Warum darf der Staat strafen?

8 Antworten

Hier solltest du bedenken, dass der sog. Staat ja ein menschengemachtes Konstrukt ist. Man kann immer wieder in der Urhorde beginnen. Wenn einzelne Gruppenmitglieder Verhalten zeigten, welches die Mißbilligung der anderen Gefährten fand, dann wurde ihm das in der Regel vom Ranghöchsten mitgeteilt. Sollte die Sache nun sehr viel ernster sein, dass vielleicht jemand eine Schädigung erfahren hatte, die der Verursacher hätte vermeiden können, dann kam es zu den sog. Bestrafungen, sei es, dass der Betreffende für eine bestimmte Zeit Privilegien verlor, oder sei es, dass er durch Entzug von Zuwendungen oder Vergünstigungen deutliche Nachteile hinnehmen musste. Bei den schweren Untaten hatte die Gemeinschaft dann natürlich auch die wirkmächtige Bestrafung durch demütigende Schläge, durch an den Pranger stellen oder andere Formen des Ehrverlustes zur Verfügung. 

Als sich nun soziale Gebilde wie Dorfgemeinschaften, Clans oder Sippen bildeten, wurden meistens als besonders kompetent und souverän erwiesene Gruppenmitglieder zu Richtern bei Konfliktsituationen benannt, die dann eine Weisungshoheit in Bezug auf die Festsetzung von Bestrafungen innehatten. Je größer nun das soziale Gebilde, desto formalisierter wurden die Gerichte, die Gerichtsordnungen und die Gesetzessammlungen, die die Richter bei der Rechtsprechung unterstützen sollten. Staatsgebilde sind in dieser Hierarchie erst die letzten Institutionen, auf die sich menschliche Gemeinschaften und Volksgruppen geeinigt haben, um daraus Verfassungen und Gesetzeswerke abzuleiten, in der Absicht unter Einsatz einer zuständigen Gerichtsbarkeit mit dem Fehlverhalten einzelner Mitglieder angemessen umgehen zu können.

Hallo.

Ein Staat besteht aus Staatsgebiet, Staatvolk , und Staatsgewalt.

Auch die Bundesrepublik ist ja aus einem Vielvölkerstaat entstanden.

Auch der so genannte Freistaat Bayern ist kein Staat, sondern ein Bundesland Bayern, nicht mehr und nicht weniger.

Die Macht geht vom Volke aus. Durch Wahlen.
Das Gebilde (Grundgerüst) ist das Grundgesetz. Alle Gesetze müssen dem Grundgesetz entsprechen. Das Bundesverfassungsgericht wacht hierüber. 

Und zwar  in Judikative, Exekutive, Legislative.

Das alles bildet den Rechtsstaat. 

Es gibt leider auch in einem Rechtsstaat Fehler, aber alle machen Fehler.

Mit freundlichem Gruß aus dem Oldenburger Münsterland

Bley 1914

Es ist eine Errungenschaft der Zivilisation, dass nicht der Einzelne bestimmt was Recht und was Unrecht ist und dann nach seinem Gusto straft, sondern dass dieses Recht an die Allgemeinheit und somit an den Staat abgegeben wurde. Die Justiz ist die 3. Staatsgewalt und damit beauftragt dem Recht Geltung zu verschaffen und Verstöße gegen das geltende Recht zu sanktionieren.

Und wer soll es sonst machen? Irgendjemand der gerade Lust darauf hat?

Schon mal was von Gewaltenteilung gehört? Judikative, Exekutive, Legislative?

Da wird schon dafür gesorgt das es (in den meisten Fällen) gerecht zugeht.

Klar, Irrtümer gibt es immer, aber nicht so wie wenn Hinz und Kunz hergehen würden. Und dann kommt noch Konz und setzt einen drauf.

Irgendwoher muss er sich ja das Recht dafür nehmen

Da wir der Staat sind, braucht sich niemand das Recht nehmen, denn wir als Gemeinschaft haben es bereits.

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