Warum entstand Glaube an Gott, was war der Anlass für einen Gedanken an den Allmächtigen?

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13 Antworten

Götter sind entstanden, als größere Gesellschaften entstanden. Zuvor glaubten die Menschen vor allem an Geister von Verstorbenen oder an die Natur als eine Einheit.

Götter sind Produkte von Religionen und stellen immer ein ganzes Konzept dar. Der bzw. die jeweligen Götter bekamen verschiedene Aufgaben. Einige Götter sollten naturereignisse erklären, andere wiederum Gesetze und Herrscher legitimieren.

Glaube ist ein Instrument der Religion. Damit sollen die Regeln vermittelt werden, aber nicht als feste Richtlinien, sondern vorrangig in Geschichten eingebettet, um weitere Interpretationen und Anwendungsgebiete offen zu lassen. 

Wann die ersten Götter erfunden wurden ist nicht klar. "Der Allmächtige" ist aber erst recht spät entstanden. Die ersten Götter waren immer sehr Menschenähnlich und verkörperten menschliche Eigenschaften. Sie waren auch nicht allmächtig, sondern "nur" übermächtig auf ihrem jeweiligen Gebiet. Meist waren sie unsterblich, manchmal war dies aber auch sehr schwammig, beispielsweise in der griechischen Götterwelt, wo auch Götter sterben konnten.

Die erste Religion mit einem alleinigen Gott (Monotheismus) war das Judentum. Sie begannen aber auch als Polytheisten und verehrten diverse Baale. Einer davon war JHWH, ein Vulkangott, dessen göttliche Gefährtin Aschera hieß. In Babylon um 530 v.u.Z. entwickelten judäische Priester das Judentum als Monotheistische Religion. Sie erkannten aber weiterhin andere Götter als existent an, erhoben aber JHWH zu ihrem einzigen Gott, der alle anderen Götter anderer Nationen überlegen sein sollte.

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Der Glaube an überirdische Dinge ist so alt wie die Menschheit selbst. Der Neandertaler, unser ausgestorbener Verwandter, hatte bereits ausgeprägte Beerdigungsriten. Man hat "Gräber" entdeckt, in denen die Toten mit verschiedenen Grabbeigaben beerdigt wurden. Es muss also schon beim Neandertaler den Gedanken an eine wie auch immer geartete Nach-Welt gegeben haben, in der die Toten weiterexistieren. Man kann hier sicherlich schon von einer frühen Form der Religion sprechen.

Wie der Glaube an "Götter" genau entstand, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Fakt ist aber, dass schon die erste menschliche Hochkultur der Sumerer einen sehr bunten Götterhimmel hatte. Die Sumerer waren (wie fast alle Völker des Altertums) polytheistisch: es existierten verschiedene Götter mit unterschiedlichen "Aufgabengebieten". Manche Götter ließen es regnen und sorgten für eine gute Ernte, andere förderten die Liebe unter den Menschen und ermöglichten so den Nachwuchs.

Es kann vermutet werden, dass diese Vorstellungen tatsächlich aus der damaligen Unerklärbarkeit der den Menschen umgebenden Phänomene entstanden. Im Laufe der Zeit entwickelten sich aus diesen primitiven Konzepten hochkomplexe Mythologien: es entstanden Legenden wie die Erschaffung des Menschen, die Geschehnisse um Adam und Eva, und viele andere. Wahrscheinlich vermischte man hin und wieder auch tatsächliche Ereignisse mit religiöser Romantik, wie zum Beispiel bei der Frage nach der Sintflut, oder der Zerstörung von Sodom und Gomorra.

Irgendwann wurden die mündlich übertragenen Geschichten schriftlich erfasst und kodiert: jetzt stand die "offizielle" Version dieser Legenden fest, und es bildeten sich Kulte und Priesterschaften, die diese Versionen dogmatisch verteidigten. So entstanden wohl die religiösen Hierarchien, die wir noch heute in Form von Kirchen und anderen religiösen Institutionen kennen.

Da die Völker des Altertums aber schon lange nicht mehr existieren, werden wir die genauen Umstände um die Geburt der Religion wohl nicht mehr erfahren.

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Als erstes war der Glaube, dass das Geschehen in der Welt (Naturereignisse) von Göttern gelenkt wird. Und diese Götter mussten einen Chef haben, da ja auch alle menschlichen Gesellschaften einen Chef hatten - ein nahe liegender Analogieschluss. Und wenn die Götter schon sehr mächtig waren, dann musste dieser Chefgott ja wohl allmächtig sein. 

Erst mit dem Fortschritt der Mathematik und dem Beweis der Unmöglichkeit manche Aufgaben zu lösen, dämmerte es den Menschen langsam dass es in der Realität unseres Universums keine Allmacht geben kann, sondern diese lediglich in unserer Phantasie existieren kann. 

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Kommentar von wildcarts2
18.06.2017, 11:13

Das ist falsch.

Als erstes war der Glaube an Geister. Daraus entwickelten sich dann Götter, welche nicht Allmächtig waren. Die meisten Religionen sind immer noch auf diesem Stand. Nur das Judentum und der Islam sind Monotheistisch. Das Judentum aber auch erst in der Mitte ihrer Existenz - vorher waren sie auch Polytheisten.

Das Christentum ist ein Pseudo-Monotheismus, aufgrund der Trinität und des Teufels.

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Na da steht einer, betrachtet die Welt. Er hat keine Ahnung von Wissensschaft, und auch sehr wenige Worte um Dinge zu erklären.

Er sieht viel wunderbares, Dinge die einfach so funktionieren, Naturereignisse, die ihm ihm auch Angst machen und Respekt erzeugen doch die er nicht versteht. Aber irgendwas muss ja dafür verantwortlich sein. Und aus dem vielen was er sieht wird die Erkenntnis, da muss etwas sein, das größer ist als Ich. 

Und sobald der Gute aus dem "etwas das größer ist als ich" ein "Jemand der größer ist als ich" macht, dann hat er einen Gott. Daraufhin kommen die Geschichten, die Rituale... Auch die Angst vor dem Tod wirkt darauf ein. 

Aber am Anfang steht immer ein; "Ich verstehe das nicht, aber es muss einen Grund haben"

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Einerseits konnte man so Phänomene in der Natur beschreiben für die man keine Erklärung fand.
Andererseits ist der Gedanke an einen allmächtigen Gott, der einen beschützt, wie die Eltern in der Kindheit eine Stütze im Leben.

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Das wird so in Natur des Menschen liegen. Zudem gab es vor Gott schon zahlreiche andere Figuren, die verehrt und angebetet wurden.

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Kommentar von wildcarts2
18.06.2017, 11:17

Das liegt nicht in der Natur des Menschen, sonst müsste jeder von Geburt an Glauben haben. Aber Glaube ist nur ein Konzept welches man erlernen muss. Jeder Mensch kommt als Atheist auf die Welt, also "ohne Gott(glauben)".

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der göttliche Funke ist allen Menschen zu Teil geworden..

Leider spüren die Menschen Ihn nur selten, können die Anzeichen nicht deuten oder unterdrücken das unmenschliche schon in der Kindheit...

Menschen müssen erst tief graben, um zu sehen, wie das Göttliche in Ihnen ausschaut.... Hilfe von Aussen wird leider nur selten und schwer zu finden sein...allein schon, weil wir mit viel zu viel angeblich Wichtigem beschäftigt sind...

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Kommentar von wildcarts2
18.06.2017, 11:15

Das ist natürlich falsch. Du sprichst hier nur von Glaubensansichten aber nicht von der Realität.

Götter sind nachweislich Erfindungen von Menschen. Ihne Religionen gäbe es keine Götter.

Wäre deine Behauptung richtig, dürfte es nur einen Gott geben und nicht tausende.

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Ich denke, dass der Grund dafür ist, dass Gott uns erschaffen hat und möchte, dass wir Ihn suchen und finden und damit auch den Sinn für unsere Existenz, die weit über das irdische Leben bis in die Ewigkeit hinausreicht...

"Gott spricht: Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen." Jeremia 29,13.14

"Gott will, dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." 1. Timotheus 2,4

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Kommentar von wildcarts2
18.06.2017, 11:31

Erstmal gut das du mit "ICH DENKE" begonnen hast. Gern möchte ich deinen Wissensstand erweitern, damit du nicht nur "denken"(Vermuten" musst, sondern wissen kannst.

Götter sind Erfindungen von Menschen. Sie sind Produkte von Religionen und sollen sowohl die Natur erklären als auch Regierungen legitimieren. Um dies zu vermitteln wurde das Konzept des Glaubens erfunden, welches es ebenso nicht geben würde, wenn es keine Religionen gäbe.

In der Bibel wirst du zudem keine Wahrheit finden, da sie erwiesenermaßen komplett fiktiven Inhalts ist. Nichts was darin steht hat sich je so ereignet.

Desweiteren ist ein "Sinn des Lebens" nicht vorhanden. Die Natur erfüllt keinen Sinn, sondern hat lediglich einen Weg: "Überleben". Mehr nicht. Ein übergeordneter Sinn ist ein Paradoxon, da ein Sinn immer eine Erüllung als Ziel hat. Mit Erreichen des Ziels ist der Sinn hinfällig und es erfordert einen weiteren Sinn usw.

Die gesamte Natur ist in stetigem Wandel. Sie passt sich stetig den Umständen an (wobei du das Anpassen nicht als gezielten Prozess ansehen darfst. Falls du dich damit nicht auskennst empfehle ich die Grundlagen der Evolution zu lernen). Dabei ist alles dem Zufall überlassen. Es gibt kein Ziel in der Natur.

Außerdem ist erwiesen, dass der Mensch sich aus anderen Tieren entwickelt hat (der Mensch ist ein Tier der Unterordnung "Trockennasenaffen). Die Entwicklung des Menschen ist ziemlich gut belegt.

Zudem enthält deine Hypothese einen groben Fehler. Würde es diesen Gott geben und er etwas von uns wollen, müssten wir das wissen. Wenn jemand etwas von dir erwartet, es dir aber nicht mitteilt, macht das keinen Sinn. Außerdem müsste jeder Mensch bereits Glauben, oder eher Wissen über diesen Gott haben und dies bereits seit Beginn der Menschheitsgeschichte von dem selben Gott. Es könnte keine tausend Götter geben oder müsste zumindest einen geben, den es von Anfang der Menschheistsgeschichte gab, was nicht der Fall ist.

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Adam, der erste Mensch in Eden, hatte unmittelbar KOntakt mit seinem Schöpfer. Um die Zeit der "Brise" sprach Gott direkt zu ihm und mit ihm. Adam gab diese Erfahrungen an seine Nachkommen weiter und so war klar, daß es einen "Gott", ein allmächtiges Wesen gab, von Anfang an, der Gedanke mußte nicht erst "aufkommen".

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Kommentar von wildcarts2
18.06.2017, 11:20

Bitte bei solchen Antworten immer auch schreiben, um welchen Glauben es sich handelt. So wie deine Aussage hier steht ist sie falsch. Du hättest sie mit "Mit biblischem Glauben wird es so dargestellt...:" oder "ICH glaube..." beginnen müssen.

Deine Aussage ist leider diskriminierend, da du behauptest, die Bibel sei die Wahrheit und würde den wahren Gott beschreiben. Dies kannst du nicht beweisen und das Gegenteil ist ausreichend belegt!

Jede Religion ist in ihren Aussagen gleichwertig, da sie alle nur erfundene Geschichten zu dieser Frage aufstellen.

Fakt ist: Götter sind grundsätzlich Erfindungen von Menschen und somit nicht existent.

Fakt ist: Adam hat es nicht gegeben und die Bibel ist nur ein Märchenbuch.

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Wenn Gott zu einem Menschen spricht, entsteht Glaube! So war und ist es zu aller Zeit!

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das ging aus von der ahnenverehrung der nomadenvölker


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Ich als Nicht-Gläubiger (soll nicht heißen dass ich die Existenz jeglicher Götter abstreite) denke, dass Gott einfach die ANtwort auf Fragen war, die sich die sich die Menschen nicht anders erklären konnten.

Auch heute noch sind viele Themen nicht vollständig geklärt was manche Menschen als Beweis für die Existenz Gottes sehen.

Bspw: Wie der Urknall Zustande gekommen ist.

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Kommentar von ToniKim
17.06.2017, 19:36

Wie ist der Urknall zustande gekommen??

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das war die ahnenverehrung von nomadenvölkern

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