Warum dürfen Chinesen hier in Deutschland kostenlos studieren?

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5 Antworten

Leider hat die Medaille immer 3 Seiten. Auf Deine Diktatorenkinder einzugehen, ist müßig. Bei aktuell mehr als 300.000 ausländischen Studierenden ist deren Zahl zu vernachlässigen.

Vielmehr gibt es zahlreiche nachvollziehbare Interessen, die über Deine kleine Klagemauer hinausreichen.

Zuerst einmal hat es einen unmittelbaren ökonomischen Nutzen, der sich über die Gesamtverweildauer von ausländischen Studienrenden berechnet. Hierzu hat der DAAD umfassend forschen lassen und veröffentlicht

https://www.daad.de/medien/der-daad/analysen-studien/final\_blickpunkt-verbleib.pdf

Dann besetzen ausländische und vor allem asiatische Studenten vor allem die sog. MINT-Fächer (47% in WS 2015/16), die von deutschen Studenten (nur 27%) aus diversen Gründen ungern belegt werden.

Nicht zuletzt gibt es zahlreiche Vorteile für den Wissenschaftsstandort Deutschland und für deutsche Handelsinteressen, die eigentlich naheliegend sind. Warum bekommt Siemens bei Großprojekten einen Fuß in die Tür?

Falls Du Dich wider Erwarten etwas fundierter informieren möchtest, hier die wohl einflussreichsten Postionen:

https://www.welt.de/wirtschaft/article123724508/Auslaendische-Studenten-sind-lukrativ-fuer-den-Fiskus.html

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/mehr-als-300-000-studentenrekord-aus-dem-ausland-13715013.html

P.S. Ausländische Studienbewerber, die die verdammt hohen Hürden - nicht zuletzt durch die sprachlichen Anforderungen - nehmen, genießen meinen allergrößten Respekt.

https://www.daad.de/deutschland/en/

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Kommentar von BTyker99
14.10.2016, 22:54

Nur 27% der Mint-Studenten sind Deutsch? Oder studieren 27% der deutschen Studenten Mint-Fächer? Letzeres erscheint mir zu irrelevant, um es überhaupt zu nennen, erstes kommt mir zu extrem vor, um wahr zu sein.

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Kommentar von Nele235
15.10.2016, 21:30

Die Frage danach, was uns der Wissensexport nützt, bleibt trotzdem offen. 

In Anbetracht der Tatsache, dass unsere (staatl.) Uni´s total überfüllt und schlecht ausgestattet sind, finde ich die Frage von Karsten29 absolut berechtigt. 

Unsere Studenten müssen überall auf der Welt bezahlen, wenn sie im Ausland studieren müssen. Hier kommt der Steuerzahler für ausländische Studenten auf. Da müssen solche Fragen erlaubt sein. 

Studien hin oder her- wir wissen schon seit Jahren, dass Wissen unser teuerstes Exportgut ist. Würden die Absolventen hier bleiben, hätten wir auch einen Nutzen davon. Aber guten Leuten eine Perspektive geben- das können deutsche Firmen und deutsches Arbeitsrecht eher nicht. Nicht umsonst findet man die erfolgreichsten Firmen der Welt in Silicon Valley..

Nele

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Die Semsterbeiträge müssen Chinesen (und andere Ausländer) genauso tragen wie Deutsche auch. Studiengebühren wurden hierzulande u.a. deshalb größtenteils abgeschaft, damit ein Studium für möglichst jeden Menschen bezahlbar ist.

Man kann auch nicht einführen, dass diese Regelung für Deutsche gilt, aber für Chinesen die hier studieren wollen nicht. Dies wäre gegen das Grundgesetz.

In anderen Ländern gibt es eben andere Regelungen.  Dies hat in manchen Ländern aber eben auch zur Folge, dass sich dort weniger Menschen ein Studium leisten können.

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Kommentar von Karsten29
14.10.2016, 18:54

Aber was ist das für ein nachbar, wenn du ihn immer einlädst, er dich aber nicht?

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Auch für Ausländer gilt freier Studienzugang. Allerdings ist für die einzelnen Staaten der Zugang beschränkt.

Für ihre Aufenthalt müssen sie natürlich selbst zahlen.

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Die Chinesen studieren nicht kostenlos. 

Sie müssen genauso die Semestergebühren bezahlten wie deutsche Studenten auch. 

Und sie bekommen ein Stipendium aus ihrem Land, dass sie hier leben können. Denn sie haben keinen Anspruch auf Bafög. 

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Kommentar von Karsten29
14.10.2016, 18:57

Die Semestergebühren sind nicht mal ansatzweise selbstdeckend, der Steuerzahler zahlt hier dennoch drauf.
Oder ist es anders?

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