Warum darf man Hunde alleine halten, Kaninchen aber nicht?

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hunde sind genauso wie kanninchen rudeltiere, das stimmt. allerdings kannst du einen hund total in dein 'rudel' integrieren, sprich in die menschenfamilie, du kannst ihn bei unternehmungen teilhaben lassen, mit ihm haus und heim teilen, mit ihm richtig ausgelassen rumtoben und mit ihm die natur erkunden und beim gassigehen trifft er oft auch auf artgenossen. ein kanninchen hingegen ist immer an seinen stall gebunden, im besten fall hat es ein freigehäge in dem es bei schönem wetter grasen und sich die sonne auf das näschen scheinen lassen kann. aber du wirst einem kanninchen niemals so sehr einen artgenossen ersetzten können wie zb einem hund, bzw kannst du es nicht so an deinem leben teilhaben lassen wie einen hund. ein kanninchen das ganz alleine seinen lebensalltag im stall fristen muss scheint mir sehr einsam, selbst die liebgemeintesten streicheleinheiten ersetzten keinen kameraden. 1m² für ein häschen scheint mir auch sehr sehr beengend. hast du schonmal einen hasen auf der wiese beobachtet - sie lieben es wild rumzulaufen und haken zu schlage. lässt du deinen langohrigen freund denn ab und an mal wenigstens im zimmer rumhoppsen, oder ihn im garten bisschen natur zu bieten? - das wäre vielleicht ein kleines trostpflaster für ihn! ganz ehrlich finde ich es verantwortungslos wie deine eltern deine sorge abtun! in dem punkt scheinst du weit erwachsener zu sein als deine eltern! wie alt bist du denn eigentlich? verdienst du schon selbst geld (zb als azubi?) - wenn ja, wäre ich einfach so dreist und würde den rammler aus dem tierheim adoptieren, die mehrkosten die durch ihn entstehen würde ich dann selbster begleichen. ansonsten fällt mir leider auch keine lösung ein wie du deine eltern weichklopfen könntest - wenn sie selbst nicht die einsicht haben das deinem häschen ein artgenosse gut tun würde ist da glaub ich alle hoffnung verloren sie davon zu überzeugen... :/ da bleibt dir dann wohl nur, ihm ganz viel zuwendung und liebe zu schenken! -viel glück dir & deinem häschen-

ich habe ab nächsten monat einen job, bei dem ich 40€ verdiene, aber das tierheim ist, obwohl es das nächste ist, nur mit dem zug erreichbar... hm, mal sehen, ich glaube nicht, dass ichdas einfach so hinbekomme, auch wenn ich das gerne tun würde. dieverkaufen ja nicht jedem dahergelaufenen ein lebewesen.

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@arielle08

ja das stimmt, ehe dir im tierheim ein tier vermittelt wird überzeugen die betreuer sich davon das das tier bei dir in guten händen ist und du ihm eine artgerechte haltung bieten kannst. ich glaube an minderjährige werden auch keine tiere ausgehändigt (vielleicht hat aber zB deine oma, oder andere familienangehörige, ein größeres herz für tiere und mehr verständnis für deine sitaution und du könntest sie bitten dich dabei zu unterstützen?!). ein größerer käfig ist dann aber wirklich unumgänglich wenn du dich dafür entscheidest ein zweites kanninchen zu dir zu nehmen! bedenke auch das im tierheim pro vermittlung eine schutzgebühr fällig ist (bei kastierten kanninchen liegt die inetwa bei 50€). wenn das alles nicht zu verwirklichen ist, dann sei bemüht deinem kanninchen ein guter freund zu sein, so gut es dir eben möglich ist! :)

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Naja, aber zwei Kaninchen in einem 1 qm Stall .... erstmal müsste sie die Möglichkeit haben, Platz zu schaffen ..... bei 1 qm Platz kanns halt auch passieren, dass die Kaninchen sich gar nicht verstehen und das ist dann kontraproduktiv! Ich würd also davon abrate, einfach das Kaninchen aus dem Tierheim zu holen .... zumindest wenn das Platzproblem nicht gelöst ist!

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@blablubblub

wir haben einen riesigen garten, ich kann locker einen großen stall für sie bauen, das fänden meine eltern auch nicht schlimm. ich bin sogar schon am planen, auch wenn es nicht klappt ;-)

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@arielle08

ich finds schön das du dir so viel gedanken um das wohl deines kanninchens machst! und selbst wenn es mit dem zweiten kanninchen nicht klappt - allein dein jetziges wird dir einen großen auslauf-stall im garten danken! ;)

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@CourtneyCorpse

es bekommt mindestens 7qm, dann haben noch zwei kumpels platz :D denn es bekommt auf jeden fall noch einen kumpel, oder mehrere, wenn nicht jetzt, eben wenn ich älter bin und meine eltern mir mehr glauben schenken und so weiter. ich hab das gefühl, sie denken, ich weiss nicht wovon ich spreche

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@arielle08

Aso, wenn das mit dem Stall kein Problem ist, dann bin ich auch dafür, dass du ein zweites Kaninchen einfach holst! Mehr als motzen können deine Eltern nicht und im schlimmsten Fall Hausarrest oder Taschengeldentzug - aber das ist ja wohl eher das kleinere Übel, oder?

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@arielle08

Aso, wenn das mit dem Stall kein Problem ist, dann bin ich auch dafür, dass du ein zweites Kaninchen einfach holst! Mehr als motzen können deine Eltern nicht und im schlimmsten Fall Hausarrest oder Taschengeldentzug - aber das ist ja wohl eher das kleinere Übel, oder?

Kennst du www.sweetrabbits.de schon? Falls nicht, hier mal ein Link, was man beim Bau von Außengehegen beachten sollte: - natürlich findest du auch viele weitere hilfreiche udnw cihtige Infos und ein Forum mit vielen netten und hilfsbereizten Usern!

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@blablubblub

dankeschön! ich werde wohl all mein Erspartes ausgeben, das Kaninchen kostet 35€, der Stall auch noch 200 oder mehr... Gut, dass ich gespart hab! Das ist es mir allemal wert!

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@blablubblub

... aber, ich denke meine eltern werden sowieso den großteil des stalls zahlen. Sie wollen nämlich (zumindest bei allem anderen) nicht, dass ich all mein erspartes ausgebe. ein glück

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Kaninchen bauen keinen Bezug zum Menschen auf. Hunde tun dies sehr wohl. Vielleicht findest Du hier die stichhaltigen Argumente http://www.diebrain.de/k-sozial.html

Naja, einen Bezug zum ihren Menschen bauen Kaninchen schon auch auf, aber es stimmt schon, dass es nicht so ist wie bei Hunden!

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Totaler Schwachsinn, zwei Kaninchen machen fast genauso viel Arbeit wie eines. Und wieso kaufen Sie sich kein Buch, wenn sie so altbacken sind und tausenden Internetseiten nicht glauben, die alle das gleiche predigen: keine Einzelhaltung, da die Tiere vereinsamen und psychische Störungen entwickeln können.

Ich denke ja, sie glauben es, wollen es aber nicht wahr haben. Wieso überhaupt? Ein Kaninchen ist doch kein Monster, das könnte man ja schier meinen, wenn man sie hört.

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wir haben viele jahre ein kaninchen gehaalten. es wa weder gestört noch verängstlicht.im gegenteil.haben die tür zu hof aufgelassen und dieser spazierte alleine zum garten.er kam manchmal erst stunden später wieder ins haus. mit meiner tochter spielte dieser sogar verstecken was sich dumm anhört. konnte auch ein biest werden wenn ihm was nicht passte. bis zu seinem tod war dieser ein fröhliches und zufriedenes geschöpf.

Dass Einzelkaninchen ihr Leid in der Regel nicht direkt zeigen, liegt an dem allgemeinen instinktiven Drang der Kaninchen, Unwohlsein bestmöglich zu verbergen. Letzteres ist auch der Grund dafür, weshalb diverse Erkrankungen erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt werden. Als Fluchttier darf ein Kaninchen in der Wildnis keine Schwäche zeigen - anderenfalls würde es von Räubern sofort als leichte Beute erkannt und bevorzugt gejagt. Demzufolge darf man aus Interesse an der Umwelt, gesundem Appetit und Anhänglichkeit keinesfalls automatisch den Rückschluss ziehen, dass es dem Kaninchen rundum gut geht.

Es gibt in erster Linie fünf wesentliche Punkte, die einen deutlichen Hinweis darauf liefern, dass allein lebende Kaninchen einem massiven seelischen Leid ausgesetzt sind:

Aus diesen Beobachtungen und Überlegungen lässt sich schlussfolgern, dass einem Kaninchen grundsätzlich ein ganz elementarer Wohlfühlfaktor fehlt, wenn es ohne Artgenossen lebt - ebenso wie ein Mensch, den man konsequent von sämtlichen Mitmenschen isoliert.

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@muehlenmaedel
  • Dass Wildkaninchen in Gruppen leben, kann einzig und allein funktionieren, wenn das Bedürfnis nach arteigener Gesellschaft tief genug in ihren Genen verankert ist. Als direkte Nachfahren der Wildkaninchen teilen unsere Hauskaninchen so gut wie all ihre Eigenschaften, Verhaltensweisen und Bedürfnisse.

  • Alle in Gruppen lebende Kaninchen suchen von Zeit zu Zeit den (Körper-)Kontakt zu ihren Artgenossen - nicht rund um die Uhr, aber doch zumindest mehrmals täglich. Kein Tier sitzt freiwillig (d.h. sofern es von den anderen nicht systematisch ausgegrenzt wird - was durchaus in einigen Gruppen vorkommt) immer allein herum und möchte von den anderen nichts wissen. Damit zeigt ein Kaninchen, dem man diese Möglichkeit gewährt, völlig unmissverständlich, wie wichtig ihm der Sozialkontakt ist.

  • Als Gruppentiere fühlen sich Kaninchen nur dann sicher und geborgen, wenn sich Artgenossen in ihrer Nähe aufhalten - denn mehrere Nasen, Augen- und Ohrenpaare wittern nun einmal mehr als eines. Studien haben ergeben, dass der Stresspegel von Tieren, die gemeinsam mit einem Artgenossen eine neue Umgebung erkunden, etwa zehnmal (!) schneller sinkt als der von "auf sich allein gestellten" Tieren. Dazu passt auch die Beobachtung, dass einzeln gehaltene Kaninchen sich v.a. während der Eingewöhnungsphase deutlich zurückhaltener und eingeschüchterter verhalten als solche, die sich durch einen Partner "den Rücken stärken" lassen und jeden Schritt gemeinsam wagen dürfen.

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@muehlenmaedel
  • Es wird regelmäßig von einzeln gehaltenen Kaninchen berichtet, die Verhaltensstörungen wie z.B. Bissigkeit entwickelt haben. Bei Gruppentieren, die auch ansonsten vernünftig gehalten werden und wurden, ist dies hingegen praktisch nie der Fall.

  • Einzeltiere, die vergesellschaftet werden, verändern sich charakterlich grundsätzlich immer zum Positiven: Sie scheinen regelrecht aufzublühen. Die meisten Besitzer sind überrascht, wie aktiv und aufgeweckt ihr zuvor so ruhiges, "braves" Kaninchen sich plötzlich verhält, wie intensiv es mit seinem neuen Artgenossen interagiert.

Mehr Information:

http://www.kaninchenseele.de/index.php?p=1-1-0

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Naja was soll ich sagen !! Immer wieder lese ich halte niemals Vögel, Nager oder sonstige Tiere alleine, wenn das alles so stimmen würde , wären ganz viele Menschen auf dieser Welt Tierquäler , viele sagen immer kein Mensch kann das rudel des Tieres ersetzen , dann könnten wir es auch für den Hund nicht !!!!!! Ich habe auch einen Hund , Einen Wellensittich beide haben kein Rudel und trotzdem sind sie glücklich mein Welli sthet im Wohnzimmer darf tag und nacht raus der Käfig ist immer offen ER IST NICHT EINSAM , er gehört jetzt zu uns und das weiß er auch !!! Genauso der Hund . Ich finde das zu übertrieben , wenn ich nämlich 2 wellies hätte und sie den ganzen Tag im Käfig eingesperrt wären , wäre das sicher schlimmer als 1 vogel der alles darf ....

schon,aber du musst immer bedenken das ein hund und ein welli völlig andere Tiere sind, dein kannst du prima in deine familie hineinintergrieren, du kannst alles machen was auch sein rudel mit ihm machen würde z.B. spielen,kuscheln....deine familie ersetzt ihm dann das rudel, bei nagetieren ist das nicht so, da sie ja immer an ihren stall gebunden sind, auch wenn du sagst du lässt deinen wellie immer frei fliegen so hat doch niemandem der mit ihm das zimmer oder die wohnung erkundet, mit ihm kuscheln kann wie mit einem partner (auh wenn du mit deinem wellie kuschelst ist es doch anders als wenn er mit einem artgenossen kuschelt) oder jmd der seine sprache spricht....und außerdem hat ein hund ja immernoch ab und zu z.B. auf spaziergängen noch kontakte zu seinen artgenossen wo er mit ihnen spielen kann

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Ja, Jasminchen, leider Gottes sind ganz viele Menschen auf dieser Welt Tierquäler (meistens, ohne es zu wissen, aber das macht's für die Tiere nicht weniger schlimm). Was ist das überhaupt für ein Argument - "Wenn viele etwas schlecht machen, wird es besser"?

Dein zuletzt genanntes Argument versteh ich auch nicht so ganz, ein 2. Welli würde dich nicht daran hindern, ihnen beiden ebenso viel Freiflug zu gewähren wie dem armen Einzelvogel. Ich verstehe nicht, wieso manche Menschen immer meinen, nur weil es noch schlimmer geht, kann man ihnen nichts vorwerfen. 2 Wellis nur im Käfig sind nicht glücklich, 1 Welli nie im Käfig ist auch nicht glücklich. 2 Menschen, die im Badezimmer leben müssen, sind nicht glücklich, 1 Mensch in einer Villa, der in seinem Leben nie andere Menschen, sondern immer nur Wellensittiche sieht, ist einsam und damit auch nicht glücklich. Auch nicht, wenn er "zu den Wellensittichen gehört" ;)

Wenn man sich ein Tier anschafft, hat man Verantwortung zu zeigen - d.h. sich vorher über seine Bedürfnisse zu informieren und sicherzustellen, dass man ihnen allen gerecht werden kann. "x will ich nicht, aber dafür kriegt es ja y" ist nun einmal unzureichend. Was wäre daran schlimm, deinem Welli einen Partner zu organisieren? Angst, er wäre dann weniger anhänglich? Egoistischer geht's kaum - seinem Tier absichtlich die Gesellschaft vorenthalten, die ihm so wichtig ist, damit es sich aus aus der Not heraus einem selbst näher anschließt. Freundschaften erzwingen - sehr tierfreundlich.

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