Warum dauert ein Medizinstudium 6 Jahre und die zum Heilpraktiker maximal 3 Jahre?

8 Antworten

Die Heilpraktiker-Ausbildung ist im Verhältnis zum universitären Medizinstudium aus folgenden Gründen so kurz:

1.Die Heilpraktiker-Schüler erhalten das medizinische Wissen quasie schon "vorgekaut" vermittelt. Ein Med.-Student bekommt es hoch komplex und relativ abstrakt. Bevor er es lernt/sich merkt muss er recht viel zeit dafür aufwenden das vermittelte Wissen ermal zu strukturiern und zu verstehen.

  1. Heilpraktiker-Schüler marschieren direkt auf die Staatsprüfung (zur HP-Erlaubnis) zu ohne andauert Klausuren, Zwischenprüfungen, Referate etc. zu halten bzw. sich darauf vorbereiten zu müssen. Bei Medizinstudenten sieht das ganz anders aus.

  2. Ein großer Teil des Medizinstudiums verschlingt das wissenschaftliche Arbeiten. Bei der HP-Ausbildung fällt das gänzlich weg (was nicht heißt das die HP-Ausbildung nicht auch wissenschaftlich fundiert und orientiert ist. Das muss sie nämlich.)

  3. Viel Zeit verbringen Medizinstudenten auch in Praktika, Hospitationen u.v.m. In der HP-Ausbildung sind diese - wenn überhaupt - verhältnismäßig sehr kurz.

  4. Der größte Teil der HP- Ausbildung nimmt die Anatomie, Physiologie & Pathologie [Körperaufbau, -funktionen/-abläufe und Krankheitslehre (Erkennung, Zuordnung, Entstehung, Ursache, Wirkung, Verlauf der verschiedensten Erkrankungen.)] Die (schulmedizinische) Behandlung (Therapie) nimmt einen kleineren Teil ein (Notfallbehandlungen hingegen intensiver). Medizinstudenten müssen quasie das gesamte schulmed. Behandlungsprektum sehr fundiert und differenziert beherrschen. Heilpraktiker lernen das behandeln/therapieren meistens nach der HP-Ausbildung (die letzden Endes nur eine Prüfungsvorbereitung zur staatl. HP-Prüfung ist) in mehreren Jahren in verschiedenen Komplimentärmedizinischen und Naturheilkundlichen verfahren ihrer Wahl. (Im Endeffekt ist also auch eine Heilpraktiker mit seiner Ausbildung 6 oder nochmehr Jahre beschäftigt).

  5. Es kommen in der HP-Ausbildung nicht alle med. Fächer vor.

Und hier noch eine interessante und wichtige Info die sich insbesondere FÜR DIE HEILPRAKTIKER-SKEPTIKER interessant ist: Der Begriff "Heilpraktiker" ist in Deutschland eine rechtlich geschützter Titel die Personen bekommen die eine staatliche Heilerlaubnis haben ohne Arzt zu sein. Hierzu müssen die Heilpraktiker-Anwerter eine staatliche Prüfung bestehen die inhaltlich dem Physikum und dem Hammerexamen (Teil-u. Abschlussprüfung zum Arzt) entsprechen (Also ziemlich UMFANGREICHE MEDIZINISCHE KENNTNISSE!!!!). Nur so kann mit (relativer) Sicherheit gewährleistet werden das der Anwender keine Gefahr für die Patienten, also der Volksgesundheit, darstellt. Die Medizin bzw. der menschliche Körper ist schließlich eine hoch komplexe und sensible Sache. Nur als Heilpraktiker oder Arzt darf man in D Krankheiten (etc...) diagnostizieren, lindern und heilen.

Ich könnte jetzt noch was zur Wichtichkeit, Effektivität und Wissenschaftlichkeit des Alternativ-/Komplimentär-/Ganzheits-/u.Naturheilmedizin erläutern so wie die (vielen und recht massiven) Schwächen der Schulmedizin, aber dafür hab ich jetzt keine Zeit. Bei bedarf (=auf Wunsch) hol ich das gerne noch nach.

Ich würde mal die Heilpraktiker nicht verteufeln. Sicherlich ist der Wissensumfang um einiges geringer als der eines Arztes. Aber nicht alles ist zwingend notwendig um die physiologischen Vorgänge im Körper zu begreifen und korrekte Diagnosen stellen zu können. Siehe z.B. Bezeichnungen von Muskeln oder anderes Wissen, dass mehr oder weniger als Ballast angesehen werden kann. Ein Heilpraktiker wird wohl in der Tat sich mehr Zeit für den Patienten nehmen und in erster Linie das WARUM herausfinden und behandeln. Ein guter Heilpraktiker wird, wenn er oder die Naturheilkunde an seine Grenzen stößt den Patienten an einen Facharzt überstellen. Heilpraktiker und Ärzte sollen keine Konkurrenten sein, sondern sich gegenseitig sinnvoll ergänzen.

Das ist ja furchtbar, was hier an Gläubigkeit gegenüber den Heilpraktikern entgegengebracht wird. Mit Unpässlichkeiten kannst du hingehen, aber doch nicht mit Krebs. Im Übrigen ist der Beruf in Österreich ganz verboten, Er fällt dort unter die Kurpfuscher!

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Nun müsst Ihr wissen, dass ich später gerne psychotherapeutisch in einer eigenen Praxis arbeiten würde. Das Semester, das ich im Ausland studiert habe, ist leider aus verschiedenen Gründen, für die ich nichts konnte, nicht so gut gelaufen und nun überlege ich im Herbst neu durchzustarten (bis zum Abschluss Bachelor & ggf. Master) - oder in Deutschland eine Ausbildung zum Notfallsanitäter anzufangen, beides, um die Wartezeit für ein Medizinstudium in Deutschland sinnvoll zu überbrücken, da ich später gerne als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Psychiater) arbeiten würde. Beide Fächer interessieren mich sehr.

Wenn meine Rechnung richtig ist, dann brauche ich bei einem Abitur mit 3,0 ca. 5-6 Jahre Wartezeit (?). Stimmt Ihr mir da zu? Was findet Ihr sinnvoller: Notfallsanitäter oder Psychologie studieren? (ein Studium im Ausland zählt nicht als 'Parkstudium'). Ich hatte ein sprachliches Profil in der Oberstufe. Dazu kommt, dass ich später auch gerne im Ausland (Costa Rica z.B.) arbeiten würde. Bitte auch dazuschreiben, aus welchem beruflichen Zweig Ihr kommt bzw. warum Ihr mir Euren Rat gebt.

Viele Grüße und vielen Dank für Eure Antworten (!),

FireGeneration

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