Warum erklärt man den schwerbehinderten menschen nicht, dass sie in ein heim gehen müssen? Obwohl sie es verstehen können...?

3 Antworten

Schwerbehinderte Menschen 'müssen' nicht zwangsweise in ein Heim gehen. Sowas würde ich auch nicht empfehlen, wenn eine Pflege zu Hause oder eine anderweitige Unterbringung wie z.B. in einer speziell hierauf ausgerichteten WG möglich ist.
Oder sie ihr eigenes Leben, ggf. mit Unterstützung eines gesetzlichen Betreuers, soweit selbst auf die Kette kriegen.

Wer ist "man"? Jeder Mensch, ob behindert oder nicht, hat ein Recht, sein Leben so zu gestalten und bestimmen wie er das will und nicht wie andere sich das vorstellen. Viele Familien unterstützen ihre Verwandten und helfen so mit, dass sie auch bei Schwerstbehinderung in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können.

Ich habe in meinem Bekanntenkreis zwei junge Menschen, die durch einen Autounfall auf den Rollstuhl angewiesen sind. Es gibt heutzutage viele Möglichkeiten ihnen Unterstützung zu geben, so dass sie sogar in ihrem Beruf weiter arbeiten können.

Dir scheint wohl noch nicht zu Ohren gekommen sein, dass es unterschiedliche Arten von Schwerbehinderungen gibt.

Nicht alle sind unter "geistig" oder "körperlich" so schwer behindert zu verbuchen, dass nur ein Leben in einem Heim möglich ist.

Deine Frage beinhaltet - in meinen Augen - Ableismus, da sie (schwer) behinderten Menschen unterstellt, sie seien grundsätzlich unfähig (evtl. mit Hilfe) ein relativ eigenständiges Leben führen zu können.

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