Warum erkennt Serbien den Kosovo nicht als Land an und erhebt immer noch Anspruch auf diesen?

7 Antworten

Serbien und der Kosovo haben eine lange gemeinsame Geschichte. Von 900 bis 1454 (der Schlacht vom Amselfeld) war es meist unter serbischer Herrschaft.Danach war es drei Jahrhunderte lang osmanisch, von 1912 bis 1918 wieder serbisch und danach ein Bestandteil von Jugoslawien.

Es gibt auch eine lange Tradition gegenseitiger Verfolgung von Kosovo-Albanern und Serben. Dabei haben beide Seiten viel Schuld auf sich geladen, es gibt hier also nicht die "bösen" Serben und die guten "Albaner".

Aktuell sind nicht einmal mehr 5% der Einwohner Serben (von fast einem Viertel 1948 durch Vertreibung und Flucht geschrumpft).

Besitzrechte aus einer 100 oder 1000 Jahre vergangenen Zeit abzuleiten, ist natürlich eine der besten Möglichkeiten sich aus Dummheit und Nationalismus die Zukunft zu verbauen und Kriege zu schüren. Da aber Dummheit, Ignoranz und Nationalismus durchaus typische menschliche Verhaltensweisen sind, tun sich die Serben nicht besonders dadurch hervor, selbst in Europa nicht. Allerdings erinnert mich Serben in der Anhäufung extremer Gruppen und der Fremdschuldhypothese sehr an die Weimarer Republik.

Die Größe, das eigene Versagen zuzugeben, die Vergangenheit als Vergangenheit zu betrachten und sich mit dem zufrieden zu geben, was man hat, fehlt in Serbien vielen Menschen.

Die beste Therapie wäre es(wenn es nicht sofort zum Bürgerkrieg führen würde), Serbien den Kosovo ein paar Jahre zu überlassen. Die heruntergewirtschaftete und verarmte Region würde wenig Spaß machen und dafür viel kosten...

Die Balkanstaaten, sowohl die, die früher Jugoslawien bildeten , wie auch die anderen Staaten, haben eine sehr bewegte Geschichte. Bulgarien war mal groß, mal klein, war Zarenreich.

Mazedonien stritt sich bis vor wenigen Wochen noch mit Griechenland um seinen Namen. Albanien war zumindest in den Auseinandersetzungen bei der Auflösung Jugoslawiens nicht involviert hat haben auch durch die Jahrhunderte eine bewegte Geschichte.

Kosovo war nie eine Nation, sondern immer ein Gebiet. Unterschiedlichen Ländern zugeteilt, ob dem osmanischen Reich, dem byzantinischen Reich, Serbien, oder Jugoslavien.

Es gab und gibt Kosovo Serben und es gab und gibt Kosovoalbaner.

Wenn wir man davon absehen, dass es eine Natinalbewegung gibt, ist doch eines klar, wenn das Kosovo eine Nation wird, ist es eine Nation mit einer albanischstämmigen Hauptbevölkerung und einer serbischen Minderheit.

Und da aus dem Kosovokrieg viele Wunden geblieben sind, wird es ein Land mit Konflikten bleiben und dazu eines was ohne EU Hilfe nicht lebensfähig sein wird.

Es wäre weitaus vernünftiger die Gebiete mit albanischer Bevölkerung Albanien zuzuschlagen und den Teil mit überwiegend serbischer Bevölkerung an Serbien zu geben.

Woher ich das weiß:
Recherche

Ich kann dir als Kosovo-Serbe sagen, Kosovo (ist) und war immer ein wichtiger Punkt Serbiens, nämlich das Herzen Serbiens. Im Kosovo gibt es auch wichtige Rohstoffe die die Vereinigten Staaten sehr begehren. Deshalb wollten die USA mit Serbien mal ein Handeln eingehen, jedoch wollte Serbien nicht das Fremde Länder auf Ihrem Boden Stützpunkte aufbauen und Rohstoffen abbauen.

Deshalb haben die Amerikaner das gleiche Angebot den Albanern gemacht und bekamen dann was sie wollten. Seitdem helfen die USA den Rivalen der Serben, da sie die engsten Verbündeten Russlands sind und wie man weiss ist Russland Rivale Nr. 1 bei USA.

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@DoktorKalash

Die USA sind mit der Taktik: "Der Feind meines Feindes ist mein Freund," schon mehrfach auf die Nase gefallen.

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das ist richtig wie sie beschriben haben kein komet mehr danke

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Weil der Kosowo historisch zu Serbien gehörte.

ZB.: Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Kosowo zu dem Staat Jugoslawien, bzw. Serbien.

Gegenfrage: Wieso zogen so viele Albaner nach Kosowo, wo dieses Land doch den Jugoslawen gehörte ??

Könnt ihr Balkanesen euch nicht einigen ?? Immer nur Krieg ??

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