Warum darf ein Richter nicht auch Zeuge sein?

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12 Antworten

Gerade die Zeugenschaft könnte den Richter wegen subjekiver Wahrnehmung des Vorfalls oder der Tat zu einer Fehleinschätzung damit zu einem Fehlurteil veranlassen.

Warum wohl trägt Justitia eine Augenbinde?


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Kommentar von Maimaier
09.01.2016, 17:09

Warum ist es besser, etwas nur von Zeugen berichtet zu bekommen, als es selbst gesehen zu haben? Und "Augenbinde" ist ja etwas negatives. Ich möchte keinen Richter, der die Augen vor der Wahrheit verschliesst.

"Subjektive Wahrnehmung". Sowas wie erster Eindruck, der falsch sein kann? Ein Vorurteil, das nie hinterfragt wird. Ja, das gäbe Sinn.

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Wenn mich nicht alles täuscht darf nur ein Unabhängiger Richter ein Urteil abgeben. Und er kann dann nicht mehr neutral entscheiden da er bereits voreingenommen ist.

Das ist auch der Grund warum ein Richter niemals eine Verhandlung gegen seine Verwandschaft oder seinen Bekannten Kreis führen darf, weil er möglicherweise zu ihrem Gunsten handeln würde

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Ein Richter darf auch Zeuge sein, nicht aber in einer Sache, die er selbst verhandelt.

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Weil der Richter immer unabhängig und unbefangen sein muss. 

Sobald der Richter in irgend eine Richtung Verbindungen oder Informationen hat, die sein Urteil beeinflussen könnten, ist er befangen und vom Fall zu entbinden. 

Ausserdem würdest du dem Richter die Möglichkeit einräumen, Beweise eines Prozesses zu manipulieren.

Der Richter hat letztlich alle vorgetragenen Argumente und Beweise zu würdigen und daraus ein Urteil zu fällen. 

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Nein, denn dieser wäre u.U. Befangen und voreingenommen.

Richter müssen neutral sein.

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Ein Richter hat neutral zu sein. Wenn er selber Zeuge war ist er befangen und darf in diesem Fall nicht urteilen.

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Natürlich darf ein Richter auch Zeuge sein, nur nicht in dem Prozess, den er verhandelt. Der Richter soll ja schliesslich unvoreingenommen sein.

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Das würde vielleicht seine Objektivität beeinträchtigen. 

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Die Aufgabe des Richters ist es nicht die Wahrheit herauszufinden (das machen Ermittlungsbehörden), seine Arbeit ist es ein Urteil zu sprechen.

Wenn der Richter auch Zeuge wäre, wer sollte denn dann das Urteil sprechen ? Beides zusammen geht nicht, das sieht unser Rechtssystem so nicht vor.

Und bei "fremden" Verhandlungen kann er ja auch durchaus Zeuge sein.

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Kommentar von Ronox
09.01.2016, 17:10

Stichwort: prozessuale Wahrheit.

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Ein Richter würde diesen Fall normalerweise nicht annehmen.

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,,Der zerbrochene Krug" ~Heinrich von Kleist  

Les es dir durch erklärt ziemlich genau Problem mit der kompletten Sache einen Menschen dazu auszuerküren über andere zu richten

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Kommentar von Maimaier
09.01.2016, 16:58

Zitat Wikipedia:

"Nun ist Richter Adam wie einst König Ödipus gezwungen, über eine Tat zu richten, die er selbst begangen hat."

Das meine ich doch gar nicht. Zeuge ist doch etwas anderes als Täter.

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Ein Richter muß objetiv und nicht subjektiv beurteilen. Jeder Zeuge beurteilt aber zwangsläufig subjektiv, wenn er den Sachverhalt aus SEINER Sicht schildert !!!

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