Warum denken manche Leute das USA, Großbritannien für den IS verantwortlich sind?

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

da es davor da schon andauern krieg gab Nahostkonflikt

Schon mal genauer hingeschaut?

irak-iran krieg

... von den USA angefeuert und teilweise finanziert...

golf kriege

Meint was genau? Der erste Golfkrieg war der Irak-Iran-Krieg (von den USA angefeuert und teilweise finanziert). Der zweite Golfkrieg wurde von den USA völkerrechtswidrig geführt. Der Dritte Golfkrieg wurde von den USA "noch völkerrechtswidriger" (nämlich sogar mit Lügen) von den USA geführt.

Saddam hussein wahr der grösste kriegverbrecher auf erden zu der damaligen zeit

Dann ist es sicherlich bemerkenswert, dass Saddam Hussein ein Schützling der USA war, nicht wahr?! In den USA ausgebildet. Von den USA beim Putsch unterstützt. Von den USA finanziert. 

Und als er nicht mehr so wollte, wie die USA sich das vorstellten, brachen die USA zwei Kriege gegen Saddam Hussein vom Zaun und ermordeten ihn später. Doch nicht, ohne dabei insgesamt mehr Menschen direkt (im Krieg) und indirekt (durch Sanktionen und Destabilisierung des Landes) umzubringen, als Saddam Hussein...

2009 haben die us,gb soldaten den irak verlassen 2014 ensteht IS und der krieg wahr schon länger vorbei warum bringt man damit Usa,Großbritannien in verbindung. 

Politisch: Die Kriegsparteien haben die gesamte Region destabilisiert. Im Irak sitzt eine den USA willfährige Regierung an der Macht, die sich nur um die Interessen der Konzerne kümmert. Und auch in Afghanistan sieht es ähnlich aus. Währenddessen ist Syrien wegen des - auch von den USA aufgestachelten Bürgerkriegs - nicht in der Lage, den IS wirksam zu bekämpfen, ... denn auch das verhindern die USA sehr wirkungsvoll.

Die USA und andere Kriegsparteien schufen also ein "Macht-Vakuum", das der IS für sich benutzen konnte.

Militärisch: In den letzten Kriegen schleppten die USA und andere Kriegsparteien viele Waffen in die Gegend. Doch der Rücktransport war ihnen zu teuer. Außerdem hat's der Steuerzahler doch; man kauft einfach neue, wenn man zu Hause ist. Das freut die Rüstungskonzerne.

Also ließen sie unzählige Waffen in von Einheimischen bewachten Depots zurück. Und das wiederum fand der IS wunderbar: Man musste nur ein paar Dutzend Leute überfallen und bekam als Belohnung mehr Waffen, Munition und Fahrzeuge, als man sich vorstellen kann.

Personell: Auch die schlimmste Terror-Organisation kann einpacken, wenn sie keine Mitglieder findet. Gott sei Dank gab es aber die USA! Denn große Teile des irakischen Militärs wurde nach dem Willen der USA einfach entlassen, nachdem man Saddam Hussein entmachtet hatte. 

Und die Leute bekamen als Abschiedsgeschenk ein Land, das die USA in die Steinzeit gebombt hatten. Und obendrein nicht etwa ausstehenden Sold, mit dem sie sich ihr neues Leben hätten aufbauen können, sondern ... ihre Waffe.

Nein, das ist kein Scherz! Man drückte entlassenen irakischen Soldaten ihre Waffe und ein bisschen Munition in die Hand. 

Und was macht man so, wenn man nicht mehr nach Hause kann, weil da nur noch Ruinen stehen? Was macht man so, wenn man weiß dass der Bruder, der Onkel und der Vater bei einer Hochzeitsfeier starben, weil die USA mal wieder Terroristen mit jubelnden Feiernden verwechselt hatten? Was macht man so, wenn Leute sagen, dass sie die Schnauze voll davon haben, vom Westen herumgeschubst und wie Karnickel ermordet zu werden; und sich deshalb zusammentun? `

... Was würdest DU an ihrer Stelle machen, wenn das einzige, was man dir lässt, eine Familie ohne Haus, ohne Perspektive und mit haufenweise leeren Stühlen bei der Familienfeier wäre, du aber eine Waffe in der Hand hast?

Im Übrigen: Der IS ist nicht 2014 entstanden, sondern schon sehr viel früher, nämlich im Jahr 2003. Also zum Ende des dritten Golfkriegs (USA + Verbündete gegen den Irak).

alles im allem kann man nicht sagen was währe wenn es kein irak krieg gäbe

Nein, was wäre, kann man nicht sagen. Aber man kann von dem, was war, ableiten: Als Saddam Hussein noch lebte, der vorletzte Irak-Krieg noch nicht begonnen hatte und Afghanistan sich gerade vom russischen Feldzug erholte und der syrische Staatschef sich noch vom eigenen Volk feiern ließ, war al-Quaida ein kleiner Haufen von Wahnsinnigen (übrigens von den USA rekrutiert, zum Teil in den USA ausgebildet, von den USA bewaffnet und finanziert), waren die Taliban ein Haufen versprenger Warlords (übrigens von den USA ausgebildet, bewaffnet und finanziert) und gab es den IS (übrigens von den USA und anderen Kriegsparteien ausgerüstet und zum Teil ausgebildet und finanziert) noch gar nicht...

... Viel interessanter wäre also die Frage: "Was wäre, wenn die USA sich nicht überall auf der Welt einmischen, Terroristen finanzieren, ausbilden und bewaffnen; ganze Staaten durch ihre 'mörderische Außenpolitik' ins Chaos stürzen und den Menschen mit all dem überschüssigen Geld, das man so nicht für Militär braucht, ein lebenswertes Leben finanzieren helfen würden?"

Wusstest du, dass der letzte Irak-Krieg den Westen insgesamt etwa so viel gekostet hat, wie 5 Jahre des gesamten irakischen Staatshaushalts? (Zum Vergleich: Man hätte auch ALLE Iraker fünf Jahre lang in bezahlten Urlaub schicken können.)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von zetra
02.08.2016, 09:43

Nichts da mit ein paar Leuten. Bush und Blair sind die letzten Akteure, die den IS zum Aufstieg verhalfen. Die intelligenten User haben das schon lange begriffen, es werden immer mehr.

Sehr guter Bericht, der Kern der Sache wurde getroffen.

4
Kommentar von thetee99
02.08.2016, 11:15

Erst ganz aktuell kam ja raus, dass der IS Videoaufnahmen von der "New Syrian Army" erbuetet hatte, auf denen genau dokumentiert wurde, wie CIA-Sepzialisten die Kommandeure dieser durch die USA finanzierten und ausgebildeten Milizen gegen den IS, schulen im Hinblick auf Verhalten, Körpersprache, Auftreten etc. Genau wie sie es mit Saddam auch gemacht hatten, oder Gadaffi.

Ein "Warlord" wird durch einen anderen ersetzt, weil der vorherige zuviel Macht bekam und sich gegen die USA wendete... die USA züchten Monster am Fließband, nur um entweder Kontrolle über die Gebiete zu haben wegen der Ressourcen, oder um anderen diese Kontrolle zu entziehen (Afghanistan - Russland, Afrika - China etc.)

Und wie Unsinkable2 schon gesagt hat, diese Leute, die alles verloren haben und keine Perspektiven außer vielleicht Rache mehr haben und sich dem IS anschließen sind zum großen Teil Ex-Militärs der gefallenen Regime von Saddam und Gadaffi. Teilweise auch Geheimdienstagenten, die genau wissen wie sie am effektivsten Terror verursachen und mit welchen Methoden sie neues Personal bekommen können ("Islamismus").

1

Das Problem nach dem Irakkrieg war, dass man mit dem Vorwand die USA sind ein Christliches Land und wollen die Moslems durch einen Kreuzzug töten, viele Menschen für eine Antiamerikanische Bewegung gewinnen konnte aus der dann der IS wurde.

Das Argument geht eben nicht so gut wenn man sagt, das sind Muslime wir sind Muslime, aber deren glauben ist falsch.

Ein anderer Fehler der Amerikaner war dass sie ca 80% des Irakischen Militärs entlassen haben weil die Soldaten Mitglieder der Partei von Saddam Hussein waren, viele der Entlassenen waren später Al Qaida Mitglieder und dann IS Mitglieder.

Durch die Folter in US Amerikanischen Lagern konnten auch viele Mitglieder angeworben werden, so wie der heutige Führer des IS.

https://de.wikipedia.org/wiki/Abu_Bakr_al-Baghdadi

Komisch ist auch dieses Bild welches Abu Bakr und John Maccain zeigt:

https://i.ytimg.com/vi/GopqiYvuU1E/maxresdefault.jpg

wobei dieses Bild vermutlich vor dem Beitritt von Abu Bakr zum IS gemacht wurde, zudem weiß ich nicht 100% ob es wirklich Abu Bakr ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hast Du schon mal hinterfragt wer Sadam Husseín das Giftgas zur Vernichtung der Kurden geliefert hat.Das war seinerzeit President Bush Senior.Natuerlich hat die USA den ganzen nahen Osten mit seiner Politik destabilisiert, so das die syrischen Opposition Morgenluft witterte und meinte jetzt oder nie,und los gings.Das zur gleichen Zeit bei der IS der gleiche Gedanke hochkam ist verstaendlich, das kann man aber weder Sadam noch Assad anlasten.Der Erstere war ja schon tot und dem Zweiten traute man nicht viel zu, man dachte eher er wuerde schnellstens das amerikanische Angebot annehmen und das Land verlassen.Das tat er aber nicht und so kam es zu diesem Chaos.

Tareq


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weil die usa eine Vielzahl an Konflikten unterstützt haben,  ausgelöst haben oder zu ihren Gunsten drehen wollten 

Einen Hussein unterstützt haben und zunächst als Lösung für die nahen Osten präsentiert haben,  nur solange bis er nicht mitspielen wollte und sein eigenes Ding wollte ( wie alle US Freunde im nahen Osten)  und ihn dann wegbomben etc 

Man bedenke der Konflikt mit Russland in Syrien,  wo man Russland zurecht vorwerfen kann seine eigenen Interessen durchzusetzen,  dabei auch Zivilisten zu töten,  aber anderes tut die usa auch nicht 

Oder Kritik daran das Russland ein extremes System und einen Assad unterstützt, verständlich,  aber sehen wir uns mal die US Partner an 

Saudi Arabien und Co,  die den is selbst finanziell unterstützen 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hauptverantwortlich sind sie nicht, aber Öl ins Feuer gegossen haben sie schon. Eine gewisse Verantwortung ist also vorhanden. 
Aber wie du schon sagtest, diese Region da unten ist schon sehr lange kritisch. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Problem ist älter.
In Folge des 1. Weltkrieges wurden eine ganze Reihe von Kunststaaten gegründet, mit willkürlicher Grenzziehung.
Dazu gehören Syrien, Irak usw. der ganze Landstrich dort unten.

Die USA vereinbarten mit den Saudis (Wahabiten) "Oel gegen Sicherheit".
Die radikalen Islambewegungen Taliban/Salafisten/IS, auch Al Qaida haben wahabitischen Ursprung.

Der Irak Krieg brachte nur noch die Lunte an den Zünder.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PitBull11
23.08.2016, 11:39

Genau. Ohne Stammesgrenzen zu berücksichtigen wurden von den Briten die Grenzen gezogen. Schon ein großer Fehler! 

0

du bist nicht nur schlecht in rechtschreibung, sondern auch in der beurteilung der folgen von kolonialismus und der einflußnahme der westl. länder danach. saddam ist das beste beispiel. wer hat ihn und warum an die macht gebracht, bzw. gestützt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Und das traurige ist, dass man bis heute nicht aus der Geschichte gelernt hat. Westliche militärische Einflussnahme hat dort noch kein Problem gelöst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von zetra
02.08.2016, 10:38

Mann will ja nicht lernen, waffen verkaufen ist die alleinige Absicht.

0

Wer hat den IS denn gegründet? Richtig. Die CIA. Und was ist die CIA? Der US-Amerikanische Auslandsgeheimdienst.

Könntest Du vor diesem Hintergrund Deine Frage noch mal wiederholen? ;)

Und übrigens: Wenn Du schlecht in Rechtschreibung bist, benutze die Rechtschreibprüfung. Das kann nicht so schwer sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weil die USA im Irak die übergangsregierung nur aus Schiiten aufstellte. Sunniten sagten von anfang an, nochmal lassen wir uns das nicht gefallen und wollten an der regierung beteitigt werden.
Die versprechen wurden nicht gehalten und die Sunniten sind in den Krieg gezogen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?