Warum essen Leute Fleisch, wenn Tiere ihre Nährstoffe aus Pflanzen beziehen?

26 Antworten

Zu deiner "Titelfrage": Weil durch die Verwertung durch das Tier die Nährstoffe in anderen Konzentrationen vorliegen. Außerdem essen die wenigsten Menschen Dinge, weil sie gewisse Nährstoffe enthalten, sondern weil sie schmecken :)

Ich selbst bin Vegetarierin. Aus ökologischen Gründen (vor allem Flächen- und Ressourcenverbrauch), seit 10 Jahren und es geht mir gut dabei... außer in Südtirol. Da bin ich neidisch. Oder mach mal ne Ausnahme.

Aus ökologischen Gründen (vor allem Flächen- und Ressourcenverbrauch)

Das ist ein fataler Denkfehler. Wenn alle Menschen – mal abgesehen von den Mangelerscheinungen – sich nur noch pflanzlich ernähren würden, dann wäre der Flächen- und Ressourcen-Verbrauch nicht mehr zu decken. Ohne die Nährstoff-Verwertung und -Umsetzung durch Zwischenwirte, müssten wir uns von Pflanzen ernähren, die wir nicht verwerten können.

Wann hast Du das letzte mal Gräser oder Laub gegessen?

Die allermeisten landwirtschaftlich genutzten Flächen geben einfach nicht genügend Nährstoffe her, um Nahrung zu produzieren, die der Mensch verwerten kann.

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@MarkusGenervt

Sorry, aber deine Informationen sind falsch.

Hast du dir mal den Nährwert von einem kg Fleisch angeschaut und wie viel Getreide, Wasser und Fläche für die Produktion benötigt werden? Wohl nicht.

Außerdem, wo habe ich denn geschrieben, dass ich denke, dass meine Ernährungsweise von allen Menschen übernommen werden soll?

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@Schnuppi3000

Es geht nicht darum, dass der Nährwert von Fleisch 1:1 mit der Investition übereinstimmen muss. Das ist auch völlig unmöglich, denn das Tier lebt und atmet und arbeitet und verbraucht einfach selbst Energie. Das ist ein Lebewesen und kein Perpetuum-mobile.

Nur der springende Punkt ist einfach, dass ein Herbivor die pflanzlichen Futtermittel (wie z.B. Gräser und Laub) besser oder überhaupt verwerten kann als wir Menschen. Iss mal einfach eine handvoll frisches Gras. Mal abgesehen davon, dass Dich Deine Geschmacksnerven bereits vor den Flavonoiden warnen, werden Dir diese dann auch Bauchkrämpfe und einen Durchmarsch besorgen, den Du für Dein Leben nicht vergessen wirst!

Die meisten Futtermittel, welche wir unseren Nutztieren geben, sind für uns Menschen ungenießbar. Daher ist diese Gegen-Rechnung mit dem Aufwand auch nicht mal im Ansatz anwendbar.

Und wenn Dein nächstes Argument sein sollte, dass man ja dann kein Gras anbauen sollte, sondern z.B. Mais, dann muss ich Dir leider sagen, dass dort wo Mais wächst, zwar auch Gras wachsen kann, aber umgekehrt nur in den seltensten Fällen dort wo Gras wächst, kann auch Mais wachsen – i.d.R. sind Gras-Böden völlig ungeeignet für den Anbau von Nahrungspflanzen für den Menschen.

Die nutzbaren Agrar-Flächen für von Menschen genießbaren Nahrungspflanzen reichen nicht einmal für 1% der Weltbevölkerung. Wenn alle Menschen Vegetarier werden würden, wäre das Armageddon dagegen eine laue Sommerbrise – ein bisschen überspitzt dargestellt.

Und was den Wasserverbrauch betrifft, sind wir hier in Mittel-Europa immer noch mehr als reichlich damit beschert. Noch gibt es wirklich keinen Grund hier mit Wasser zu sparen.

Was allerdings totaler Irrsinn ist, ist z.B. der Anbau von Baumwolle in Steppen- und Wüsten-Zonen, damit wir hier bei Primark und KiK T-Shirts für 1 Euro kaufen können, die keine 10 Waschgänge überleben.

Du arbeitest wirklich an der falschen Baustelle. Und abgesehen davon habe ich Dir auch gar nicht unterstellt, dass Du Deine Lebensweise für universell erforderlich hältst. Ich wollte Dir lediglich dieses ständig wiederholte Falsch-Argument der Un-Ökonomie der Tierwirtschaft klar machen. Wie gesagt, kann es kein 100% ökonomische Nahrungsmittelproduktion geben, da wir Menschen uns so oder so von Lebewesen ernähren müssen, welche selbst wiederum leben, arbeiten und Energie verbrauchen und somit einfach Energie verloren gehen muss. Das ist Bio-Physik.

Wenn Du aus ethischen Gründen auf Fleisch verzichtest, dann darfst Du das auch. Aber um wirklich umfassend ethisch handeln zu können, bedarf es auch umfassenden Wissens über die Zusammenhänge der Ökologie dieser Welt. Aber es würde schon reichen, wenn wir Menschen unsere Futtertiere mit mehr Respekt, Achtung und Dankbarkeit behandeln würden.

Die Wurst auf dem Brot hat zwar kein Gesicht mehr, aber wenn man es sich immer wieder bewusst macht – auch entgegen unserer westlichen Kultur –, dann ist es leicht, dem ehemaligen Tier in der Wurst zu danken, dass es sterben musste, damit wir weiter leben können.

Es geht. Man muss es nur wollen.

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Du solltest dir mal angewöhnen, Dinge zuende zu denken. Deine Argumentation ist lückenhaft. Ich weiß wovon ich rede, ich verdiene unter anderem mit dem Wissen mein Geld. Aber ich sehe ja, dass du dich von Wahrheiten nicht abhalten lässt, deine Argumente zu glauben. In sofern: ich bin hier raus.

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. . . wenn Tiere ihre Nährstoffe aus Pflanzen beziehen. 

So allgemein gesagt, ist das völlig falsch. Wie ist das mit den Raubtieren? Inkl. Geier und Fischreiher?

Der Mensch hat einen sehr langen Dünndarm. Den braucht er auch für die Verdauung von Pflanzen, nur dadurch kann er prinzipiell Vegetarier sein.

Raubtiere haben diesen langen Dünndarm nicht, sie müssen ihre Nahrung deshalb konzentriert und "aufbereitet" in Form von Fleisch zu sich nehmen. Auch der Mensch kann natürlich diese konzentrierte Nahrung sich einverleiben, aber sie tut ihm nicht immer gut, es kann zuviel werden. 

Ich esse relativ wenig Fleisch, eher Brot und ich habe nie Heißhunger auf Würstchen, Schnitzel o.ä. 

Hallo,

Zu deiner Frage in der Überschrift: Nicht alle Tiere ernähren sich von Pflanzen. Manche Tiere ernähren sich nur von Pflanzen (Herbivoren), manche Tiere ernähren sich nur von Fleisch (Carnivoren) und manche Tiere ernähren sich von Pflanzen und Fleisch (Omnivoren). Der Mensch gehört biologisch zu Letzterem.

Zu deiner Frage in der Beschreibung: Ich lebe aus moralischen Gründen seit zwei Jahren vegetarisch (mit dem Ziel, Veganerin zu werden). Mir geht es gut damit. Nicht anders als vorher.

Liebe Grüße

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