Warum darf man in München die Brotzeit selbst mit in den Biergarten bringen?

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6 Antworten

Früher was das in Österreich speziell Wien und Burgenland genau so mit den Heurigen (Straussenwirtschaft) Da gingen die Leute hin um sich zu treffen und den frischen Wein zu geniessen und haben selber das Essen mitgebracht. Leider hat sich das mit den Jahren aufgehört. Und der urige Heurige wird immer mehr zur Gastwirtschaft. Denn beim Heurigen gabs auch die Brettljausen (Kaltes Fleisch, Speck, Schmalz usw) und heute gibt es fast nur mehr Heurigen mit überwiegen warmer Küche.

In der Zeit als es noch keine Kühlhäuser gab, wurde das Bier unter der Erde gekühlt in einem Bierkeller. Bierkeller mussten eine bestimmte Tiefe haben und eine Humusdecke auf denen zum Schutz gegen Sonnenaufwärmung Kastanienbäume gepflanzt wurden. Dann sind die Brauereien darauf gekommen daraus eine Gaststätte zu machen. Das Bier war billiger und auch das Essen war gut. Das hat die Gastwirte aufgebracht, da sie weniger Geschäft machten durch die neuen Mitbewerber. Nach vielen Einsprüchen und Diskussionen wurden dann den Biergartenbetreibern auferlegt nur noch Bier auszuschenken. Seit diesem Zeitpunkt darf in den Bergärten in Bayern das Essen selbst mitgebracht werden. In einem Biergarten gibt es immer zwei Bereiche. Einen Bedienteil und einen Selbstbedienungsteil. Im Bedienteil, darf keine selbst mitgebrachtes Essen verzehrt werden. Diese Tradition gibt es in den meisten bayerischen Städten. In München gibt es über 120 Biergärten. Jedes Jahr wird der schönste Biergarten ausgewählt. Die Biergärten in sind eine wunderbare Einrichtung und tragen erheblich zur Lebensqualität in der schönsten Stadt Deutschland bei.

Danke, wieder etwas dazu gelernt, sehr interessant.

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Danke, dafür hast den Punkt verdient

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@america

das stimmt so aber nicht für ganz Bayern. In Franken zb ist es überhaupt nicht üblich, dass man Essen mit auf den Keller nehmen darf. Das schreibst du aber indirekt in deiner Antwort. Und das mit den 2 Bereichen mag vielleichtin München so sein, aber in einem fränkischen Biergarten habe ich sowas noch nicht gesehen.

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@faessla

In der fränkischen Schweiz - also da wo es überhaupt die meisten Brauereien gehört das Mitbringen von Brotzeit "auf den Keller" sehr wohl zur Tradition. Regel ist: wo mit Tischtuch eingedeckt ist, gibt's nur was vom Haus - am reinen Holztisch darf sehr wohl der eigene Korb ausgepackt werden.

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Nö, das Konzept des Biergartens erlaubt es Deutschland weit, so ist auch die offizielle Gesetzeslage, nur in den meisten anderen Städten wollen die Betreiber ihre Produkte verkaufen und die Besucher lassen sich hier dann dazu nötigen ihre mitgebrachte Brotzeit dort nicht zu verzehren. Hier in Bonn gibts zwei Biergärten in denen das aber kein Problem darstellt.

Die Brotzeit selbstmitbringen zu können zeichnet ja grade einen guten Biergarten aus.

Nö, das KOnzept des Biergartens erlaubt es Deutschland weit, so ist auch die offizielle Gesetzeslage, nur in den meisten anderen Städten wollen die Betreiber ihre Produkte verkaufen und die Besucher lassen sich hier dann dazu nötigen ihre mitgebrachte Brotzeit dort nicht zu verzehren. Hier in Bonn gibts zwei Biergärten in denen das aber kein Problem darstellt.

Die Brotzeit selbstmitbringen zu können zeichnet ja grade einen guten Biergarten aus.

Nenn mir bitte die Quelle des Gesetzes.

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Nach meines Wissens ist das ein Überbleibsel aus der Zeit als es noch reine Brauereigärten waren und nur Bier verkauft wurde. Damit die Leute mehr trinken konnten / wollten durften sie ihr Vesper dazu essen. Später gab es dann auch die tratitionelle Laugenbrezel zum Kaufen.

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