Warum fallen die Marktrendite, wenn der Kurs eines Papiers steigt?

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3 Antworten

Ich glaube du vermischt da die Grundregeln des Renten (Anleihen)-Marktes und die Gelddruckerei der EZB.

Richtig ist, die EZB kauft gerade im großen Stil anleihen, die jedoch sonst keinen Abnehmer finden würden. Damit bekommen Staaten also Geld verdammt billig, das sie sonst nicht bekommen würde und das letztlich nur neu gedruckt ist.

Jetzt zur Rendite.

Eine Anleihe ist letztlich ein Kredit für den Staat, Unternehmen was auch immer. Diese Forderung kann weiterverkauft werden...

Es gibt ja das allgemeine Zinsniveu, also der Zins zu dem man sich Geld leihen kann. Dieser ist in den letzten Jahren stark gesunken. Da jedoch Anleihen meist über 10 Jahre laufen gibt es noch Anleihen mit einem hohen Zinssatz... Nun wollen natürlich Anleger gerne hohe Zinsen und solche Anleihen kaufe, diese werden somit mehr wert stiegen also im Kurs. Wer jetzt verkauft bekommt mehr wie er beim kauf der Anleihe verliehen hat.

Das selbe geht andersrum...

Kauft man eine Anleihe über 10.000€ (100%) mit einer Verzinsung von 2% (ein guter Zins momentan) und der Zins steigt im nächsten Jahr auf 5% dann wird der Kurs sinken. Z.B. auf 96%.

Dies nennt man auch Zinsänderungsrisiko.

Es wirkt sich aber nur aus, wenn man die Anleihe frühzeitig verkauft.

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Bei einem höheren Einstandspreis ist deine eigene Rendite doch geringer bei gleicher Ausschüttung

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Die Rendite ergibt sich aus Nominalzins zzgl. bzw. abzgl. Kursgewinn/Kursverlsut.

Wenn Du nun für nominal 100 Euro 105 bezahlst, aber am Laufzeitende nur 100 zurückbekommst, machst Du auf die Restlaufzeit gesehen ja 5 Euro Verlust. Diesen anteiligen Verlust musst Du vom jährlichen Zins dann abziehen, was die Rendite schmälert.

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