Warum dürfen Palästinenser, die vor 70 Jahren vertrieben wurden, nicht zurück nach ihrem Heimatland?

9 Antworten

Damals durften sie nicht zurück, weil eine Bedingung dafür gewesen wäre, dass sie Israel anerkennen und versprechen, keine feindlichen Handlungen gegen Israel zu begehen, und dazu waren die Palästinenser kollektiv nicht bereit, und die arabischen Staaten auch nicht.

Bis 1978 war kein arabischer Staat bereit, Israel anzuerkennen oder Frieden mit Israel zu schliessen. Als Ägypten es 1978 tat, waren die anderen arabischen Staaten sehr sauer und boykottierten Ägypten.

1967 wollte Israel auch die besetzten Gebiete (Sinai, Gaza, Westbank) sofort zurück geben, nach dem Prinzip "Land gegen Frieden". Die Antwort darauf war das "dreifache Nein von Khartum": kein Frieden mit Israel, keine Anerkennung für Israel, keine Verhandlunen mit Israel.

Die Palästinenser sind bis heute gespalten, ob sie Israel anerkennen wollen und in Frieden mit Israel leben wollen. Die Hamas sagt eindeutig "Nein", sie will Krieg, sie will Israel vernichten, die Fatach hat im zug der Oslo-Verträge irgendwie halbherzig zugestimmt, Israel anzuerkennen und Frieden zu versprechen, doch auch in der Westbank wollen die Mehrheit der Palästinenser eine "Ein-Staaten-Lösung", d.h. Israel vernichten und alle Juden "ins Meer werfen".

Sie stehen sich damit selbst sehr im Weg.

Hätten sie 1947/48 den Teilungsplan der Uno akzeptiert, hätten sie seit 73 Jahren mehr als wovon sie heute träumen... und sie hätten am Wohlstand und an der Entwicklung Israels teilhaben können. Zudem hätte kein einziger Palästinenser sein Haus verlassen müssen, es gäbe heute 0 palästinensische Flüchtlinge.

Die Zahl der vertrieben Personen wurde in letzten Jahr auf ca. 80 Millionen geschätzt. In den meisten Fällen ist es die gleiche Problematik, sie sind unerwünscht, oder sie sind in ihrer ehemaligen Heimat durch verschiedene Ereignisse oder politischer Verhältnisse stark gefährdet.

80 Mio.? Wo ist denn das nachzulesen?

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Weil es damals einen Krieg gab und einige Araber aus Israel vertrieben wurden.

Ja, einige Juden wurden auch aus arabischen Ländern vertrieben.

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Wenn Du für das Rückkehrrecht der Palästinenser bist, dann müsstest Du auch dafür sein, dass die vertriebenen Juden in ihre Länder zurückkehren können.

Die  Vertreibung von Juden aus arabischen und islamischen Ländern ( hebräisch יציאת יהודים ממדינות ערב  Yetziat yehudim mi-medinot Aravarabisch التهجير الجماعي لليهود من الدول العربية والإسلامية  at-tahdschīr al-Dschamāʻī lil-yahūd min ad-duwal al-ʻarabīya wal-islāmīya) umfasste sowohl  Flucht als auch  Vertreibung von 850.000  Juden hauptsächlich  sephardischer und  mizrachischer Herkunft aus  arabischen und  islamisch geprägten Ländern von 1948 bis in die 1970er Jahre, die abgeschwächt bis heute anhält. Dadurch erloschen teils Jahrtausende alte jüdische Gemeinden. Sie wird auch als die  jüdische Nakba bezeichnet. [1]

https://de.wikipedia.org/wiki/Vertreibung_von_Juden_aus_arabischen_und_islamischen_L%C3%A4ndern

Weshalb soll Israel dafür verantwortlich sein, dass die arabischen Palästinenser 1947 den Fehler gemacht haben, den UN-Teilungsplan abzulehnen? Den Fehler gemacht haben, darauf zu spekulieren, dass die arabischen Armeen 1948 die Juden aus ihrem Teil vertreibt?

Wenn Du für das Rückkehrrecht der Palästinenser bist, dann müsstest Du auch dafür sein, dass die vertriebenen Juden in ihre Länder zurückkehren können.

Ja, natürlich!

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@La1313

Mit dem Wissen, dass das völlig unmöglich ist.

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Ja natürlich.

Jeder, der es nicht geschafft hat in 70 Jahren eine neue Heimat zu finden, der verdient es wirklich nicht besser.

Stell Dir vor, die nach dem 2. Weltkrieg vertriebenen deutschen Flüchtlinge wollten alle zurück in ihre Heimat nach Pommern, oder Ostpreußen oder .... Dann gäbe es definitiv nie FRieden in Europa.

Woher ich das weiß:Hobby
Jeder, der es nicht geschafft hat in 70 Jahren eine neue Heimat zu finden, der verdient es wirklich nicht besser.

Gilt das auch für Juden?

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@La1313

Natürlich.

Viele JUden leben in Deutschland und für die ist Deutschland ihre echte Heimat.

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@BurkeUndCo

Viele ziehen auch nach Jerusalem um. Palästinenser dürften aber in der Regel nicht nach Jerusalem umziehen.

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@La1313

Sie können sich ja auch kaum noch an ihr Leben in Jerusalem erinnern - und haben woanders eine Heimat gefunden.

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@ErsterSchnee

Viele Juden haben nie in Jerusalem gelebt, dürfen aber trotzdem nach Jerusalem umziehen.

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@La1313

Ja und ???

Warum willst Du unbedingt 80-jährige und noch ältere Palästinenser zum Umzug zwingen?

Glaubst Du wirklich, dass die sich diesen Stress noch antun wollen?

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@BurkeUndCo

Es geht nicht nur um die 80-Jährige, es geht auch um ihre Kinder und Enkel.

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@La1313

Von denen kann nun wirklich absolut KEINER zuvor in Jerusalem gelegt haben, wenn sie - wie von Dir geschrieben - vor 70 Jahren aus Jerusalem verjagt wurden.

Warum immer diese zwanghafte Umsiedlungspolitik? Lass doch die Leute dort wo sie jetzt sind.

Es kommt doch auch keiner auf die Idee alle weißen Amerikaner zurück nach Europa zu schicken.

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@La1313
Viele Juden haben nie in Jerusalem gelebt, dürfen aber trotzdem nach Jerusalem umziehen.

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

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@ErsterSchnee

Warum ist es für Juden einfacher, nach Jerusalem umzuziehen?

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@BurkeUndCo
Warum immer diese zwanghafte Umsiedlungspolitik? Lass doch die Leute dort wo sie jetzt sind.

Dann sollte das für ALLE (Palästinenser, Juden, Muslime, Christen...) gelten.

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@La1313

Natürlich.

Aber aktuell kommt das wohl am stärksten von den Palästinensern, die so wieder Gelder im ausland sammeln wollen.

Und aus dem Iran, die den Feind im Ausland (Israel) brauchen um von den internen Problemen abzulenken.

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@La1313

Zitat: "Warum ist es für Juden einfacher, nach Jerusalem umzuziehen?"

Vielleicht weil Jerusalem innerhalb von Israel liegt?

Als Deutscher kannst Du auch leichter nach Berlin umziehen, als nach London (siehe Brexit).

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