Warum dürfen Frauen Hosen tragen aber als Mann wird man im Mini-Rock seltsam angeguckt?

13 Antworten

Du wirst seltsam angesehen, weil es nicht dem männlichen Rollenbild entspricht.

Frauen durften bis vor rund 50 Jahren auch noch keine Hosen tragen. Die ersten Frauen, die das versuchten, wurden mitunter noch auf der Straße dafür angespuckt und verhöhnt. Aber sie hatten den Mut, sich die Hosen gegen den Widerstand zu erkämpfen und haben daher heute alle modischen Freiheiten. Geholfen hat den Frauen dabei, dass Männer als das starke Geschlecht galten und das Tragen von Hosen daher ihre Position stärkte.

Bei Männern ist das genau anders herum. Da alles feminine als schwach gilt, wird es im männlichen Rollenbild nicht nur gemieden, sondern verpönt. Ein Mann, der feminine Aspekte zeigt, zeigt damit Schwäche. Er schwächt sich, seine Position im Rudel und das wird von anderen Männern als Verrat am eigenen Geschlecht interpretiert. Der stereotype Mann unterdrückt daher massiv alle femininen Aspekte an sich und würde daher auch nie einen Minirock tragen.

Tatsächlich haben auch viele Frauen dieses archaische Rollenbild des Mannes als Beschützer und Kämpfer verinnerlicht. Vor allem in jungen Jahren lehnen sie Männer mit femininen Aspekten daher als unmännlich ab.

Dazu kommt ein anderer Aspekt: Die Gesellschaft hat ein streng binäres Konzept, was die Geschlechter angeht. Wenn du als Mann einen Minirock trägst, stellst du dieses Konzept in Frage. Du folgst nicht mehr den Regeln und stehst damit außerhalb der Norm. Das wird von jungen Menschen, die sehr darauf bedacht sind, zu einer Gruppe zu gehören, zwangsläufig abgelehnt. Erst später lernen sie, dass Individualität wichtiger ist, als Mitläufertum.

Wie die Frauen vor 50 Jahren, müsster der Mann sich also den Rock erst erkämpfen, aber tatsächlich will er das aus den obigen Gründen gar nicht. Er darf es gar nicht wollen, weil er sonst nicht mehr als Mann gilt. Der Mann, der sich ja in seinem Idealbild gerne als mutig und selbstbewußt sieht, ist in Bezug auf einen Rock im Grunde eine Pussy. Er hat schlicht Angst davor. Angst als unmännlich zu gelten, Angst vor den Frauen, Angst for den Männern. Und das ist der Grund, weshalb sich der Rock am Mann in unserer heutigen Zeit noch nicht durchsetzen konnte. Aber nachdem Themen wie queer und genderfluidity heute immer präsenter werden, kann man da einen Silberstreif am Horizont erkennen. Bisher sind es noch wenige, mutige Männer, die das Rückgrat und die Eier in der Hose haben, auf das Rollenmodell zu pfeifen und in der Öffentlichkeit einen Rock zu tragen. Aber es werden langsam mehr.

Ich bin auch einer davon. :)

Gebe ich Dir absolut Recht und meine es auch so! An sich musst Du nur mutig genug sein, zu Deinem Kleidungsstil zu stehen! Es gibt noch mehr solcher Beispiele: Darf eine 50-Jährige bauchfrei tragen? Warum nicht? Darf eine 50-Jährige Chucks tragen und Kapuzenpullis und Hotpants und T-Shirts mit Rüschen und ... JA, verdammt noch mal! Darf sie! Ich tu das! Ich mag es und steh dazu. Das ist mein Stil. Und wenn mich jemand schräg anguckt, dann hat der wenigstens was zu glotzen. Ist sein Problem, wenn er damit ein Problem hat! Nicht meins! Du musst eben stark sein und zu Dir selbst stehen.

jawoll...ich werde mit 50 auch Chucks und bauchfrei tragen und mein Piercing präsentieren ^^ sehr geiles Gefühl - fast wie Baddie Winkle

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Das kommt vielleicht auch noch.

Bis vor einigen Jahren konnten Frauen keine Hosen tragen. Dann kamen die Hosen, kurzhaarige Frauen, im Moment habe ich das gefühl, werden lange Haare bei Männern immer moderner. Und irgendwann könnt ihr bestimmt auch röcke tragen.

Es gibt nun einmal einen Unterschied zwischen MAnn und Frau. Das muss sich natürlich nicht in Kleidung wiederspiegeln, aber den Unterschied gibt es. Es ist auch nciht diskriminierend, dass frauen keinen Bart kriegen. Und wieso sollte es nicht auch Kleider und Stile geben, mit denen man sich als Frau bzw. Mann identifizieren darf?

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