Warum dürfen die Zeugen Jehovas ihre Religion in Russland nicht ausüben?

17 Antworten

Hallo LuciePetit,

zur Zeit kursieren sämtliche Artikel im Netz, die sich um das Gerichtsurteil der Zeugen Jehovas drehen. 

Die Religionsgemeinschaft Zeugen Jehovas wurde dort als extremistisch eingestuft. Auf der Seite Tagesschau wird folgendes wiedergegeben:

Das Oberste Gericht Russlands hat die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas verboten. Das Gericht billigte einen Antrag des Justizministeriums, in dem die Glaubensgemeinschaft als extremistische Gruppe eingestuft wird. Die Zentrale der Gruppe und ihre 395 Regionalverbände würden geschlossen, ihr Besitz beschlagnahmt, hieß es.

Die Anwältin des Justizministeriums, Swetlana Borissowa, sagte der Nachrichtenagentur Interfax zufolge, die Zeugen Jehovas bedrohten die Bürgerrechte sowie die öffentliche Ordnung und Sicherheit. Außerdem verstießen sie gegen die Gesundheitsgesetze des Landes, weil sie Bluttransfusionen ablehnen.

Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch erklärte, die Gerichtsentscheidung sei ein schwerer Schlag für die Religions- und Verbandsfreiheit in Russland. Sollte die Entscheidung in Kraft treten, müssten Zeugen Jehovas mit Strafverfolgung, Geldstrafen oder gar Gefängnis rechnen. Ermittler stellen sie als Organisation dar, die Familien zerstört, Hass sät und eine Gefahr für Menschenleben ist. Die christliche Gemeinschaft weist dies zurück. Die Zeugen Jehovas sind vor allem dafür bekannt, für ihren Glauben an Haustüren zu werben. Sie lehnen Wehrdienst und Bluttransfusionen ab. 
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Auf der Seite Zeit.de wurde ebenfalls unter diesem Thema folgendes Veröffentlicht:

Wegen des Vorgehens der Behörden gegen die Religionsgemeinschaft wurde Russland bereits mehrfach vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg zu Schadenersatzzahlungen verurteilt. Dabei wurde unter anderem auf Verstöße gegen Grundrechte wie Religions-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit verwiesen.

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Wie dem auch sei, es ist eine sehr schwere Zeit und das wissen und fühlen wir alle gleichermaßen mit! Aber wir waren darauf gefasst und wissen das es in Zukunft nicht leichter sein wird.

Die Bibel sagte genau solche Situationen voraus..


Matthäus 24:7-14

7  Denn Nation wird sich gegen Nation erhebenund Königreich gegen Königreich, und es wird Lebensmittelknappheit und Erdbeben an einem Ort nach dem anderen geben. 8  Alle diese Dinge sind ein Anfang der Bedrängniswehen.9  Dann wird man euch der Drangsal überliefernund wird euch töten, und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Nationen sein. 10  Dann werden auch viele zum Straucheln gebracht werden und werden einander verraten und werden einander hassen. 11  Und viele falsche Propheten werden aufstehen und viele irreführen; 12  und wegen der zunehmenden Gesetzlosigkeit wird die Liebe der meisten erkalten.13  Wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 14  Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.


Jesus sagte durch Johannes 15:18 "Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte."

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Zeugen sind bekannt dadurch, dass sie den Wehrdienst 'also das morden' ablehnen. Bekannt durch ein feines Erscheinungsbild, der Höflichkeit, erkennbar an ihren von Haus zu Haus Dienst, ihren Ständen in der Stadt und noch vieles mehr was überhaupt nicht extremistisch ist!


Im Gegenteil: Zeugen Jehovas erheben keine Kirchensteuer, Kinder werden nicht getauft, es herrscht grundsätzlich der Freie Wille, es gibt eine Menge (durch die ZJ) mitentwickelten neuen Methoden um eine Bluttransfusion zu umgehen, bei denen sämtliche Krankenhäuser profitieren und vieles mehr. Leider gibt es in dieser Welt wenige Menschen die das erkennen wollen, so wie die Bibel eben voraussagte. 

Siehe auch mein Kommentar unter dem von 'wayt0dawn'.
Schöne GrüßeMajdi

Anscheinend kann  Jehova den Zeugen Jehovas nicht mehr so segnen, wie in den 90er Jahren.

Weil Jehova "sein Volk" nicht mehr helfen kann, müssen nun Zeugen Jehovas den Fall vor Gericht für Menschenrechte ziehen. 

Es klingt ein bisschen  wie "Jehova, Jehova lama sabachtani".

Man muss hier den Begriff "Verfolgung" differenzieren. Die Organisation in Russland wird aufgelöst und enteignet. Damit endet die Verfolgung der Zeugen Jehovas theoretisch. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die ausführenden Gewalten nun mit Stichproben auf der Suche nach Zeugen die Haushalte durchkämen. Sprich: Man geht nicht mehr aktiv gegen Anhänger vor... theoretisch, denn:

Gegen einzelne Anhänger dieser Organisation kann jetzt natürlich vorgegangen werden, wenn sie gegen gesetliche Bestimmungen verstossen. zB wenn es um die Gesundheit (Blutverbot) oder die Missioniertätigkeit geht. 

Ich bin ein Gegner der Zeugen Jehovas, halte das Verbot aber für den verkehrten Weg. Grundsätzlich sollte jeder im Rahmen der menschenrechtlichen Bestimmungen seine Religion ausüben dürfen. Leider kommt das bei den Zeugen Jehovas aber auch in Konflikt mit ihren eigenen Regeln. 
Wenn wir von Religionsfreiheit sprechen, dann darf niemand benachteiligt werden, weil er Zeuge Jehovas ist... aber wenn jemand kein Zeuge Jehovas mehr ist, darf er benachteiligt werden? Das Kontaktverbot, das bei den Zeugen Jehovas propagiert wird, ist genau so ein Eingriff in die Religionsfreiheit. 

Statt einem Verbot der Gemeinschaft hätte ich eine staatliche Beobachtung für sinnvoller erachtet, weil dann gegen Einzelverstössen besser vorgegangen werden kann. Sprich: Verweigern Eltern zB ihrem Kind die lebensrettende Bluttransfusion, so gehören sie in dieser Entscheidung überstimmt. 

Ich halte es eher für wichtiger gegen die Praktiken der Zeugen Jehovas vorzugehen bzw vor diesen zu warnen - für Mitglieder dieser Gemeinschaft sind diese zwar "normal", aber sie kollidieren massiv mit den Gesetzen und Rechten, auf die sich die Zeugen Jehovas jetzt natürlich gerne berufen.

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Deine Ansätze kann ich nachvollziehen und verstehe deine Meinung auch! 

Leider beschäftigen sich wenige Menschen mit der Religion an sich und lesen/hören/glauben das was im Fernsehen, Internet oder von Austretern erzählt wird. Diese Quellen sind aber nicht die richtigen, da diese Medien mit Hass erfüllt sind. 

... Schalte den TV an - wann ist denn mal eine frohe Botschaft in den Nachrichten zu hören? Was läuft denn alles auf RTL & Co.? Im Internet gehen Lügen schneller um die Welt als alles andere. Warum?, weil genau das die Menschheit interessiert. Aber die Wahrheit möchte niemand hören.

Es gibt viele Dinge in der Religionsgemeinschaft der ZJ die sich zumal schrecklich oder verachtend anhören. Doch man kann nicht nur auf das Äußere schauen! Das Innere, der Hintergrund, muss verstanden werden und dann sieht die Wahrheit schon ganz anders aus. ...

Es tut weh, von den Menschen, auch hier auf gutefrage.net, einfach abgestempelt zu werden. Ein offenes Ohr ist hier nur selten zu finden.

Schöne Grüße

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@MajDiiiii

Nun... erklären Sie mir mal bitte, welche Quellen denn Ihrer Ansicht nach objektiv genug sind. 

Mir geht es hier nicht um einen Qualitätsanspruch seitens RTL, 
Was disqualifiziert Ihrer Meinung nach zB Aussteigern über Ihre Gemeinschaft sachlich zu berichten?

Was erklärt denn sachlich, warum Eltern ihre Kinder verstossen, weil sie keine Zeugen Jehovas mehr sein möchten? Oder anders herum. Wie erklärt man seinem Kind, dass Oma und Opa Mama und Papa verstossen hat, weil sie keine Zeugen Jehovas mehr sein möchten. 

Stehen Sie doch bitte zu ihren Praktiken! 
Wie können Sie dafür argumentieren, dass Religionsfreiheit auf Sie Anwendung findet, wenn jeder Aussteiger mit dem verlust seines sozialen Umfeldes rechnen muss.. 

es gibt hier kein "Hintergrund" zum verstehen. 

Machen Sie sich um "die Wahrheit" bitte erst einmal ernsthafte Gedanken.... dann können Sie sich um das "Abstempeln" Gedanken machen.

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@wayt0dawn

Auch in diesem Kommentar ist deutlich zu erkennen, dass du den 'Hintergrund' nicht kennst.

Einem Aussteiger das Gehör zu schenken, reicht nicht! Man muss schon alle Seiten dazu anhören und erst dann beurteilen. 

Wenn jemand nicht getauft ist und dann sich dazu entschließt nicht mehr dazu zu gehören, dann wird diese Person mit Sicherheit nicht Verstoßen! Das ist keine begangene Sünde! Unsere Kinder werden nicht, so wie in der Kirche, bei Geburt an getauft! Also können sie selbst entscheiden und das ist nicht schlimm! Das muss akzeptiert werden!

Selbst wenn das engste Familienmitglied (getauft) ausgeschlossen wird, dann hat dies einen triftigen Grund, diesen Grund möchte diese Person nicht bereuen!

Beispiel:

Das ist als wenn die Mama sagt: "So Kind, möchtest du dich bei mir entschuldigen, da du mir weh getan hast?" und das Kind antwortet: "Ne mache ich nicht". 

Was macht die Mutter? Sie muss eine Konsequenz ziehen, um dem Kind zu zeigen, dass das was es getan hat nicht richtig ist.

Und wie zeigt man es ihm? Indem man zum Beispiel das Kind Hausarrest gibt, es ignoriert etc.

So in etwa könnte man dies vergleichen. Wenn eine Person ausgeschlossen wurde und trotzdem den normalen Kontakt zu uns pflegt, wird diese Person niemals an seine Fehler denken und wird umso weniger bereuen können.

Außerdem ist dies immer noch eine Gewissensfrage, ob und wie viel Kontakt du zu dieser Person hast! 

Beispiel:

Eine Autobahn mit 3 Spuren. Links fährt kontinuierlich schnell (hält sich streng an alle Regeln). Mittlere Spur fährt nicht ganz so schnell, hält sich aber an die Verkehrsregeln (hält sich an die Regeln, sieht aber die Dinge nicht ganz so streng, macht es aber trotzdem richtig), auf der Rechten Spur verlässt man mal die Autobahn und kommt wieder drauf (Mitläufer die sich ZJ nennen - aber Null dafür tun).

So handelt also der eine krasser, der andere aber nicht.

D. h. jeder kann für sich selber entscheiden, ob und wie viel Kontakt er zu der Person pflegt. Die meisten halten sich nun mal an die Regeln und hoffen, dass die Person ihre Fehler dadurch einsieht, dass der Kontakt nachlässt! > Uns werden Gebote gegeben an die wir uns halten sollten. 

Eine Gewissensfrage muss jeder für sich selbst bestimmen. Und dabei sind nicht alle Handlungen bei falsch! 

Und dann kann es auf viel an der Persönlichkeit der Person selbst liegen wie krass diese damit umgeht! Niemand entscheidet für einen anderen!

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Dem Kind wird es wie im Bsp. erklärt. Da gibt es diese Person die Fehler gemacht hat und diese muss selbst entscheiden, ob sie sich entschuldigt oder nicht. Und um der Person zu zeigen, dass sie einen Fehler gemacht hat, muss man Konsequenzen ziehen!

Die Hoffnung, dass die Person umkehrt besteht immer!

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Doch andersrum gefragt, was erzählst du einem Kind wenn sich die Eltern getrennt haben? Wie sollen denn die Kinder damit umgehen?

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@MajDiiiii

Fürs protokoll… ich WAR Zeuge Jehovas und kann den
Hintergrund sehr wohl erfassen.

Ich gebe Ihnen Recht: Beide Seiten müssen gehört werden… aber sie sind absolut
gleichwertig.

Das bedeutet, man muss sich auch mit den Argumenten von Aussteigern
auseinandersetzen.

Solange Aussteiger in eine Täterrolle („Er möchte mit der Familie nichts mehr
zu tun haben und ist am sozialen Ausschluss selbst schuld“) gedrängt werden, um
das eigene Gewissen zu erleichtern, ist das aber zumindest von Seiten aktiver
Zeugen Jehovas kaum möglich.

Natürlich wird eine Person verstossen, wenn sie nicht getauft ist – sobald sie
Gedankengut verbreitet, das im Gegensatz zu dem von der Organisation
verbreiteten Lehre steht. Sobald aktive „Gegnerschaft“ vermutet wird….

Beim Thema „Kindertaufe“ müssen Sie nicht auf andere Religionen mit dem
erhobenen Zeigefinger zeigen… die Leitung der Zeugen Jehovas drängt sehr wohl
dazu, dass man sich so jung wie möglich taufen lässt. Schauen Sie sich zB den
Broadcast vom März an mit Herrn Lett und der Erfahrung des jungen Bruders,
dessen Taufe er beiwohnen durfte.

Die Zeugen Jehovas als Organisation heucheln in dieser Hinsicht.

Ist ein 8 jähriges Kind reif genug, sich taufen zu lassen? Würden Sie ihr
8jähriges Kind Autofahren lassen?

Schauen Sie…. Wird jemand ausgeschlossen, so hat er gegen die Regeln „Gottes“(interpretiert
durch die leitende Körperschaft) verstossen. Ein Ausschluss bzw Rauswurf aus
dem Verein geht damit in Ordnung. Aber wir reden hier über einen Eingriff in
den privaten Bereich: Der vermeintliche Sünder hat seiner Mutter nichts getan, wenn
er mit seiner Freundin geschlafen hat und dies nicht bereut.

Aber hier dreht man dem Ausgeschlossenen einfach mal die
Täterrolle zu. Als ob sich dieser gegen die Familie entschieden hätte…. Und wir
sprechen hier ja noch nicht mal über die Leute, die gegangen sind, weil sie die
falsche biblische Auslegung erkannt haben…

Übrigens wird jede Mutter ihr Kind nicht 15 jahre oder
länger meiden, nur weil es ihr mal an den Haares gezogen hat.

Ich bin seit  13 Jahren
kein ZJ mehr…. Vielleicht sollte man dann erkennen, dass eine Umkehr
ausgeschlossen ist und man die Person so akzeptieren wie sie ist… Sie wissen ja…
bedingungslose Liebe wie sie Jesus gelehrt hat…

Das hat auch nicht mit Gewissen zu tun… hat die WTG nicht
erst auf dem Regionalkongress 2016 die Notwendigkeit des vollständigen
Kontaktabbruchs propagiert? Stichwort 
Sonja-Video

Sie sind leider nur zum Teil auf meinen Post eingegangen….

Welche quellen sind für Sie objektiv genug?

Was disqualifiziert Ihrer Meinung nach Aussteiger über Ihre
Gemeinschaft objektiv zu berichten?

Und jetzt neu dazu gekommen:

Setzen Sie sich wirklich forschend auch mit Aussteigerberochtem
und Informationen auseinander oder stempeln Sie alles gleich als lügenpresse, alternative
Fakten etc ab..

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@wayt0dawn

Das ist ihre Meinung. Ich habe eine andere. :-) ich akzeptiere ihre und möchte mich deswegen aus dieser Unterhaltung rausziehen. 

Meine letzten Worte: 

Ich bin nicht als Kind gedrängt und auch nicht getauft worden, trotz das ich als Kind in einer ZJ Familie hinein geboren wurde.

In meiner Familie befinden sich ebenso Mitglieder die nicht ZJ sind, welche die ausgeschlossen sind und welche die nicht mehr wollten. Und keiner wird verstoßend behandelt. Der ausgeschlossene weiß was er getan hat und weiß warum er nicht mehr im Mittelpunkt steht und auch er hat uns zu akzeptieren, so wie wir ihn.

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Bei "wayt0dawn" handelt es sich um den Abtrünnigen Uwe Schöning, der die Website "Bruderinfo" mit Hasskommentaren gegen Zeugen Jehovas betreibt.

Was sein Kommentar wohl bewusst "übersieht" ist, dass in Russland kein Verstoß gegen Zeugen Jehovas festgestellt werden konnte. Sie verstoßen eben nicht gegen gesetzliche Bestimmungen!

1. Die Missionstätigkeit von Zeugen Jehovas gilt als Christliches Merkmal und untersteht sowohl in Russland als auch weltweit der Religionsfreiheit.

2. Wenn sich Personen gegen eine Bluttransfusion entscheiden, obliegt das ihrer Gewissensentscheidung. Ein unanfechtbares Menschenrecht! Ebenso sah es das Moskauer Gericht 2014.

3. Wie im Falle von Herrn Schönning, haben Zeugen Jehovas auch in Russland das Recht, Personen mit kriminellen Hintergrund, bei Missbrauch oder Verstößen gegen Glaubensgrundsätzen rauszuwerfen. Wer so etwas objektiv kritisiert, sollte dass auf alle Religionen beziehen, da das auch alle Religionen so handhaben!

Ganz klar, Zeugen Jehovas pflegen das nur bei Ausschlüssen. Wenn jemand seine Mitgliedschaft (Religionszugehörigkeit) selbst kündigt, kann er weiter Kontakt zu ZJ haben. Auch das fehlt in der Antwort von Schöning.

Ich halte es eher für wichtiger gegen die Praktiken der Zeugen Jehovas vorzugehen bzw vor diesen zu warnen - für Mitglieder dieser Gemeinschaft sind diese zwar "normal", aber sie kollidieren massiv mit den Gesetzen und Rechten, auf die sich die Zeugen Jehovas jetzt natürlich gerne berufen.

Ein typischer Abtrünnigen Satz. Denn er suggeriert, Zeugen Jehovas würden in dem Fall gegen Russisches Recht verstoßen! Dem ist aber bislang nicht der Fall. Denn kein einziges Russisches Gericht konnte so etwas nachweisen! Hier versucht einer Vorurteile durch Fake-News zu schürren!

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@JohnWitness

Ohje... Sind Sie das Herr Nickl, oder nur ein weiteres anonymes Profil eines Wachtturm-Apologeten?

Ich kenne Bruderinfo, aber ich betreibe Bruderinfo nicht. Ich verweise nur gerne darauf.

Zeugen Jehovas in Russland sind bei weitem nicht die einzigen, die Probleme bekommen. Ich habe das Verbot übrigens auch verurteilt und meine das aufrichtig so.

1. Die Zeugen Jehovas missionieren und halten das für ein christliches Merkmal... gehen Christen zu anderen Christen predigen?
2. Natürlich ist das eine "Gewissensentscheidung" diese abzulehnen - ist es auch eine Gewissensentscheidung sie anzunehmen?
Ist es nicht so, dass man automatisch die Versammlung verlassen hat, wenn man einer Transfusion zustimmt und dies nicht bereut? (Das Handbuch der Ältesten ist das zB sehr eindeutig).
Und sein eigenes Gewissen über das Kindeswohl zu stellen ist für mich absolut verwerflich. Es erinnert mich an den Fall der Veganerin in den USA, die ihrem 11 monatigen Kind nur Beeren und Nüsse um Essen gegeben hat.
Das ist fanatisch.

3. "Krimineller Hintergrund" - Guter Mann, Ich hoffe Sie sind mit Ihren Anspielungen etwas vorsichtiger, denn einen kriminellen Hintergrund habe weder ich, noch die meisten Aussteiger, die Sie abwertend als "Abtrünnige" bezeichnen.
Und wieso sollte bei einem "Rauswurf" oder einem freiwilligen Ausstieg diese Auswirkungen auch auf den Familien und Freundeskreis übergehen?
Angenommen Sie benehmen sich wiederholt in einem Golfclub daneben, dann hat dieser Club das Recht sie rauszuwerfen... aber er hat kein Recht zu verlangen, dass Familienmitglieder den Kontakt abbrechen... genauso übrigens, wenn sie besagtem Golfclub die Mitgliedschaft selbst kündigen.

Ihre Aussage man könne noch mit einem freiwillig gegangenen Ex-Zeugen Kontakt halten ist eine unverschämte Lüge. Jeder der die Gemeinschaft verlässt und nicht mehr mit ihren Ansichten übereinstimmt ist Abtrünnig und demzufolge "Geistig krank":
https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2011524?q=geistig+krank&p=par
Deshalb gilt es, diese zu meiden!

4. Ich suggeriere nicht, dass Zeugen Jehovas gegen Russisches Recht verstoßen. Ich behaupte, dass die Organisation der Zeugen Jehovas zum Beispiel mit dem Kontaktabbruch massiv in die Grundrechte des Menschen eingreifen, indem sie ihn benachteiligt, wenn er von seinem Recht der religiösen Selbstbestimmung Gebrauch macht.
Ich behaupte, dass die Organisation der Zeugen Jehovas ihre Mitglieder und ihren freien Willen beeinflusst und manipuliert - getreu dem sogenannten BITE-Modell der Bewusstseinssteuerung von Stephen Hassan.
Wichtige Elemente dieses Modells sagen aus, dass es nur einen einseitigen Informationsfluss gibt (zB Nur noch Aussagen aus JW.org und der leitenden Körperschaft Glauben schenken), dass sich Betroffene sozial von der Außenwelt isolieren (zB "sogenannte Weltmenschen sind nur schlechter Umgang, wenn sie sich nicht missionieren lassen"), dass kritische Stimmen diskreditiert werden sollen ("Glaubt keinem ehemaligen Mitglied") und weiteres.

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