warum demonstrieren nur Bürger im Osten gegen die aktuelle Politik?

9 Antworten

Auch im Westen gehen die Leute mittlerweile auf die Straße. Aber halt viel weniger als im Osten. Der Grund liegt wohl darin, dass die Alt-Bundesbürger in gewissem Maße wohlstandsverwöhnt sind. Sie haben mit dem Marshall-Plan nach dem 2. WK und den "Rosinenbombern" über Berlin jedwede Unterstützung erhalten, während die Sowjets im Osten Fabriken und Eisenbahngleise abgebaut haben. Zudem hatte die Alt-BRD auch immer eine demokratische Regierung, während im Osten die SED diktatorisch herrschte.

So etwas merken sich die Menschen. Ich will hier niemanden beleidigen, aber es ist doch so: Die einen sind halt wacher gegenüber negativen gesellschaftlichen Veränderungen, die andern nach über 75 Jahren Kriegsende träge und selbstverwöhnt geworden.

Du meinst: Die Bürger im Osten sind tendenziell offener für demagogische Sprüche und populistische "Wahrheiten"?

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Du hast Scheuklappen. Auch jenseits des Ostens wird das gemacht.

Im Osten Deutschlands gibt es noch heute viel Sympathie für Russland und auch Putin. Damit unterscheidet sich die ehemalige DDR von fast allen Ostblockländern.

Vermutlich gibt es eine Art gemeinsame Erfahrung. Staaten, die sich von der Sowjetunion abwandten, haben nicht nur mehr Freiheiten, sondern auch mehr Wohlstand entwickelt. Das Selbstwertgefühl der Russen wurde gekränkt. Damit können sich viele Ostdeutsche identifizieren.

Bei uns im Ort wird auch relativ viel demonstriert, und das für oder gegen die verschiedensten Dinge, hauptsächlich aber gegen die Corona-Maßnahmen. Und wir sind im Süden.

Deine Aussage ist also eine eher unrichtige Verallgemeinerung.

Weil die halt noch am Ehesten wissen wie das war unter der DDR. Im Westen kann man sich kaum vorstellen, dass die Regierung der Gegner ist. Und hier klingt Sozialismus auch erstmal toll.

Viele wachen erst dann auf, wenn´s schon zu spät ist ...

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Ist hierzulande irgendwo "Sozialismus" zu spüren?

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