Warum fällt so vielen immer noch nicht auf, dass der Ausstieg aus der Kernkraft falsch war?

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Da ist einiges in der EU in Bewegung, Forderungen nach EU-Förderung der Atomenergie werden gestellt.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-nachhaltigkeit/energiewende-mini-atomkraftwerke-fuer-den-klimaschutz-17159942.html

Sieben EU-Staaten werben in Brüssel für Atomkraft

https://orf.at/stories/3206732/

KERNENERGIE

Pro-Atomkraft-Staaten fordern EU-Förderung

In Deutschland sollen bis Ende 2022 alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Frankreich und sechs östliche EU-Länder wollen hingegen einen ganz anderen Weg beschreiten.

https://www.dw.com/de/pro-atomkraft-staaten-fordern-eu-f%C3%B6rderung/a-57008981

Macron, Orbán und Co. fordern „aktive“ EU-Unterstützung für Atomenergie

https://www.euractiv.de/section/energie-und-umwelt/news/macron-orban-und-co-fordern-aktive-unterstuetzung-fuer-atomenergie/

Klimapolitik

Die Grünen in Finnland setzen auf Atomstrom

Bald geht in Finnland ein neues AKW ans Netz. Bemerkenswert dabei: Die Grünen unterstützen den Ausbau der Atomkraft.
https://www.srf.ch/news/international/klimapolitik-die-gruenen-in-finnland-setzen-auf-atomstrom
Woher ich das weiß:Recherche
 - (Politik, Menschen, Deutschland)

DASS atomaustieg! da bin ich dabei! aber WIE atomaustieg - da bin ich total gegen!

alleine die tatdache, dass viele lauffähige kraftwerke abgeschaltet und von außen mit kohle bestromt werden, weil es für die betreiber billiger ist, (entschädigungen) finde ich eine freichheit!

man könnte VIELE meiler noch mit dem vorhandenen, aktiven brennstoff im teillastbetrieb weiter fahren...

ich würde sogar so weit gehen zu sagen, es wäre sinnvoll, noch mal neue meiler zu bauen, die mit den aktuellen teschnischen möglichkeiten den brennstoff, der für andere, alte meiler schon nicht mehr brauchbar ist, weiter zu verwerten. denn ob der atommüll nun in castoren vor sich hin simmert, oder man mit der freiwerdenden energie noch was sinnvolles anfangen kann, macht was den atommüll an sich betrifft, keinen nennennswerten unterschied.

lg, anna

Weil die mesiten Menschen das logische Denken verlernt haben und blind der grünen Propaganda hinterher rufen.

Der Atomstrom Ausstieg zum jetzigen geplanten Zeitpunkt ist einer von vielen Fehlern.

  • Bevor festgelegt wird das die Atomkraftwerke abgeschaltet werden hätte man zunächst alternative Energiequellen entwickeln und aufbauen müssen, die den deutschen Bedarf stabil abdecken. Diese gibt es aber derzeit nicht und es ist beim jetzigen Stand der Technik auch nicht davon auszugehen, dass wir unsere Stromnetze nur mit Ökostrom stabil betreiben können.
  • Bevor das aus der Verbrenner bei den Autos beschlossen wurde hätte es eine alternative Technik geben müssen mit der die gleiche benötigte Mobilität erreicht werden kann. Es ist derzeit nicht möglich den benötigten Strom für alle Fahrzeuge ökologisch zu produzieren. alleien für E-Mobilität benötigen wir mehr Strom = Atomstrom. Ganz abgesehen davon das es auch noch keine für Normalverdiener bezahlbaren Fahrzeuge gibt die die benötigten Anforderungen erfüllen.

Allein die derzeit vorhandenen Dachflächen reichen aus, um den kompletten Planeten mit Energie zu versorgen, würde man sie denn mit Solarzellen decken.

Atomstrom ist absolut keine Alternative. Und das aus vielerlei Gesichtspunkten.

Allein die derzeit vorhandenen Dachflächen reichen aus, um den kompletten Planeten mit Energie zu versorgen, würde man sie denn mit Solarzellen decken.

Das wäre schön, aber hast du irgendeinen Beleg dafür?

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@cas65

Wobei man fairerweise sagen muss, dass von Jahresarbeit, also Energiemenge pro Jahr, gesprochen wird. Ich halte es für einen riesigen Fehler die Zeitgleichheit nicht zu berücksichtigen und außer acht zu lassen, dass Bedarf und Erzeugung zeitlich selten perfekt übereinander liegen. Wenn ich hier in Deutschland 4.000 kWh im Jahr verbrauche und meine Anlage 4.000 kWh im Jahr erzeugt, ist es ein Trugschluss zu glauben, dass man sich zu 100 % selbst versorgen kann. Realistisch betrachtet sind es vllt. knapp über 30 %. Mit (immer noch teurer) Speichertechnik kommt man auf vllt. ca. 60 %, ohne das es ein wirtschaftliches Fiasko wird (gerade im Sommer wird der Speicher über Nacht nicht leer und blockiert Kapazitäten für den Folgetag, dadurch geht viel am Speicher vorbei - umso extremer je weiter vom Äquator weg).

Versteht mich nicht falsch - es gibt definitiv noch ausreichend Potenzial für Photovoltaik, aber das ist nur ein Schlüssel und in dieses Schloss müssen wir mehrere passende Schlüssel stecken. Es ist leider nicht der goldene Gral der Energiewirtschaft.

Wir benötigen dringend Kraftwerke, die hochflexibel laufen können und die Schwankungen aus volatilen Anlagen wie PV- und Windanlagen möglichst klimaneutral ausgleichen können.

Atomkraft gilt diesbezüglich übrigens auch nicht als flexibel. Konstant schon und damit grundlastfähig, aber eben nicht flexibel.

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@Lynx77

Ließe sich mit Dezentralisierung und Speichern und zusätzlichen lokalen Lösungen alles regeln. Der Artikel reden NUR von Solar. Es gibt aber auch noch Windkraft und anderes, was zusätzlich problemlos noch obendrauf käme. Und seien es Mikrogeneratoren auf Autobahnen, auf jedem Strom- und Laternenmasten, Biogas, Wasserkraft etc.

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@cas65

Zu Speichern habe ich mich ja bereits geäußert und meinst du nicht, dass die Mikroanlagen den Regeltod sterben? Bedenke, dass es eine größere Anzahl an volatilen Anlagen auch das Risiko zur Überlast steigert - also zu viel Energie im Netz ist. Momentan löst man das mit Einspeisemanagenentmaßnahmen an den Anlagen, jedoch nur bei denen über 100 kW. Wenn jedes Modul auf einer Straßenlampe eigenständig regeln muss, muss man für relativ kleine Energiemengen teure Regeltechnik installieren. Vielleicht ließe sich da was Clustern und gemeinsam irgendwie über Tonfrequenzrundsteuertechnik ansteuern, allerdings gibt diese Technik keine Rückkopplung über die genaue Erzeugungsleistung im Moment. Man schaltet also bisschen ins Blaue. Man könnte zwar mit Smart-Meter-Technik arbeitebmn, benötigt aber dann an jedem Modul einen Zählerplatz mit Internetanbindung (oder zumindest mit SIM-Karte).

Ansonsten "springen" PV-Anlagen quasi immer automatisch an, sobald sie Strom von der anderen Seite bekommen (also wenn Spannung am Netz anliegt). Das könnte einfach problematisch werden. Heute hat man schon größeren Regelaufwand bei etwas banalem wie die Sonnenfinsternis - so lächerlich das auch klingt.

Geht jetzt schon ziemlich ins Detail - ich will eigentlich nur ausdrücken, dass es vielleicht nicht unmöglich, aber definitiv äußerst kompliziert wird.

Wasserkraft und Biogas, da bin ich bei dir, können teils flexibel fahren und helfen, sind aber nur in begrenzter Zahl umsetzbar.

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@Lynx77

Es gibt energieautarke Häuser. Bereits heute. Wie regeln die das denn? Hab noch nicht gehört, dass eines wegen "zu viel Strom" abgefackelt ist. Und was im Kleinen geht - sollte auch im Großen möglich sein. Auch hier wieder können Pufferspeicher vieles regeln. Magnetisch gelagerte Schwungmassen, die ganzen E-Autos, die eh alle an den Steckdosen hängen, Pumpspeicherkraftwerke (nach deren Prinzip es inzwischen sogar Kräne mit Betonklötzen gibt, die je nach Bedarf auf- oder abgestapelt werden) etc.

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@cas65

Es sind nicht die Häuser, die abfackeln, sondern die Netze. Als erstes die Transformatoren oder ganze Umspannwerke. Bei energieautarken Häusern muss man bisschen mit der Definition aufpassen, weil nirgends ganz genau steht, was als autark gilt. "Autarkie" wird gern werbewirksam als Begriff genutzt - auch wenn wir beide damit eindeutig meinen, dass von außen nichts durch Netze oder Dieselspeichern etc. zugeführt wird.

Auf der Wärmeseite ist es tatsächlich möglich ohne Erdgas, Öl usw. auszukommen, aber mit Solarthermie alleine geht es nicht. Also benötigt man dafür Holz oder eine Wärmepumpe, die aber auch Strom benötigt.

Bei der Stromseite gibt es zwar PV-Anlagen mit großen Speichern, die auch schwarzfallfähig sind, also auch eine Zeit lang bspw. einen Stromausfall überbrücken können, aber sie tragen die Energie nicht vom Sommer in den Winter. Dafür müssten übliche Speicher das 100 bis 1000-fache an Kapazität haben. Was bringt eine Speichermenge von 10 kWh (das ist für ein Einfamilienhaus schon eher groß)? Dabei geht es nur darum die Mengen vom Tag in die folgende Nacht zu schieben.

Daher geht wirkliche Autarkie nur, wenn man seinen Bedarf an die Erzeugung anpasst. Das wird kaum jemand mitmachen. Die Industrie erst recht nicht. Da will man Rund um die Uhr versorgt sein.

Das, was dem am nächsten kommt, sind vllt. PV-Anlagen + Speicher mit weiteren Anlagen (Wind oder Wasser) inklusive Regelung zum Überlastabwurf und - und jetzt kommt das dicke UND - einem Dieselgenerator für harte Zeiten, die es definitiv geben wird. Es kann nur darum gehen diese Zeiten zu minimieren. Man wird sie aber nicht ohne persönliche Einschränkungen völlig entfernen können.

Die Speicherleistung und vor allem die Speicherkapazität müsste also extrem zunehmen. Viel zu viel, wenn man das realistisch betrachtet - zumindest mit aktueller Technik wie die Lithium-Ionen-Akkumulatoren, die wir aus Fahrzeugen und PV-Speichern kennen (oder auch mobile Devices wie Smartphones etc.).

Das übt Druck auf die Forschung aus. Nach dem was ich weiß, liegt zumindest bisher nichts in irgendeiner Schublade mit DER Lösung für diese Probleme.

Auch ich wünsche mir natürlich, dass es anders ist, aber ich betreibe keine Schwarzseherei, sondern spüre diese Probleme quasi täglich und wäre extrem dankbar, wenn es eine einfache Lösung gäbe.

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@Lynx77

Daher geht wirkliche Autarkie nur, wenn man seinen Bedarf an die Erzeugung anpasst. Das wird kaum jemand mitmachen. Die Industrie erst recht nicht. Da will man Rund um die Uhr versorgt sein.

Warum wird da "kaum jemand mitmachen"? Jahrhunderttausende haben sich Menschen nach natürlichen Rhythmen gerichtet und sind dabei nicht schlecht gefahren. Nur jetzt meinen wir, die Nacht zum Tage machen und 24/7 den Planeten kaputtarbeiten zu müssen - und wundern uns dann über Burnout und andere Depressionen, über Panikattacken und sonstige Störungen, die uns in all diesem Überfluss immer unzufriedener und unglücklicher sein lassen.

Wir haben verlernt, dass es einfach auch dunkel sein kann, wenn es dunkel ist! Weder für uns noch die Natur ist es gut, wenn wir krampfhaft versuchen, die Nacht zum Tage zu machen. Alles beleuchten, bis nicht nur die Insekten irre werden, sondern wir selber bei all dem Licht und Lärm gar nicht mehr zu Ruhe kommen oder schlafen können.

Was ist falsch daran, einfach auch mal runterzufahren, wenn es Nacht wird? Was ist falsch daran, auch Zeiten im Jahr zu finden, wo man Zeit hat, wieder zu sich und die Welt um sich her zu finden? Was ist falsch daran, freie Zeit einfach auch wieder mal mit echten Menschen und sich selber auszuhalten, anstatt sie mit irrwitzigem und eben auch energieintensiven Umherhetzen anzufüllen? Was ist falsch daran, wenn Menschen, die nicht unbedingt gebraucht werden, nachts einfach schlafen gehen können? Mir macht das nichts aus, auf ein Paket auch mal zwei Tage länger zu warten. Wenn nicht drei Mal am Tag sieben verschiedene Paketautos kommen, sondern wenn ein Mal am Tag ein Postzug am Bahnhof entladen wird, von dem aus dann energiesparende Fahrzeuge das verteilen - oder ich es mir bei Bedarf ja auch selber abholen kann. Klingt verrückt, aber das würde das Leben wieder spannender und abwechslungsreicher - und freudvoller machen.

Wir haben uns durch die scheinbar unbegrenzte Verfügbarkeit von allem und jedem einen Lebensstil angewöhnt, der uns nicht entspricht. Ich bin kein Elektroingenieur. Aber ich weiß, dass sich all die technischen "Kleinigkeiten", die du da ansprichst, lösen lassen, ohne alles noch weiter kaputtzumachen. Ich bin kein Techniker. Aber ich bin jemand, der mit MENSCHEN arbeitet und der unterscheiden kann zwischen Glückswahn und echter Zufriedenheit; einer, der nicht nur losrennt und erzählt, was NICHT geht, sondern der Ideen entwickelt und mit all seiner Kraft versucht, diese zu verbreiten. Und als so ein Mensch habe ich noch nicht, wie so viele vergessen, dass die "Industrie" im Grunde NICHTS zu sagen hat. Sie hat nicht zu herrschen, wie sie es jetzt tut! Im Gegenteil! Sie hat zu DIENEN! Und dabei zu helfen, Ziele zu erreichen, die MENSCHEN setzen. Und Menschen wollen weder rund um die Uhr arbeiten noch wollen sie Gelump konsumieren, das nach zwei Jahren klaputt gehen muss, nur damit wieder was Neues gekauft werden kann.

Solange es sowas wie geplante Obsoleszenz überhaupt noch existiert, weigere ich mich, darüber zu diskutieren, ob die Industrie nicht mehr "genug Energie" zur verfügung hat! Wenn sie wieder Dinge baut, die statt 2 Jahren 20 Jahre halten, spart sie auch jede Menge Energie und andere Ressourcen, die jetzt auf einmal auf so unerklärliche Weise knapp zui werden scheinen. Solange wir noch Kapazität für derartige Verschwendung haben, ist da noch gewaltig Luft!

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@cas65

Ich bin völlig bei dir, dass unsere Lebensweise nicht das ist, was man als natürlich beschreiben würde. Ich spreche aber von Akzeptanz. Akzeptanz in einer Gesellschaft, die ökologisch betrachtet weit über ihre Verhältnisse lebt.

Nur Strom zu haben wenn volatile Anlagen erzeugen heißt nicht nur in der Nacht kein Licht zu haben. Das heißt einen gänzlichen Ausfall der Telekommunikation/Internet (und alles, was damit zusammenhängt - nichts mit smarter Technik usw.), keine Kühlung, keine Heizung (außer Holz etc.), keine Pumpensysteme.

Wenn man also schlafen würde, wenn es dunkel ist, dann gammeln einen die Lebensmittel weg (tun sie sowieso im Laden schon), im Winter wird es frisch, Onlinebanking usw. kannst du auch vergessen (eig. alles im Internet) usw.

Dazu kannst du bereit sein, ich wette aber 99 % sind es nicht. Dafür sind wir im wahrsten Sinne einfach zu abhängig von elektrischer Energie. Und das ist etwas, auf das man nicht stolz sein muss, aber der Wille etwas ändern zu wollen ist...naja...eher lässt man den Planeten zu Grunde gehen.

Klar gibt es aber Luft für Verbesserungen. Die von dir beschriebene Verschwendung bei völlig unrobusten Produkten nervt auch gewaltig.

Der Berg vor uns ist aber riesig. Nochmal: Ich sage nicht, dass es unmöglich ist, aber von einem bisschen CO2-Steuer hier und Entlastung der EEG-Umlage da usw. wird wenig passieren und jeder wird persönliche Einschränkungen hinnehmen müssen, ich zweifel aber weiterhin an der Bereitschaft dazu.

Man kann ja mal versuchen 2 Wochen ohne Strom und CO2-Emission auszukommen. Die meisten würden beim Versuch im knackigen Winter verrecken...

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@Lynx77

"Bereitschaft"... Fast wäre es lustig, sich vorzustellen, dass die Mehrheit denkt, sie hätte eine Wahl. Die Natur verhandelt nicht. Sie macht auch keine Kompromisse. Entweder passen wir uns an, oder es wird unser kleinstes Problem sein, wenn wir nachts kein Internet haben.

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@Lynx77

Allein beim Begriff "Grundlast", einem Energie-Konzept aus dem letzten Jahrtausend, wird es schon schwierig.

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Zuerst einmal ergänzen sich Solar und Winkraft im Jahreslauf recht gut. Was im Winter an Solar fehlt holt Wind wieder rein und im Sommer umgekehrt. Davon dann verteilt auf die Landesfläche jeweils das 4-6fache von dem, was an einem optimalen Tag reichen würde.
Dazu Speicher für einige Stunden - mehr braucht es schlicht nicht.

Das zusammen sorgt dann 24/7/365 für ausreichend Strom - und an Tagen mit mehr Sonne oder Wind für einen riesigen Stromüberschuss über den normalen Bedarf hinaus an kostengünstigem Striom, der für alles möglche zuätzlich genutzt werden kann.

Am besten beschreibt es wohl Tony Seba: https://youtu.be/PM2RxWtF4Ds

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Dazu müsstest du aber die Sonne verpflichten regelmäßig nicht durch Wolken verdeckt zu scheinen. Dem Schnee müsstet du im Winter untersagen auf Solarzellen leigen zu bleiben.

Wind und Sonne sind nicht wirklich planbar und somit nur als zusätzlicher Energieleiferant geeignet, alleine damit lassen sich keine stabilen Stromnetze betreiben.

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@H2Onrw

Mit genug Zwischenspeicher lassen sich sehr wohl stabile Stromnetze betreiben.

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@cas65

Nur fehlt uns dazu die Technik, es gibt derzeit noch keine kostengünstig und ohne teuere Rohstoffe produzierbaren Elektrodenspeicher mit langer Lebensdauer - über 25 Jahre.

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@H2Onrw

Rotationsspeicher. Hat man vor 100 Jahren sogar schon in Fahrzeugen verwendet.

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Grundsätzlich ist der Ausstieg aus der Atomenergie schon richtig, denn diese ist gefährlich und hinterlässt uns Müll, welcher selbst unsere Kindeskinderkinder noch belasten wird.

ABER: Man kann nur aus etwas aussteigen, wenn es eine adäquate Alternative gibt! Und aktuell gibt es noch keine Kraftwerksform, welche Atomkraft vollständig und zu 100% ersetzen kann, dabei aber umweltfreundlich ist - zumindest nicht in einem europäischen Energieverbund.

Island ist das erste Land dieser Welt gewesen, welches vollständig ohne Atomstrom und ohne Stromlieferungen aus dem Ausland auskommt. Dort hat man es geschafft. Aber Island ist nicht Europa, Mitteleuropa oder gar nur Deutschland.

Aktuell gibt es somit keine Alternative zu Atomstrom - so leid mir diese Aussage tut. Es sollte aber alles daran gesetzt werden, diesen Umstand zu ändern. Geld, was man für die Entwicklung von Waffen ausgibt, sollte man in die Entwicklung von anderen Stromerzeugungsmethoden investieren.

Grundsätzlich ist der Ausstieg aus der Atomenergie schon richtig, denn diese ist gefährlich und hinterlässt uns Müll, welcher selbst unsere Kindeskinderkinder noch belasten wird.

Wofür gibt es denn die Sonne und aufsteigende Raumfahrtfirmen?

Aktuell gibt es somit keine Alternative zu Atomstrom - so leid mir diese Aussage tut. Es sollte aber alles daran gesetzt werden, diesen Umstand zu ändern. Geld, was man für die Entwicklung von Waffen ausgibt, sollte man in die Entwicklung von anderen Stromerzeugungsmethoden investieren.

Da sind wir uns einig. LG

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Island ist ein guter Punkt, da gibt es die ideale Vorrausetzungen für alternativen, z.b. Geothermie. Diese haben wir hier nicht gegeben.

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Natürlich gibt es Alternativen. Die sind nur extrem unbequem für unsere gesättigte Generation. Kein Internet, keine Reisen außer durch eigene Fortbewegung, keinen Luxus, nur mehr lokale Versorgung - letztendlich zurück zu einem Leben wie vor der Industriezeit. Allerdings unter Nutzung einiger moderner Erkenntnisse.

Wir rauben uns die Lebengrundlage durch unsere ungezügelte Lebensweise. Da ist einfach nicht genug im Topf, um dauerhaft alle zu versorgen. Und der Topf wird nicht schnell genug nachgefüllt.

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@sumpfbub

Dann hast Du nicht richtig gelesen - denn ich sprach von Alternativen der STROMERZEUGUNG (-gewinnung). Selbstverständlich gibt es auch alternative Lebensweise. Aber darum ging es hier nicht, sondern um Trugschluss des Atomausstieges der BRD.

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@Traveller5712

Der wesentliche Punkt ist eher, dass man mal hinterfragen muss, wie man den Stromhunger begrenzt, der zu der irrsinnigen Nachfrage führt. Dass Atomkraft sofort zu haben ist und die nötige Menge Strom liefern kann ist unbestritten. Damit einher geht aber auch, dass sich keiner Gedanken machen will, die Nachfrage zu reduzieren, denn es ist ja recht unbequem. Ja, das ist die Hinterfragung der Lebensweise, richtig.

Mit Deiner Formulierung Trugschluss zum Atomausstieg liest es sich jedoch so, als müsse man unbedingt damit weitermachen, denn praktische Alternativen zur Erzeugung wie etwa Fusion sind kaum verfügbar. Aber Atomkraft kann auch nicht der Weg sein. Die Hinterlassenschaften für kommende Generationen sind kaum besser als der Klimawandel.

Ja, wir brauchen Alternativen zu Atomstrom. Welche, die den Kindern und weiteren Generationen keine so gewaltigen Sünden aufbürden. Findest Du aber nicht in den wenigen Jahren, die wir noch haben. Im Grunde gibt es für einen Fortbestand der Menschheit ein paar Szenarien; der noch freundlichste ist ein heftiger Rückschritt in der Lebensweise. Alles andere läuft auf eine immense Dezimierung unserer Spezies hinaus.

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@sumpfbub

Die übliche Angstschürerei vor dem Rückfall ins Mittelalter aus der Energiewende-Feinde-Ecke.

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@realfacepalm

Der übliche Kommentar, bei dem die Folgendenker als Deppen gebrandmarkt werden. Ich bin durchaus für moderne Energiegewinnung - aber sie muss Energie liefern, ohne solch immense Risiken und Verseuchungen, die sich zigtausende Jahre hinziehen.

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