Warum denken Ausländer, dass die gesamte deutsche Presse/Medienlandschaft gegen sie hetzt?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Weil sich (fast) jeder gerne seine eigenen Wahrheiten zurechtmacht, ganz wie es gerade beliebt bzw. benötigt wird.

Es ist ja auch nicht ganz falsch. Die deutschen Medien "hetzen" schonmal gerne gegen andere Nationen.

Wenn man sich bspw. mal die Berichte über Russland und die USA durchliest (zu Syrien, Afghanistan, Spionage, etc.) wird die Wortwahl bei den schlimmen Dingen, die diese beiden Länder verursacht haben, ganz anders gewählt.

Ich bin durchaus der Ansicht, dass die Berichterstattung über Russland oder der Türkei neutral ist.

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@Copenhagen95

Da bin ich aber anderer Meinung. Oder zumindest ist dann die Berichterstattung zur USA zu positiv.

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@alex1880

Da stimme ich Dir zu. Würde nie über die USA positiver berichten als sie es verdient hätten.

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@Copenhagen95

Das ist aber genau das Problem, als die USA in Syrien versehentlich ein Krankenhaus zerbombt hat, war das nach maximal 2 Tagen nirgendwo mehr zu lesen. Bei anderen Ländern geht die Berichterstattung bei solchen Dingen über mehrere Wochen.

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@alex1880

nun: wenn ich mal die faz kaufe, dann eigentlich wegen politischen geschehenissen in deutschland. zum beispiel über die kanzlerkandidaten der cdu und der spd

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@Copenhagen95

Deswegen kannst du ja auch nicht wissen, dass in einigen "Zeitungen" gegen andere Länder "gehetzt" wird.

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@Copenhagen95

Bei allem Respekt, die Berichterstattung gegenüber der Türkei zum Beispiel ist alles andere als neutral. Das sage ich jetzt nicht weil ich ein „Erdogananhänger“ bin oder Ähnliches, der blind sein Heimatland verteidigt ohne wenn und aber. Gott sei Dank kann ich behaupten, dass ich nicht leicht zu beeinflussen bin, und ich mir gerne von verschiedenen Quellen meine Informationen herhole. Und genau deshalb kann ich sagen, dass viele (nicht alle!) deutsche Medien gerne gegen andere Länder hetzen (in dem Fall kann ich leider nur die Türkei als Beispielland nennen).

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Also ich persönlich hätte jetzt zuerst dran gedacht, dass in den Schlagzeilen oft von Nationalitäten gesprochen wird. Oder auch der beliebte Nachsatz: Der Täter hat einen Migrationshintergrund.

Dadurch das oft Nationalitäten, oder der Migrantenstatus erwähnt werden, leidet natürlich das "Image" aller anderen auch.

Wenn ich mich nicht irre wurde auch schon mal diskutiert, ob man das Nennen von Nationalitäten in der Berichterstattung nicht bleiben lassen sollte.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

der paragraph ist, dass es keine pflicht gibt, den migrationshintergrund nennen zu müssen

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Das ist wirklich ein Paradox, einerseits soll die Presse ja wahrheitsgemäß berichten, wenn sie dann zuviel sagt, ist es auch wieder nicht recht.

Allerdings sollte man keinesfalls glauben, dass das, was man in den Medien tagtäglich liest, auch ein repräsentativer Ausschnitt der gesamten Gesellschaft entspricht. Kann es schon gar nicht, da in der Regel in allen Medien nur die "besonderen" Ereignisse auftauchen. Es ist somit so oder so ein Zerrbild, oder einfach "nur" Meldungen. Und so das sich jeder, der sich damit befasst das auch einordnen.

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Das ist mir selbstverständlich bewusst! Ich kann mir nur sehr gut vorstellen, dass Menschen, die eh schon eine eher negative Sicht zum Thema Ausländer, Flüchtlinge usw. haben, sich auf solche Schlagzeilen gerade zu stürzen.

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Man war in Deutschland besonders gegen die EU-Anleihe, das nimmt man im Süden übel. In Griechenland kommt dazu, dass Deutschland nie die Reparationen an Griechenland für die angerichteten Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zahlte. Griechenland hat nie darauf verzichtet.

Und es gab immer schon eine gewisse Überheblichkeit hier gegenüber Muslimen bzw. speziell Türken (die ja früher die große Mehrheit der Muslime in Deutschland ausmachten). Das hat mit dazu geführt, dass nun viele leider für Erdogan sind.

Generell gefällt es mir nicht, dass man auch in Sachen Kultur immer nur in Richtung USA schaut (und gelegentlich in eines der anderen westlichen Länder), aber nie nach Süden oder Osten. Auch daran zeigt sich die Überheblichkeit der Deutschen bzw. des "Westens". Mir fällt das natürlich auf, weil bei mir der Blick immer in die andere Richtung ging.

Und das Wort "Lügenpresse" mag ja vielleicht rechten Ursprungs sein, aber sagen darf das jeder, der diese Presse als sehr einseitig ansieht. Dafür muss man nicht rechts sein!

  1. Ich würde auch die Reparationen nicht bezahlen
  2. Überheblichkeit? Denke nicht
  3. Ich höre auch lieber englischsprachige Musik. Bevorzugt Musik, die im Radio zu hören ist (zum Beispiel hier in OWL auf Radio Westfalica oder auf 1LIVE)
  4. Ich würde so ein Wort nie verwenden
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Wozu um Himmels Willen sollten wir Reparationen an Griechenland zahlen? Warum sollten wir für etwas zahlen das die Generation der Urgroßväter zu verantworten hatte?

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@Ste2508

Griechenland hat die Forderungen gleich nach dem Zweiten Weltkrieg erhoben. Sie wurden widerrechtlich nie beglichen. Wenn ich jemandem etwas schulde, dann verjährt dies nur dann, wenn ich nie Mahnungen versende. Aber die Forderungen Griechenlands wurden immer wieder erhoben, auch wenn nur manchmal die deutsche Presse darüber berichtete.

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Es denken nicht alle Ausländer so. Aber die die lauter schreien, weil sie über etwas wütend sind, werden eher gehört. Von den Leuten die ihre Meinung für sich behalten, hörst du ja nichts. Ich habe viele Bekannte die aus dem Ausland kommen. Sie sind unterschiedlichster Meinung. Manche wählen die Linke, andere sogar FDP, wieder andere AFD usw.. Wie gesagt: Wir hören nur die, die am lautesten schreien. Das sagt nicht automatisch aus dass sie Recht haben, dass sagt nicht automatisch aus dass sie mehr sind. - - Rede selber mit unterschiedlichen Leuten aus unterschiedlichen Ländern bei uns- mach dir selber ein Bild. Je nach Beruf, je nach Ortschaft (ob Dorf oder Stadt), je nach Alter usw. wirst du unterschiedliche Erfahrungen und Ansichten hören. Wie bei anderen Themen auch.

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