Warum denke ich so? (Längerer Text, bitte nur dann antworten, wenn man auch helfen möchte)

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19 Antworten

Meine kurze Antwort auf dein langes Schreiben:

Nein ... du bist nicht verwirrt, zumindest nicht im herkömmlichen Sinne. Du fragst nach dem Sinne deines Lebens, du bist intelligent, sensibel und somit verletzbar. Du bist jedoch soweit ich das hier beurteilen kann, absolut normal.

Du bist in der Pubertät, das ist eine sehr anstrengende Zeit in deinem Leben ... und dazu gehört es auch, dass du vieles hinterfragst und nicht verstehst ... und dass du Wege suchst um auf deine Zweifel und Fragen einen Ausweg zu finden.

Und dein Leben hat einen Sinn und auch einen Zweck, nur welcher genau das ist, das musst du, so wie jeder andere Mensch - wie wir alle - auch ... selbst für dich herausfinden.

Und nachdem du erst 15 bist ... hast du noch jede Menge Zeit dazu. Diese Fragen werden dich, mehr oder weniger stark, dein ganzes Leben lang begleiten. Und die Antworten, die wirst du vermutlich nur in dir selbst finden können.

Das ist bei uns allen so ... die Antworten auf die einzig wichtigen Fragen ... zu unserem Leben und zu unserer Bestimmung, zu unserem Lebensziel ... die finden wir nur in uns selbst.

Verliere nicht den Mut ... du bist völlig normal ! Das Leben von uns denkenden Menschen besteht nur mal auch in der Auseinandersetzung mit sich selbst. Und diese Auseinandersetzungen, die laufen in Phasen ab, sie sind einmal stärker und einmal schwächer und dann wieder scheinbar gar nicht vorhanden.

Du bist normal ... und du befindest dich jetzt einer Phase deines Lebens, in welcher diese großen Fragen der Menschheit dich persönlich sehr stark bedrängen, ja quälen. Und du hast das Gefühl, dass dich keiner versteht und du deine Mitmenschen (auch die welches dir am liebsten und am nächsten sind) nicht verstehen kannst. Auch das ist normal, aber es tut weh, es schmerzt und gibt dir ein Gefühl der Einsamkei um nicht zu sagen Verlassenheit.

Das wird mit zunehmenden Alter besser. Du wirst auch mit deiner Sensibilität besser umgehen können, sobald du entwicklungsbedingt etwas mehr in dir selbst gefestigt sein wirst.

Du bist jetzt in einer sehr wichtigen Umbruch- und Entwicklungsphase deines Lebens ... da musst du durch ... es kommt auch für dich eine Zeit, in der dir vieles klarer ist, und in der du dich wesentlich besser fühlst als jetzt.

Im Moment kannst du nur versuchen, das zu ertragen, was dich quält und wenn du irgendwie kannst, dann solltest du versuchen etwas mehr Sport zu treiben, das hilft ... und macht, dass du dich besser fühlst und wieder etwas mehr Vertrauen in dich selbst und in deine Fähigkeiten bekommst.

Oder besser noch ... falls du Gelegenheit und Interesse hast, solltest du einen Yoga-Kurs besuchen ... und, wenn du das regelmäßig machst, dann wirst du staunen, wie sehr dir das hilft.

Aber ... bei Yoga ... bitte ... Vorsicht: vermeide alles, was irgendwie nach religiöser Beeinflussung "riecht" ... denn gerade hier sind "Seelenfänger" unterwegs.

Und du könntest selbst und ohne zusätzliche Kurse mit dem klassischen Sonnengruß beginnen. Das Video, welches ich für die gefunden habe, zeigt die genau was du machen musst.

(Ein klein wenig länger, als ich das beabsichtigt habe, ist meine Antwort nun doch geworden ... und ich hoffe, dass ich damit dazu beitragen konnte ... deinen Gedanken und Fragen eine für dich positivere Wendung zu geben ... )

Den Lebensmut zu verlieren nur weil negative Erfahrungen den Anfang des Lebens geprägt haben ist nicht gut. Nur weil du bisher niemanden richtig trauen konntest heißt das noch lange nicht das du in deinem Leben jemanden findest dem du trauen kannst. Sei Selbstbewusst und geh jeden Tag mit einen guten Selbstwertgefühl aus dem Haus. Sich mit dem Sinn der Existenz zu beschäftigen ist nichts unnormales , schließlich existiert bereits die Philosophie. Jeder Mensch ist auf seine eigene Art und Weise individuell , genauso wie du. Setze dir Lebensziele oder Träume und verfolge sie. Dann wird dein Leben für dich wieder einen Sinn ergeben

EbruWolke 08.04.2012, 00:09

Erstmal ein Dankeschön an Dich, dass Du mir eine Antwort gegeben hast.

Das ist leider das Problem, ich schaff es nicht ein gutes Selbstwertgefühl zu bekommen. Ich hasse alles an mir, weil man mich nur kritisiert und kritisiert hat. Ich hatte Ziele, die mir abhanden gekommen sind, wegen einigen Personen.

Ein Ziel zu haben, bedeutet nicht, dass man automatisch den Sinn des Lebens gefunden hat, denn ich hatte ein Ziel. Ich hab so an diesem Ziel festgehalten, dass ich mich sogar dafür kaputt gemacht habe, indem ich mich vor Stress krank gemacht habe. Ich will nicht nur den Sinn des Lebens finden, ich will eine Art Existenzbestätigung bekommen und die habe ich nicht wirklich jemals erfahren dürfen.

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Thechosenracer 08.04.2012, 00:27
@EbruWolke

Du bist individuell , du bist etwas besonderes und du bist einzigartig. Steh mit diesen Worten jeden Tag auf und du wirst merken du bist Selbstbewusst. Wenn dich jemand kritisiert dann heißt das nur, das derjenige ein anderes Ideal verfolgt bzw eine andere Vorstellung von einer Sache hat. Das heißt aber noch lange nicht das du dich von dieser Person beeinflussen lassen sollst, denn du bist SELBSTBEWUSST, dich brauch es nicht zu interessieren. Mach dir nicht krankhaft selbst den Stress. Arbeite für dein Ziel , verfolg es und du wirst sehen es lohnt sich. Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst. Lebe um zu leben , lebe jeden Moment. Deine Existenz ist damit zu begründen das du Anteilnahme an diesen wundervollen Leben haben sollst. Irgendwann wird dir klar wie wertvoll es doch ist .

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EbruWolke 08.04.2012, 00:30
@Thechosenracer

Danke für Deine ehrlichen Worte...

Ich werde es versuchen und es gibt in letzter Zeit auch Momente, wo ich mir sage, dass ich meine Qualitäten habe. Wenn jemanden etwas nicht passt, dann habe ich auch seit kurzem die Courage zu sagen, dass es sein/ihr Problem ist.

Vielleicht wird das ja noch was!

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Du bist keinesfalls die einzige die keinem mehr vertrauen kann. Bei mir ist das nicht anderst wobei ich das Problem eher im Weiblichen Geschlecht sehe (bin zwar auch weiblich aber egal) weil ein großteil von uns einfach nur hinterfotzig ist. Und ich hab mit frauen bisher nur schlechte erfahrungen gemacht weshalb ich meinen freundeskreis auch großteils auf Jungs ebschränkt habe aber das tut ja nicht zur sache. Die Frage nach dem Sinn des Lebens.. Die große Warum frage.. Tja die wird dir keiner beantworten können die stellt man sich schon seit jahrtausenden. Manche finden die Antwort in Religion andere Glauben garnicht daran dass es überhaupt einen Grund gibt und sehen es so dass alles zufällig passiert und mit evolution usw. zusammen hängt. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Und wenn du wie ich keinem vertrauen möchtest/ kannst dann tu es nicht :) Das was du gerne erzählen möchtest erzählst du und den rest behältst du für dich ;D Grüßee Anni :)

Die Frage ist doch was ist das Leben und das ist genau so eine Frage auf die man selbst eine Lösung finden muss und zwar die eigene. Vielleicht musst du dich erst einmal finden, schauen was dein Weg ist vielleicht ist all dies nicht dein Weg , vielleicht ist es dein Weg irgendwo weit weg von arbeit zu sein. Es gibt 7 Milliarden Menschen auf der Welt, jeder könnte sich fragen wieso er lebt. Manchmal glaube ich wir sind irgendwelche Marionetten und für jeden von uns ist auch schon etwas hervorgesehen ,das Schicksal schon lange bestimmt. Es machen sich nicht mehr so viele Menschen gedanken über etwas wie du oder ich und deine Denkweise ist verhältnissmäßig zu den Dingen die hier auf der Welt passieren völlig normal. Lass dich nicht hängen und versuche neue Dinge zu entdecken vielleicht ist das was du mal brauchst auch einfach nur ein Abendteuer wer weis , vielleicht musst du auch einfach mal raus aus unserer kaputten Gesellschaft aus unserer kaputten Welt.

EbruWolke 08.04.2012, 00:03

Ich denke, dass ich raus muss, aber wie? Ich werde ja regelrecht an die Menschen gebunden und kann nicht fort...

Trotzdem ein Dankeschön an Dich für Deine Antwort!

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Liebe EbruWolke, schon dein Nickname verrät mir das du sehr sensibel und phantasievoll bist, noch dazu bist du sehr intelligent. Im zarten Alter von 15 solche Gedanken zu haben (und auch schon in der Kindheit) ist außergewöhnlich. Du bist weder verwirrt noch dumm, genau das Gegenteil ist der Fall. Du besitzt die Gabe Dinge zu erkennen und zu hinterfragen. Für dich ist nicht alles um dich herum selbstverständlich. Deinen Freunden kannst du nicht richtig vertrauen weil du erkannt hast das sie dir geistig nicht das Wasser reichen können bzw. dir nicht folgen können in deinem Denken.Ich gehe davon aus das du eine sehr alte Seele bist, das erklärt auch das du dich nicht zugehörig fühlst. Manchmal gibt es so etwas, das die Seele im falschen Körper landet, du kannst es vergleichen mit Transsexuellen, nur das es da um das Geschlecht geht und nicht die gesamte menschliche Hülle. Es gibt viele Menschen dir sich in ihrer eigenen Familie fremd fühlen, das Gefühl haben sie gehören da irgendwie nicht rein. Hast du dich schon mal mit dem Thema Wiedergeburt bzw. früheres Leben beschäftigt? Glaubst du daran? oder hälst du es für möglich das es so ist? Wenn ja lass mal eine Rückführung machen von einem erfahrenen Hypnotiseur, das ist super interessant. Wenn es klappt erfährst du ganz viel und bekommst vor Allem sehr viele Antworten auf die Fragen die dich aktuell so quälen. Dein Berufswunsch Rechtsanwältin ist mit 15 auch erstaunlich, du scheinst einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn zu haben und auch davon auszugehen das du mit diesem Beruf etwas bewegen kannst. Das ist ungewöhnlich mit 15, vielleicht rührt es von vergangenen Erlebnissen...

Du schreibst, dass Du schon immer so warst. Was wenig bekannt ist, ist, dass die Natur ja bestrebt ist das Leben überlebt. Und so kann es durchaus sein, dass - während Du im Muterleib warst - irgendwelche Informationen gekommen sind, die praktisch sagten, Du seist nichts Wert. Die Natur denkt da einfacher. Sie befürchtet, dass dieses junge Leben vernichtet wird, wenn es zu stark an die Öffentlichkeit tritt. Deshalb also gleich klein machen, unscheinbar machen. Und wenn dann jemand das Gegenteil sagt, dann kommt sofort: "Ach, das kann ja gar nicht sein."

Im Grunde genommen willst Du nur Eines: Einfach nur gliebt werden, einfach nur in den Arm genommen werden, ohne dass man darüber sprechen muss, verstehen muss. Aber Deine starken Selbszweifel fordern auch immer wieder Bestätigung.

Ich glaube, wie im gesamten riesengroßen Universum jedes noch so kleine Teil seine Aufgabe und Bestimmung hat, auch wir unsere Aufgabe und Bestimmung haben und erst, wenn wir diese gefunden haben, finden wir unseren Seelenfrieden. Insofern glaube ich, dass auch Du Deine Aufgabe im Universum hast. Und wenn Du tatsächlich nur Ausschuss bist, dann genieße es wenigstens. Bevor Du das aber glaubst, lass uns doch noch ein paar Versuche durchführen:

Menschen, die so denken, sind oft übersäuert. Versuche also Deinen Körper basisch auszurichten. Dann schau mal, wie Du auf Bachblüten ansprichst. Bei doc-nature.com findest Du einen Analysebogen. Füll den mal aus. Dann wird Dir auch manches klarer und gleichzeitig kannst Du daraus die richtige Zusammenstellung finden.

Sehr gut wäre, wenn Du an einem Rebirthing-Training teilnehmen könntest. Das ist eine Atemtechnik bei der oft viel hervorkommt, was tief in einem schlummert.

Entdecke einmal, was an Dir liebenswert ist. Jeder Mensch hat irgendetwas. Schreibe mindestens 10 solcher Sachen auf. Wenn Du nichts findest, frage andere. Und diese mache Dir immer wieder bewusst. Treibe Sport, der Dir Freude macht. Bewegung vertreibt Gifte aus dem Körper. Hilft das alles nichts und verstärkt sich Deine Einstellung, wirst Du um professionelle Hilfe nicht herum kommen.

Ich würd das nicht so eng sehen. Mit 15 Jahren sind Gedanken über Existenz, Vergangenheit und Zukunft, Zugehörigkeit usw völlig natürlich.

Dass du deswegen unnormal oder gar depressiv oder was weiß ich was sein sollst, halte ich für absoluten blödsinn. Sei wie du bist, überlege dir was du ändern willst (z.b. "selbstbewusster auftreten"), und fertig. Man hat nur soviele Probleme wie man sich macht. Wart's ab, in 2 Jahren hast du einen völlig anderen Blick auf die Dinge. Du hast immerhin Beruflich gute Aussichten, und auch sonst keine "handfesten" Probleme. Sieh nicht alles so schwarz. (Dass so ein Text wie du ihn schreibst logischerweise etwas "schwarzseherischer" wird, wenn er um 12 uhr nachts geschrieben wurde, muss man vielleicht auch berücksichtigen.) Unnormal wäre, wenn du dir überhaupt keine Gedanken machen würdest.

Soviel von mir.

lg, Pute :)

Hallo,

da spielen verschiedene Faktoren hinein. Allgemein klingt es nach einer Wahrnehmungsstörung. Das heißt: Du nimmst vielleicht Dein Leben und Umfeld anders war, als es tatsächlich ist. In jedem Fall kannst Du dagegen eine Therapie machen. Allerdings heißt es nicht, dass Du bekloppt bist, sondern dass Dein Blick ein anderer wird.

Derzeit ist es selbstverständlich, dass Du glaubst, immer so gedacht zu haben. Das liegt an dem psychologischen Phänomen des Rückschaufehlers. Elisabeth Loftus hat dort interessante Untersuchungen zum Thema "False Memories" gemacht. Sie hat belegt, dass wir in unsere Vergangenheit Dinge einbauen, die niemals gewesen sind. Gerade dann, wenn wir unbewusst versuchen, uns selbst Gründe zu erklären.

Wie gesagt: Sprich mit Deinem Arzt darüber, und lass' Dir eine Überweisung für eine psychologische Therapie stellen. Ich habe den Eindruck, dass Du relativ gewillt bist, Dich mit Dir selbst zu beschäftigen. Die meisten haben Angst, in Sich etwas zu entdecken mit dem es schwer ist umzugehen.

Viel Erfolg!

P.S.: Wenn Du mal Fragen hast, dann füg' mich doch einfach hinzu und schreib mich an ;)

EbruWolke 08.04.2012, 15:25

Hallo!

Erstmal ein Dankeschön an Dich für Deine Antwort!

Ich finde es freundlich, dass Du mir helfen möchtest, aber ich denke nicht, dass ich eine Wahrnehmungsstörung habe, denn ich habe in meinem Umfeld eine Person, die diese Wahrnehmungsstörungen hat und es ist ganz anders als ich es bin.

Ich nehme mein Umfeld extrem stark wahr und an sich ist das doch selber auch eine philosophische Frage, oder?

Wir sehen die Welt alle verschieden, wir können nicht durch die Augen eines anderen sehen, deswegen kann man nicht sagen, was die Tatsache ist, oder? Ein gutes Beispiel dafür wäre doch die philosophische Frage, ob wir alle dieselben Farben sehen. Es könnte ja sein, dass Du mein grün für blau hältst.

Gerade mir wird gesagt, dass ich aufmerksam bin und somit sehr viele Details sehe, die andere nicht sehen. Ich sehe die Welt wie ich sie sehe, aber bei einer Störung würde ich ganz anders reagieren. Ich denke, dass es einfach was mit meiner Persönlichkeit zutun hat und ich eventuell depressive Verstimmungen habe, aber ich denke nicht, dass ich tatsächlich an so einer Wahrnehmungsstörung leide.

Trotzdem ein Danke dafür, dass Du mir geantwortet hast! :)

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JaniXfX 08.04.2012, 15:50
@EbruWolke

hallo noch mal,

Es gibt nicht nur "die eine" Wahrnehmungsstörung. Auch eine Depression kann als eine Störung der Wahrnehmung angesehen werden. Im Grunde geht es um die Auffassung und Aufnahme Deiner Umgebung. Und wenn Du diese heuristisch in ein allgemein negativeres Cluster einsortierst, dann kann man von einer Wahrnehmungsstörung sprechen.

Meist steckt dort "mehr" dahinter. Um dieses jedoch beleuchten zu können, benötigst Du jemanden, der Dir dort den Weg zeigt. Ich beziehe mich hier auf etwas unbewusstes, komme ja aus der tiefenpsychologischen Richtung. So Dir etwas unbewusst mitschwingt, kannst Du nicht zwangsweise alleine auf die Ursache zurückgreifen.

Vielleicht eine etwas gewagt gestellte Frage: Glaubst Du, dass es Menschen gibt, die diese Welt "fröhlicher" aufnehmen als Du?!

Und nun die anschließende Frage: Glaubst Du nicht, dass Du das auch kannst, und dass Dir ein Verarbeiten Deiner Hintergründe dies mehr genießen lässt als vorher?!

Versuche bitte nicht, auf einen esoterischen Zweig zu gelangen. Dieser sagt Dir, Du würdest Dich selbst verändern, wenn Du etwas aufarbeitest. Dabei begründet er Deinen jetzigen Standpunkt als "gegeben" und reicht Dir viele, viele einfach Methoden zur Hand, die Dich selbst hauptsächlich verdecken. Du musst Dich nicht so nehmen, wie es aktuell von statten geht. Du kannst es Dir leichter machen - allerdings ist der Weg dorthin nicht leicht.

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EbruWolke 08.04.2012, 16:44
@JaniXfX

Ja, ich denke schon, dass es Menschen gibt, die die Welt etwas fröhlicher als ich ansehen. Das sind für mich die Optimisten und ich bin eine Pessimistin und ich weiß nicht.

Es ist möglich, weil ich selber mal optimistisch war und die Welt auch als schön und toll angesehen habe (oder fröhlicher), aber es fällt mir mit den letzten Jahren einfach schwerer. Ich habe mit den Jahren mehr an Erfahrung gesammelt und Intelligenz errungen, ich zweifle alles nur noch an. Du hast Rech, es gibt nicht "die" Wahrnehmungsstörung, aber ich habe am Anfang was ganz anderes verstanden. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, ob Du von Anfang an eine Depression meintest oder tatsächlich eine "andere" Wahrnehmungsstörung. Bei ersten hätte ich es ja verstanden, aber bei zweiten nicht.

Ich weiß nicht, ob ich das so schaffen kann, weil ich eher gegen Änderungen meiner Persönlichkeit oder meiner Erscheinung bin, weil ich sehr lange brauche bis ich an eine Änderung gewöhnt bin, aber ich kann es versuchen.

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Ur-misstrauen Dies entsteht wenn durch frühe Enttäuschung oder durch Liebe und Zuwendung. Es lässt sich natürlich nicht vermeiden, dass im Laufe der Entwicklung negative Erfahrungen gemacht werden, doch wenn Erlebnisse dieser Art überwiegen, entsteht das sogenannte Ur-misstrauen. Es bildet sich auch, wenn die Bezugspersonen dem Kind das Gefühl geben, dass es unerwünscht ist, sie es nicht wertschätzen, und das Kind zu wenig körperliche Zuwendung erhält. Es entsteht eine unsichere Bindung zwischen dem Kind und den Bezugspersonen (Eltern) und eine negative Beziehung, sodass sich das Urvertrauen nicht entwickeln kann. Das junge Kind entwickelt Gefühle wie Misstrauen, Unsicherheit und Angst. Kinder, die durch das Urmisstrauen Gefühle wie Angst und Unsicherheit entwickeln, sind nach Erikson, für die weiteren Stufen seiner 8 Entwicklungsstufen nicht gerüstet. Das Urmisstrauen ist die Grundlage für:

  • Selbstzweifel
  • Zweifel an der Zuverlässigkeit der anderen
  • Zweifel am Sinn des Ganzen, der Welt, der Existenz

Diese negativen Gefühle hemmen die gesunde Entwicklung des Kleinkindes und im späterem Leben kann es möglicherweise zu seelischen oder psychosomatischen Störungen kommen.

Vielleicht hast du deshalb solche Gedanken. Bei mir überwiegt auch das Ur-misstrauen, da ich in meiner Kindheit einmal schwer enttäuscht wurde, lange zeit habe ich das gar nicht gewusst und habe mir so ähnliche fragen gestellt wie du, aber vor ein paar Wochen haben wir in Psychologie/Pädagogik dieses Thema behandelt und seit dem habe ich eine Erklärung wieso ich manchmal so denke...

[Du hast erwähnt das du gerne Rechtsanwältin werden würdest (oder wolltest) , im Internet habe ich gelesen, dass ein Hobby, eine Leidenschaft oder ein Traum helfen kann ein bisschen Ur-vertrauen zurückzugewinnen]

Ich hoffe ich konnte dir Helfen :D RemainLying11

Hmm.. vielleicht hast du Minderwertigkeitskomplexe oder sowas.. geh doch mal zu einer Beratung.. lass dir helfen dich wieder wohl zu fühlen. Jeder hat mal paar momente wo man so über das Leben nach denkt und den Sinn des Lebens aber wenns bei dir so krass ist und du ständig daran denken musst würde ich zum Arzt gehen die können dir helfen ! :)

Liebe EbruWolke,

das kommt mir so bekannt vor.

Mir ging es nämlich ebenso.

Und ich schiebe es auf meine verkorkste Kindheit., Ich wurde voin meiner zwar sicher auf ihre Weise geliebt, weil sie es nicht besser wusste. Aber sie tat mir nichts Gutes. Hat mich verstoßen, tyrannisiert und ständig nieder gemacht. Sodass ich auch an meinem Wert zweifelte. Mein Selbstbewusstsein, so ich jemals eins hatte, ging den Bach runter.

Gerade in dem Alter habe auch ich mir verstärkt Gedanken gemacht und kam natürlich zu keinem vernünftigen Schluss, weil mir die spätere Reife und Weitsicht noch fehlte.

Dennoch strengte ich mich in der Schule an, um meinen Berufswunsch zu erreichen. Und auch, weil ich da von meiner Mutter weg war. Und so auch nur die einzige Möglichkeit bekam, ihr ganz zu "entfliehen".

Erst viel später kam ich zu der Erkenntnis, dass ich doch was Wert sein müsste. Ich hatte Freunde und Bekannte, die mich mochten. Denen ic h es Wert war, Freundschaft zu halten. So viele Leute konnten doch nicht irren. Ich fing an, mich selbst mit anderen Augen zu sehen: Wenn mich so viele mochten, warum sollte ich mich nicht auch mögen? Und so fing ich an, mich zhu lieben. Nicht ständig mein Handeln und meinen Wert infrage zu stellen.

Ich habe erfolgreich zwei Kinder groß gezogen, aus denen auch was Ordentliches geworden ist. Das war gar nicht mal so schwer: Ich brauchte nur das Gegenteil von dem zu machen, was meine Mutter gemacht hatte.

Und meine Kinder liebten und lieben mich noch heute. Also gab der Erfolg mir Recht.

Viel gegeben hatte mir auch die Egoistenbibel von Josef Kirschner. Die gibt gute Ratschläge zu mehr Selbstbewusstsein und objektiveren Denken. Du kannst Dich ja mal damit beschäftigen. Ich habe sie auch schon einem Freund empfohlen. Und der hat die Ratschläge auch dankbar aufgegriffen. Denn die Egoistenbibel macht Dich nicht zu einem hemmungslosen Egoisten im herkömmlichen Sinne, sie lehrt Dich "nur" Dich selbst besser zu erkennen.

Also ist Dein Verhalten nicht unnormal. Es geht vielen Menschen so. Aber es gibt Auswege in ein glücklicheres Leben und Wohlbefinden. Ich bin der wandelnde Beweis. So gut wie heute ging es mir noch nie. Ich werde gemacht, anerkannt und fühle mich wohl in meiner Haut.

Viel Erfolg auf Deinem Selbstfindungstrip.

Jede Seele hat das Leben verdient, sogar, wenn diese Seele Menschen umgebracht hat (damit will ich sagen, dass man noch nichtmal das Recht hat, Mörder umzubringen, wie man es in bestimmten Ländern tut).

In jedem Leben bekommt die Seele Aufgaben, die sie im Leben zu meistern hat, dafür kommen Seelen auf die Welt. Damit sich die Seelen weiterentwickeln, indem sie Aufgaben meistern.

Eine deiner Aufgaben ist es, dich anzunehmen wie du bist und das ganze negative Denken über dich in positives Denken umwandelst.

Wie sollen dich andere Menschen für schön und klug halten, wenn du es selber nicht annehmen kannst? Erstmal musst du es annehmen, dann können die anderen Menschen dich auch für schön und klug halten.

Du bist auf dem Gymnasium! Bist du da durch Klugheit hingekommen, oder durch abschreiben bei Mitschülern und Erpressung der Lehrer (ist jetzt vielleicht übertrieben, aber ich will dir zeigen, dass du durchaus klug bist)? Wenn man mal die Hausaufgaben in der Vergangenheit abgeschrieben hat, dann ist das noch normal und dann brauchst du nicht sagen, ich bin nicht klug, weil ich abgeschrieben habe.

Ich hoffe, ich konnte dir ein Bisschen weiterhelfen.

Ist nicht unbedingt so ganz was noch nie dagewesenes, was Du da schilderst. In gewisser Weise gehört es fast zum normalen Ablauf der Pubertät, dass derlei Gedanken auftauchen. Jedenfalls bei reflektierten Menschen. Die Literatur ist voll von diesem Thema und zu gewissen Zeiten war eine heftige Auseinandersetzung mit der Außenwelt inkl. den dazugehörigen Zweifeln an der Welt und der eigenen Person ganz normal. Wenn Du eher die Ausnahme bist, so liegt es vielleicht daran, dass die meisten Menschen von Kindesbeinen an durch die Konsumgesellschaft geformt worden sind und ihr eigenes Ich deshalb als Kontinuum empfinden können, weil ihnen die Leitbilder und Lebensideale von außen geliefert werden - in Form von Peer-groups, Style, Marken und Konsum. Ich würde mich also nicht übermäßig beunruhigen - Du bist einfach ein wenig sensibler und reflektierter als der Durchschnitt. Von einem therapiebedürftigen Zustand weit entfernt und wenn es den üblichen Verlauf nimmt, dann enden Deine Selbstzweifel auch in absehbarer Zeit. Und - pflege Deine Freundschaften. Wenn etwas wichtig ist, um wieder "an Land zu kommen", dann sind es stabile Freundschafts-Struturen...

Diese Art zu denken ist philosophisch, du suchst nach einem Sinn und hinterfragst vieles. Viele Menschen tun das, mit einem Problem: Auf diese Fragen gibt es keine zufriedenstellenden Antworten.

Jeder Mensch denkt einmal darüber nach, warum er existiert, die einen früher, die anderen später. Es ist nicht nur die Pubertät, aber die verstärkt diese Art des Denken bei dir wohl gerade sehr.

Wenn du eigentlich keinen Kontakt zu anderen Menschen mehr willst, dann solltest du dich nicht zwingen, auch nicht deinen Freunden zu liebe, denn im Endeffekt belügst du sie und dich damit nur. Nimm dir doch mal eine Auszeit un bleib eine Weile für dich allein. Vielleicht findest du ja ein Hobby mit dem du dich für die nächste Zeit beschäftigen kannst, sei zB kreativ, fang an zu malen oder zu lesen. Was sich auch anbieten würde, wäre das Lesen von den großen Philosophen. Ich fand es zB sehr interessant, mir auf Wikipedia die Artikel zu Personen wie zB Seneca und den Stoikern durchzulesen.

Du sagst, du vertraust keinem und wurdest früher oft enttäuscht. das ist meines Erachtens einfach eine logische Konsequenz. Ich war das opfer vieler Ärztefehler, jetzt traue ich keinem Arzt mehr und hinterfrage alles ganz genau. Schaden kann sowas nie!

Wenn du einen Traum hattest, dann war das ja schön, aber gerade im Teenageralter kommen und gehen die Träume, meist weiß man erst sehr spät, was man will. Kaum jemand will mit 12 Feuerwehrmann werden und wird es dann wirklich.

Es wäre aber durchaus sinnvoll, dir ein neues Ziel zu suchen. Das muss kein Beruf sein, denke einfach mal darüber nach, was für dich wichtig ist. Bei mir war es zB die Bildung, ich finde sie sehr wichtig und habe mir vorgenommen, ein sehr gutes Allgemeinwissen zu haben. Wenn ich nichts zu tun habe lese ich im Internet, spiele Spiele bei denen man Länder mit Flaggen und Hauptstädten lernt usw.

Dann hast du gefragt, ob du normal bist. Gegenfrage: Willst du normal sein? Ich finde es viel erstrebenswerter, etwas besonderes zu sein, arbeite dafür, dass du dir selbst gefällst, nicht dafür, dass du wie die anderen bist.

Ich hoffe ich konnte dir helfen,

deine kappe619

ich wurde mal sagen das du depressionnen hast an deiner stelle würde ich einen therepeuthen wenden

Du denkst nicht anders als ich. Da bist du nicht der einzige Mensch auf diesem Planeten.

Natürlich fragt man sich nach dem Sinn des Lebens. Natürlich ist das Leben nicht so wie man es sich vorstellt. Natürlich geht man in sich hinein und denkt ernsthaft über sein Leben, über seine Freunde,....usw. nach.

Ich persönlich traue auch keinem Menschen. Nicht mal mehr meiner Familie.

Und nein du bist nicht unnormal, weil du so denkst. Mit der Zeit wirst du weiter so denken, und den Sinn des Lebens kann man in jungen Jahren nicht sagen.

Ich wollte auch Polizist werden. Habe dann 4 Operationen in Folge durchstehen müssen. Musste 2 Jahre aussetzten.....Nun werde ich es wieder probieren, trotz dessen, dass ich schon eine Ausbildung habe als Kaufmann.

Es wird immer einen Weg geben, dass du nach vorne denken wirst. Wart's ab.

Du denkst nur viel nach, deshalb :)

EbruWolke 08.04.2012, 00:02

Ok, danke für Deine Antwort! Ich hatte Angst, dass ich die einzige bin, die niemandem mehr vertraut. Andere wollen regelrecht, dass ich ihnen vertraue, weil sie mir vertrauen, aber ich kann nicht...

Gut zu wissen, dass es jemanden gibt, der wirklich so denkt wie ich :)

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Flurii 08.04.2012, 00:09
@EbruWolke

Wenn du willst kannst du mich ruhig adden und wir können schreiben, wenn es dir vielleicht helfen sollte :)

Vielleicht ist das bei dir nur von kurzer Dauer :) Und einen Arzt brauchst du bestimmt nicht, oder Psychologen wie manche hier meinen :)

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EbruWolke 08.04.2012, 00:17
@Flurii

Gerne! Ich merke immer, wenn ich mit jemanden rede, dass es mir für den Augenblick besser geht und ich hoffe wirklich, dass das bald weggeht :)

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Flurii 08.04.2012, 00:20
@EbruWolke

Schön zu hören. Du willst, dass es aufhört, wenn du so denkst aber ich mag es. Ich ziehe mich gerne zurück und denke nach. Deswegen auch bald mein Philosophie und Ethik Studium :) in 2-3 Jahren oder so :)

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EbruWolke 08.04.2012, 00:25
@Flurii

Es ist meiner Meinung nach auch sehr angenehm, aber ich mache das permanent und ich bekomme nur negative Aussagen darüber zu hören. Ich sei abwesend oder abweisend... Das geht mir auf die Leber :/

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei :)

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Flurii 08.04.2012, 00:27
@EbruWolke

Danke. Mit der Zeit ändert sich das dann bei dir schon. Du wirst vor deinen Freunden bestimmt nicht mehr zurückhaltender :)

Vielleicht wirst du dann etwas nachdenklicher wenn du alleine bist.

Das wird schon wieder, da ich ja merke, dass dir das so langsam auf den Geist geht :)

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Hallagar 08.04.2012, 02:57
@EbruWolke

Ich möchte, auch wenn ich den Kommentarverlauf gerade erst gelesen habe auch mal meine Buchstabensuppe dazugeben. Irgendwie juckt es mir in den Fingern.

Die Fragen, die du dir stellst sind philosophische Fragen, die es individuell zu klären gibt. Wenn du irgendwann den Sinn deiner Existenz gefunden, und vielleicht sogar erfüllt hast, wirst du wohl der glücklichste Mensch der Welt sein. Nur eine kleine Sache macht mich beinahe schon ein wenig traurig.

Vertrauen. Ein kleines Wort, mit großer Wirkung. Wir und unsere Mitmenschen bauen auf Vertrauen auf. Vertrauen ist ein Zeichen der Dankbarkeit. Und für einen Menschen gibt es wohl nichts schöneres, als ein solches Zeichen der Dankbarkeit zu erhalten. Natürlich darf man nicht leichtläubig sein. Misstrauen ist niemals verkehrt! Doch seinen Freunden nicht zu vertrauen ist... wie sie zu hintergehen. Du darfst aufgrund schlechter Vertrauens-Brüche nicht auf andere schließen. Du musst jede Person individuell und unvoreingenommen beurteilen. Deine Freunde schenken dir ihr Vertrauen. Ihr redet doch bestimmt über extrem private Dinge. Ich selbst weiß, dass ich meinem besten Freund weitaus mehr erzähle, als meiner Familie. Das ist eben, weil der Freund ein ganz besonderer Mensch ist. Die Familie hilft einem natürlich immer (außer in ausnahmefällen) aber wenn jemand dir sein Vertrauen schenkt, und du ihm deines schenkst, ist das mehr Wert als vieles anderes auf der Welt. Lerne deinen Freunden zu Vertrauen. Sie haben es mit sicherheit verdient. Denn wie können sie deine Freunde sein, wenn du ihnen gar nicht richtig vertraust?

Denk darüber bitte noch einmal nach, tu ihnen diesen Gefallen.

Du wirst es nicht bereuen.

Liebe Grüße,

Hallagar

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Cjutie 08.04.2012, 11:14
@Hallagar

Vor allem -wenn ich mal etwas dazu schreiben darf- ist es so, dass ein Freund ein Mensch ist der quasi außerhalb steht. Du bist nicht mit ihm blutsverwandt, was bedeutet, da ist jemand für dich da, weil er dich mag und sich für dich interessiert und das aus seinem eigenen Willen heraus und nicht weil er es "muss". Man geht meistens davon aus, dass die Familie immer hinter einem steht, zu einem hält (was auch so sein sollte). Und wenn dann jemand da ist auf den dies nicht zutrifft er aber trotzdem für dich da ist, dann erzählt man dem jenigen auch viel mehr und er versteht einen. Außerdem denke ich noch, gerade WEIL man denkt, dass die Familie immer zu einem hält egal was ist, geht man manchmal weniger liebevoll mit ihr um.

Beleidigt du deinen Freund, wenn er in dein Zimmer kommt um dich zu trösten, obwohl du allein sein willst geht er und ist selbst beleidigt. Er fühlt sich dir schließlich auch nicht verpflichtet, (daher auch der Spruch: Blut ist dicker, als Wasser) aber deine Mutter hat diese Gefühle, dass sie jetzt gebraucht wird und sie möchte für dich da sein. Machst du sie blöd an, ist sie vielleicht enttäuscht, aber sie liebt dich noch und nachher ist alles okay. Keiner würde seine Freunde ernsthaft dumm anmachen. Das würde die Freundschaft massiv gefährden.

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EbruWolke 08.04.2012, 15:43
@Hallagar

Danke für eure Kommentare und Ratschläge!

Ihr habt schon Recht, indem ihr sagt, dass ich jeden Menschen individuell behandeln soll.

Es stimmt alles was ihr sagt, aber ich möchte noch hinzufügen, dass ich selbst von diesen Freunden, die ich eigentlich sehr schätze, verletzt wurde. Manchmal habe ich das Gefühl von ihnen als Seelenmülleimer missbraucht zu werden. Einige meiner Freunde lästern über mich oder sind nicht ehrlich zu mir.

Ich sage meinen Freunden immer, wenn mich etwas an ihnen stört, aber taktvoller als sie es tun. Im Grunde habe ich zu jedem meiner Freunde ein Vertrauens-Band aufgebaut, aber fast jedes ist gebrochen, indem sie Dinge getan haben, die mich verletzt haben. Ich bin sehr sensibel und ihre Reaktion darauf war sehr unsensibel, woraufhin ich mich nicht mehr dazu überreden konnte ihnen maßlos zu vertrauen.

Ich habe nur noch Angst verletzt zu werden. Es fällt mir total schwer niemandem mehr misstrauisch zu sein, da selbst mein anfangs maßloses Vertrauen durch dumme Wörter und Aktionen meiner Freunde mich zutiefst verletzt wurde. Ich meine, wie kann ich ihnen vertrauen, wenn sie es selber nicht zu schätzen weisen? Ich schätze es immer, dass sie mir vertrauen, bin immer höflich und zuvorkommend, aber sie schätzen es nicht, wenn ich ihnen Vertrauen entgegenbringe, da sie es für selbstverständlich halten. Am Ende machen sie mich blöd an und meinen, dass ich abweisend bin oder ich nichts mehr für die Freundschaft tue oder so etwas ähnliches. Ich bin einem Dilemma, ich weiß nicht was ich tun soll. Soll ich mich selber verraten und meinen Freunden vertrauen nur damit sie es wieder missbrauchen können?

Manchmal sehe ich sie ehrlich gesagt nicht mehr als Freunde an, weil ich etwas anderes darunter verstehe. Es gibt zwei, drei Personen in meinem Leben, die ich Freunde nennen kann. Sie sind entweder in einer anderen Klasse oder Schule, deswegen kann ich mich nicht mehr richtig mit ihnen treffen, weil wir allesamt nicht genügend Zeit haben. Deswegen fühle ich mich auch einsam.

Ich selber bin sauer auf mich, da ich selber schon realisiert habe, dass das nicht gut ist was ich mache. Ich hintergehe sie und mich, aber was soll ich machen? Sie hintergehen mich doch auch, in meinen Augen noch schlimmer als ich es tue, denn sie versprechen mir etwas, was sie dann auch nicht einhalten können. Sie sagen mir, dass sie immer für mich da sein werden und sind es nicht. Sie haben mich einige Male verraten, indem sie schlechtes über mich gesagt haben oder etwas zu mir gesagt haben, was nicht stimmte. Sie hintergehen sich selber auch und ich weiß einfach nicht mehr.

Ich kann ihnen nicht sagen, dass sie mir wehtun, weil immer wenn ich das mache, bin ich der Sündenbock. Ich bin mit ihnen befreundet, weil sie es immer wieder schaffen mich doch noch von ihren guten Seiten zu überzeugen. Ich bin so naiv und falle immer wieder drauf rein und das ist doch im Grunde auch ein Vertrauensbruch, oder?

Ich hoffe, dass ihr mich verstehen könnt....

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Du solltest einen Psychologen aufsuchen und Leute suchen, mit denen du über Internet (anonym) reden kannst.

du brauchst ärztlichen rat

Ich denke, dass du dich an einen Psychologen überweisen lassen solltest.

EbruWolke 07.04.2012, 23:56

Geht ehrlich gesagt schlecht...

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EbruWolke 07.04.2012, 23:59
@iselle

Ich habe mal mit meinen Eltern darüber geredet und es hat damit geendet, dass ich überhaupt nicht das Recht dazu habe traurig zu sein, weil ich Liebe von Eltern spüren durfte und es mir an Materiellem nicht mangelt.

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Flurii 07.04.2012, 23:59
@iselle

Warum Psychologen, wenn sie über ihr Leben nachdenkt.

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iselle 08.04.2012, 00:01
@EbruWolke

Du hast Probleme mit dir selbst.
Das muss nicht immer heißen, dass man von den Eltern nicht geliebt wird oder einem ein Gameboy fehlt.

Eventuell hast du Depressionen.

Und jeder hat das Recht psychologischen Rat einzuholen und sich helfen zu lassen.

Also wende dich an deinen Arzt und lass dich einfach mal überweisen,
dann kannst du weitersehen.

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iselle 08.04.2012, 00:05
@Flurii

Sie denkt nicht nur nach, sondern macht sich durch und durch selbst fertig.

Sowas ist nie gut - vorallem nicht, wenn dass über einen langen Zeitraum passiert.
Das kann schlimme Folgen haben.

Und ein Gespräch mit einem Psychologen zu führen ist nichts schlimmes, abwertendes oder etwas das zu verurteilen ist.

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EbruWolke 08.04.2012, 00:05
@iselle

Ich weiß, dass ich das Recht dazu habe, aber meine Eltern vergleichen sich mit mir! Ich kann das nicht, sie hatten schlimmere Zeiten als ich, viel schlimmere sogar und sie sind ohne jeglichen Psychologen ausgekommen. In meinem Umfeld gilt sowas als schlimm und verrückt.

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iselle 08.04.2012, 00:08
@EbruWolke

Gut, dann mach dich selber weiter fertig und warte bis du stirbst.

Findest du diese Antwort besser?

Du hast ein Problem mit dir selbst und lebst in einer völlig anderen Zeit als deine Eltern.

Warum solltest du nicht die Möglichkeit nutzen, dir selbst zu helfen.

Aber wie ich merke, willst du gar nicht, dass man dir hilft....
wirklich schade.

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iselle 08.04.2012, 00:14
@EbruWolke

Ich hätte da noch eine Frage an dich :

Fändest du es sinnvoll zu sterben?
Denkst du an so etwas?

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EbruWolke 08.04.2012, 00:21
@iselle

Doch ich will es, nur psychologische Hilfe geht nicht gut. Ich muss warten bis ich 18 bin, da habe ich mein eigenes Leben und kann Entscheidungen fällen ohne sie zu bereuen.

Manchmal wünsche ich mir nicht mehr da zu sein, andererseits habe ich Angst vor der Reaktion meines Umfeldes, das ist das einzige was mich daran gehindert hat mir was ernsthaft schlimmes anzutun und dass ich gläubig bin.

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iselle 08.04.2012, 00:30
@EbruWolke

Du hast auch jetzt schon ein eigenständiges Leben und kannst Entscheidungen fällen.

Ich finde es schade, dass es als schlimm angesehen wird,
psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Du machst dich selbst fertig und spielst mit dem Gedanken dir etwas anzutun,
tust es aber nicht weil du Angst vor der Meinung anderer hast.

Das sind alles Sachen, die nicht gut sind.

Ich rate dir ernsthaft, dir helfen zu lassen und zwar von jemandem der für so etwas zuständig ist.

Wie gesagt: Ein Psychologe oder Therapeut ist nicht schlimmes oder etwas wofür man verurteilt werden sollte.

Lass dir helfen, bevor du doch irgendwann an den Punkt kommst,
dir etwas anzutun, nur weil du Angst vor anderen hattest.
Denn dann ist es zu spät.
Dann gibt es keine Hilfe mehr...

p.s.: Du brauchst kein Einverständnis deiner Eltern oder sonst wem,
um Hilfe zu bekommen

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EbruWolke 08.04.2012, 00:34
@iselle

Ok, danke für Deinen Rat.

Ich selber habe nichts gegen den Psychologen, ich wollte sogar selber dahin, aber die Reaktion meiner Mutter hat mich total verunsichert. Ich weiß nicht, ob ich jetzt noch die Courage finden kann, um nochmal mit ihr darüber zu reden, aber ich werde es versuchen und Du hast Recht.

Ich bin schon seit meiner Geburt für mein Leben verantwortlich, deswegen muss ich es auch pflegen. Es fällt mir schwer, aber vielleicht schaffe ich es doch noch. Vielleicht habe ich auch noch Glück und es hat tatsächlich nur irgendwas mit meinen Hormonen zutun...

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iselle 08.04.2012, 00:38
@EbruWolke

Es ist toll, dass du mit deiner Mutter darüber reden möchtest.
Aber lass dich nicht durch sie verunsichern.
Oftmals sehen andere (oft auch die eigenen Eltern) die Probleme nicht,
die man selbst hat und tun sie als nichtig ab.

Du kannst auch ohne deinen Eltern Bescheid zu geben
zu einem Arzt und Psychologen gehen und erstmal
zu dir selbst finden und Selbstvertrauen aufzubauen.

Dann fällt es dir vllt auch leichter deinen Eltern zu erklären,
was genau in dir vorgeht ohne dich durch sie und ihre Vergleiche verunsichern zu lassen.

Du brauchst da auch keine Angst zu haben,
dass das ein Verrat wäre oÄ.
Das ist es nicht.

Ich wünsche dir ganz viel Mut und Kraft, dass du es schaffst.

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EbruWolke 08.04.2012, 00:40
@iselle

Danke sehr!

Ich hätte da eine Frage:

Ich lese immer, dass der Psychologen-Besuch immer so viel kostet, gibt es auch welche, die von der Krankenkasse finanziert werden? Oder solche Jugend-Beratungsstellen, wo man einfach hingehen kann (in Hamburg)?

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iselle 08.04.2012, 00:51
@EbruWolke

Wenn du privat versichert bist, zahlst du selbst, wie bei anderen Sachen auch (wie das dann mit der KK gemacht wir weiß ich leider nicht).

Wenn du normal versichert bist, kannst du dich von deinem Hausarzt überweisen lassen (keine Sorge oder Angst, der Hausarzt lacht einen nicht aus oÄ, sondern nimmt dich ernst).
Dieser kann dir dann auch helfen, zu wem du gehen kannst und dir gleich Namen und Nummern mitgeben.
Dann musst du nichts zahlen.
Du kannst dich aber auch ganz unverbindlich bei deiner Krankenkasse (auch per E-Mail über die Homepage zB) erkundigen.

Es gibt auch Beratungsstellen an die du dich erst wenden kannst,
zB ProFamilia (oder einfach mal im Internet suchen, was es noch so gibt).
Jedoch kann es sein, dass dir dort gesagt wird, dass sie dir nicht direkt weiterhelfen können, zB wenn du richtige Depressionen hast.

So war es zB bei mir.
Ich bin auch selbst erst dorthin gegangen,
und mir wurde geraten zu einem richtigen Therapeuten zu gehen.
Nicht weil sie mich nicht mochten oder keine Lust hatten mir zu helfen.
Sondern weil sie die richtige Hilfe für mich haben wollten,
damit mir richtig geholfen werden konnte.

Und ich kann dir sagen, dass es zwar Überwindung gekostet hat,
aber sobald du den Schritt gewagt hast und das erste Mal beim Therapeuten warst, ist das alles gar nicht mehr so schlimm.
(Und keine Angst, man muss sich nicht auf ein Sofa legen usw =) )

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EbruWolke 08.04.2012, 01:21
@iselle

Ok, ich danke Dir wirklich! :)

Ich werde mal gucken wie ich das am besten regeln kann! Danke, dass Du mir so geholfen hast!

(Gott sei Dank muss ich auf keinem Sofa liegen ;) )

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