Warum brennt im Amazonasgebiet so viel Wald?

15 Antworten

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Hauptsächlich um Ackerflächen für Tierfutter für der Massentierhaltung und Agrar-Diesel sowie Weideflächen für Rinder zu schaffen.

https://www.abenteuer-regenwald.de/bedrohungen/fleisch

Es hat sehr viel mit dem Klimawandel zu tun, weil Wälder CO2 Speichern, dass bei der Brandrodung in die Atmosphäre gerät, und den Klimawandel verschlimmert. Die Rinderhaltung die mit den Flächen versorgt wird ist die größte Quelle des Treibhausgases Methan, dass ebenfalls den Klimawandel verschlimmert:

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/klimakiller-methan-kuh-100.html

Aber es gibt trotzdem noch Fleischfresser die es nicht verstehen und spöttisch über Abneigung oder Reduzierung von Fleichkonsum herziehen. Hab ich erst letztens erleben dürfen. Es gab für die gesamte Gruppe nur eine Suppe, ja leider mit Fleisch drin. Wer nichts essen wollte wird komisch beäugt, gefragt warum, bist du Vegetarier?, willst du was anderes essen?, Vegetarier essen den Tieren die Pflanzen weg, ...Sowas nervt at all, Menschen sind dumm.

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@Wepster

Deshalb ist Aufklärung so wichtig. So lange, bis es auch der letzte gehört hat.

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Sie sind nicht dumm wie ich, sondern sie denken nicht dasselbe! Sie haben das Interesse nicht. Sie haben andere sorgen um sich. Wir können nicht um ALLE sorgen. Wir sind nicht dazu gemacht um die Ganze Welt zu sorgen.

Bitte denkt nicht nur aus einer Sicht!

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Hey Hannah151,

es gibt in Brasilien immer wieder Brandrodungen. Es wird Regenwald absichtlich angezündet, damit er abbrennt, um dann auf dem guten Boden Soja anzubauen, welches meist exportiert oder als Futter für die Rinderzucht genutzt wird. Besonders Großgrundbesitzer erweitern so ihre Besitztümer. Natürlich ist das illegal. Früher wurden diese Vergehen oft verfolgt, der aktuelle Präsident von Brasilien Jair Bolsonaro duldet es jedoch. Folglich gibt es keine Verfolgung der Täter, sodass diese fleißig weiter Wald anzünden.

Erst nach Tagen und auf internationalen Druck (u.a. aus Frankreich) rudert Bolsonaro nun zurück und schickt Soldaten in die Gebiete, um die Feuer zu löschen. Viel Fläche ist allerdings schon verloren.

Was hat das mit dem Klimawandel zu tun? Der Amazonas ist für ca. 20% der Sauerstoffproduktion zuständig. Je mehr Wald verloren geht, desto schlechter ist das fürs Klima.

Naja, die 20% sind nicht ganz richtig. Korrekter wäre hier die Zahl 6% zu nennen. Um die Sauerstoffproduktion müssen wir uns also keine allzu großen Sorgen machen, so auch Dr. Jonathan Foley.

Viel schlimmer steht es um die Artenvielfalt.

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@moritzsauter

Wenn alles abgebrannt ist dort, erst dann werden sie merken, was man der Natur und dem Planeten angetan hat. So dumm können nur Menschen handeln.

Dass man sich den eigenen Ast absägt, auf dem man sitzt!

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Bei der Ursache der Brände kommen verschiedene Faktoren zusammen:

Zum einen herrscht gerade Trockenzeit in Brasilien und der Region. Dadurch reichen schon kleine Funken aus, um einen Brand auszulösen. Diese natürlich entstehenden Waldbrände sind laut Forschern daher "normal" und auch nicht anders als in den vergangenen Jahren.

Schlimmer und der Hauptauslöser für viele der mittlerweile knapp 80.000 Feuer, die es laut dem Forschungsinstitut Inpe in Brasilien schon gab, sind allerdings illegale Waldrodungen. Hier werden von Menschen absichtlich Feuer gelegt, um die gewonnenen Flächen für die Landwirtschaft nutzen zu können. Sie werden beispielsweise als Weidefläche für Rinder genutzt oder zum Sojaanbau. Diese "Landnutzungsfeuer" können allerdings leicht außer Kontrolle geraten und den umliegenden Regenwald ebenso entflammen. Aus diesem Grund ist es so schwierig die Brände einzudämmen.

Der Klimawandel ist also nicht die entscheidende Ursache für die Waldbrände, die Brände beeinflussen im Gegenteil eher den Klimawandel. Diese setzen nämlich bis zu 140 Milliarden Tonnen von in den Wäldern gespeichertem Kohlenstoff frei, welcher die Athmosphäre aufheizt. Eine weitere Folge der Brände könnte sein, dass durch weniger Wald, weniger Regen fällt. Derzeit verdunstet im Amazonas noch so viel Wasser, dass er für sich selbst Regen erzeugt. Die Wolken, die über dem Amazonaswald entstehen, beeinflussen aber nicht nur das Klima dort, sondern auf dem ganzen Kontinent.

Du siehst also: Die sogenannte "grüne Lunge der Erde" wird mehr durch Menschenhand zerstört, also durch den Klimawandel an sich. Um den Amazonas zu erhalten, sind vielleicht sogar politische Maßnahmen erfoderlich.

Woher ich das weiß:Recherche

Sehr gut erklärt und gut recherchiert

Wie auch schon gesagt wurde hat Herr Bolsonaro durch seine Beziehungen zur agrarlobby Auch eine große Mitverantwortung. Er versucht sogar es den Umweltschützern zuzuschieben.

Unsere Umwelt geht zugrunde und damit auch wir, das ist vielen Menschen leider noch nicht bewusst

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Es ist ganz einfach weltweit viel zu trocken, auch am Amazonas. Dort werden gewöhnlich Brände durch den häufigen Regen, den der Wald ja selbst produziert, gelöscht. Jetzt ist es aber zu trocken und das funktioniert nicht mehr. Ein weiteres Problem sind die massenhaften Brandrodungen, die dort vorgenommen werden, um Land für Palmen und Soja zu gewinnen. Bolsonaro hat ein solches Vorgehen sogar noch unterstützt.

Früher was es auch hier in Deutschland Gang und Gäbe nach der Getreideernte die Stoppelfelder abzubrennen.

Das Kartoffelfeuer diente ebenfalls dazu, dass vertrocknete Kraut auf den Feldern zu verbrennen, um pünktlich den Roggen säen zu können. Heute werden Pestizide gespritzt, die das Kraut eingehen lassen.

Durch das Abbrennen der Felder bildet sich Asche, welcher den Dünger der Felder ersetzen sollte. Da mit dem Abbrennen auch große Mengen CO2 durch Rußpartikeln, Staub und Dreck in die Luft gelangen, kann heute von einer ökologischen Methode keine Rede mehr sein und ist deshalb in Deutschland verboten.

Im Mittelmeerraum wie z. B. in der Türkei an der Grenze zu Syrien wird das Abbrennen landwirtschaftlicher Fläche noch regelmäßig angewendet. Mit zum Teil verheerenden Folgen, wie wir gerade sehen.

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