Warum enthalten viele Reiniger Zitronensäure statt Salz-oder Ameisensäure?

5 Antworten

Zitronensäure ist eine feste Säure, die zudem recht intensiv Kalk auflösen kann (hat drei Protonen, die abgegeben werden können). Sie ist zudem eine organische Säure, die nicht giftig ist und nicht so stark, dass sie für den Benutzer gefährlich werden kann. Man kann sie sogar essen. Da sie fest ist, keinen Geruch hat, kein Wasser zieht und nicht altert, ist sie leicht zu lagern und zu handhaben.

Sazsärue kann man zwar auch kaufen, sie ist aber stark ätzend und greift viel stärker metallische Geräteteile an. Zudem ist sie nur flüssig zu kaufen. Der wirksame Bestandteil HCl ist zudem gasförmig und entweicht beim Lagern. Dabei greift er die Umgebung an (Korrosion an den Schrankscharnieren).

Ameisensäure ist auch flüssig. Sie ist aber sehr gefährlich, da sie als organische Säure die Unterhaut angreift, wenn man sie über die Haut schüttet. Diese Verätzungen rufen bleibende Schäden hervor.

Es ist allerdings falsch, dass Zitronensäure leicht wasserlösliche Komplexe mit Ca2+ Ionen des Kalks bildet. Im Gegenteil. Es bildet sich schwerlösliches Calciumzitrat, wenn die Konzentration der Ca2+ Ionen hoch ist. Dies ist allerdings bei Entkalkungen nicht zu erwarten.

 

Zitronensäure reinigt besser, da sie - vor allem mit Kalk - Komplexe bildet, die leicht wasserlöslich sind. Sie ist nicht flüchtig, wie Salz-oder Essigsäure. Daher riecht sie nicht und gelangt nicht an Orte, wo sie nicht hin soll. Ausserdem ist sie fest, also gut transportabel und nicht zuletzt relativ ungiftig, verglichen etwa mit Ameisensäure. Letztere ist eine der unangenehmsten Säuren überhaupt.

Weil du mit Salzsäure vieles zerstören könntest (einschließlich dich selbst) und Ameisensäure ist auch nicht gerade gesund. Wenn du mal dran geroche hättest wüsstest du warum. Zironensäure ist nicht so "giftig"

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