Warum bremst Karacho während der Fahrt an einer Stelle nochmal kurz ab?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Stark abgebremst wird die Bahn an dieser Stelle nicht. Hier wird eine Bremse eingesetzt, um die Bahn in Blockabschnitte einzuteilen. Blockabschnitte dienen dazu, die Bahn mit mehreren Zügen zu betreiben, die sich gleichzeitig auf der Strecke befinden können und das, ohne dass das Risiko einer Kollision gegeben ist, sollte z.B. ein Zug zurückrollen.

Unter Umständen kann es sein, dass hier auch Bremse einsetzt wird, um die plötzlich auftretenden G-Kräfte zu vermeiden, die sonst bei der Abfahrt auftreten können. Ähnlich wie bei B&M Dive Coastern mit mehreren Abfahrten.
Allerdings sieht es bei Karacho nicht so aus, als würde der Zug in dieser Bremse sonderlich stark abgebremst werden, daher wird es sich wohl nur um eine Blockbremse handeln.
Zumeist werden auch Wirbelstormbremsen eingesetzt, wenn es darum geht, den Zug vor dem Drop runterzukrempeln, was noch mehr dafür spricht, dass es hier nur eine Blockbremse ist.

Falls du Fragen bzgl. meiner Antwort hast, nutze einfach die Kommentar Funktion :)

Gruß

runterzubremsen / zu bremsen *

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Danke für Deine Antwort. Nur leider ist mir das nach wie vor nicht klar.

 

Also das Abbremsen ist zwar nur kurz aber schon merklich. Ich bin das gestern viele male gefahren und hab mich halt immer gefragt warum das sein muss.

Blöcke einteilen - verstehe ich jetzt nicht ganz, auch wenn da nicht abgebremst wird kann doch mit mehreren Wagen gefahren werden - im Gegenteil, dann ist die Fahrt doch sogar schneller zu Ende und kommt einem dahinter fahrenden nicht so nahe - und der vorrausfarhrende sollte ja auch genug Abstand haben - das ist doch alles eine Frage der Abfahrtszeiten, die gesteuert werden.

Und G-Kräfte - warum dürfen die nicht auftreten? - die sollen doch sogar auftreten!? es wird doch sogar mit 4,6 G beim Abschuss geworben!?

 

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Sehr gerne, freue mich ja, wenn ein Dialog entsteht und nur so wird man ja der Anforderung gerecht, die Frage zu lösen.
Ich fange mal von unten an:

Die höchsten G-Kräfte treten bei Achterbahnen grundsätzlich in den Kurven auf. Eine Beschleunigung von 4,6G beim Abschuss eines Launchcoasters wäre viel zu stark. Beim LSM Abschuss von Karacho würden ca. 1,8G wirken, würde der Zug aus dem Stand in 1,6 Sek. auf 100km/h beschleunigen. Da es einen fliegenden Start gibt, liegen die hier auftretenden G-Kräfte noch etwas darunter.

Die Blockabschnitte dienen dazu, im Störungsfall o.ä. zu verhindern, dass ein Wagen auf einen anderen auffährt. Dies geschieht bei Achterbahnen nicht (nur) durch einen vorher definierten Sicherheitsabstand, sondern durch das einsetzen voll Blockbremsen. In jedem Abschnitt (vor und nach einer Blockbremse) kann sich jeweils nur ein Zug befinden. Kommt es zu einem Problem, kann ein Zug so vom einfahren in einen Blockabschnitt gehindert werden.
Einfach gesagt: Sollte z.B. ein Zug von Karacho aus irgendeinem Grund irgendwo auf der Strecke stehenbleiben, kann kein anderer Zug auf diesen Zug auffahren, weil dann die Bremse zu machen würde und der Zug nicht weiter fahren kann. Dabei kann auch ein Lifthill quasi als Blockbremse fungieren, indem der Lifthill abschaltet und der Zug im Lifthill stehenbleibt.

Gäbe es diese Blockabschnitte nicht, könnte nur ein Zug auf der Strecke sein, da ein zweiter im schlimmsten Fall sonst mit einem potentiell stehenbleibenden Zug kollidieren könnte. Da aber große Achterbahnen nicht nur mit einem Zug auf der Strecke betrieben werden sollen, werden diese Abschnitte benötigt.
Sicherheitsabstand zwischen zwei Zügen reicht da nicht aus.

Wenn der Zug tatsächlich an dieser Stelle abgebremst wird, dann wahrscheinlich durch eine Wirbelstrombremse und um präventiv eine ungewünschte, zu hohe Geschwindigkeit zu verhindern.

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen und falls noch Fragen offen geblieben sind: Immer raus damit!

Gruß

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@Flurhocker

Vielen Dank für Deine Erklärung.

und was hat es dann mit den 4,6 g Beschleunigung lt. Wikipdia (und hab ich auch glaub ich auf der Tripsdrillseite irgendwo gefunden) auf sich?

https://de.wikipedia.org/wiki/Karacho

zu den Blockabschnitten: ja ich verstehe jetzt was damit gemeint ist und natürlich ist es sinnvoll dass der Zug in jedem Block abgebremst werden KANN. Jedoch was mich eben wundert, dass er es auch im Normalbetrieb bei jeder Fahrt WIRD.

Du meintest ggf. um zu hohe Geschwindigkeiten zu vermeiden. Das heißt die Geschwindigkeit wäre sonst zu hoch um verträglich zu sein oder damit der Zug nicht entgleist? - Allerdings ist das ja schon in der 2. Hälfte der Bahn und gefühlt ist der Looping nach dem Katapultstart der heftigste bzw. die darauf folgende Bergabfahrt - ich denke selbst wenn man nicht abbremsen würde, wäre die Fahrt nicht ganz so schnell wie da am Anfang - gut kann mich natürlich täuschen... - bist Du die schon mal gefahren?

 

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Die Bahn ist mit bis zu 4,6G angegeben und wird damit im Streckenverlauf auch Fahrfiguren haben, bei denen diese Kräfte auftreten. Dabei entstehen die höchsten G-Kräfte in den Kurven, speziell in den besonders engen und stark geneigten Kurven. Dass die Bahn einen Abschuss mit 4,6G hat ist falsch, zumal ein Launch mit 4,6G wohl kaum realisierbar ist. Im Launch liegt die Kraft wohl ungefähr bei 1,6-1,7G - was schon eine sehr starke Beschleunigung ist, jedoch gibt es auch Anlagen, die einen stärkeren Launch haben.
Den stärksten Abschuss eines Launchcoasters hat meines Wissens die Achterbahn "Dodonpa". Diese erreicht im Gastbetrieb die Beschleunigung von 0-172km/h in 1,8 Sek, was etwa 2,7G entspricht.

Zu der Bremse:
Zunächst mal wird der Zug nicht entgleisen. Anlagen wie diese sind so konzipiert, dass die Schienen und dessen Stützen das Gewicht des Zuges und der wirkenden Kräfte problemlos halten. Da ist Toleranz nach oben und bei manchen Anlagen werden die Züge sogar mit höherer Geschwindigkeit vor Eröffnung der Bahn warm gefahren.

Auf den ersten Blick macht eine Bremse hier also keinen Sinn, allerdings macht Sie dennoch Sinn, und zwar um eine Variable zu eliminieren:
Wenn der Zug im LSM Launch abgeschossen wird, kann er die Blockbremse und den dahinter liegenden Streckenabschnitt mit unterschiedlich hoher Geschwindigkeit erreichen. Schließlich variiert ja auch Beladung des Zuges und damit das Gewicht geringfügig. Beim Bau einer Achterbahn wird allerdings schon vorher geplant, mit welcher Geschwindigkeit der Zug, welchen Streckenabschnitt passieren soll und das gleichmäßig bei X Fahrten pro Tag. Aus diesem Grund können bei Bahnen Bremsen (i.d.R. Wirbelstrombremsen) eingesetzt werden, um zu gewährleisten, dass der Zug unabhängig von Gewicht und Beladung den Streckenabschnitt mit immer der gleichen Geschwindigkeit passiert. Wirbelstrombremsen eignen sich besonders, da Sie den Zug abhängig von der Eintrittsgeschwindigkeit unterschiedlich stark verlangsamen, ohne dass dies durch Systeme kontrolliert werden muss.
D.h. fährt der Zug schneller durch die Bremse, ist die Bremswirkung auch automatisch höher. Zudem berühren sich Zug und Bremse nicht, was Wirbelstrombremsen nahezu verschleißfrei macht.

Wenn noch Fragen offen geblieben sind, antworte ich gerne.

Gruß

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@Flurhocker

vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung.

Ich verstehe: die Züge sollen - egal mit welcher Geschwindigkeit sie ankommen, alle mit der selben Geschwindigkeit weiterfahren.  Wo läge denn das Problem, wenn dann die Züge die schneller ankommen auch schneller weiterfahren würden? (vorrausgesetzt es ist kein anderer Zug mehr vor ihm)

Ok, das mit den 4,6 g habe ich jetzt auch verstanden. Du sagst aber diese Kräfte treten während der Fahrt auf - und beim Start wären diese zuviel.. - meinst Du zuviel weil es derzeit technisch nicht realisierbar wäre oder mehr als man vertragen würde?  allerdigns wo ist dann der Unterschied zu den g während der Fahrt? (wobei ich schon sagen muss die 1,6 g beim Start sind schon heftig! 4,6 g kann ich mir dann da grad gar nicht vorstellen ob das auszuhalten wäre - nur wenn eben die Kräfte auch während der Fahrt auftreten....)

 

Und Du schreibst manche Achterbahnen werden schneller warm gefahren als im Wirkbetrieb:

Dazu drei Fragen:

warum ist ein Warmfahren überhaupt nötig?

findet der Test mit Mitarbeitern oder leer statt?

und ist die höhere Geschwindigkeit für Passagiere nicht zugelassen? - und warum nicht?

 

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Gar kein Thema :)

Das Problem wäre, dass ein schnellerer Zug evtl. zu früh in einen noch nicht geräumten Blockabschnitt einfährt - theoretisch(!) denn in der Praxis bekommt man auch bei optimaler Abfertigung selten eine so schnelle Abfolge hin. Des weiteren geht es hier auch mehr darum, dass die Bahn mit einer bestimmten Geschwindigkeit hinter der Bremse geplant wird und dann im Fahrgastbetrieb auch quasi genau so fahren soll, wie die Anlange letztlich geplant war.

Zum einen wäre ein 4,6G starker Launch mit aktuellen LSM Systemen wahrscheinlich nicht realisierbar, noch kann ich mir vorstellen, dass sowas auf pneumatischer, oder hydraulischer Basis funktioniert. Zwar ist da gerade mit einem pneumatischen Abschuss schon mehr drin, allerdings bei weitem nicht so viel.
Wichtiger ist aber, dass ein so stärker Launch einfach viel zu stark für eine Achterbahn wäre.
Um 4,6G Beschleunigung beim Abschuss zu erhalten müsste Karacho in gleicher Zeit (1,6sek) statt auf 100km/h auf etwa 260km/h beschleunigen. Sowas wäre wahrscheinlich der Gesundheit nicht zuträglich, würde niemals eine Zulassung finden und würde auch keinen Spaß mehr machen.
Die G-Kräfte, die während der Fahrt auf den Körper wirken, treten aus anderer Richtung auf und drücken den Fahrgast in den Sitz, solche Kräfte sind auszuhalten. Anders sieht es z.B. schon wieder bei negativen G-Kräften aus, also den Momenten, wenn man quasi aus dem Sitz gehoben wird. Hier wären -4,6G schon wieder sehr problematisch.

Was das Warmfahren betrifft, habe ich mich noch nicht hinreichend informiert. Soweit ich richtig informiert bin, soll dies den Abrieb der Laufrollen und Gegenrollen im Fahrgastbetrieb reduzieren. Diese Prozedur wird z.B. beim Intamin Blitzcoaster Taron im Phantasialand angewandt, allerdings ohne Mitarbeiter, da die G-Kräfte laut Aussage vom Phantasialand bzw. von Intamin(?) zu hoch wären, also außerhalb der in Deutschland zugelassenen Grenzwerte. Da liegt dann auch der Grund, warum keine Gäste mitfahren dürfen. Wären die G-Kräfte unproblematisch, würde die Achterbahn sicherlich auch im Fahrgastbetrieb auf die Geschwindigkeit eingestellt werden.

Gruß

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@Flurhocker

ganz herzlichen Dank für Deine Antworten! Du kennst Dich ja super mit Achterbahnen aus! Machst Du beruflich etwas in der Richtung oder reines Interesse?

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Absolut kein Thema, helfe gerne!

Beruflich mache ich nichts in der Richtung. Es beruht eher auf purer Begeisterung und sehr großem Interesse über Jahre, natürlich verbunden mit etlichen Besuchen von Freizeitparks in Deutschland und den Benelux...

Aber vielleicht liest ja jemand von Intamin, B&M, Vekoma, Gerstlauer, Sunkid, Mack, oder irgendeinem Freizeitpark mit und überredet mich zu einem Wechsel der Branche. *Wunschdenken aus*

Freue mich allerdings, wenn ich etwas weiterhelfen konnte und die Begeisterung evtl. etwas abfärbt.

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@Flurhocker

na dann drücke ich Dir die Daumen, dass jemand entsprechendes mitliest und Dich abwirbt. - Der Gedanke ist manchmal gar nicht so abwegig - ich denke mir das manchmal auch in bestimmten Bereichen.

Konntest mir auf jeden Fall sehr weiterhelfen.

Nochmals vielen Dank.

 

 

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@allocigar78

Noch ein Grund, warum leicht abgebremst/auf eine bestimmte Geschwindigkeit reduziert wird: Kurz nach dem Bremsabschnitt kommt ja eine 180° Rolle - bei zu hoher Geschwindigkeit würde es die Mitfahrer, gerade auf den äußeren Sitzen, ziemlich schleudern, das wäre dann eventuell mehr unangenehm als spaßig. Nach der Rolle geht es ja in den Tunnel in ein Tal. Auch hier würde eine höhere Geschwindigkeit für höhere Kräfte sorgen, die in diesem Tal sowieso schon ziemlich stark sind. Die Wirbelsäule würde sehr stark belastet werden, und das kann unangenehm bis gefährlich sein.

Geschwindigkeit ist nicht alles bei Achterbahnen, es kommt darauf an, was man damit macht.

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Stimmt, das führt es nochmal genauer aus. Den folgenden Fahrtverlauf nach der Bremse hab ich mir nicht mehr genau angesehen.
Das Tempo nicht alles ist und der Gleichsatz "Mehr Tempo - Mehr Intensität" nicht zwingend passen muss, sieht man ja an diversen Bahnen.

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@Flurhocker

vielen Dank an Euch beide!

Nochmal zur g Beschleunigung - ich denke auch 4,6 g beim Antrieb wären zu viel, das würde keinen Spaß mehr machen ggf. sogar gefährlich sein. Mehr Spaß machen würde es z. B. wenn man die 1,7 g beim Katapult auf einer längeren Strecker erleben und so eine höhere Geschwindigkeit erreichen würde - da sollte ja noch Luft nach oben sein - obwohl es natürlich wirklich gigantisch ist. Nur ich denke mal wenn man statt 1,6 Sekunden z. B. 3 oder 4 Sekunden lang mit 1,7g beschleunigen würde würde man das noch viel intensiver erleben - allerdings ist es vermutlich schwierig danach einen geeigneten Streckenverlauf zu bauen, der für diese Geschwindigkeiten ausgelegt ist - da dürften ja dann vermutlich keine zu engen Kurven sein.

Weiß das einer von Euch zum Vergleich: z. B. ein Kampfjet, der auf einem Flugzeugträger von einem Katapult abgefeuert wird - wie schnell beschleunigt der von 0-100 und mit wie viel g? und wie ist die VR bei diesen Maschinen und wie lange braucht der Jet von 0 bis VR?

 

 

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@allocigar78

Zu Jets kann ich dir leider nichts sagen, aber wenn dich Katapult-Achterbahnen interessieren, kannst du dir mal folgende Achterbahnen ansehen:

Taron im Phantasialand hat den stärksten Magnet Launch, und davon sogar zwei (statt einer Bremse auf der Strecke hat Taron einen zweiten Launch, und der ist ziemlich heftig). Hinweis am Rande: Die Magnet-Launches können im Notfall auch Bremsen, daher braucht Taron an dieser Stelle keine Bremsen.

Formula Rossa in der Ferrari World in Abu Dhabi wird über 4,9 Sekunden auf 230 km/h beschleunigt, allerdings nicht wie Karacho oder Taron magnetisch, sondern über ein hydraulisches System. Formula Rossa ist auch die schnellste Achterbahn der Welt.

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Kampfjets sind auch nicht mein Spezialgebiet. Im Internet findet man bestimmt was dazu. Sollte ich etwas dazu finden, ergänze ich es in einem Kommentar.

Allerdings gibt es natürlich Bahnen, die bei ähnlicher Intensität einen längeren Launch haben und eine höhere Geschwindigkeit erzielen. Das Streckenlayout ist dann, wie von dir richtig beschrieben auf diese Geschwindigkeit angepasst, sodass G-Kräfte nicht zu hoch werden. Ireeeb liefert die Beispiele dazu, beispielsweise mit Fomula Rossa.

Schönen Abend

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Habe im Netz keine eindeutigen Quellen für die Startgeschwindigkeit und Beschleunigung von Kampfjets auf Flugzeugträgern gefunden, allerdings wird allgemein oft eine nötige Startgeschwindigkeit von 260km/h genannt, welche in 1-2 Sek. erreicht werden soll.

Ich kann nicht sagen, ob das stimmt und auch nicht einschätzen, ob das passen kann, da ich mich mit der Materie nicht auskenne, allerdings würde eine Pilot eine Beschleunigung von etwa 5g erfahren, wenn der Jet aus dem Stand in 1,5 Sek. auf Tempo 260 beschleunigt.

Vergleichen könnte man das aber allenfalls mit hydraulischen Launch Coastern, da die einem, im Vergleich zu LSM angetriebenen Coastern, beim Start nochmal einen für diesen Antrieb typischen Kick in den Rücken geben. Kann mir gut vorstellen, dass so etwas auch bei einem Start auf dem Flugdeck eines Flugzeugträgers der Fall ist, allerdings ist fraglich, inwieweit man das mit einer Achterbahn vergleichen kann.
Interessant finde ich allerdings, dass es wohl bereits Träger gibt, die Flugzeuge mit Magnetantrieb auf Abfluggeschwindigkeit bringen, aber das ist schon wieder offtopic.

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@Flurhocker

vielen Dank Euch!

Und warum gibt es bei hydraulischen Coastern einen stärkeren Kick? - ich mein die Beschleunigung ist doch die selbe!?

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Die Beschleunigung ist, bezogen auf die gesamte Beschleunigungsstrecke dieselbe, allerdings geschieht dies im ersten Moment bei einem hydraulischen Katapultstart etwas "ruckartiger". Die Energie wird ja hier in Druckbehältern gespeichert und anschließend freigegeben, woraufhin der Zug beschleunigt. Der "Kick" in den Rücken beim Start ist daher quasi charakteristisch und bei hydraulisch abgeschossenen Bahnen zu spüren, während der Ruck beim LSM schwächer zu spüren ist.

Gruß

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@Flurhocker

danke für die Erklärung! - aprops "Ruck" - was ja etwas unangenehm ist, ist der kurze heftige Bremsweg am Ende der Bahn - bei diesen negativen G-Kräften verspürt man ja auch keinen Kick, das ist einfach eher unangenehm. - Kann man da nicht etwas sanfter abbremsen? - Ich vermute mal das wird rein aus Kostengründen auf so eine kurze Wegstrecke gepackt um möglichst viele Schienen ohne irgendwelche Antriebe verbauen zu können, oder?

Und Ihr habt Phantasialand genannt.... eine Freundin von mir meinte da sei nicht viel außer einer (womöglich dieser) Achterbahn für Erwachsene - sei mehr auf Kinder ausgelegt... ist das so? - mal mit dem Europapark verglichen?

 

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Ich vermute auch, dass das der Grund für die kurze Bremsstrecke ist. Theoretisch können hier auch weniger Wirbelstrombremsen verbaut werden, allerdings gilt auch zu bedenken, dass man beispielsweise mehr Reibräder verbauen muss, um den Zug bei einer längeren Strecke zur Station in eben diese zu befördern.
Außerdem gilt zu bedenken, dass sich auf diesem Streckenabschnitt im Mehrzugbetrieb unter Umständen mehrere Züge befinden, daher ist ein kurzer Bremsweg praktisch.

Was deine zweite Frage betrifft, befürchte ich eine sehr hitzige Diskussion, denn da kann man geteilter Meinung sein, da jeder Achterbahnen unterschiedlich intensiv wahrnimmt. Insofern kann ich nur meine(!) Meinung zu dem Thema abgeben, wobei sich jeder seine eigene Meinung bilden sollte:
Vergleiche ich das, was das Phantasialand zu bieten hat mit dem, was der Europapark da auf die Beine stellt, stelle ich für mich fest, dass der Europapark noch(!) etwas mehr Thrill bietet. Das Phantasialand ist auf die ganze Familie ausgelegt, bietet aber mit Taron, Mystery Castle, Talocan und der Black Mamba einiges an Thrill, zumal alle genannten Fahrtgeschäfte Theming Monster sind. Das ist auch die Stärke des Parks: Theming. Alles ist bis ins kleinste Detail thematisiert und eben das macht ein unvergleichliches Flair aus. Zudem gibt's im Park nix von der Stange, sodass alle Achterbahnen Custom Layouts haben. Anders als der Europapark hat das Phantasialand allerdings keine schier unbegrenzte Fläche zur Verfügung und darf aufgrund von Beschwerden der Anwohner auch nicht in die Höhe bauen, zumindest nicht ohne Lärmschutz.

Der Europapark dagegen hat das Problem nicht und bietet mit Silverstar, Bluefire etc. auch einiges an Thrill und Qualität.

Gruß

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Es wird ja nur leicht gebremst, ansonsten wäre der Wagen eventuell zu schnell für den nächsten Abschnitt, was zu zu starken Belastungen führen könnte. Außerdem fungiert der Abschnitt als Blockbremse (=Notbremse). Immer, wenn ein Zug durch diesen Abschnitt durch ist, kann der nächste abgefeuert werden, da im Notfall dieser dann wieder an diesem Bremsabschnitt angehalten werden kann, falls nötig. Das wird so gemacht, um Zusammenstöße zu verhindern.

Europapark Achterbahn Ohnmächtig

Hallo als ich letztens mit Freundinen im Europapark war sind wir die Achterbahn Silverstar gefahren.ich kannte sie schon. In dieser Achterbahn sind es ja immer 4 er sitze. Wir saßen ziemlich in der mitte. Eine Freundin saß ganz außen. Als die bahn den berg hoch fuhr und dann rinter fuhr hatte ich nur auf meine andere freundin geachtet (ich nenn sie mal Nina) Nina schrie so sehr das ich sie die ganze zeit auf sie achtete. (Ich nenn sie mal lana.meine andere freundin) warend der fahrt schaute ich dann zu Lana und sah das sie richtig zusammengesunken im sitz saß.WIE TOT ich rüttelte dann an ihr und sie öffnete wieder die augen.als die bahn dann zum stehen kam und wir austiegen setzten wir uns erstmal.lana meinte sie hatte von der fahrt nichts mehr mitbekommen.nur das sie den berg hoch ist beim runterfahren sich dann den kopf angeschlagen hatte und mehr hat sie nicht mehr gemerkt.

Also war sie doch bei der Fahrt Ohmmächtig oder? Wie kann das sein? Sie war kerngesund. Die geschichte ist nicht erfunden auch wenn es sich so anhört. ...

Jetzt meine Frage...kann man während der fahrt wirklich das bewusstsein verlieren?

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