Warum erlaubt es Gott nicht zu zweifeln?

20 Antworten

Zweifeln und Hinterfragen ist in der Bibel nicht verboten. Es gibt einige biblische Personen, die Zweifel hatten und diese auch ganz aktiv ausgedrückt haben, z. B. Asaph in Psalm 73: https://www.bibleserver.com/text/SLT/Psalm73

Auch Menschen wie Martin Luther zweifelte und haderte mit der Liebe Gottes im Zusammenhang mit der Hölle.

Wichtig erscheint, nach einer Zeit des Zweifelns und Ringens (im Gebet und im Studium der Bibel) Antworten zu finden. Asaph findet die Antwort auf seine Frage, warum es den bösen so gut und den Guten so schlecht geht auf Erden, als er auf ihr Ende schaute. Luther fand die Antwort, indem er auf Jesus am Kreuz schaute und Gottes Liebe, Gnade und Barmherzigkeit dort entdeckte und verstand.

Nach der Bibel können wir Gott finden, wenn wir Ihn suchen: "Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan" (Matthäus 7,7-8).

"Gott welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen" (1. Timotheus 2,4).

Vielleicht definiert die Bibel deshalb Glaube folgendermaßen: "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht" (Hebräer 11,1).

  • nach einer Zeit des Zweifelns und Ringens (im Gebet und im Studium der Bibel

Wie wäre es denn zusätzlich mit ein paar Werken der humanistischen Aufklärung und des dialektischen und historischen Materialismus, mit Werken aus Aufklärung und Renaissance?

Nur die Bibel hat noch nie ein Problem gelöst!

Hebr 11:1??

Hier im selben Buch über Glaubende:

"Und diese alle, die durch den Glauben ein Zeugnis erhielten, haben die Verheißung nicht erlangt, da Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet werden sollten." (Hebr 11:38f.)

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@666Phoenix

Die Bibel hat schon viele Probleme gelöst. Gläubige Christen haben in aller Welt Waisenhäuser und Krankenhäuser gebaut. Es gibt viele christliche Hilfsorganisationen wie "Wort und Tat", Worldvision usw. Viele weitere Beispiele könnte man aufführen.

Zu Hebräer 11,39-40 als Erklärung mal der Walvoord-Bibelkommentar:

"In einer abschließenden Zusammenfassung weist der Briefschreiber darauf hin, daß sich die eschatologischen Hoffnungen der großen Glaubenshelden, von denen er sprach, bisher noch nicht verwirklicht haben. Diese Tatsache zeigt in seinen Augen, daß Gott etwas Besseres für sie und uns vorgesehen hat . Es ist in der Tat "besser für uns", daß die Zukunftshoffnungen, nach denen sie gestrebt haben, sich noch verzögern, denn nur so können die Gläubigen die Erfahrung der Nachfolge Christi machen, des Messias, der sie in die Herrlichkeit führt. Die Vervollkommnung (vgl. Hebräer 10,14;12,23) der ehrwürdigen Gestalten des Alten Testamentes, d. h., die Verwirklichung ihrer Hoffnungen, vollzieht sich also erst, wenn alle Gläubigen mit ihnen vereint sind."

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@chrisbyrd
  • Viele weitere Beispiele könnte ma

Die Einsatzbereitschaft dieser Menschen in allen Ehren, aber es gibt bedeutend mehr Beispiele von Leuten ohne christlichen Hintergrund, die der Bibel genau so viel "Bedeutung" beimessen wie ich (nämlich keine), zumal zumeist die Finanzierung mit staatlichen Mitteln oder, Beispiel Mutter Teresa, nicht ohne konkrete Absichten ablief.

Deine Auslegung zu Hebr ist eben nur deine, und zwar eine erbärmliche!

  • sich noch verzögern,

Lächerliche Rückzugsgefechte, pragmatisches und opportunistisches Sichherauswinden!

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@666Phoenix

Es ist doch kein "Rückzugsgefecht" oder "Herauswinden", wenn man die Bibel im Kontext auslegt: Heute leben wir noch in der Gnadenzeit, in der sich jeder Mensch zu Gott bekehren kann und irgendwann wird Gott eine neue Welt erschaffen, in der es kein Leid mehr geben wird (Offenbarung 21,4-5a). Davon haben die Propheten des Alten Testaments schon gesprochen (Jesaja 65,17-18a.

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@chrisbyrd

Amen!

Ich wünsch dir viel Durchhaltevermögen in deiner vergeblichen Hoffnung auf eine "neue Welt"!

Frag mal deinen Gott, warum er es nicht gepackt hat, die Welt gleich "ohne Leiden" zu schaffen!

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@666Phoenix

Die ersten Menschen hatten die Wahl: Eine Welt ohne Leiden im Gehorsam zu Gott oder eine gefallene Schöpfung mit Leid, Krankheit, Streit, Tod usw. durch Ungehorsam. Leider trafen sie die falsche Entscheidung, weil sie selbst wie Gott sein wollten...

Aber das ist nur vorübergehend. Im Vergleich zur Ewigkeit ist unser Leben nur sehr kurz.

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@chrisbyrd

Unsinn!

Die ersten Menschen konnten noch gar keine Entscheidung treffen, selbst dass sie nicht mehr auf Bäumen leben wollten, war eine evolutionäre Notwendigkeit, kein "göttlicher" Wille oder ihre "frei" Entscheidung!

Außerdem wusste ja dein Gott angeblich, wo es lang läuft. Hätte er doch verhindern können!

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@666Phoenix

Adam und Eva haben nicht auf Bäumen gelebt (1. Mose 1,2-3).

Dass Gott die Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart kennt, bedeutet nicht, dass wir keine freie Wahl der Entscheidung hätten und entzieht uns nicht unserer Verantwortung.

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@chrisbyrd

Ok, hören wir lieber auf, nicht dass meine Lachkrämpfe gesundheitsschädigend werden!

Adam und Eva - die "ersten Menschen"!

Die absolute Mehrzahl deiner Glaubensfreunde (meine lassen wir jetzt mal außen vor!) halten Adam und Eva nicht für die "ersten Menschen"!

Du lebst im Mittelalter!

Tschüssi, ich habe Wichtigeres zu tun als mich mit unbelehrbaren Gottesknechten zu streiten!

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@666Phoenix

Ich "streite" doch gar nicht.

Ich schreibe nur, was die Bibel lehrt...

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@666Phoenix

Klar habe ich eine eigene Meinung und die ist, dass die Bibel Gottes wahres Wort und Offenbarung für uns Menschen ist!

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Ich sehe keinen Grund, weshalb Gott verbieten sollte zu zweifeln, jedenfalls ist mir kein Gebot: „Du sollst nicht zweifeln.“ bekannt. Der Zweifel führt von der alten Lösung, welche nicht mehr genügt, zu einer neuen Lösung, welche genügt, zu einer neuen Überzeugung. Ohne Zweifel gäbe es keine Reifung und keine Erkenntnis im Leben eines Menschen. Allerdings ist der Zweifel kein Selbstzweck, wer im Zweifel hängen bleibt, der Verzweifelt.

Unser ewige Gott (Jes.45,22) erlaubt durchaus "Zweifel" Jak.1,6).

In "Sein Reich" (Offb.20,4) kommt man aber nur "ohne diesen" (Lk.24,38).

Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) und "Lügner" (Joh.8,44) wird in Bälde eingesperrt sein (Offb.20,2).

Woher ich das weiß:Recherche

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