Warum denken Menschen mit Derealisation/Derpersonalisation das sie verrückt werden?

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2 Antworten

Hab zwar grad schon den Kommentar geschrieben, muß aber nochmal was dazu schreiben. Also:Bei einer Psychose/Schizophrenie ist die Ausschüttung des Dopamins, zur Übertragung der Reize durch die Nerven, erhöht. So kommt alles, was man wahrnimmt (schmecken, riechen, fühlen, sehen, hören) falsch bzw verstärkt im Hirn an. Dieses Szenario kennt man aus typischen Psychothrillern. Das Umfeld verändert sich und man zweifelt an den eigenen Sinnen und dem Verstand. Man ist also im wahrsten Sinne des Wortes "verrückt". Was bedeutet verrückt? Dass man sich merkwürdig verhält? Dinge sieht, die nicht da sind? Unverständliches Zeug redet? Oder dass die Intelligenz schwindet? Oder nur der klare Menschenverstand? Bei dieser Krankheit ist die Persönlichkeit immer noch die selbe, man ist kein anderer Mensch dadurch oder hat einen anderen Charakter oder ist dümmer. Man reagiert nur (auf die persönliche, typische Art und Weise) auf Dinge, die nicht der Realität entsprechen. Man nennt es eine Geisteskrankheit. Eigentlich ist aber doch der Körper, der Stoffwechsel krank? Ich hoffe, ich konnte hiermit Deine Frage bezüglich der Derealisation beantworten. Grüße und bleib bloß "gesund" (sofern es sowas wie Gesundheit gibt, wir sind ja alle ein bißchen gaga)!!!

Der Bezugsverlusst zur Person und/ oder zur Realität bringt Menschen nicht dazu zu denken sie seien verrückt. Es ist eher so dass sie glauben die neue Realität sei das einzig Richtige- das passt irgendwie nicht zusammen :/ Eine manifeste Depersonalisation ist einem doch garnicht bewusst - man gestaltet sich selbst neu und hat auch eine entsprechende Warnehmung.

Ah ja, warum lese ich das dann ständig in irgendwelchen Foren von Betroffenen.

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@Popeija

Ich bin irritiert. Ich dachte bisher Depersonalisation sei das Gefühl, nicht mehr wirklich im Körper zu stecken, sich selbst zuzusehen, wie man agiert, aber wie hinter einer Scheibe, so wie sich das schon mal nach Schlafentzug einstellt, und nicht der Verlust der eigenen Person im Sinne von Persönlichkeit? Ist das falsch? Zum "Verrücktwerden" kann ich sagen, das kommt daher, dass das neue Erleben im Gegensatz zur bisherigen Erfahrung steht, und zu Anfang nimmt man diese Veränderung mit großer Sorge war. Beispiel: Menschen, die immer freundlich und wohlgesinnt waren, führen plötzlich nichts gutes im Schilde und man denkt, das könne nicht sein, da man sich bisher doch gut verstand. In Situationen in denen man bisher ein freundliches Lächeln erntete, bekommt man jetzt ein hähmisches Grinsen. Alle sagen, das stimme nicht, was man sehe, aber man sieht es doch klar und deutlich, dann muß das wohl eine Verschwörung sein. Erst mit fortschreitender Erkrankung (wenn es alle Mitmenschen deutlich sehen, dass mit demjenigen "was nicht stimmt") wird der Wahn zur Gewissheit/Realität. Zu anfangs, wie gesagt, nimmt man die Veränderung mit großer Angst und Sorge war. Da fragt man sich natürlich:"Werd ich jetzt verrückt oder was?"

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