Warum dürfen wir nicht in die Natur eingreifen?

19 Antworten

Der Mensch greift in die Natur ein, seit er vom Jaeger und Sammler und Nomaden zum Landwirt wurde, und das ist nicht verboten.

Auf einer groesseren Skala haben wir Handel und Industrie, die auf der einen Seite Reichtum und ein bequemes Leben fuer sich und ihre Konsumenten schaffen, aber dabei Natur und Menschen im besten Fall benutzen, und im schlechtesten Fall ausnutzen.

Die Politiker sind eine andere Art von Anfuehrern - sie regulieren die Wirtschaft mit Gesetzen und Regeln. Dabei muessen sie eine Gratwanderung machen zwischen den oeffentlichen Interessen (deinen, meinen und der Natur) und der der Wirtschaft, die Ausbeutung bedeuten kann, oder wiederum allen dienlich sein kann.

Entgegen der bisherigen 3 Antworten (von @kami1a, @soisses und @tarik777) bin überzeugt davon, dass Du grundsätzlich recht hast damit, dass der Mensch (nur) ein Teil der Natur ist, und es nicht "die Natur und den Menschen" gibt, ebensowenig wie es "die Tiere und den Menschen" gibt, da wir Menschen eben ganz klar eine der vielen Tierarten dieses Planeten SIND.

Und somit ist unsere Existenz als Art natürlich schon ein 'Eingriff' ansich in 'die Natur', egal was wir dann genau so alles machen, oder nicht machen.

In der Natur gibt es immer wieder Gleichgewichte, die einige Zeit Bestand haben, und Szenerien, wo das Gleichgewicht in irgendeiner Art und Weise gestört ist, und diese Zustände sind in der Regel von kürzerer Dauer und enden damit, dass eine neue Art von stabilerem Gleichgewicht hergestellt wird, oft allerdings auch mittels sehr drastischer Ereignisse, wie beispielsweise einer Sternexplosion.

Unsere Politiker haben leider nicht hauptsächlich die langfristige Stabilisierung eines natürlichen Gleichgewichts der planetaren Situation im Blickfeld, sondern eher die nächsten oder auch übernächsten Wahlen und ihre eigenen Machtpositionen.

Diesen kurzfristigen Prioritäten wird dann schon auch mal großflächig Regenwald geopfert, oder eine katastrophale Klimaveränderung in Kauf genommen, statt dem Kapital seitens der Politik vorzuschreiben sinnvolle Energietechniken zu entwickeln und dann auch zu verwenden (Stichwort Brennstoffzelle als Antrieb für KFZ, statt Augenwischerei mit Elektroantrieben, was zudem auch noch nur sehr marginal und halbherzig gefördert wird, da man den Umstellungsprozess fürchtet und mit bisheriger Technik und bisherigen Energieträgern noch zu viel Geld verdienen kann...).

Aber im Endeffekt ist das für die globale Natur dieses Planeten alles ziemlich unbedeutend. Sie hat und wird sich immer wieder verändern, anpassen und neu entwickeln, solange dieser Planet in der habitablen Zone um einen noch lebensspendende Stern kreist. Und das wird noch ziemlich lange der Fall sein, nach dem Maßstab des Auftauchens des Homosapiens fast schon als "ewig lange" zu bezeichnen. :)

Aber im Endeffekt ist das für die globale Natur dieses Planeten alles ziemlich unbedeutend. Sie hat und wird sich immer wieder verändern, anpassen und neu entwickeln

Ja, und das hoffentlich bald ohne den dummen Menschen. Denn der ist so dämlich, dass er nicht den Knall hört, der genau neben seinen Ohren stattfindet.

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@user89467

Das ist ja das Nette daran:
Wir brauchen hier keine Hoffnung und keine Emontionen reinlegen; so etwas hat sich in der Natur schon immer völlig automatisch und von selbst, vor allem aber auch zuverlässig erledigt. Falls es mal nicht so war/ist, so war die betreffende Entwicklung eben doch nicht so untauglich. :)

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So einfach ist das nun doch nicht, denn der Mensch pfuscht ja der Natur ins Handwerk, wo er nur kann, sei es bei Ackerbau und Viehzucht, der Rodung von Wäldern für Monokulturen, in denen dann Pflanzenschutzmittel und dergleichen benutzt werden müssen.

Das Tier Mensch hinterlässt zudem so viel Müll, wie sonst kein Tier auf der Welt und wenn Du von den hohen Tieren, also unseren Politikern redest, so sind deren eventuelle Verbote eigentlich immer ein wenig zweischneidig, denn es kommt meistens nur mehr oder weniger daran, wessen Interessen sie vertreten.

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