8 Antworten

Streng genommen sind auch Buddhisten Atheisten, weil sie an keinen Gott glauben. Die Buddhistischen Richtungen, die an Götter glauben, sind eher animistisch orientiert.

Im Gegensatz zu anderen Ländern wird in China die Religion staatlich nicht gefördert. ein weiterer Grund, warum es so viele Atheisten gibt. Übrigens ist der Buddhismus nicht mit der Mitgliedschaft in einer Kirche oder Gemeinde verbunden. Jeder entscheidet für sich selbst, ob er buddhistisch leben will oder nicht.

Es gibt gewissen Streit darüber, wie atheistisch der frühe Buddhismus wirklich war. Es gibt viele überlieferte Lehrreden Buddhas, in denen er über die Götter spricht. Er hat ihre Existenz niemals in Frage gestellt, nur ihre Bedeutung und ihren Nutzen für den Menschen.

China hat eine ambivalente Haltung zur Religion. Es gibt Tendenzen, Religion unter Leitung der KP zuzulassen. Taoisten werden inzwischen mitunter in staatlichen Einrichtungen ausgebildet, wobei die Kommunisten die Religion natürlich in ihrem Sinne ein Stück weit umgestalten und z.B. ein audrückliches Bekenntnis zur Staatstreue voraussetzen.

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Denken das wirklich viele Menschen? Ich meine, es ist doch recht verbreitetes Wissen, dass Religion in China nicht gern gesehen wird.

Der Buddhismus wird in China tatsächlich praktiziert, ebenso wie der Taoismus und teilweise auch wieder der Konfuzianismus. Sie werden in China auch als die "drei Lehren" bezeichnet, da alle drei Religionen etwa zur gleichen Zeit entstanden sind und China über viele Jahrhunderte beeinflusst haben.

Was in Wikipedia steht entspricht nicht immer der Wahrheit. Frag mal wieviel Buddhisten es in D gibt. Sie stehen in keinem Papier eingetragen. Und doch werden es immer mehr. Ich bin EV., aber gleichzeitig Buddhist. Sollte es in China anders sein?

Es gibt ja auch keine "buddhistische Kirche" oder einen "Oberbuddha", der eine Liste aller Buddhisten führt. Buddhisten werden in der Regel nicht statistisch erfasst. Theoretisch kann jeder Buddhist werden, der sich zur Lehre bekennt.

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@Indecisive

letzteres stimmt. Aber richtig praktizieren ist es in einer Gemeinschaft besser. Aber es gibt sogenannte Buddhistische Glaubensgemeinschaften,die die unterschiedlichen Richtungen des Buddhismus lehren bzw. praktizieren.

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@PatchrinT

Das stimmt, es gibt ja auch die Zufluchtnahme als formales Bekenntnis. Aber soweit ich weiß, führt der deutsche Staat zumindest keine Statistiken über die Zahl der Praktizierenden.

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@Indecisive

nicht mal in den buddhistischen Ländern Thailand oder Myanmar ist die Zahl bekannt, da werden nur die Mönche gezählt. In Deutschland entstehen Statistiken, in dem die Dachorganisationen DBU und BUBB ihre Gruppen- und Einzelmitglieder zusammenzählen.

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Woher glaubst du zu wissen, was die "meisten Leute" denken?

offiziell ist das wohl so...die Moslems sperrt man schonmal weg und die anderen??

kennt man doch auch von hierzulande: kaum einer in der Kirche (regional sehr unterschiedlich) und Weihnachten ist die brechend voll!

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