Zeitungspapier rauchen.

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Ich hab mit 14 angefangen zu rauchen. Es war eine Kombination aus Rebellion und Langeweile. Ein Jahr lang wussten nicht mal die anderen Raucher aus meiner Schule, dass ich auch rauche. Um mein Selbstwergefühl stand es übrigens immer gut. 

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Meist fängt es mit Gruppenzwang an...mit Neugier oder weil sie es so kennen und die Eltern schon immer rauchten.

Jeder weiss es es ungesund ist, ist Rauchern aber meist egal, weil es “sie eh nicht“ trifft...

Rauchen ist gesellig, macht oft schlanker, beruhigt und ja, schmeckt einem einfach...

Jedem also einfach das Seine ;)

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Kann nur aus eigener Erfahrung sprechen:

- Mir hat bereits die erste Zigarette geschmeckt.

- Ich hab es für absolut unmöglich gehalten danach süchtig zu werden.

Mein Selbstwertgefühl war damals wie heute absolut iO - gibt/gab viele andere Dinge die ich nicht ,mitgemacht' habe. Rauchen hat mir von Beginn an geschmeckt und irgendwie entspannt. 

 

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Meistens weil es ihnen verboten wurde. Da versuchen dämlichen Leute dann zu zeigen, dass sie sich nichts verbieten lassen. Und dann wird das zur Sucht.

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