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Sicherlich hast du schon mal von der Halbwertszeit gehört. Sie beschreibt den Zeitraum, bis sich eine Menge eines Stoffes halbiert hat.

Zur Veranschaulichung ein Beispiel: Du hast einen 32 Gewichtseinheiten (GE) eines Stoffes mit einer Halbwertszeit von 1 Zeiteinheit (ZE). Zu Beginn wiegt der Stoff also 32 GE. Nach 1 ZE hat sich die Menge des Stoffes halbiert, es bleiben also nur noch 16 GE. Nach einer weiteren ZE haben sich die 16 GE wiederrum halbiert, es bleiben also noch 8 GE nach insgesamt 2 ZE. Nach 3 ZE sind es noch 4 GE, nach 4 ZE sind es noch 2 GE, nach 5 ZE gerade mal 1 GE.

Du siehst, die Menge des Stoffes halbiert sich nach jeder Zeiteinheit. Es wird also immer weniger, aber verschwinden tut er (zumindest in der Theorie) nie, da du ja jede noch so kleine Menge noch einmal halbieren kannst.

In unserem Beispiel geht es also weiter mit 0,5 GE, 25 GE, 0,125 GE, 0,0625 GE... Zeichnet man die Werte in eine Tabelle, sieht man jetzt kaum noch, dass die menge des Stoffes weiter abnimmt, da die Linie immer flacher wird, und sich der x-Achse kaum weiter nähert. Tatsächlich geht das bis in alle Ewigkeit so weiter. (Dieses Verhalten nennt man auch asymptotisch, der Graph ist eine Asymptote)

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Kommentar von RaceShafter
19.09.2016, 23:09

Ok, das ist verständlich erklärt. Aber dennoch verstehe ich nicht, warum beim Abbau immer halbiert wird, und nicht einfach alles nach einer gewissen Zeit verfällt. Durch deine Erklärung ergibt es auch Sinn, warum die Orte um Tschernobyl noch lange lange unbewohnbar bleiben, man mittlerweile aber schon bis nahe an das Kraftwerk darf. LG und danke.

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