Warum bringen Mörder eigentlich andere um?

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5 Antworten

Ich denke, dass die Beweggründe sehr unterschiedlich sein können. Rache, Hass (persönlich oder aufgrund von Vorurteilen), "höhere Missionen", ideelle und religiöse Motive, Machtphantasien, Verzweiflung, Aufwertung der eigenen Person, Ohnmacht, als Reaktion auf Gewalt in freundschaftlichen Bindungen, im Elternhaus oder in Beziehungen, veränderter Wahrnehmung der Realität, Habgier (Raub oder Auftragsmord),  Kriege und vieles andere... Dazu kommen impulsive Tötungsdelikte, die aufgrund spontaner oder länger schwelender Konflikte erfolgen. Wie gesagt, es gibt viele, viele weitere Motive.

Mir selbst ist es unmöglich, alle zu kennen und zu verstehen.

Aber das eine allgemeine Motiv gibt es wohl nicht. Wahrscheinlich gibt es Statistiken zu verschiedenen Hintergründen und deren Häufigkeit.

In einigen Fällen werden die juristischen Folgen ausgeblendet, in anderen in Kauf genommen. Vielleicht genießen einige auch ein Strategie- oder Machtspiel mit Opfern, Angehörigen und/ oder der Justiz. Andere entziehen sich der Strafverfolgung durch Suizid und "nehmen vorher andere Menschen mit". Weil sie diese für mitverantwortlich an gewissen Situationen halten oder vor der in ihren Augen grausamen Welt schützen möchten.

Fast hätte ich das Motiv der Hilfe übersehen. Nahestehende Menschen, die tatsächlich oder in der eigenen Wahrnehmung bei schweren Erkrankungen  medizinisch nicht hinreichend versorgt werden können... In manchen Fällen ist das Erlösen im Interesse der so getöteten Personen und in anderen ausschließlich aus der Sicht des/ der Angehörigen notwendig.

Zwar würde ich hier nicht in allen Fällen von Mord reden, aber ich bin kein Jurist und weiß nicht genau, wie die zum Mord gehörende Heimtücke juristisch definiert ist.

Zum Töten gibt es weitere Beweggründe. Etwa Notwehr und Nothilfe.

In anderen Breitengraden gibt es auch das juristische Motiv der Bestrafung. Also die Hinrichtung gewisser Menschen durch den Staat als Reaktion auf vermeintliche oder tatsächliche Vergehen. Dieses Vorgehen deute ich mehr als Rache. Nicht immer ist eine Schuld zu 100% nachweisbar, gilt aber dennoch als juristisch einwandfrei belegt. Auch ethische Fragen, ob die "Strafe" in angemessener Relation zum Vergehen stehen stellen sich hier und ab wann diese Verhältnismäßigkeit gegeben sein soll. Mal angenommen, letzteres wäre der Fall, rechtfertigt das das gleiche Vergehen am Täter? Warum hätte dann der Staat das Monopol zum Mord aus Rache, während Selbstjustiz mit den selben Beweggründen strafbar ist?

Hier kann man aus unterschiedlichen Blickpunkten hinschauen und ich toleriere auch gegenteilige Meinungen, weil ich sie verstehe. Aber ich selbst lehne jede Art und Weise des Mordes grundsätzlich ab, wohlwissend, dass jeder Mensch mehr Gemeinsamkeiten mit Mörder aufweist als Unterschiede und dass ich es für denkbar halte, dass wir alle in Situationen kommen können, die wir nicht kontrollieren können.

Jedenfalls nehmen manche mehr die scheinbare Genugtuung in den Blick, andere die Kosten und die Widerholungsgefahr (Tot kostet der Täter nichts und mordet nie wieder), manche sehen den Rehabilitationsgedanken, andere die Würde jedes Menschen und ich eben die Gefahr, einer Verkettung ungünstiger Umstände, die Unschuldige juristisch zu Schuldigen machen kann und die Einsicht, dass man ein vollstrecktes Todesurteil nicht zurücknehmen kann, sollte sich anschließend ein Irrtum herausstellen. Es gibt immer Restwahrscheinlichkeiten und grundsätzlich ist jeder getötete Mensch ist einer zu viel. Ob durch Gewalttäter, Mörder oder die Justiz.

Wobei die Sterbehilfe eine Ausnahme bilden kann, wenn sie diese auch nicht immer zwingend bildet. Hier muss dringend diskutiert werden und eine verbindliche Regelung getroffen werden, die allen gerecht wird. Den Menschen, die leben möchten, den Angehörigen, den Sterbewilligen und den Medizinern. Religiöse Ansätze sollten hier nicht die gesamtgesellschaftliche Debatte entscheiden. Denn, wenn diese auch im Interesse sterbewilliger Menschen entschieden wird, zwingt niemand, die Menschen zu sterben, die leben möchten. Also hindert niemand, Menschen am leben, die selbiges als Geschenk Gottes sehen, was nicht weggeworfen werden darf. Entscheidet aber diese Gruppe die Gesamtdebatte, zwingt sie anderen ein Weiterleben auf, zudem mit einer Begründung, die meist nicht geteilt wird.

Die Motive anderen das Leben zu nehmen, sind also vielschichtig und wahrscheinlich kann sogar ein Mensch, der selbst zum Mörder wird, nur einen geringen Bruchteil an Motiven fassen und nachvollziehen...


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Es gibt verschiedenste Gründe.

Manche sind Psychopathen, manche machen es einfach so weil es ihnen Spaß macht und manche sind sich vielleicht auch garnicht im klaren was sie da eigentlich tun.

Jeder hat seine eigenen Gründe und wenn du Reich bist dann gibt es tausende Möglichkeiten wie du nicht von der Polizei erwischt wirst. 

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Angst vor Strafe - einschließlich der Todesstrafe - hat so gut wie keinen Einfluss auf jemanden, der sich zu einem Mord hinreißen lässt.

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Normal wird erst jmd zum Mörder wenn er jmd umbringt. Außer Profikiller, die Leben davon. lg

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die lieben nun mal katz und maus spielchen xD

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