Warum entwickelt der Homo Sapien sich nicht weiter?

16 Antworten

Die ältesten Funde des Homo Sapiens sind ca. 350.000 Jahre alt.

Das ist im Ablauf der Evolution ein Blinzeln.

Natürlich verändert sich der Mensch weiter. Evoluton steht niemals still.

Aber wirklich signifikante Änderungen brauchen viele tausend Generation zur Entwicklung. Und sie entstehen immer durch allerkleinste Schritte von einer Generation zur nächsten .

Diese einzelnen Schritte sind so klein, dass wir sie zu unserer kurzen Lebensspanne nicht erkennen können.

warum gibt es keine nächste Stufe des Homo Sapiens

Aus den oben genannten Gründen gibt es keine Stufen. Und wenn durch viele kleine Einzelschritte ein Vergleich mit jetzt und 10.000 Generationen später einen großen Unterschied erkennen lässt, ist vielleicht sogar eine neue Art entstanden. Die dann nicht mehr Homo Sapiens ist, sondern vielleicht Homo Ratio genannt wird.

Große Veränderungen brauchen mehr als ein paar tausend Jahre, aber kleine passieren bereits.

Die Menschen vor hunderten Jahren waren noch deutlich kleiner als wir und hatten zb auch insgesamt betrachtet kleinere Füße.

Seit es Smartphones gibt hat sich die Bewegungsfähigkeit des Daumens bei den jüngeren Generationen um 80% erhöht.

Sicher tut sich auch so einiges in unseren Gehirnen, nicht nur in Bezug auf den Inhalt sondern dadurch das ganz andere Bereiche gefordert werden als damals. Inwieweit das allerdings genetisch und somit vererbbar ist, weiß ich nicht.

Das sind nur Beispiele dir mir spontan einfallen, aber sicher gibt es viele solcher "Kleinigkeiten".

Seit es Smartphones gibt hat sich die Bewegungsfähigkeit des Daumens bei den jüngeren Generationen um 80% erhöht.

Das ist sicher keine Mutation und in Ländern ohne Smartphones nicht zu beobachten. Wer früh an den Dingern herum daddelt, trainiert die Beweglichkeit

2
@musso

Ja das ist klar. Wobei ich nicht genug Ahnung von der Thematik hab um ausschließlich zu können, dass es sich auf Dauer in der DNA widerspiegelt.

1
@Guppy131

MUtationen gibt es täglich auf individueller Ebene, aber um eine ganze Art zu betreffen dauert es viele Generationen, nicht nur eine.

Ich frage mich auch, wo der evolutionäre Vorteil liegen sollte, der dazu führt, dass die Menschen mit beweglicheren Daumen sich deutlich stärker vermehren als die ohne.

2
@Guppy131

Dann schreibe nichts von dem Du keine Ahnung hast.

Ein bewegliches Daumengelenk - durch Training erworben - kann sich ja wohl nicht in der DNA abbilden.

1
@bergquelle72

Wenn du einem Mann die Hand abhackst und er dann ein Kind zeugt, wieviele Hände wird dann das Kind haben?

1
@musso

Nunja man könnte in die Überlegung gehen, dass Menschen die mit ihrem Smartphone kommunizieren, mehr Menschen erreichen und auch einen besseren oder beliebteren Eindruck auf andere machen. Likes oä, werden ja nunmal zunehmend zum Statussymbol.

1
@bergquelle72

Das bezieht sich ja ur auf eine Generation. Wie gesagt ich hab diesbezüglich kein Fachwissen. Aber es gibt sicher Menschen die von Natur aus beweglocher sind als andere, somit glaube ich wäre das auch in Bezug auf die Daumen möglich.

1
@Guppy131

evolutionär betrachtet ist das Blödsinn

1
@bergquelle72

Ich habe nichts falsches geschrieben, was man in der Aussage sieht liegt immer im Auge des Betrachters. Ich hätte bei der Aussage nochmal dazu schreiben sollen, dass ich nicht weiß ob es sich in der Genetik widerspiegelt.

Aber basiert denn dein Widerspruch auf fundamentiertem Wissen oder bloß deiner eigenen Meinung.

Dass sich Menschen auf zwei Beinen fortbewegen ist so betrachtet auch nur Training, wenn auch sehr langwieriges, generationsübergreifendes, gewesen.

0
@musso

Weil Menschen die heutzutage mit Technik umgehen können keinerlei Vorteile haben?

1
@Guppy131

weil das nur einen kleinen Teil der Menschheit betrifft, andere Qualitäten wichtiger sind und es sich so schnell nicht genetisch manifestiert. Zudem sind es m.E. keine genetischen Fähigkeiten, sonder wie schon geschrieben Übung.

1
@musso

Ja sehe ich spontan auch so, würde aber eben die Möglichkeit nicht vollständig ausschließen. Kommt aber sicher auf die nächsten etlichen Generationen an.

1
@Guppy131

"Dass sich Menschen auf zwei Beinen fortbewegen ist so betrachtet auch nur Training, wenn auch sehr langwieriges, generationsübergreifendes, gewesen. " Das ist falsch. Der aufrechte Gang ist nur durch ein völlig umgebautes Skelett und den dazu passendnden Muskelaufbau möglich. Das hat nichts mit Training zu tun. Ja, ein Menschenaffe, der ja auch öfters auf zwei Beinen läuft, kann diesen Gang trainieren und sich so darin verbessern, aber dadurch ändern sich seine Gene nicht.

Hier muss immer ein evolutionärer Vorteil vorliegen, der über viele viele Generationen sich auswirkt.

1

is auf die Körpergröße und die Fußgröße sind das keine evolutionären Veränderungen was du da nennst.

Das sind Anpassungen an Anforderungen der sich veränderten Welt, die aber nicht genetisch abgebildet werden.

1
@bergquelle72

Aber sind diese Anpassungen nicht eben die Dinge die dann über etliche Generationen sich irgendwann in der Genetik wiederfinden?

1
@Guppy131

Nur wenn sie genetisch abgebildet werden wie Körpergröße. damit sich eine evolutionäre Entwicklung einstellt, muss es auch noch einen Selektionsvorteil bzw. einen Vermehrungsvorteil geben, der diejenigen Gene schneller und ölfters vermehrt die diese Veränderungen abbildet.

Ich glaube nicht, dass ein Smartphonedaumen sich in der Genetik abbildet und dass diese Menschen sich dann stärker vermehren als Menschen, die kein Smartphone benutzen - eher anders herum.

2

Also

  1. sind 6000 Jahre im Bezug auf die Evolution des Menschen nahezu gar nichts. Da wirst du jetzt keine wahnsinnigen Unterschiede feststellen.
  2. Evolution bedeutet Survival of the fittest. In unserer Welt wird deutlich weniger oder anders selektiert als früher. Wir haben die Welt an uns angepasst. Das heißt, das Kind, das noch vor 1000en von Jahren vom Baum gefallen und an den Verletzungen verreckt wäre könnte heute notoperiert und geflickt werden. Der Mensch mit dem Herzfehler kann auf verschiedene Weisen behandelt werden usw. Andererseits wird doch andauernd selektiert. Und sei es nun so grausam es klingt der Selbstmord eines Menschen, der mit unserer Gesellschaft nicht klarkam. Denn das ist unsere Umgebung. An die musst du dich in irgendeiner Weise anpassen. Und als Beispiel wen nimmst du als Partner? Wenn du dir solche Fragen stellst, wird durchaus selektiert, aber eben anders als "in freier wildbahn". Denn unsere Partnerwahl entscheidet ja darüber, welches Erbgut erhalten wird.

Den Homo Sapiens gibt es seit über 300.000 Jahren und er entwickelt sich ständig weiter.

Natürlich unterscheidest du dich nicht wesentlich von deinen Großeltern, doch wenn du lediglich ein paar Jahrhunderte zurückschaust, siehst du, dass wir größer geworden sind und wesentlich älter werden.

Schau dir nur mal alte Ritterrüstungen in einem Museum an. Die sehen aus wie für Kinder mit überbreiten Schultern gemacht. In Cochem ist allerdings eine Rüstung zu sehen, die ein 2,20 m großer Ritter trug. Das muss damals ein echter Riese gewesen sein.

Evolution funktioniert vor allem durch Anpassung an eine sich verändernde Umwelt. Für uns Menschen hat sich unsere Umwelt jedoch seit vielen Jahrhunderten kaum verändert, so dass keine Anpassung nötig war.

Es gibt Tiere, die seit Millionen Jahren unverändert blieben, weil sich ihre Umwelt nicht verändert hat.

Natürlich hat sich die Genetik weiterentwickelt.

Nur sind eben 6000 Jahre reltiv kurz für große Veränderungen. Zudem kennen wir wenige Eigenarten der Menschen vor 6000 Jahren, so dass wir nicht vile vergleichen können.

Die aufgetretenen Mutationen (die sich durchgesetzt haben) sind allerdings so deutlich, dass Genetiker die Ausbreitungswellen des Homo Sapiens über die gesamte Erde nachverfolgen können.

Sie können sogar Wanderungsbewegungen identifizieen, die von den bisherigen Lehrmeinungen abweichen und zu denen es keine archäologischen Belege gibt.

Zwei signifikante Veränderungen die belegt sind in diesem zeitraum:

  1. Reduktion der Körperbehaarung
  2. Laktoseverträglichkeit der Mittel- und Nordeuropäer (Aussschalten des Gens, welches die Unverträglichleit festlegte)

und noch eins: Natürlich gibt es keine Stufe; in der gesamten Evolution gab es noch nie Stufen. Es war immer eine kontinuiertliche Entwicklung. Nur im nachhinein haben die Menschen Stufen identifiziert und für das bessere Verständnis benannt, weil es keine durchgehenden Belege für die Evolutionsentwicklung vorliegen, sonder immer nur Einzelfunde oder Fundhäufungen.

4

Was möchtest Du wissen?