Warum empfinden wir es als anstößig, ein Volk vor dem Aussterben zu bewahren, nicht aber, die Natur zu schützen, eine Tierrasse vor dem Aussterben zu bewahren?

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11 Antworten

Seit wann ist es anstößig ein Volk vor dem Aussterben zu bewahren?

Wenn ein Volk im Dschungel lebt und Menschen dabei sind diesen Urwald ab
zu holzen und so das Lebensgebiet dieser Ur-Einwohner zu zerstören,
dann gilt es sicher nicht als anstößig dies verhindern zu wollen, um
diesem Volk seinen Lebensraum zu erhalten.

Es wäre höchstens anstößig, würden wir mit den Angehörigen eines vom aussterben bedrohten Volkes ein Zuchtprogramm starten, um es vor dem Aussterben zu retten. Wir Deutschen sind z.B. im Moment dabei auszusterben. In 400 Jahren wird es keine Deutschen mehr geben, wenn wir Zuwanderung unterbinden und uns so fortpflanzen wie bisher. Ich fände es trotzdem äußerst anstößig, wenn die Bundesregierung mir ein Weibchen aussucht, es mir in die Wohnung setzt und meint "Wir erwarten, dass du mit diesem deutschen Weibchen mindestens 3 Kinder zeugst, damit die Deutschen nicht aussterben". Wenn man einem Männchen einer bedrohten Tierart ein Weibchen der gleichen Art vor die Nase setzt, dann hofft man halt, dass sie sich paaren und Nachwuchs zeugen. Wenn sie es nicht machen, dann kann man halt auch nichts machen. Menschen könnte man ein schlechtes Gewissen machen, wenn sie es nicht täten. Zumindest könnte man das versuchen.

Ein Grundproblem deiner Fragestellung ist aber, dass du in deiner Frage "Volk" und "Tierrasse" vergleichst. "Volk" ist ein künstlicher Begriff, den es so in der Tierwelt nicht gibt. Wenn wir versuchen den Gorilla zu retten, dann ist es uns total egal, ob dieser Gorilla in Kamerun lebt oder in Nigeria oder in Angola. Aus der Sicht von Menschen sind das drei verschiedene Völker. Aus der Sicht von Gorillas ist das ein Lebensraum.

Ich weiß nicht ob du schon mal was von der Rekombination der Gene gehört hast. Man kann von wenigstens 50 Millionen Deutschen ausgehen die vollständig germanischer Herkunft sind, das sind genug um Erbschäden zu verhindern. Bei jeder Fortpflanzung wird das Erbgut neu zusammengesetzt, man muß nur darauf achten sich nicht mit engen oder engeren Verwandten fortzupflanzen. Wenn dann in zwei Abstammungslinien nach sehr langer Zeit irgendwann mal ein gemeinsamer Vorfahre auftaucht ist das nicht schlimm, da dann keine Gefahr mehr besteht. Gemeinsame Vorfahren lassen sich auch nicht vermeiden wenn die Fortpflanzung auf den weltweiten Genpool ausgeweitet werden würde, auch hier würde das zwangsläufig irgendwann passieren. 

Es ist tatsächlich so daß aus gutem Grund verschiedene Menschentypen in verschiedenen Ländern leben (Klima, Anpassung, das Wesen, entsprechendes Verhalten, Umgang mit der Umwelt etc.) trotz der Rekombination des Erbgutes gibt es bestimmte Eigenschaften die nur bestimmte Menschentypen aufweisen, beispielsweise germanische Menschen, slawische Menschen, keltische Menschen, baltische Menschen, afrikanische Menschen etc. Die Rekombination sorgt auf der Doppelhelix der DNA zwar für einen Positionswechsel der jeweiligen Gene, jedoch ändert sich nichts daran daß bestimmte Gene für bestimmte Dinge zuständig sind, das sind dann die Merkmale die den Menschentypus ausmachen. Menschen mit multikulturellen Hintergrund bekommen gesundheitliche und vor allem psychische Probleme, weil die DNA dann Steuerungsprozesse die nicht aufeinander abgestimmt sind an den Körper sendet und diesen "in verschiedene Richtungen" steuert. 

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit Menschen dazu zu bringen ein bestimmtes Volk nicht aussterben zu lassen, nämlich indem man an ihre Vernunft appelliert und sie davon überzeugt daß es besser für alle ist wenn man darauf achtet, so daß sie es dann freiwillig tun. Es gibt nämlich durchaus Menschen die solche Versuche wirklich gut meinen.

Man kann nämlich nicht ausschließen daß man nochmal wiedergeboren wird. Ob man daran nun glaubt oder nicht aber die reine Möglichkeit kann man nicht ausschließen da niemand genau weiß was nach dem Tod kommt. Und ich denke mir daß es sich lohnt hier und jetzt sich abzusichern, mit dazu beizutragen daß man in der Zukunft ein gutes und gesundes Leben führt, für den Fall daß man in der Zukunft tatsächlich wiederkommt auf diesem Planeten.

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@Epson65

@Epson65

Ich habe molekulare Biotechnologie studiert. Also ja, ich habe schon mal was von der Rekombination der Gene gehört.

Was du über den Genpool schriebst ist vollkommen richtig. Ich bezweifle zwar mehr als stark, dass 50 Millionen Deutsche rein germanischer Herkunft sind, aber ja, wenn sich ab heute nur noch Deutsche mit Deutschen paaren würden, dann würden so gut wie keine Krankheiten aufgrund von zu naher Verwandtschaft auftauchen. Es wäre aus dieser Sicht kein Problem.

Was du aber über Kinder mit multikulturellem Elternhaus schreibst ist einfach Unfug. Es gibt keine Untersuchungen, die belegen, dass diese verstärkt an Erbkrankheiten leiden würden. Wenn diese verstärkt an psychischen Krankheiten leiden, dann nicht wegen ihrer Gene, sondern wegen dem Gefühl weder richtig zur einen, noch richtig zur anderen Kultur zu gehören. Das ist aber der ablehnenden Haltung Angehöriger dieser Kulturkreise geschuldet. Das ist ein soziales Problem und kein genetisches.

Mich beschleicht das Gefühl, dass du hier versuchst einen gewissen Rassismus mit pseudowissenschaftlichen Argumenten, zu denen sich am Ende noch Esoterikquark mischt, zu untermauern.

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Ich für meinen Teil, halte die Einteilung der Menschheit in verschiedene klar abzugrenzende Völker für unsinnig, viele Franzosen werden mit Deutschen enger verwandt sein als beispielsweise die meisten Hamburger mit den meisten Bayern, hier also klar zwischen einem französischen und einem deutschen Volk abzugrenzen ist genetisch vollkommen unsinnig.

Des weiteren verstehe ich nicht was man für die Erhaltung bestimmter "Völker", bzw. gegen die Vermischung dieser sprechen soll, ausser natürlich man ist der Meinung das ein bestimmtes Volk besser ist als ein anderes.

Eine Einstellung die ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Schlussendlich ist es vollkommen egal von wem ein Mensch abstammt bzw. zu welchem "Volk" er gehört, viel wichtiger ist es doch wie dieser Mensch erzogen wird bzw. welche Werte diesem Menschen vermittelt werden.

Ich kann also sagen ich halte es nicht unbedingt für anstössig eine bestimmtes "Volk" bewahren zu wollen, ich halte es aber aus vielen Gründen für vollkommen unsinnig.

edit/

.. verstehe ich nicht was für die Erhaltung bestimmter "Völker", bzw. gegen die Vermischung dieser sprechen soll, ....

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Du kannst beides nicht verallgemeinern. Es gibt sicher Leute, die beides für anstößig halten, welche, die nur eines von beiden für anstößig halten, welche, die keines von von beiden für anstößig halten und welche, denen entweder eines oder beides völlig egal ist. Je nachdem, wen du fragst, wirst du unterschiedliche Antworten bekommen.

Ist die Formulierung deiner Frage bewusst so gewählt oder hast du dich verhaun?

Kann mich nämlich nicht dran erinnern jemals gelesen oder gehört zu haben: Die Verhinderung des Genozid ist Menschlich absolut anstößig!

Ansonsten, wenn du meinst warum der Mensch bei einem Genozid Wellen schlägt aber bei der Ausrottung von ganzen Spezien Cool bleibt.

Da trügt dich dein Bild etwas... auch bei vielen Genozids der Menschheit bleibt der Mensch selbst cool und stumm. 

Warum? Vermutlich weil die Menschen negatives meiden, niemand will sich doch mit Elend und Leid in seinem rosaroten Lifestil belasten.

Warum empfinden wir es als anstößig, ein Volk vor dem Aussterben zu bewahren,

Tut mir leid, aber mit dieser Formulierung kann ich überhaupt nichts anfangen.

Zum einen ist nicht klar wen Du eigentlich mit "wir" meinst.

Zum anderen ist anstößig in diesem Zusammenhang ein völlig falscher Begriff. Das wird besonders deutlich, wenn man sich die Synonyme für "anstößig" anschaut (Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/anstoeszig):

 

Bedeutungsübersicht

anstoßerregend

Beispiele

  • anstößige Witze
  • etwas anstößig finden

Synonyme zu anstößig

anrüchig

, anstoßerregend,

anzüglich

,

doppeldeutig

,

frivol

,

gewagt

, nicht salonfähig,

pikant

,

schockierend

,

shocking

,

unanständig

,

zweideutig

; (schweizerisch)

stoßend

; (bildungssprachlich)

lasziv

,

obszön

; (scherzhaft) nicht stubenrein; (abwertend)

schlüpfrig

; (veraltend)

schockant

 

Unser Volk, also die Menschheit, wird "nur" durch Hass und Gewalt bedroht.

Jeder muss also selbst seinen Teil dazu beitragen, dass die Menschheit überleben kann.

Der Großteil tut dies auch und warum Du das anders siehst, verstehe ich nicht.

Ich betrachte den Schutz jedes Menschen als das Wichtigste, was man tun kann.

Du gibst mit deiner Antwort schon vor, dass es "anstößig" sein könnte, ein Volk vor dem Aussterben zu bewahren. Da irrst du dich. Informiere dich mal über die "Gesellschaft für bedrohte Völker".

Und die Frage geht von einem "wir" aus, in das ich bitte nicht einbezogen werden will. Wir haben nicht die gleichen Ansichten!

Weil menschliche Völker für die einen nicht existieren,für die anderen nicht erhaltenswert sind,für einige Selbsthasser zu beseitigen sind.Du und eine andere Minderheit ,und ich selbst sehen das halt anders.Liebe Grüße

Ich weiß ja nicht, welcher merkwürdigen Gruppe du angehörst, wenn du von "wir" sprichst.

Welches Volk ist denn deiner Meinung nach vom Aussterben bedroht? Die Neanderthaler? Keine Angst, die haben sich mit dem Homo sapiens vermischt. Ich bilde mir sogar ein, dass man das heute noch bei einigen...

Beim Natur- oder Tierschutz geht es um die Erhaltung der Artenvielfalt und die Erhaltung unserer (nicht die der Natur oder der Tiere) Lebensgrundlagen.

Ethisch gesehen ist deine Frage ebenso neben der Sache, wie die Bezeichnung Volk.

Meinst du diese frage speziell auf ursprünglich lebende Ureinwohnerstämme bezogen?

Ja er meint die germanische Ureinwohner in de BRD 😁 (Ironie)

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Es ist die Meinung von Menschen, man kann Tiere kaum fragen. Die Grünen wurden sicher das zweite  auswählen.

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