Warum dürfen katholische Priester eigentlich nicht heiraten?

12 Antworten

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Im Jahre 1022 ordnete Papst Benedikt VIII. auf der Synode zu Pavia gemeinsam mit Kaiser Heinrich II. an, dass alle Geistlichen künftig nicht mehr heiraten durften. Aus Habgier und zur Stärkung der Macht der Kirche, riss Papst Gregor VII. im Jahre 1075 mit seinem Zölibatsgesetz viele zehntausend Priester-Ehen, die nach katholischem Ehesakrament getraut worden waren, rücksichtslos auseinander.

Die Leid tragenden Frauen und Kinder liess er verjagen. Als Ersatz für die Familie durften die "Haushälterinnen" in die Priesterwohnungen einziehen.

Der Zölibat konnte jetzt auch als Druckmittel benutzt werden. Wenn man nur die Strafen bedenkt, die auf unkeusche Priester zukamen, beispielsweise Exkommunikation, dann wird sehr schnell deutlich, was für ein Machtinstrument die Kirche da in der Hand hatte. Es ging also beim Zölibat um die völlige Unterordnung der Priester.

Auch ging es um Geld und Vermögen, die Prister stammten ehemals aus vermögenden Adelsfamilien, da sie dann nur mit "Gott" verbunden waren, keine Nachkommenschaft vorhanden war.......wurde das vielfältige Erbe durch die Kirchek onfiziert!

Mehr zum Thema = http://www.livenet.ch/information/glaube/fragen_und_antworten/christentum/102838-duerfen_priester_nicht_heiraten.html

Eine sehr gute Antwort!

Es ist tragisch, dass man wegen der Zölibatsverpflichtung viele Menschen in die größten seelischen und auch existenzielle Schwierigkeiten gebracht hat und weiterhin bringt.

Im AT waren Priester und Leviten verheiratet. Genauso wenig gibt es im NT eine verpflichtende Ehelosigkeit, der z.B. das Amt eines Bischofs ausüben möchte. (Wohlgemerkt gibt es im NT kein Priesteramt mehr!)

Obwohl klar darüber in 1. Timotheus 3,1-7 geschrieben wird, dass ein Bischof verheiratet und Kinder haben soll, setzt sich die katholische Kirche in anmassender Weise über diese biblische Aussage hinweg und verlangt in ungerechtfertigter Weise von jedem, der als Priester, Bischof usw. dient, dass sie Ehelos sein müssen.

Das ist ein Eingriff in die persönliche Freiheit und Entscheidungsgewalt des Menschen.

Was Gott nicht verlangt kann auch der Mensch nicht einfordern. Hier missbraucht die Kirche ihre Autorität, weil sie den Menschen etwas vorschreibt, was weder Jesus noch die Apostel verlangt haben.

Man kann sich gleichzeitig darüber nur wundern, dass sich Menschen das gefallen lasse, obwohl es biblisch klar ist, dass es keinen Zwangszölibat gibt.

In 1. Korinther 7, 1-8 hat Paulus unmissverständlich darauf hingewiesen, dass diese Entscheidung jeder selber treffen muss, ob er heiraten möchte oder nicht.

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Herzlichen Dank fürs goldene Sternchen!

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@elenore

Eine Antwort die vor allem die gängigen Klischees bedient .""Böse böse Kirche ""..bar jeder Vernunft wird hier irgendwas fabuliert . Mit der Realität des Zölibatären lebens hat sie nicht viel zu tun. Was bitte hätte die Kirche geanu an Machtgewinn wenn sie das Zölibatäre Leben für Priester einführt ? Da hätt ich echt gerne einmal eine Antwort drauf ! Der Zölibat ,die freiwillige Verplichtung ohne Ehe zu leben ,ist eine Berufung ,welche schon im neuen Testament gründet . Jesus fordert seine Jünger auf ,"* Frau ,Haus ,Brüder ,kinder oder Eltern zu verlassen* . (Lk.18,29). Jesus Christus selbst lebte auch diese Lebensform.

Das ist ein Eingriff in die persönliche Freiheit und Entscheidungsgewalt des Menschen.

Diese Aussage entbehrt wieder jeder Grund lage denn Jeder kann ja frei Entscheiden ob er Katholischer Priester werden will oder nicht... Hier kann mann dann feststellen ob die Berufung zum Priesterztum echt ist oder nicht . Denn nicht jeder sollte Priester werden ,

Genaus so wenig gibt es Zwangszölibat wie es auch keine Zwangsfamilien gibt . Sicher muss der Prister hier ein Opfer bringen ,er verzichtet auf Ehe und Familie .

Der Zölibatäre lebende Mensch macht deutlich das es sich lohnt und das er keine Angst hat im leben etwas zu verpassen .

Auch das es immer wieder Aussteiger gibt die dann heiraten spricht nicht gegen dieses Konzept,denn jeder weiss auch Ehen könnne scheitern ,so eben auch der Zölibat....

Weiter hinten gab schon einmal jemand eine Antwort auf diese Frag frage darin wurde eine norwegische Schriftstellerin namens Sigrid Unsbet sagte zitiert und da ich es sehr passen finde kopiere ich es hier :

"Es gibt LEute die interessieren sich viel mehr für einen Priester interessieren ,der seine Gelübte gebrochen hat ,als für zweihundert andere ,die diese Gelöbnisse zwischen einem Gewehrlauf und gezogenem Säbel bekräftigt haben .Der Grund ist einfach weil sie jede ,aber auch jede Geschichte über einen Verräter glauben ,weil das etwas ist ,was sie verstehen können und in ihnen selbst steckt.Das andere aber interessiert sie nicht ,weil sie davon nichts an sich haben und es darum nicht verstehen können ."

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@ALATI

Ich habe in der Tat selten noch so einen Unsinn gelesen !

Ein Hoch auf die Deutsche Kollektiv Verdrängung die hier noch fleissig Daumen hoch gibt und sich somit ihrer eigene massive Historischen Schuld entledigt ,in dem sie alles aber auch wirklich alles der R.K.Kirche in die Schuhe schiebt .

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Das ist durch den Willen der katholischen Kirche so entstanden, aber es findet sich in der Bibel dafür keine Rechtfertigung. Im Gegenteil, dort wird gefragt, wie man einer Gemeinde vorstehen kann, wenn man nicht verheiratet ist und eine Familie hat? Die RKK hat neben der Bibel, und ihrer meist eigenwilligen Deutungen, auch noch ihre Traditionen, die sie für mindestens ebenso "göttlich" hält wie die Bibel.

Bei der Weihe ist dies den angehenden Priestern bekannt und sie lassen sich darauf ein. Wenn ein evangelischer Priester zum kath. Glauben wechselt, darf er auch als kath. Priester tätig sein und auch weiter verheiratet bleiben.

So ist es. Es gibt jede Menge verheiratete katholische Priester. Zum einen sind es die Konvertierten, dann die sog. Spätberufenen, diejenigen die schon verheiratet waren, als sie Priester wurden und die Diakone, die kein Zöllibat abgelegt haben. Sie müssen auch nichts, und das gilt für alle, an die Kirche vererben. Wenn sie keine Kinder haben, dann eben an Nichten und Neffen. Die Sache mit dem Vererben gilt für Mönche und Nonnen. Die dürfen keinen Besitz haben und geben ihren Besitz, sofern sie einen haben, an ihren Orden ab.Einen Haken scheint die Geschichte mit den verheirateten Priestern zu haben. Sie steigen i.d.R. nicht in der Kirchenhierachie auf, werden z.B. nicht Bischof und bleiben einfache Priester.

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@Klaraaha

@Novesianer,

Wenn ein evangelischer Priester

bei den Evangelischen gibt es keine Priester!

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Ich will Priester werden, keiner versteht es.

Ich bin ein Mann und nächstes Jahr will ich gerne anfangen Theologie studieren. Ich habe sehr lange überlegt und nach Jahren der Überlegung entschied ich mich dafür katholischer Priester werden zu wollen.

Meine Familie kann oder will es einfach nicht verstehen, niemand bis jetzt. Bis jetzt habe ich es so auch nicht ausgesprochen, aber ich habe es vor, bald allen zu sagen.

Meine Familie sagte immer schon : ,,immer schön weltlich bleiben". Oder so sachen wie: ,, du willst doch eine familie später haben und eine freundin".

Es ist einfach so, dass ich nie eine Freundin hatte und auch keine will und ich kann es mir einfach nicht vorstellen eine Familie zu haben. Ich fühle mich einfach von Gott berufen und jetzt nachdem ich im Kloster einige Zeit als Gast war wurde ich mir endgültig sicher.

Ich weiß nicht, wie mein Vater oder die anderen reagieren werden und ich habe Angst, dass sie mich fallen lassen und mich finanziell zum Beispiel vollkommen alleine lassen.

Ich weiß, so etwas klärt man nicht auf gutefrage.net, aber es ist mein Leben und ich gehöre Gott und wenn Gott mich einberuft und ich dem Ruf folgen will, dann ist daran doch nichts auszusetzen. Meine Familie ist mehr oder minder gläubig, aber das Zölibat verstehen sie einfach nicht.

Wahrscheinlich werde ich es zu erst demnächst mit meinem Pfarrer besprechen und ihm auch die Lage schildern und dann gehe ich eben meinen Weg, koste es was wolle.

Meine Frage an euch ist eigentlich, direkt gestellt: ,,Wie könnte ich meine Familie doch überzeugen bzw. habt ihr irgendwelche Tipps für mich, wie ich mit der Situation umgehen könnte bzw. was würdet ihr tun?

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