Warum definiert man das so?

11 Antworten

Das könnte daran liegen, dass 'man' den Werbeversprechungen glaubt - mit Denken ist da nicht so viel! Sonst würde man sich fragen: Warum schmeckt das so lecker (obwohl es sooo billig ist)? Wie funktioniert das?

Wenn du aus dem Essen die ungesunden Zutaten durch Bio-Zutaten ersetzt, ist es lecker, aber schon gesund, auch, weil durch die natürlichen Zutaten die Essbremse funktioniert: irgendwann kann man nicht mehr und ist satt.

Konventionell erzeugte Nahrungsmittel und Fertiggerichte enthalten Inhaltsstoffe, die im Geschmack so abgestimmt sind, dass sie lecker schmecken sollen. Auch die Konsistenz - außen knusprig, innen weich- macht etwas mit uns und vermittelt eine 'Belohnung'.

Aber mit welchen Mitteln! Zucker, Aromen, synthetisch erzeugte Zusatzstoffe - all das macht süchtig nach mehr. So werden aus minderwertigen Zutaten 'Nahrungsattrappen' - mit leckerem Geschmack (soweit man viiiel Zucker und Aromen lecker findet ^^), großer Haltbarkeit, ansprechendem Äußeren. Diese Produkte werden mit mächtigen Werbebudgets beworben.

'Man' - also diejenigen, die sich der Werbung aussetzen und die überteuerte Ware kaufen, bekommen aber nur bessere und teurere Inhaltsstoffe vorgetäuscht. Kleiner Tipp: ein Besuch im Museum für Zusatzstoffe in Hamburg, auf dem Gelände der Großmarkthallen!) - da gehen einem die Augen auf, was in unserem Essen steckt.

Bio-Essen DARF keine gefälschten Inhaltsstoffe verwenden, so wird z.B. mit unbehandeltem Stein- oder Meersalz gearbeitet (im Gegensatz zum industriell hergestellten Kochsalz mit Giftzusätzen und Aluminium in der Rieselhilfe), keine künstlichen Aromen verwendet, sondern nur Natur, kein Weißzucker (Industrieprodukt), sondern Rohrzucker, Honig o.ä., ehrliche Zutaten eben. Curcuma, Rote Bete und Spinat als Farbstoffe sind auch natürlich - da braucht man keine dubiosen Stoffe. Und das schmeckt man - das ist wirklich lecker!

Bei Backwaren ist der Unterschied zwischen konventionell und bio ganz krass.

Auf die Unterschiede zwischen 'natürlich lecker' und 'künstlich lecker' kommt man spätestens über die Ursachenforschung bei Krankheiten - also viel später im Leben, wenn man gemerkt hat, dass in unserer westlichen Medizin Symptome nur unterdrückt werden, aber niemand nach Ursachen sucht (außer man tut es selber).

Meine Mutter erzählte mir mal, dass man im Mittelalter Brunnenvergifter einen Kopf kürzer machte, weil durch sie Menschen krank wurden und starben - ein Schaden für die Gesellschaft. Was heute die Lebensmittelindustrie durch ihre 'Nahrungsattrappen' bewirkt, ist vergleichbar - nur getarnt. Dadurch, dass jetzt alle daran verdienen, ist das moralische Niveau gesunken, und man lebt prächtig von den Konsumenten 'leckeren Essens'.

Wer sich nicht für Inhaltsstoffe interessiert und blind konsumiert, was er lecker findet und was man ihm vorsetzt, der braucht halt noch ein bisschen Zeit, bis er das Konzept dahinter versteht.

Warum man das so definiert ist recht einfach:

Gerade im Zuge der ersten Gesundheits Wellen Ende der 70er und Anfang der 80er, wo man z.b. das Salz fälschlicherweise verteufelt hat als vermeintlichen Ursprung von Bluthochdruck und Herz-Kreislaufprobleme, wusste man auf der anderen Seite das ein Essen ohne Salz ziemlich fade schmeckt.

Ebenfalls seit ungefähr den 80er Jahren weiß man eigentlich, das Zucker in großen Mengen und gesund ist. Trotzdem verzehren wir Deutschen jede Menge Zucker pro Jahr. Und gleichzeitig nimmt man auch an, dass sämtliche Speisen ohne Verwendung von Zucker ebenfalls nicht schmecken.

Es hat also eher etwas mit der Wahrnehmung zu tun, und der Annahme dass Dinge automatisch schlechter schmecken, wenn man vermeintlich ungesunde Stoffe weglässt.

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Also mit der Kondition :)

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Der Grund ist kein gesellschaftlicher, sondern ein physikalischer.

Fett und Alkohol sind Geschmacksträger und somit dafür verantwortlich, dass ein Essen/Getränk gut schmeckt.

Alkoholfreies Bier oder Wein schmecken längst nicht so gut wie Bier oder Wein mit Alkohol, obwohl das Ganze sonst gleich ist.

Ebenso ist das mit Essen. Ein Schweinsbraten ohne Fett schmeckt nicht.

bei Zucker ist das ähnlich. Süß ist für die Psyche immer eine Belohnung. Kekse ohne Zucker schmecken nicht.

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naja die Frage war:

Also, warum ist gesellschaftlich definiert Lecker, meist ungesund?

du schreibst

Fett und Alkohol sind Geschmacksträger und somit dafür verantwortlich, dass ein Essen/Getränk gut schmeckt.
Ebenso ist das mit Essen. Ein Schweinsbraten ohne Fett schmeckt nicht.
bei Zucker ist das ähnlich. Süß ist für die Psyche immer eine Belohnung. Kekse ohne Zucker schmecken nicht.

stimmt beschreibt aber nicht warum Fett und Alk als ungesund gesehen werden sondern lediglich warum Fettreiche sachen gut schmecken. das war aber garnicht die Frage. Dass es als ungesund gesehen wird hat nämlich schon ein gesellschaftlichen Grund. die Antifettgurus und Medien die gebetsmühlenartig Fett verteufeln...

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