Warum darf das Rettungsdienst keine starken Schmerzmittel verabreichen. Warum nur durch den (vor Ort anwesenden ) diensthabenden Notarzt?

6 Antworten

Rettungsdienst ist Sache von Landkreis bzw  der Region. Es gibt keinen einheitlichen Rettungsdienst. Deswegen darf jeder Pups entscheiden, was seine Mitarbeiter  machen dürfen und was nicht. Manche wollen einen ausführlichen Bericht, wenn ohne Notarzt ein Zugang gelegt wird, bei anderen ist das nicht der Fall. Und so verhält sich das auch mit den Medikamenten. Manche RTW haben viele Medis drauf, andere ganz wenige. Wir hier im Landkreis geben auch bestimmte Medis, die eben durch den Leiter Rettungsdienst freigegeben sind. Auch ein Schmerzmittel.

Danke dir für die ausführliche Antwort :-)

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Hallo aa,

das ist gesetzlich so geregelt.

Das liegt daran, dass es bei diesen Medikamenten zu gravierenden Nebenwirkungen kommen kann (allergischer Schock, Blutdruckabfall, Atemstillstand). Wenn ein Arzt dabei ist kann man zum einen solche Notfälle besser managen, zum anderen übernimmt der Arzt die Verantwortung.

Das hat rechliche und versicherungstechnische Gründe.

Ärzte sind rechtlich anders abgesichert als Sanitäter.

Erfahrene Sanitäter (und auch Krankenschwestern oder Hebammen) sind oft genau so gut (oder besser) in der Lage medizinisch Entscheidungen zu treffen, die ihnen aber rechtlich nicht erlaubt sind. Im äußersten Notfall werden sie dies trotzdem oft tun, sie sind aber im Falle, dass sie angezeigt werden nicht so gut abgesichert wie Ärzte.

LG, Hourriyah

Es ist geregelt, dass Medidikationen die im Rettungseinsatz verabreicht werden, im Regelfall  nur durch den NAW, bzw auf dessen Anweisung verabreicht werden dürfen.

Es gibt jedoch auch Ausnajmen von dieser Reglung.

Lest einmal hier:

http://notfallmedizin.de/download/medikamente.pdf

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