Warum erkennt man Christen nicht an ihrer Kleidung und ihrem Aussehen, so wie Juden und Moslems?

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35 Antworten

Das liegt wohl vor allem daran, dass die meisten "Christen" keine gläubigen Christen sind, sondern Menschen, die als Kinder, als sie noch keinen freien Willen hatten, getauft wurden, (bislang) nicht wieder aus der Kirche ausgetreten sind und deshalb "auf dem Papier Christen sind".

Ich selbst bin überzeugter szientistisch-rationalistischer Atheist, bin aber bislang "auf dem Papier" auch immer noch Christ, weil ich mich bislang nicht erkundigt habe, welches Amtsgericht für meinen Kirchenaustritt zuständig wäre. Diese Zuständigkeit stimmt nämlich in Berlin leider nicht mit den Bezirksgrenzen überein.

Natürlich ließe sich das herausfinden, aber es war mir bislang nicht wichtig genug, deswegen herumzutelefonieren und dann die entsprechenden Behördengänge zu tätigen. Ich hatte immer genügend andere Dinge um die Ohren. Wenn ich die Zeit finde, werde ich offiziell austreten. Versprochen! ;-)

Desweiteren wirst Du die meisten Juden und Moslems auch nicht an ihrer Kleidung erkennen. Ich lebe, wie bereits erwähnt, in Berlin. Hier gibt es Angehörige der unterschiedlichsten Religionsgemeinschaften. Ich kann bei mindestens 95 % der Menschen, denen ich begegne (wahrscheinlich eher erheblich mehr) diese Zugehörigkeit nicht einschätzen. Diejenigen, die Du erkennst, sind diejenigen, die "erkannt werden wollen". Die ihre Zugehörigkeit "zur Schau stellen", weil sie "stolz" darauf sind.

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Es fällt uns nur nicht auf. Der Aufzug des typischen westlich orientierten Menschen deutet auch auf seine Religion hin, der Anzug, das rasierte Kinn und das weiße Hemd. Doch hier haben sich zwei Religionen verschmolzen. Das Christentum ist praktisch in der Religion des Kapitalismus aufgegangen und man erkennt heute nur noch den reichen Sack, anstatt dem typischen Christen. Man betrachte sich die konservierten Altchristen in Amerika an, denen sieht man auch von weitem an, dass sie Amish-People sind. Das Christen/Katitalistentum ist zu einer so akzeptierten weltweiten Religion geworden, dass keiner mehr sie als Ausdruck einer Religion betrachtet und auch Muslime oder Taoisten fröhlich im "christlich-westlichen" ornat herumstolzieren.

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Kommentar von Riccardo
06.01.2015, 10:58

genau so ist es

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Orthodoxe Christen erkennst du auch an ihrem Auftreten, genau so wie orthodoxe Juden oder Muslime. Aber da das Christentum eine sehr verweltlichte Religion ist, gibt es keine Kleiderordnung. Orthodoxe Christen sind in Deutschland rar. Die findet man eher im Osten Europas. Ganz normale Juden und Muslime erkennt man übrigens nicht am Aussehen, denn der Glauben ist nicht von der Herkunft abhängig. Welchem Glauben mein Nachbar anhängt, sehe ich ihm nicht an, denn auch ein deutsch aussehender Mensch kann Jude oder Muslim sein. Im nahen Osten leben auch Christen, die du sicher mit dem Prädikat jüdisch oder muslimisch bedenken würdest, weil sie sich ebnen nicht von ihren Landsleuten unterscheiden. Du verbreitest hier Vorurteile;o)

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Früher haben russisch orthodoxe Frauen immer ein Kopftuch getragen, heute tragen es die meisten nur in der Kirche. Ausnahme sind einige Dörfer. Auch Männer hatten einen langen Bart, wurde aber im 17.Jhd geändert.

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Die christliche Religion charakterisierte sich schon immer dadurch, dass sie weniger streng war als der Islam oder das Judentum. Deswegen sind religiöse Symbole im Christentum auch unauffälig: Der Kruzifix, Heiligenbilder... Das trägt man heute eher nicht mehr.

Aber es ist ein Irrglaube anzunehmen, dass alle Moslems und alle Juden sich immer noch so anders anziehen. Die wenigsten Juden tragen Scläfenlocken oder Vollbart und Kopftücher bzw. Burkas werden auch nur noch in streng religiösen Ländern getragen (natürlich mit Ausnahmen).

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Nun 95% von uns Juden erkennt man nicht an der Kleidung nur Orthodoxe oder Ultra Orthodoxe. Ich bin das was man modern Orthodox nennt, ich bin verheiratet also trage ich immer was auf dem Kopf, das kann ein Hut sein oder ein Tuch oder auch nur ein Haarband. Aber da das oft modern ist erkennt man dann da auch keinen Unterschied. Bei uns in Israel tragen Ultra Orthodoxe Frauen einen "Sheitel" eine Perücke. Aber auch das ist schwer zu erkennen da die Perücken meistens hochwertig und aus Echthaar sind. Wobei die Ultra Frauen meistens furchtbar unmodische Kleidung tragen die keinen Schnitt haben dürfen und man darf nur Röcke tragen. Aber alles in allem erkennt man uns "normale" Juden nicht an der Kleidung. Gruß Carina

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Du erkennst bei weitem nicht alle Juden und Moslems an ihrer Kleidung, viele gehen ganz normal angezogen. Aber wenn Du genau hin siehst, kannst Du einige Christen schon erkennen, nämlich an dem Kreuzchen, das sie als Kette tragen oder auch Nonnentrachten.

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Erstens kannst du nicht alle Juden und Muslime an ihrer Kleidung erkennen und zweitens KANN man auch einige Christen an ihrer Kleidung erkennen,z.b.NONNEN,MÖNCHE!!! Abgesehn davon solltest du wissen, dass die Religion innerlich ist und nicht äußerlich.Kleidung bezieht sich eher auf Tradition!!

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die Bibel gibt sehr wohl Grenzen vor. Zwar hält die Allgemeinheit der Christen das nicht, aber jeder soll seine Ansichten samt Kleidungsstil vor Gott aus der Bibel heraus finden. Denn vor Ihm werden wir stehen, nicht vor Menschen. Dass man alles unter die Gnade Gottes packt und dann nur gerne zitiert, dass Gott das Herz ansieht, ist meiner Meinung nach einseitig und dadurch falsch. Denn Gott ist es nicht egal, wie wir uns kleiden. Die Bibel zeigt das an verschiedenen Stellen, auch im NT genügend. Auch findet man im Internet ermutigende schicke Kleidungsstile von Christinnen. Aber auch genügend Beispiele, die ich nicht schick finde, die altbacken aussehen und das muss nicht. Wir haben einen Verstand, einen Geschmack, eine Meinung - wir sollten uns nur nicht nach dem Sog der Allgemeinheit ausrichten. Gott hat Grenzen gesetzt - auch zu diesem Thema Kleidung. Aber Er möchte sicher nicht, dass wir langweilig und farblos oder geschmacklos aussehen. Aber auch nicht aufreizend.

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Bei den Juden erkennst Du bestenfalls die Zugehörigkeit zum kleinen Teil derer mit orthodoxem Bekenntnis osteuropäischer Tradition.

Moderne & aufgeklärte Juden erkennt man am Besten am Aufnäher des Kampfanzugs.

Bei typisch Moslem verwechselst Du landesspezifische Tracht mit Religionszugehörigkeit.

Nicht jeder im Beduinendress oder Kutte mit Kopftuch ist ein Moslem.

Höchstens am Vollschleier kann man islamische Zugehörigkeiten vermuten (das ist aber weniger Religion als Geschlechterkampf mit anderen Mitteln).

Fanatische Moslems erkennt man dann wohl am Sprengstoffgürtel.

Das Kopftuch selbst ist auch problematisch, weil es jede Menge orthodoxer Christen oder Freikirchler gibt, die auch ihren Frauen eine Kopfbedeckung aufzwingen.

Daneben gibt es schon christliche Sekten die man an der Kleidung erkennen kann (Amish...). Nicht zu vergessen die Zeugen Jehovahs die man am Wachturm erkennt.

Grüße PJ

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Kommentar von user909
17.11.2010, 21:28

Zwang und Sprengstoffgürtel ? Aha.

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stimmt die dürfen nicht mal ein Kondom tragen, die armen Teufel

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Wahre Christen erkennt man nicht an ihrer Kleidung, sondern an ihrem Verhalten (der geistigen Kleidung). Sie beschützen gesellschaftlich Verachtete und Misshandelte und verkünden dabei, zur Ehre Gottes, das christliche Paradies. Dadurch trainieren sie zugleich auch Altruismus und Gerechtigkeit, die Voraussetzung für das Leben im Paradies sind. Wer sich so betätigt, kommt gar nicht mehr zum Sündigen.

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Christen glauben an Gott und Jesus;Seinen Sohn;sie leben ihrem Glauben entsprechend christlich. Das bedarf keiner besonderen Kleidung.An Kleidung erkennt man keinen Gläubigen!

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Naja ich glaube nicht, dass sich die Religion über die Kleidung definiert. Ich kenne mich zwar wenig in allen Religionen aus. Aber es scheint als ob die Christen in der Bibel nichts finden, worauf sie ihr Kleidungsstil ableiten lassen könnten. Bei den Moslems wird der Kopftuch aus dem Koran abgeleitet. Bei den Juden ist mir es mir auch unklar.

Ich denke als Christ sollte man einfach einige Anstandregeln im Hinterkopf behalten. Nie mit Mütze, kurzen Röcken oder ein Hauch von nichts oben, eine Kirche zubetreten und schon hat es sich.

Außerdem kämpft die Kirche schon hart genug gegen den modernen Zeitgeist: Anstatt bidere Kleidungen von den Gläubigen zu verlangen, verlangen sie einfach die Kirchensteuer und der Besuch der Messe. Letzeres eher weniger aber ich denke impliziet schon.

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ich persönlich erkläre mir das so, dass diese anderen religionen mit ihrer religion strengerer sind als die christen und sich das anscheinend auch an ihrem aüßeren erscheinungsbild veranschaulichen lässt

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Kommentar von gottergeben70
18.11.2010, 11:45

ich glaube nicht, nur die Christen halten sich nicht mehr an ihr Buch.

Die Bibel sagt, dass eine Frau ihr Haupt bedecken muss als Zeichen der Authorität ihres Mannes über sie:

"Ein Weib aber, das da betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt, denn es ist ebensoviel, als wäre es geschoren. Will sie sich nicht bedecken, so schneide man ihr das Haar ab. Nun es aber übel steht, daß ein Weib verschnittenes Haar habe und geschoren sei, so lasset sie das Haupt bedecken. Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, sintemal er ist Gottes Bild und Ehre; das Weib aber ist des Mannes Ehre. Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Manne. Und der Mann ist nicht geschaffen um des Weibes willen, sondern das Weib um des Mannes willen. Darum soll das Weib eine Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen." (1 Korinther 11:3-10)

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Das Christentum ist bei uns schon ziemlich "verweltlicht".

Strenggläubige Christen (m/w) sind nicht geschminkt oder tätowiert, Frauen tragen Röcke, allgemein "einfache Kleidung", vielleicht eine Kreuzkette um den Hals, aber sonst kein Schmuck.

Ansonsten kommt es beim Christentum nicht so sehr aufs Äussere an, eher auf die Hatung, die Überzeugung

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Der wahre gläubige Christ trägt seinen Glauben im Herzen. Der Christ kann somit auch ohne grosse Symbolik und Markenzeichen durch das Leben gehen. Er offenbart sich seinen Mitmenschen durch sein Tun und Handeln. Es ist barmherziger einer alten Frau auf dem Bürgersteig Platz zu machen, und ihr bei den schweren Taschen zu helfen, als hoch erhobenen mit Kopftuch geschmückten Kopf an ihr vorbeizugehen, und sie dabei in die Gosse zu zwingen, da sie ja nur eine Ungläubige ist. So geschehen bei meiner Großmutter mit 95 Jahren.

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Kommentar von PeterJohann
17.11.2010, 23:39

Und GOTT hat nicht strafend eingegriffen?

Vielleicht seit ihr halt doch auf der falschen Seite....

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Heutzutage gibt es bei uns auch nicht mehr viele Leute, bei denen Du an der Kleidung die Religion sehen kannst. Ansonsten könnten Christen ja mit einer Mönchskutte gekennzeichnet sein ;)

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Du hast teilweise Recht. Auch Christen müsste man erkennen können. Zwar nicht an der Kleidung, wohl aber an der Freude. Schon Nietzsche sagte: Christen müssten erlöster aussehen.

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Kommentar von norelig
18.11.2010, 18:31

"Die Christen müssten mir erlöster aussehen. Bessere Lieder müssten sie mir singen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte." Wenn , dann auch das ganze Zitat .

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das christentum ist eben KEINE dekandent gewordene religion, sondern offen für die individualität der gläubigen (es gibt natürlich auch andere christen)

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Kommentar von Unchrist
18.11.2010, 18:59

LOOOL der ist echt gut^^

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