Warum fällt es uns so schwer, uns von Gegenständen zu trennen?

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Zum einen sind unsere Eltern zum Teil noch nicht im Überfluss aufgewachsen, und damals galt es, Dinge in Schuss zu halten, zu reparieren, wenn sie defekt waren und darauf acht zu geben. An wegschmeißen war da nicht zu denken. 

Heute ist das Problem eher, dass durch den Reiz des Neuen motiviert ständig wieder etwas dazugekauft wird, was man nicht wirklich braucht. 

Aber danke für die Frage, werde heute noch drei Teile wegschmeißen!

Hmm....*mal kurz den Blick zu meiner großen Handykiste und den 4 vollen Bücherregalen schweifen laß*

Gute Frage - Erinnerungen und Erlebnisse, die wir damit verbinden sind sicher ein Teil. Dann noch der Jäger und Sammler in uns. Der dann jedesmal aufschreit "ist doch noch gut, für den Notfall, war noch nicht zeit zum reparieren, aber später, war so teuer, hast so lang drauf gewartet, wennst verkaufst, kannst gleich verschenken, so wenig gibt es dafür noch etc."
Überblick verloren, was man eigentlich alles hat mag auch mitspielen.

Aber es hat auch nicht alles den gleichen Stellenwert bei mir. Was Kleidung angeht, da mach ich es so, daß alles was ich ein Jahr nicht angehabt hab, rausfliegt. Gibt eh immer wieder diverse Gelegenheiten.

Bücher, die verkaufe ich auch immer mal wieder. Aber die die unverkäuflich waren, die lasse ich dann doch wieder im Regal. Auch die wo der Erlös so gering wäre, daß ich mir denke "wird eh wieder kalt, dann hab ich wenigstens noch die Wärme".

Bei Technik und Software verrückterweise tu ich mir am schwersten, da hab ich noch Sachen, wenn ich die heute jemandem zeige, der weiß gar nicht mehr, was man damit macht.

Ich hab zB. alle Windowse von 3.11 bis 7 Pro und bei den älteren die dazugehörigem DOS-Disketten, Spiele dazu und da hat noch keiner wegen Copyright rumgeschrieen, geschwege denn abgemahnt, reinen Videorecorder, Sony Digitalkamera (am ersten Blick nix besonderes, aber meine will Disketten statt SD), Videorekorder, einige Computerkeyboards (kann eigentlich eh nur immer auf einem schreiben), MP3 Player, "Reservescanner", unzählige "Reserve- und/oder Notfallhandys" Tasten und Smart...

Oje - ich merke grade ich kann meiner Krankheitsliste wohl auch noch Trennungsängste hinzufügen...;-)

Hallo!

Man hat Hemmungen, weil man denkt, man könnte die Produkte doch noch gebrauchen oder deswegen, sie seien "zu schade" um sie der Entsorgung zuzuführen.

Ich kenne das, weil ich selbst Gefahr laufe & erst im Sommer meine Garage entrümpelt habe, in der z.B. allerlei Werkzeuge gewesen sind, die ich eigentlich nicht gebraucht habe. Anstelle sie wegzuwerfen habe ich mich aber vorher umgehört, ob jemand was brauchen kann & einiges dann tatsächlich an Freunde und Verwandte verschenkt, die noch Verwendung für hätten.

Ich merke, dass diese Einstellung oft bei der "älteren Generation" aufkommt, die noch den Krieg oder die Nachkriegszeit & deren Knappheit live mitbekam und tlw. um jeden Besitz gefürchtet hat beziehungsweise für die materieller Besitz egal von was auch emotionale Sicherheit bedeutet. Hier schließt sich vllt. für mich der Kreis, ich bin bei meinem Opa aufgewachsen, der zwar kein Messie gewesen ist, aber doch dazu neigte, Dinge aufzuheben, weil er davon ausging sie nochmal zu brauchen oder falls sie leicht defekt waren auch reparieren zu können. 

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