Warum erfinden Menschen verschiedene Traditionen?

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3 Antworten

Sie erfinden nichts. Traditionen entwickeln sich selbst und ohne Kontakt zu anderen Gruppen von Menschen so wie es eben früher immer war und heute immer noch teilweise ist werden die Traditionen unterschiedlich. Auch durch äussere Einflüsse bedingt. Logischerweise entwickelt ein Volk das hinterm Polarkreis lebt keine Traditon nackt im Freien herumzulaufen.

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Sie "erfinden" sie nicht, die Traditionen entwickeln sich langsam und über lange Zeit. 

Beispiel: Aus Freude über den vergangenen Winter stellte ein Bauer einen "Maibaum" ins Dorf. Im nächsten Jahr sagte seine Frau:; Warum machen wir es nicht so wie im letzten Jahr, das war doch nett?!

Seine Kinder begannen dann, den Maibaum mit bunten Bändern zu schmücken. 

Benachbarte Dörfer übernahmen diese Sitte. 

Nach Jahrzehnten hatten die Menschen das Gefühl, dass der Maibaum zu ihnen gehört, dass etwas fehlt, was ihr Leben schöner macht. Jede Generation gab die Sitte an die nächste weiter. 

Jedes Dorf  schmückte seinen Maibaum ein wenig anders und war stolz darauf einen besonderen Baum zu haben. Das verband die Dörfler miteinander und mit ihren Vorfahren. Das wiederum stärkte jeden einzelnen. Der traditionelle Maibaum zeigte ihnen, dass sie nicht allein auf der Welt sind, sondern ein Glied in einer langen Kette von Generationen sind.

Eine Tradition war entstanden. 

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Der Mensch fühlt sich in seiner gewohnten Umgebung wohl, da es ihm das Leben erleichtert. (Siehe Entwicklung: Jäger/Sammler, die umherziehen -> Bauern, die sich festsetzen). Aber man kann sich ja nicht überall wohlfühlen, weshalb man nach etwas mit Wiedererkennungswert strebt. Das kann eine Kirche sein, ein Fluss, eine Statue, aber eben auch inmaterielle Dinge sein, wie die Sprache(=Dialekt), das Essen, Musik, Tanz, Kunst, Feste usw. All diese tradiotionellen Dinge, helfen dem Menschen sich mit seiner Herkunft zu identifizieren.

Man leitet etwas in die Wege, und vererbt sie immer weiter: Rezepte, Bräuche, Lieder, Geschichten, Feiertage. So stellt man sicher, dass sich auch die kommenden Generationen mit dem Ort so verbunden fühlen, wie die einstigen Menschen, die das alles in die Wege geleitet haben.

So schön das mit der Identifikation auch klingt, sind viele Tradiotionen der Ursprung von Fremdenablehnung. Denn was fremd ist (-die Tradiotionen nicht kennt, oder andere hat) ist anfangs eine Gefahr. Und das geht eben auch oft soweit, dass man diese Menschen schlichtweg ablehnt, weil sie einfach kein Teil dieser so geprägten Heimat sind. Brauchtum ist mit Vorsicht zu genießen!


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