Warum dürfen wir nicht töten?

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25 Antworten

Grüß Dich Nachdenklich94!

Ein absolutes Tötungsverbot schon gar nicht als göttliches Gebot, entspricht nicht dem Wesen des Menschen. Ich werde das erklären.

Natürlich sollte der Mensch nicht töten, wenn er es aus niedrigen Beweggründen tut. Genau das ist aber keine Gottesfrage, sondern ethisch und nicht religiös in herkömmlichen Sinne zu bewerten und das ist ganz was anderes. Und genau dort liegt die Position eines Atheisten, der ich auch bin. Ich bin sogar religiöser Atheist.

Das Problem eines göttlichen Tötungsverbotes liegt nämlich darin, das man
sich noch nicht einmal sich selbst oder jemand anderen in Not
verteidigen dürfte (Notwehr) oder die Menschenrechte, die Freiheit oder
das eigenes Land. Jede Tötung wäre nämlich dann ein Verstoß gegen Gott, wenn man an ihn glaubt und ihn daher auf diese Weise ernst nimmt.

Die atheistische Position:

Aus ethischen Gründen müssen diese Werte jedoch dringend verteidigt werden, unter Umständen sogar unter Einsatz des eigenen Lebens auch indem man im äußersten Fall anderes Leben auslöscht. Eine Religion, die das Töten also absolut verbietet, ist weltfremd. Eine Religion, die aber die Verteidigung dieser Werte zulässt, ja sogar im Namen der Freiheit und der Würde des Menschen fordert, ist es nicht. Das sind nämlich keine niedrigen Beweggründe.

In diesem Falle muss jedoch ethisch genau definiert werden: was ist Freiheit, was ist die Würde des Menschen, was sind Menschenrechte?

Und genau diese universellen Definitionen gibt es ja, in der Ethik. Sie ist jener Teilbereich der Philosophie, der sich mit den Voraussetzungen und der Bewertung menschlichen Handelns befasst. Dort sind die Definitionen zu finden!

Eine Religion sollte sich nicht gegen sie stellen. Das eröffnet Abgründe, die ein Überleben verunmöglichen. Religion sollte ethisch sein, nicht moralisch. Moral ist immer das, was andere dafür halten und liegt im Auge des Betrachters.  Sie ist nicht universell zu deuten.

Das Leben ist das Heilige, es verbindet alles Lebendige und deshalb muss es geschützt und verteidigt werden.

Zum Schluss noch:

Es gibt nur das Böse im Menschen.

Wir wissen nur deshalb was gut ist, weil es das Böse gibt. Und doch müssen wir das Böse bekämpfen, damit das Gute in der Welt sein kann.

Ob wir es wahr haben wollen oder nicht: das eine hat immer etwas mit dem Anderen zu tun und ist anders nicht denkbar! Das ist eine philosophische Schlussfolgerung, die sich Atheisten zu eigen machen.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Zusatz:

Unsere Gesetze sehen Notwehr vor. Einfach so jemanden aus niedrigen Beweggründen zu töten, heißt jedenfalls nicht das Leben schützen zu wollen.

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@vonGizycki

An Nachdenklich94!

Ich danke Dir für den Stern. Hat mich sehr gefreut! :-)

Herzlichen Gruß

Rüdiger von Gizycki

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Du sollst nicht morden. Das ist töten ohne das es vom Gesetz vorgesehen ist. Da ist ein Unterschied... auch im Originaltext.

Ich hoffe aber mal, das bestehende Weltliche Gesetze für Dich wichtiger sind, als biblische?

Menschen deren einziger Grund nicht mordend durch die Straßen zu ziehen Angst vor irgend einem imaginären Kerl und einem Ort den es höchstwahrscheinlich nicht gibt ist... machen wir Angst. Da ist im Kopf was kaputt.

Das wir - also wir alle als Spezies - im allgemeinen Töten als unethisch empfinden hat etwas damit zu tun, daß wir eine soziale Spezies sind. Das ist in uns angelegt und die einen formulieren das eben als Bibeltext aus und verändern es nie wieder, andere sagen, sie versuchen immer so gut es mit den Fakten die sie haben möglich ist zu leben und sind dann auch gut.

toten unethisch.. das ich nicht lache.. schreibst du von der erde aus?

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fur Mich schon. aber nicht fur die menschen. wurde jeder glaubig sein und die schriften nicht missverstehen denkst du nicht dass die welt ein besserer ort ware als wenn es keine religionen gaebe?

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@Nachdenklich94

Nein, das wäre sie nicht. Denn durch das Prinzip von Bestrafung und Belohnung entsteht keine Moral. Und die wäre für mich Vorraussetzung für eine "bessere" Welt.

Im Übrigen sind die Gefängnisse der Welt voll von Gläubigen. Atheisten machen da einen verschwinden kleinen Teil aus. Man dürfte sich also die Frage stellen, ob eine Welt mit mehr Atheisten nicht doch erstrebenswerter wäre. Neben der Frage natürlich, warum das so ist.

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@Nachdenklich94

Nein, denke ich nicht. Mißverstehen würde voraussetzen, das es eine einzige gültige Leseart tatsächlich gibt. Ich gehe eher davon aus, das jeder von uns diese Texte so versteht, wie er sie verstehen möchte.

Die einen leiten ein universelles Gebot der liebe draus ab, weil sie nette Menschen sind, die anderen sehen Tötungsaufforderungen gegen Homosexuelle, weil sie konservativ, homophob und oben drauf noch gewaltbereit sind. Beide sagen die jeweils andere Seite hätte was Mißverstanden. Beide finden ihre Begründung in diesen Texten.

Ich fände eine Welt, in wir alle den Anderen als Mensch sehen - egal wie und was er ist - und uns an die gleichen, weltlichen Gesetze und Menschenrechte halten gut. Eine Welt, in der Religion als persönlicher Weg gegangen werden kann (oder auch nicht!), ohne den Anspruch zu haben für Andere Menschen gültig zu sein... dafür aber mit Aufklärung darüber, was in uns als evolvierter Affe so an Verhalten und Impulsen angelegt ist und wie wir damit umgehen können, daß es allen gut geht.

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Ich denke wenn alle glaubigen auch wirklich die schriften nicht missverstehen wurden, und freidlich leben wurden dann ware die welt doch besser oder nicht? da atheisten weiter zb kriege wegen rohstoffen / geld fuhren wurden.

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@Nachdenklich94

Welche Atheisten führen denn bitte im Namen des Nicht-Glaubens Kriege?

Namen und Herkunftsland nennen!

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Humanismus

Man benötigt keine Religion, um moralischen Maßstäben zu folgen - das bringt beispielsweise schon der Gedanke des Humanismus mit sich.

Die Goldene Regel die besagt "Behandle andere Menschen so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest" ist nicht auf die Religion beschränkt.

Tatsächlich waren auch Vordenker der Aufklärung darum bemüht, diesen ethischen Grundsatz ganz ohne religiöses Beiwerk zu pflegen.

Auch das soziale Zusammenleben wird erst durch den Verzicht auf willkürliche Gewaltanwendung gegen unser Umfeld wirklich ermöglicht.

Religion

Meiner Meinung nach tritt man geistig zu kurz, wenn man das religiöse Gebot nicht zu töten, lediglich als Befehl Gottes sieht, den man einhalten muss.

Außerdem finde ich es sehr charakterschwach, wenn man zwar einen Menschen töten will, aber es lediglich aus Angst vor dem Jenseits nicht macht.

Ich denke daher, es geht vielmehr darum, den Wunsch zu töten, also den Hass und destruktive Gedanken und Handlungen zu überwinden.

Wäre es nur ein Befehl "Du darfst nicht", würde es den Menschen nicht wirklich von Innen heraus verändern, es wäre lediglich eine Pflicht.

Aber sieht man es als Aufruf, den eigenen Charakter zu verändern und die Gewalt in uns selbst zu beenden, bedeutet dieses Gebot viel mehr.

Fazit

Es braucht somit keine religiösen Regeln, oder die Androhung nachtodlicher Strafen, um mitfühlend und rücksichtsvoll zu handeln.

Bleibt noch zu ergänzen, daß sowas wie eine basis-moral in uns allen angelegt ist... Lesetip ist dieses Buch, ich fand es sehr gut: http://hpd.de/artikel/12252

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und von wo kahm die basismoral? vllt von Gott?

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@Nachdenklich94

Nein von MENSCHEN, denen diese Märchenbücher völlig egal waren!

Gott ist nur eine Märchenfigur!

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An Enylexikon!


Man benötigt keine Religion, um moralischen Maßstäben zu folgen - das bringt beispielsweise schon der Gedanke des Humanismus mit sich.

Als Humanist folgt man eher ethischen Maßstäben als der Moral!

Es kann natürlich sein, das moralische Vorstellungen sich mit Prinzipien der Ethik decken.

Ich kann zum Beispiel behaupten, das alle Schwarzen dumm sind und sie daher mit Verachtung bestrafen oder gar dazu aufrufen, das man sich mit Schwarzen nicht abgeben sollte. Das ist zwar moralisch aber es ist unethisch.

Oder die Behauptung, wer nicht an Gott oder an Allah glaubt, ist ein schlechter Mensch und deshalb auszugrenzen. Das ist moralisch, ist aber auch gleichzeitig unethisch.

Wenn ich aber sage, dass man Menschen in Not helfen sollte und das als Grundhaltung ausrufe, dann ist das moralisch aber auch gleichzeitig ethisch.

Und wenn ich sage, das die Vielfalt der Welt unser Überleben sichert und wir deshalb alles tun müssen, diese Vielfalt zu erhalten, dann ist das eine moralische aber auch gleichzeitig eine ethische Haltung.

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Du brauchst die Bibel um zu wissen, dass Töten böse ist? Bist du so ein unmoralischer Mensch, dass du ohne Bibel mordend durch die Gegend ziehen würdest?Würdest du ehrlich nicht von selbst darauf kommen, dass es falsch sein könnte? Das wäre doch ziemlich traurig.

Dass es schlecht ist andere Menschen zu töten, darauf kommt man auch ganz ohne Religion, indem man über Moral nachdenkt und darüber diskutiert. So ergibt sich ein gesellschaftlicher Konsens.


Meine Meinung als Atheist.

Alte deutsche Volksweisheit: "Was du nicht willst das man dir tut, das füg auch keinem andern zu." 

Kant: "Dein Handeln sei so, dass es jederzeit Grundlage für ein Gesetz sein könnte, an das sich alle zu halten haben."

Begründung: Der Mensch ist ein soziales Wesen; in der Gemeinschaft viel stärker als alleine. Eine Gemeinschaft funktioniert aber nur, wenn man die eigenen Interessen stets gegen die Interessen der Gemeinschaft abwägt. Wenn es im Sonderfall z.B. Krieg wirklich sein muss, dann hätte ich keine Gewissensbisse einen Menschen zu töten. 

Mit dem Christentum hat das überhaupt nichts zu tun. Das Tötungsverbot existiert eigentlich in so gut wie allen Religionen.

Bemerkenswert daran ist, dass es bei animistischen Religionen nur nicht "Fremde" betrifft. Diese werden meist gar nicht als "Mitmenschen" angesehen.

Das ist eine falsche Denkweise, bekannt unter dem naturalistischen Fehlschluss. Du sagst, dass Töten falsch ist, weil du Christ bist, das heißt du schließt von einen Ist-Zustand auf einen Soll-Zustand. 

Der Mensch ist aber das einzige "Tier", welches vernunftbegabt ist, daher müssen die Entscheidungen aus der Vernunft heraus passieren und nicht aus Tatsachen heraus.

Viele Menschen sehen es nicht als richtig an, andere zu töten. Sie möchten z.B. nicht selber getötet werden (siehe Goldene Regel oder kategorischer Imperativ) oder folgen dem Gesellschaftsvertrag (Teil eines Staates und einer Gesellschaft zu sein, die Töten außer der Norm sieht).

danke, viele verstehen die frage nicht und bombadieren mich mit gesetzen zu.. obwohl es ja menschen sind die diese machen ..

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Ein moralisches Normensystem kann nicht nur dogmatisch durch Religionen erstellt werden, sondern läßt sich auch als rein logisches Konstrukt ableiten.

Mehr dazu findest Du in philosophischen Abhandlungen, beginnend bei der Goldenen Regel über Locke, Hobbes, Kants Kategorischem Imperativ, Hegel, Schopenhauer, Adorno etc.

Atheisten töten aus demselben Grund nicht, aus dem du es (hoffentlich) nicht tust. Denn ich will doch mal stark annehmen, daß du nicht nur aus dem einen Grund nicht mordend durch die Gegend rennst, weil es dir ein fiktives Wesen verboten hat, oder?

Wenn doch, dann würde das mehr über dich aussagen, als dir lieb ist.

Weil er es gelernt hat, das nicht zu tun, ohne Glauben alias Gott als Lebensgeissel alias Bettdeckengucker hinter sich stehen zu haben.

Aber ich kann dir ein christliches Exemplar nennen, das einen Ungläubigen einfach aus dem Grund bestahl, dass der eben kein Katholik war.

Ihm fiel die grosse Teekanne runter, ging kaputt ( von seiner Frau alias meiner Schwester von Mam geerbt), und da nahm er sich eben meine Kleine...

Der K. selbst dagegen rannte zur Beichte und konnte losziehen, fröhlich neue Sünden begehen.

So durchschnüffelte er weiter Dinge, die nicht sein Eigentum waren, warf weg, was ihm nicht passte, und ich durfte es mir wieder aus dem Müll angeln: MEIN Eigentum.

Aber der ist auch ein bissl mang im Hirn: Kontrollzwang, generalisierte Angststörung - kein Wunder bei soviel Zwang ab Geburt...

Ein Atheist ist nicht so verlogen...

Der letzte Satz: TOPP!!!

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Als Atheist weiss ich , das ich nur dieses eine Leben habe . So wie jeder andere Mensch auch . Ich komme in keinen Himmel , oder in eine Hölle . Das kurze Dasein auf der Erde sollte für jeden Menschen eine schöne glückliche Zeit sein . Als Atheist kann man eigentlich nicht im geringsten den Gedanken haben das Leben eines anderen Menschen auf unnatürliche Art zu verkürzen . Das ist auch der Unterschied zu Menschen die einen Glauben haben . Natürlich nicht alle , ganz im Gegenteil . Aber es gibt Menschen die sprengen sich und andere in die Luft , aus einem Glauben heraus . Was für einen Atheisten nicht möglich wäre . 

Da wäre aber noch das Töten von Tieren . Evolutionär bedingt gibt es unterschiedliche Formen der Ernährung . Es gibt Pflanzenfresser , Fleischfresser und Allesfresser . Der Mensch ist ein Allesfresser , und ernährt sich somit auch von Fleisch. Da stellt sich die Frage , darf ein Mensch Tiere töten . Ja sicher darf er das , es dient zur Erhaltung der Art . So wie eine Schwalbe ein Insekt frisst , so wie eine Katze eine Maus frisst , so wie ein Leopard eine Gazelle frisst , so kann auch der Mensch ein Rind (fr) essen . Der Mensch hat aber keine natürlichen Feinde , außer sich selbst , dadurch nimmt die Bevölkerung ständig zu und somit auch der Bedarf an Nahrung . Somit bleibt es auch leider nicht aus , das Tiere nur als Nahrungsgrundlage gehalten und gezüchtet werden ohne ihre eigentliche Rolle im Kreislauf des Lebens zu erfüllen . Dieses trifft aber auch auf Haustiere wie Katzen , Hunde etc. zu .

Ich als Christ, weiss durch die bibel das z.B töten Böse ist.

Aha. Was ganz was neues.

Warum wird in dem Ding dann Krieg und Raubzüge glorifiziert, bei denen man ganze Völkerstämme mit Mann und Maus ausgerottet hat - auf Geheiß des angeblich doch sooooo großen Wasauchimmergottdings?

Ganz einfach, nur das Töten "der Eigenen" ist böse nach dem Machwerk, andere zu töten jedoch "Gottes Werk" - was auch nur verständlich ist, soll dieses Gottdings darselbst doch Genozid nach Genozid selbst begangen haben. Soviel auch zum Thema Vorbildfunktion.

Für mich zählt nur meine Freiheit und die Freiheit anderer Menschen. Wenn ich jemanden als Atheist töten würde, würde ich ihm ein ganzes Leben stehlen. Würde ich etwas klauen, würde ich jemanden wieder etwas wegnehmen, vielleicht etwas wichtiges oder auch unwichtiges - das ist völlig irrelevant. Ich als Mensch liebe alle Lebewesen und gebe jedem die Freiheit zu leben, und genau aus diesem Grund bin ich auch Vegan.

Und weißt du, dass ein Mensch einer Religion angehört, macht diesen Menschen noch lange nicht zu einem guten. Diesen Gedanken kann ich echt nicht nachvollziehen, als wären alle Psychopathen und Kriminelle auf dieser Erde "ungläubige" ....

Da bin ich deiner meinung. die religionen versuchen ja eigentlich ins gute zu lenken obwohl es nicht immer der fall ist...

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@Nachdenklich94

die religionen versuchen ja eigentlich ins gute zu lenken

Nein, nicht wirklich.

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@Nachdenklich94

@Nachdenklich4 du hast meine antwort wohl nicht verstanden. Ich brauche keine religion um ein guter mensch zu sein. Wer es nötig hat, ist in meinem Augen eher krank und leicht pervers, aber okay, wer denkt, dass er von einem gott kontrolliert wird, dann soll er halt so denken. juckt mich nicht.

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"Ich als Mensch liebe alle Lebewesen und gebe jedem die Freiheit zu leben, und genau aus diesem Grund bin ich auch Vegan."

Schließe ich daraus, dass Du allen Nichtveganern das Mensch sein absprichst? Ansonsten ist Deine Argumentation nicht schlüssig.

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@DinoSauriA1984

@DinoSauriA1984, habe nicht ansatzweise so gedacht als ich das geschrieben habe, aber wenn du es so auffasst und wieder einmal wie immer auch Vegane Menschen schlecht darstellen willst, dann mach es, deine Meinung. (nicht direkt auf dich bezogen, das machen einfach unglaublich viele) 

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Wir haben ein Strafgesetzbuch und das gilt auch für Atheisten.

Komisch. Der Gedanke an das Strafgesetzbuch war bisher nie nötig, um mich vom Töten abzuhalten.

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@Meatwad

Dann ist es ja gut. Was aber auch komisch ist, einige Zeitgenossen lassen sich noch nicht einmal vom Strafgesetzbuch davon abhalten und dann erst Recht nicht von deinen, durchaus ehrenwerten, Moralvorstellungen.

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@Aliha

Das ist richtig. Der Glaube steht diesen Zeitgenossen jedoch ebensowenig im Wege.

Komisch (seltsam) ist das im Übrigen überhaupt nicht.

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Also wieso soll er es nicht tun?

Moral ist ein gesellschaftliches Konstrukt und hat nichts mit der Kirche und schon gar nichts mit der Bibel zu tun (welche nach wie vor Anleitungen zur Sklavenhaltung und Aufrufe zum Mord und zur Vergewaltigung gibt).

Ein Mensch lernt Moral nicht durch die Religion, sondern sein Umfeld, welches ihm direkt und indirekt beibringt was moralisch und was unmoralisch ist.

Wo liegt das Problem, gilt halt immer folgendes:

WAs du nicht willst man dir tu, das füge auch keinen anderen zu!

und warum soll es wegen einem Emmanuel oder einem Albert gelten? wenn es ja einem Anderen menschen egal ist?

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Auch ein Atheist kann eine gute Erziehung genossen haben und weiß, dass man keine anderen Menschen tötet oder sie bestiehlt.

Man orientiert sich heutzutage weniger an der Bibel, mehr an gesellschaftlichen Normen.

Zum Glück. Sonst würden vor den Toren unserer Städte gewaltige Steinhaufen liegen.

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Diese Frage lässt sich ganz leicht mit einer Gegenfrage beantworten:

Woher weißt du als Christ, dass Sklaverei nicht richtig ist?

Na?

Schliesslich hat der Gott des AT (und der des Koran, soll ja der gleiche sein) ganz ausführliche Anweisungen zur Sklavenhaltung gegeben. Jesus hat das zwar nicht getan, aber auch er hat Sklavenhaltung als selbstverständlich angenommen und in seine Gleichungen eingebaut, ohne sie je zu verwerfen.

Atheisten wissen, dass sie nicht töten und nicht stehlen sollen, aus dem gleichen Grund, aus dem sie wissen, dass sie - zum.Beispiel - niemanden versklaven sollen. Also: Nicht aus der Bibel.

Erster Irrtum: In der Bibel steht kein Tötungsverbot, sondern ein Mordverbot (Luther hat hier schlampig übersetzt).

Zweiter Irrtum: Dass Atheisten keinen Sinn für die Unterscheidung von Gut und Böse hätten.

Aber solche Irrtümer kennen wir ja nun schon von einer anderen deiner "Propagandafragen".



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